AT2384U1 - Repetiervorrichtung für gewehre mit geradezugverschluss - Google Patents

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AT2384U1
AT2384U1 AT0049597U AT49597U AT2384U1 AT 2384 U1 AT2384 U1 AT 2384U1 AT 0049597 U AT0049597 U AT 0049597U AT 49597 U AT49597 U AT 49597U AT 2384 U1 AT2384 U1 AT 2384U1
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AT0049597U
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Sommer & Ockenfuss Gmbh
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Repetiervorrichtung für Gewehre mit Geradezugverschluß, mit einem zur Aufnahme eines Schaftteleskops als Hohlkörper ausgebildeten Hinterschaft und mit Gleitschienen, die in einem Verschlußgehäuse gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Repetiervorrichtung eine Repetiereinheit aus einem Verschluß (1), einer Abzugsgruppe (2), einem Pistolengriff (3) und einem Schaftteleskop (4) ist, bei der diese Komponenten fest miteinander verbunden sind und die auf dem jeweiligen Gewehr rein axial geführt ist.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung gehört zum   Sachgebiet   der Waffentechnik. Sie betrifft eine manuell bedienbare   Repetiervorrichtung   für alle Gewehre mit Geradezugverschluss (axial verriegelbar). Nach Abgabe des Schusses wird durch axiales Zurückziehen und anschliessendes Zurückdrücken der   Abzugsgruppe   2, des Pistolengriffs 3 und des schaftteleskops 4 mit der Schiesshand eine Hin-und Rückbewegung des Verschlusses 1 ausgeführt, bei der in herkömmlicher Weise die leere Hülse ausgeworfen und eine neue Patrone in das Patronenlager eingeführt wird. 



  Bisher sind überwiegend Handrepetierwaffen mit axial geführten   Zylinderverschlüssen   bekannt, die durch einen am   Zylinderverschluss   befestigten Kammerstengel bedient werden. Dabei sind allerdings zahlreiche Handbewegungen zum Entriegeln und Verriegeln des Zylinderverschlusses erforderlich. Die Schiesshand (gewöhnlich die rechte Hand) muss nach oben zum   Kammerstengel   geführt werden. Dies bringt eine zeitliche Verzögerung mit sich. Auch wird die stabile Schulteranlage gestört, was den   Schiessrhythmus   beeinträchtigt und beispielsweise den Jagdschützen beim Schiessen auf flüchtiges Wild zur erneuten Zielerfassung zwingt. Vornehmlich in Amerika werden auch sogenannte Pumpactionsysteme verwendet.

   Es handelt sich dabei um   Repetiersysteme,   bei denen durch eine Zurück-und Vorwärtsbewegung des Vorderschaftes der Verschluss gesteuert wird. Diese Systeme haben den Nachteil, dass beim   präzisionsfordernden   Schiessen von festen Gewehrauflagen (beispielsweise von   Hochsitzbrüstunqen   oder Sandsäcken) ein   Repeteren   ohne Hochheben der Waffe nicht möglich ist. Bei den ebenfalls bekannten Leveraction-Repetiersystemen wird durch eine Ab-und Aufwärtsbewegung des nach hinten verlängerten Abzugsbügels regpetiert. Weiterhin gibt. es technische Lösungen, deren Einsatzbereich jedoch auf die Verwendung von Kleinkalibermunition (geringer Gasdruck, geringe Baulänge) beschränkt ist.

   Hier gibt es   Handrepetierwaffen,   deren   Repetiervor-   gang von einem beweglichen Pistolengriff am Kolbenhals durch Schwenkung in der Waffenvertikalen aus erfolgt. Hierbei wird das zum sicheren Schiessen erforderliche Stützdreieck (Schulteranlage, Ellenbogen, Hand am Waffenschaft) durch die erhebliche Handgelenkbewegung beeinträchtigt. Im   Biathlonsport   finden ausserdem Repe- 

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   tiersysteme Verwendung,   bei denen mit dem Daumen der Verschluss ent-bzw. verriegelt wird. Eine weitere Lösungsvariante findet sich im Gebrauchsmuster DE-G 90 04 261. Hier wird der Repetiervor- gang durch das Zurückziehen des Abzuges ("Abzughahnes") bewerk- stelligt. Die Anwendbarkeit dieses Geräts beschränkt sich jedoch ebenfalls auf die Verwendung von Kleinkalibermunition. 



  Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung einen Gewehrs, bei dem der Ladevorgang zeitlich möglichst kurz gehalten werden kann. 



  Dabei soll die Waffenhaltung stabil bleiben und die   Schiesshand   den Pistolengriff während des ganzen Repetiervorgangs fest umfassen. 



  Die Erfindung wird diesen Zielen durch ein Zurückziehen der Repetiereinheit   (Verschluss l. Abzugsgruppe 2, Pistolengriff   3 und   Schafte-leeskop   4) gerecht. Bei jedem Repetiervorgang erfolgt durch die enge Verbindung zwischen der   schussabgabe   und dem Patronenwechsel eine hohe Zeiteinsparung. Weder die stabile Schulteranlage noch das erwähnte   Stützdreieck   werden geschwächt. 



    Erfindungsgemäss soll eine azial getührte Ropetiervorrichtung    geschaffen werden, die dem   SchUtzen   im Jagd-, Schiesssport-und ScharfschützeneinsatzbereichdieBedienungerheblicherleichtert. 



  Ferner ist eine schnellere Schussfolge und die Beibehaltung einer zielgerechten   Schulteranlage   zu erreichen. 



  Der Erfindung entsprechend wird die obige Aufgabe dadurch gelöst, dass die Komponenten Verschluss 1, Abzugsgruppe 2, Pistolengriff 3 und Schaftteleskop 4 fest miteinander verbunden sind und so eine Repetiereinheit bilden, die auf dem jeweiligen Gewehr rein axial geführt ist. 



  Als Hinterschaft 8 wird dabei ein als Hohlkörper ausgebildeter Lochschaft verwendet, in welchem vorzugsweise das aus Kunststoff bestehende Schaftteleskop 4 geführt ist. 



  Als Nebeneffekt bietet sich durch auf den jeweils verwendeten verschluss 1 abgestimmte Repetiervorrichtungen eine Vielzahl technisch einfach realisierbarer Sicherungseinrichtungen. 

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  Die Erfindung wird nachstehend durch die Beschreibung eines Repetlerablaufes beispielamässig erläutert. 



  Hypothetisch wird dabei die Verwendung eines modifizierten Geradezugverschlusses des Militärkarabiners   Steye-Mannlicher   Modell 95 angenommen. Hierbei handelt es sich in idealer Weise um einen   Drehwarzenver8chluB,   dessen Schlagbolzenfeder sich erst beim schliessen spannt. Der Verschluss wird so umgestaltet, dass er sich bei der Aufhebung der Kammersperre selbsttätig entspannt. 



  Die Waffe ist geladen, verriegelt und gespannt (also schussbereit) und entspricht dann dem in Figure 1 gezeigten Zustand. 



  Die Kammer ist mittels eines selbstätig in das Verschlussgehäuse 5 eingreifenden Arretierbolzens    < Sa   des Kammersperrhebels 6, der durch den Anpressdruck einer im   Pistolengriff   3 gefahren Spiralfeder 6b gesteuert wird, gegen unbeabsichtigtes Aufziehen nach hinten gesperrt. Durch Betätigen des Abzugs bricht der Schuss. 



  Zum Repetieren wird der   Kammersperrhebel   6 kurz nach unten gedrückt und durch Zurückziehen des   Pistolengrlff8   3 die Repetiereinheit bestehend aus den fest miteinander verbundenen Komponenten   Verschluss   1, Abzugsgruppe 2, Pistolengriff 3 und   Schaftteleskop   4 nach hinten bewegt. Das Schaft teleskop 4 fährt hierbei in den im unteren Bereich als Hohlkörper ausgebildeten   Hinterschaft 8 ein.   



  Die   Repetiereinheit   wird dabei mittels zweier   1m   Verschlussgehäuse 5 geführten oberen und unteren Gleitschienen 9,10 gesteuert. 



  In der hinteren Stellung, wie dies die Figur 2 zeigt, wird die leere Hülse ausgeworfen, und beim vordrücken der Repetiereinheit gleitet der Verschluss 1 über die Lippen des Einsteckmagazins und 
 EMI3.1 
 lungswarzen drehen sich zum Verriegeln im Lauf ein. Durch weiteres Vordrucken des Verschlusses 1 wird die Schlagbolsenfeder 6b gespannt, und der Arretierbolzen 6a des Kammersperrhebels 6 rastet 
 EMI3.2 
 



  Kommt der Schütze nicht zu Schuss, ao wird durch kurzes Herunterdrücken des Kammersperrhebels 6 ein selbsttätiges Entspannen der 

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 Watte bewirkt. Der hintere Verschlussteil und damit die gesamte restliche Repetiereinheit (die aus den fest miteinander verbundenen Komponenten 2, 3, 4 besteht) gleiten um das Mass der   Kompr1mie-   rung der Schlagbolzenfeder zurück. 



  Durch Herunterdrücken der Drehsicherung 7 in die Position S wird die   Repetiereinheit   in dieser   Sicherheitsstellung arretiert.   Die Kammer ist damit sowohl gegen ein unbeabsichtigtes Aufziehen als auch Vordrücken und damit Spannen gesichert. Die Schiesshand hat zu keinem Zeitpunkt die ursprüngliche   Schiessposition   verlassen. 



  Das geschilderte   Funktionsbeispiel   verdeutlicht die Vorteile der Erfindung :   Schnelles Repetieren   durch eine rein axiale RUck- und Vor- wärtsbewegung der   Repetiereinheit  
Repetieren unter Beibehaltung der Schiesshaltung ohne Schwä- chung des Stützdreiecks (Schulteranlage, Ellenbogen, Hand am
Waffenschaft). 

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    Bezugszeichenlizte 1 Verschluss    2 Abzugsgruppe 3 Pistolengriff 4 Schaftteleskop 5 verschlussgehäuse 6 Kammersperrhebel 6a Arretierbolzen 6b Spiralfeder 7 Drehsicherung   8   Hinterschaft 9 obere Gleitschiene 10 untere Gleitschiene

Claims (1)

  1. EMI6.1 EMI6.2 zur Aufnahme eines Schaftteleskops als Hohlkörper ausgebildeten Hinterschaft und mit Gleitschienen, die in einem Verschlussgehäuse gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Repetiervorrichtung eine Repetiereinheit aus einem Verschluss (1), einer Abzugagruppe (2), einem Fistolengriff (3) und einem Schaftte18akop (4) ist, bei der diese Komponenten fest miteinander verbunden sind und die auf dem jeweiligen Gewehr rein axial geführt ist.
AT0049597U 1997-08-06 1997-08-06 Repetiervorrichtung für gewehre mit geradezugverschluss AT2384U1 (de)

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AT2384U1 true AT2384U1 (de) 1998-09-25

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008052729A1 (de) * 2008-10-22 2010-04-29 Blaser Finanzholding Gmbh Systemkasten für ein Repetiergewehr

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US3736839A (en) * 1972-02-24 1973-06-05 Us Navy Dual mode shotgun
DE2218257B2 (de) * 1972-04-14 1974-05-16 Erma-Werke Waffen- Und Maschinenfabrik Gmbh, 8060 Dachau
US4538502A (en) * 1982-04-28 1985-09-03 Benelli Armi S.P.A. Reconversion device for a gun from semi-automatic to pump operation

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