<Desc/Clms Page number 1>
Kanister
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
fasst, so dass die zwischen diesem Traggerüst liegenden Wandungsteile schwächer ausgebildet werden können, als das Traggerüst selbst. Hiedurch kann an teurem Kunststoff gespart werden und trotzdem eine gegenüber den bekannten Kanistern mit abgerundeten Übergängen der Seitenwände bedeutend höhere Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen äussere Einflüsse erzielt und Beschädigungen auch bei aer häufig rauhenBehandlung der Kanister vermieden werden.
Bei einem so gestalteten Kanister ergeben Deckel und Boden infolge ihrer annähernden Kuppelform bei der Belastung eine Bogenträgerwirkung, wobei sich der Kraftfluss unmittelbar in die als Rundstützen wirkenden abgerundeten Behälterecken überträgt. Die starken Ecken-und Kantenabrundungen haben den besonderen Vorteil, dass das Tragrahmengebilde gleiche Wandstärke aufweist und schädliche Schwächungen oder Reckungen in den Ecken oder Übergängen beim Blasen des Behälters aus einem Vorformling nicht auftreten. Schon durch Wahl eines günstigen Querschnittes der abgerundeten Tragelemente und der dadurch möglichen kleineren Bemessung der Wandstärke kann erheblich an Kunststoff gespart werden.
In Ausgestaltung der Erfindung gehen die Schmalseiten und die Deckelseite über Abrundungen und je eine diese verbindende Abflachung mit einer Neigung von etwa 450 gegenüber der Bodenfläche ineinander über, wobei eine der Abflachungen die Behälteröffnung aufweist. Durch diese Ausbildung wird eine Vereinfachung der werkzeugmässigenHandhabung beim Blasen derKanister erreicht, wobei dieAbflachung mit der Neigung von etwa 450 zwischen den begrenzenden Abrundungen eine vorteilhafte Anbringung der Ausgussöffnung ermöglicht.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben vorteilhafte Möglichkeiten der Anbringung des Traggriffes und erzielen eine Versteifung der Deckelseite der Kanister, sowie eine bessere
Stapelbarkeit derselben, wobei durch besondere Ausbildung der Abrundungen an den Übergängen zu den
Seitenflächen die Kanister beim Stapeln auch hohen Beanspruchungen gewachsen sind.
Die erfindungsgemässe Ausbildung des Kanisters ermöglicht infolge seiner Gebrauchstüchtigkeit und seiner niedrigen Herstellungskosten eine weitgehende vorteilhafte Verwendung auf solchen Gebieten, wo bisher infolge der mangelnden Stabilität und des hohen Preises derartige Behälter aus Kunststoff nicht zur
Anwendung gelangen konnten.
Zur Erläuterung und zur weiteren Kennzeichnung der Erfindung sind in beiliegenden Zeichnungen drei Ausführungsbeispiele des Kanisters dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1-4 die eine Ausführungsform des Kanisters in Seitenansicht bzw. in Draufsicht bzw. in einem teilweisen Längsschnitt nach der Linie VII-vn der Fig. l bzw. eine Bodenansicht in Richtung des Pfeiles VIII. Die Fig. 5-8 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel des Kanisters in Seitenansicht bzw. in Draufsicht bzw. im Längsschnitt III-III nach Fig. 5 bzw. eine Bodenansicht in Pfeilrichtung IV. In Fig. 9 ist ein Teilquerschnitt des Behälterkopfes einer weiteren Ausbildung eines Kanisters gemäss der Erfindung ersichtlich.
DerKanister weist eine üblicheQuaderform auf, wobei seine Behälterecken 2 allseitig voll abgerundet sind. Auch die Wandflächen des Behälters gehen miteiner grössere Eckstützen bildenden Abrundung 1 ineinander über. DerRadius r für dieKantenabrundung bewegt sich in den Grenzen von 15 bis 350/0 der klein- stenSeitenlänge, nämlich der Schmalseite S des Behälters. Vorzugsweise wird der Radius r mit etwa einem Viertel der Schmalseite S bemessen. Die überlagernden Radien R in der Diagonalen längs der Linie VI-VI (Fig. 2) bzw. II-11 (Fig. 6) betragen im Auslauf zum Kopf-und Bodenteil etwa 30 - 700/0, vorzugsweise aber 50% der Schmalseite S.
Damit ist der obere und untere Gewölbeteil eines Tragrahmens gebildet, wobei dieRundeckenstützen 2 die Seitenbegrenzung abgeben. Durch strichpunktierteDoppellinien in den Seitenflächen der Fig. l und 3 ist das Tragrahmengebilde kenntlich gemacht. Die zwischenliegenden Seitenflächen 11 und 12 sind bei der Stapelung im wesentlichen entlastet, sie können daher auch in der Wandstärke gegenüber dem Tragrahmen 1, 2 entsprechend geringer gehalten sein.
An der Kopfseite des Kahisters ist der Traggriff 3 vorgesehen, dem eine ins Behälterinnere ragende Griffmulde 4 zugeordnet ist. Es können auch zwei oder mehrere Traggriffe je nachBedarf vorgesehen werden. In der Bodenfläche 7 ist eine dem vorstehenden Verlauf des Griffes 3 entsprechende Vertiefung 8 angebracht, so dass beim Übereinanderstapeln der Griff 3 in der Vertiefung 8 Platz findet, wobei gleichzeitig die Behälter gegen seitliches Verschieben gesichert sind. An dem rückwärtigen Ende der Bodenvertiefung 8 wird zweckmässig eine Querrinne 9 angeordnet, die ein Erfassen des Behälters beim Entleeren erleichtert.
Wesentlich ist die allseitigeGeschlossenheit der oberen Mulde 4 und der Bodenvertiefung 8,9, so dass der Tragrahmen 1, 2 in seiner Gesamtheit nicht geschwächt ist. Die Verformungsteile der Vertiefungen 4,8, 9 bilden hiebei eine zusätzliche Verstärkung der als Bogenträger wirkenden Kopf- und Fussteile 2 des Tragrahmens.
Zur besseren Anordnung der durch Schraubkappe 6 verschlossenen Behälteröffnung kann der Übergang der Schmalseite zur Kopfseitenbegrenzung mit einer Abflachung 5 versehen sein, die etwa eine Neigung
<Desc/Clms Page number 3>
von 30 bis 600, vorzugsweise 450 zur Stapelfläche 10 aufweist.
Bei der Ausführungsform des Kanisters n ? ch den Fig. 5-8 ist das Tragrahmengebilde 1, 2 im oberen und unteren Teil zumindest im Bereich der Abrundung mit wellenförmig angeordneten der weiteren Verstärkung dienendenSicken 13 versehen, die in Richtung derSeitenwand flach auslaufen. Diese Ausführung des Kopf- und Fussteiles des Tragrahmens erweist sich als besonders zweckmässig bei grösseren Kanistern.
Hiebei können vorteilhaft die abgerundeten seitlichen Stützenteile mit rippen- bzw. nutenförmigen Längs- sicken 14, 15 versehen sein, die an zwei entgegengesetzten Seitenflächen wechselweise vorspringend und vertieft ausgebildet sind, so dass sich beim Nebeneinanderreihen der Kanister ein sicherer Eingriff gegen seitliches Verschieben ergibt, was sich insbesondere beim Massentransport gefüllter und auch leerer Behälter günstig auswirkt. Schliesslich komen die Seitenflächen 16, 17 mit diagonal verlaufenden rillenförmigen Ausprägungen 18 versehen werden, die dann ausser der Versteifung der Seitenwände 16, 17 durch wechselweises Vorstehen oder Zurückspringen bei zwei gegenüberliegenden Wänden ebenfalls zur Seitenverankerung nebeneinandergestellter Behälter benutzt werden.
Bei der Ausiühruagsform des Kanisters nach den Fig. 5-8 ist der Traggriff 3a durch einen Mittelsteg 10a der als Tragfläche gestapelter Kanister dienenden Stapelfläche 10 mittseitig gestützt, so dass zwei Griffmulden 4a bestehen. Diese Ausführung ist besonders bei grösseren Behältern von Vorteil, da der Behalter nunmehr von zwei Personen ergriffen und getragen werden kann.
Bei der Ausführungsform des Kanisters nach Fig. 9 ist der Traggriff 3b innerhalb der Mulde 4b, also nicht vorspringend, angeordnet. Der Kopfteil erhält die Stapelvorsprünge 19, die in derMulde 20 das aufgestapelten Behälters Platz finden und damit das allseitige Verschieben der gestapelten Behälter verhindern.
Der quaderförmig gestaltete Kanister gemäss der Erfindung kann ein Verhältnis der Breite zur Tiefe von 1 : 1 bis etwa : 1 und darüber erhalten. Vorzugsweise beträgt das Verhältnis 1, 45 : 1. Unter Beibe-
EMI3.1
halt erfolgen. Vorzugsweise beträgt die Höhe de. ; Behälters das Doppelte der Schmalseite S.
Die Gestaltung des Kanisters gemäss der Erfindung ermöglicht je nach Verwendung entsprechenden Kunststoffes durch die Vorausbestimmung der Bemessung aller Einzelteile eine Festlegung des Behältergewichte mit Bezug auf den Behälterinhalt. So beträgt bei Ausführung das Kanisters in Polyäthylen mit einem spezifischen Gewicht von 0,970 das Behältergewicht zwischen 3 und 6tu0, vorzugsweise 4-5% vom Behälterinhalt und bei Polyäthylen mit einem spezifischen Gewicht von 0,916 zwischen 6 und ind lljo, vorzugsweise 8 - 9% vom Inhalt, bezogen auf ungefärbtes Material. Bei Verwendung von Polyäthylen mit spezifischen Gewichten zwischen diesen Grenzwerten ist das Behältergewicht den Abweichungen entsprechend proportional.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kanister von vorzugsweise quaderförmiger Gestalt aus Kunststoff zur Aufnahme von flüssigem, pulverförmigem oder körnigem Füllgut, mit die breiten Seitenwandungen und die Schmalseiten des Behälters verbindenden Abrundungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrundungen (1) zwischen den breiten Seitenwandungen (11, 15) und den Schmalseiten (12, 16) einen Radius (r) von 1/6 bis 1/3, vorzugsweise von 1/4 der Breite der Schmalseite des Behälters aufweisen und an den Behälterecken in eine sie überlagernde Abrundung (2) mit doppeltem Radius (R), vorzugsweise von 1/2 der Breite der Schmalseite (12, 16) übergehen, wobei ein sämtliche Seitenflächen umfassendes Traggerüst gebildet ist, das aus den die Behälterecken bildenden Abrundungen (2)
und den seitlichen Abrundungen (1) der Seitenwandungen (11, 15) und Schmalseiten (12, 16) besteht und dass vorzugsweise Deckel- und Bodenseite durch in sich geschlossene
EMI3.2