AT238164B - Verfahren zur Herstellung von neuen Aldehyden und deren Acylhydrazonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Aldehyden und deren Acylhydrazonen

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AT238164B
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bromo
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acetylhydrazide
trimethylammonium
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 
 EMI1.6 
 
 EMI1.7 
 
 EMI1.8 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
C-CHworin R.   R   und X Chlor oder Brom bedeuten, in guten Ausbeuten erhält, wenn man Zimtaldehyde der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 worin    Rund Rl   die angegebene Bedeutung besitzen, in praktisch wasserfreien Lösungsmitteln mit einer äquimolekularen Menge Brom behandelt, aus den erhaltenen Brom-Anlagerungsprodukten mit Hilfe von Alkaliacetaten Bromwasserstoff abspaltet und gegebenenfalls die erhaltenen cc-Brom-zimtaldehyde mit Trimethylammoniumacetylhydrazidchlorid bzw. -bromid oder mit Pyridiniumacetylhydrazidchlorid bzw. 



  - bromid behandelt. 



   Als Ausgangsprodukte kommen nach dem Verfahren gemäss der Erfindung beispielsweise in Frage : 
 EMI2.3 
 aldehyd. 



   Zur Bromanlagerung werden wasserfreie Lösungsmittel verwendet, insbesondere können verwendet werden : Schwefelkohlenstoff, Chloroform, Eisessig und perhalogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe (Cl-C). Die Reaktionstemperaturen können in den Grenzen von 0 bis   500C   gewählt werden ; vorzugsweise arbeitet man bei Temperaturen von 0 bis +35 C. 



   Die darauffolgende Umsetzung mit Alkaliacetat, die vorzugsweise mit Kaliumacetat durchgeführt wird, kann unter Vorgabe eines niederen aliphatischen Alkohols    (Ci-c,)   erfolgen und wird zweckmässig bei der Siedetemperatur des Gemisches vorgenommen. Zur Isolierung des Reaktionsproduktes können verschiedene Methoden verwendet werden, beispielsweise Abdestillieren des Lösungsmittels oder Abkühlen des Reaktionsgemisches. 



   Zur Überführung der Aldehyde in ihre Trimethylammonium- und Pyridiniumacetylhydrazone wird erfindungsgemäss in alkoholischen Lösungsmitteln gearbeitet, wobei als solche vorteilhaft aliphatische Alkohole mit 1-4 Kohlenstoffatomen verwendet werden. Man arbeitet ferner in Gegenwart von Säuren, von denen beispielsweise Halogenwasserstoffsäuren wie Salzsäure oder Schwefelsäure bzw. organische Säuren wie Essigsäure oder Ameisensäure verwendet werden. Die Umsetzung wird zweckmässig in der Weise durchgeführt, dass die als Ausgangsstoffe verwendeten   cx-Brom-zimtaldehyde   in alkoholischer Lösung vorgelegt und nach Zusatz der Säuren ebenfalls in alkoholischer Lösung mit einer Suspension von Trimethylammoniumacetylhydrazidchlorid bzw. -bromid oder Pyridiniumacetylhydrazidchlorid bzw. 



  - bromid versetzt werden. Die Reaktion selbst wird vorteilhaft bei mässig erhöhter Temperatur, insbesondere bei der Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittels, vorgenommen. Im allgemeinen fallen die gewünschten Verfahrenserzeugnisse aus der alkoholischen Reaktionslösung in kristallisierter Form aus. 



  Sollte infolge zu hoher Löslichkeit der Verfahrensprodukte eine derartige Kristallisation nicht sofort erfolgen, so kann auch eine Ausfällung mit beispielsweise Diäthyläther vorgenommen werden. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Verfahrensprodukte stellen hochwirksame Fungistatika dar, die sich gegenüber bekannten Verbindungen vergleichbarer chemischer Struktur durch erheblich bessere Wirksamkeit auszeichnen. Zum Beispiel zeigt, wie aus Tabelle II ersichtlich ist, der   ex-Brom-2, 4-dichlorzimtaldehyd   hinsichtlich seiner Wirkung gegen Hautpilze, Soor und Verrottungspilze, verglichen mit vergleichbaren bekannten Verbindungen, eine überlegene Wirksamkeit. Die angegebenen Zahlen stellen die Konzentration der verschiedenen geprüften Verbindungen in y/ml dar, die ausreichend waren, um bei einer Versuchsdauer von etwa 18 Tagen das Wachstum der im einzelnen aufgeführten Pilze auf festen Nährböden völlig zu verhindern. 



  In Tabelle II sind auch die entsprechenden Daten für das   a-Brom-2, 4-dichlor-cinnamyliden-trimethyl-   ammoniumacetylhydrazidchlorid und das   ex-Brom -2, 4-dichlor-cinnamylidén -pyridiniumacetylhydrazid-   chlorid angegeben. 



   Von besonderer Bedeutung ist auch die erheblich bessere Wasserlöslichkeit der letztgenannten neuen Verfahrenserzeugnisse gegenüber vergleichbaren bekannten Verbindungen, die zusammen mit ihrer guten bakteriostatischen und fungistatischen Wirksamkeit ihre Eignung als Zusätze zu Desinfektionsmitteln, Seifen, Spülmitteln usw. begründet. In der Tabelle I sind die Löslichkeiten einiger der neuen Verfahrenserzeugnisse in Wasser bei   200C   den entsprechenden Löslichkeiten von vergleichbaren bekannten Verbindungen gegenübergestellt.

   Als fungistatisch und bzw. oder bakteriostatisch wirksame Zubereitungen kommen beispielsweise Lösungen, Salben, Seifen oder Puder in Betracht, zu denen die Verfahrenserzeugnisse als Wirkstoffe mit den üblichen   Träger- und   Hilfsstoffen wie beispielsweise Wasser, pflanzlichen oder tierischen Fetten, Wachsen, Traganth, Gelatine, Magnesiumcarbonat, Kaolin, Talk, Zinkoxyd, 
 EMI3.1 
 molekulare Alkohole in Betracht. Auch wasserfreie organische Lösungsmittel, insbesondere niedrigmolekulare Alkohole können als Lösungsmittel verwendet werden. Für Salben und Puder liegt der Gehalt an den erfindungsgemäss dargestellten Verfahrenserzeugnissen vorzugsweise zwischen 0, 5 und   10%.   



    Tabelle I    
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Nr. <SEP> Verbindung <SEP> Löslichkeit <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> bei <SEP> 20 C
<tb> 1 <SEP> a-Brom-p-nitrozimtaldehyd <SEP> 0, <SEP> 0007% <SEP> 
<tb> 2 <SEP> K-Brom-p-cyanzimtaldehyd <SEP> 0, <SEP> 0008% <SEP> 
<tb> 3 <SEP> ot-Brom-p-chlorzimtaldehyd <SEP> 0, <SEP> 0008% <SEP> 
<tb> 4 <SEP> K-Brom-2, <SEP> 4-dichlorcinnamyliden-trimethylammonium- <SEP> 
<tb> acetylhydrazidchlorid <SEP> 0,19%
<tb> 5 <SEP> &alpha;-Brom-2,4-dichlorcinnamyiden-pyridiniumacetylhydrazidchlorid <SEP> 0,10%
<tb> 
 
 EMI3.3 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



    1 : a-Brom-2, 4-dichlorzimtaldehyd :Beispiel 2 : < x-Brom-2, 4-dichlorcinnamyliden-trimethylammonium- acetylhydrazidchlorid :   
5,   6 g &alpha;-Brom-2,4-dichlorzimtaldehyd werden   in 28 ml absolutem Äthanol unter Erwärmen gelöst. 



  Dann werden 3, 5 g feingepulvertes Trimethylammoniumacetylhydrazidchlorid und   0, 5 ml l0n-äthano-   lische Salzsäure unter Umschütteln zugefügt. Nach 5 min Erhitzen unter   Rückfluss   wird die entstandene Kristallsuspension mit 10 ml absolutem Äthanol verdünnt. Das Reaktionsgemisch wird noch 10 min unter Rückfluss weiter erhitzt ; dann wird gekühlt, das ausgefallene   &alpha;-Brom-2,4-dichlorcinnamyliden-trimethyl-   ammoniumacetylhydrazidchlorid wird abfiltriert, mit absolutem Äther gewaschen und getrocknet. Die 
 EMI4.1 
 Schmelzpunkt 218 C in einer Ausbeute von   95%     d. Th.   



    Beispiel 3: &alpha;-Brom-2,4-dichlorcinnamyliden-pyridiniumacetylhydrazidchlorid:  
Entsprechend der in Beispiel 2 angegebenen Vorschrift wird ausgehend von   cx-Brom-2, 4-dichlorzimt-   aldehyd und Pyridiniumacetylhydrazidchlorid das   &alpha;-Brom-2,4-dichlorcinnamylidenpyridiniumacetyl-   hydrazidchlorid vom Schmelzpunkt 251- 2520C erhalten ; die Ausbeute beträgt 51%   d. Th.   
 EMI4.2 
 ; -Brom-2, 6-dichlorzimtaldehyd2060C in einer Ausbeute von 68%   d. Th.   und bei Verwendung von   &alpha;-Brom-3-chlor-4-brom-zimtalde-   hyd das a-Brom-3-chlor-4-brom-cinnamyliden-pyridiniumacetylhydrazidchlorid vom Schmelzpunkt 266 bis 267 C in einer Ausbeute von   901o   d. Th. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Vergleich der antimykotischen Wirksamkeiten Die im folgenden aufgeführten Konzentrationen der Präparate in   y/ml   waren ausreichend, um das Wachstum der unten aufgeführten Pilze völlig zu verhindern (Versuchsdauer 18 Tage, fester Nährboden) 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Hautpilze <SEP> Soor <SEP> Verrottungspilze <SEP> 
<tb> Micro- <SEP> Tricho- <SEP> Tricho- <SEP> Tricho- <SEP> Candida <SEP> Candida <SEP> Aspergillus <SEP> Trichoderma
<tb> sporon <SEP> phyton <SEP> phyton <SEP> phyton <SEP> albicans <SEP> albicans <SEP> niger <SEP> viride
<tb> gypseum <SEP> rubrum <SEP> tonsurans <SEP> epilans <SEP> 504 <SEP> Y <SEP> 1200
<tb> 5-Chlorsalizyliden-trimethylammonium-62 <SEP> 62 <SEP> 62 <SEP> 31 <SEP> 500 <SEP> 500 <SEP> 500 <SEP> 500
<tb> acetylhydrazidchlorid <SEP> (USA-Patentschrift <SEP> 
<tb> Nr.

   <SEP> 2, <SEP> 670, <SEP> 348 <SEP> 
<tb> 5-Chlorsalizyliden-pyridiniumacetyl-31 <SEP> 31 <SEP> 31 <SEP> 31 <SEP> 500 <SEP> 500 <SEP> 500 <SEP> 500
<tb> hydrazidchlorid <SEP> (USA-Patentschrift
<tb> Nr. <SEP> 2, <SEP> 670, <SEP> 348) <SEP> 
<tb> a <SEP> -Brom-p-cyan-zimtaldehyd <SEP> 62 <SEP> 31 <SEP> 31 <SEP> 31 <SEP> 500 <SEP> 250 <SEP> 1000 <SEP> 250
<tb> (DAS <SEP> 1103318)
<tb> (x-Brom-p-nitro-zimtaldehyd <SEP> (Ind. <SEP> J. <SEP> of <SEP> 16 <SEP> 16 <SEP> 16 <SEP> 16 <SEP> 500 <SEP> 250 <SEP> 1000 <SEP> 1000
<tb> Pharmacy <SEP> 18, <SEP> 10 <SEP> [1956], <SEP> S. <SEP> 396)
<tb> a-Brom-2. <SEP> 4-dichlorzimtaldehyd <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 125 <SEP> 62 <SEP> 62 <SEP> 125
<tb> &alpha;-Brom-2,4-dichlorcinnamyliden-trimethylammoniumacetylhydrazidchlorid <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 2. <SEP> 62 <SEP> 125 <SEP> 125 <SEP> 125
<tb> &alpha;

  -Brom-2,4-dichlorcinnamyliden-pyridiniumacetylhydrazidchlorid <SEP> 4241 <SEP> 500 <SEP> 500 <SEP> 510 <SEP> 500
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen Aldehyden der allgemeinen Formel EMI6.1 EMI6.2 EMI6.3 EMI6.4 gemeinen Formel EMI6.5 worin Rund Rl die angegebene Bedeutung besitzen, in praktisch wasserfreien Lösungsmitteln mit einer äquimolekularen Menge Brom behandelt, aus den erhaltenen Brom-Anlagerungsprodukten mit Hilfe von Alkaliacetaten Bromwasserstoff abspaltet und gegebenenfalls die erhaltenen a-Brom-zimtaldehyde der Formel I mit Trimethylammoniumacetylhydrazidhalogenid oder mit Pyridiniumacetylhydrazidhalogenid, wobei unter "-halogenid" das Chlorid oder Bromid zu verstehen ist, behandelt.
AT982862A 1961-12-18 1962-12-17 Verfahren zur Herstellung von neuen Aldehyden und deren Acylhydrazonen AT238164B (de)

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