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Fernsteuerbare Halte- und Freigabevorrichtung für bewegliche Organe
Die Erfindung schafft eine fernsteuerbare Halte- und Freigabevorrichtung für bewegliche Organe, die ein grosses Anwendungsgebiet im Maschinen- und Apparatebau, aber auch in der Möbelerzeugung, besonders im Bau der Küchenmöbel, Büromöbel u. ähnl. Einrichtungsgegenstände, besitzt und überall dort vorteilhaft anwendbar ist, wo mittels Fernsteuerung irgendein Bauteil aus einer Stellung, in welcher dieser Teil gespannt ist, in eine Freigabestellung vorgeschoben werden soll, etwa um in dieser Stellung erfasst und weitergezogen zu werden.
Zum besseren Verständnis des Gesagten sei beispielsweise der Fall eines Küchenmöbels oder eines Registraturschrankes angeführt, für welche Möbel die Forderung bestehe, dass ihre Laden durch Druck auf einen Knopfetwas vorgeschoben werden, um dann wieder, u. zw. von Hand aus oder selbsttätig, in die Schliessstellung gebracht zu werden, in der sie bis auf weiteres verharren.
Die vorliegende Fernsteuervorrichtung kennzeichnet sich dadurch, dass sie in Kombination umfasst ein dauermagnetisches Halteelement, einen elektromagnetischen Aufstosser, der die Haltekraft des Dauermagneten überwindet, und einen mit einer gespannten Feder wirkenden mechanischen Ausstosser, der dem beweglichen Organ eine Ausfahrbewegung erteilt. Zweckmässig ist es, wenn diese Teile zu einer einbaufertigen Einheit zusammengefasst sind.
Falls die Vorrichtung geeignet sein soll, eine Lade oder ein vergleichbares Organ zur Gänze in die Ofenlage zu fördern und aus dieser wieder zurück in die Schliesslage, so kann im Sinne eines weiteren Merkmales der Erfindung ein zweiter Elektromagnet vorgesehen werden, der durch Erregung über eine Kniegelenkhebeleinrichtung eine die Lade führende Fahrschiene aus einer der Einschubstellung der Lade zugeordneten Ruhelage in eine das Ausfahren der Lade bewirkende Schräglage verstellt.
Die schematische Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein erstes und in Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung und in Fig. 3 den zuletzt genannten zusätzlichen Elektromagneten, der die Fahrschiene der Lade od. dgl. betätigt.
In den Fig. 1 und 2 stellt 1 einen Dauermagneten vor, der im festen Teil der Maschine, der Vorrichtung oder des Möbels montiert ist und mit dem Anker 2 zusammenarbeitet, der Bestandteil des beweglichen Teils, also etwa einer Tür 3, einer Lade 4 od. dgl., sei. Der Permanentmagnet 1 wird dabei von einem Träger
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die Lade 4 einen solchen Kraftimpuls auszuüben, dass die Haltekraft des Magneten 1 überwunden wird ; das bewegliche Organ wird damit frei und unter dem Einfluss der Feder 6 bzw. 7 aufgestossen.
Im Falle der Fig. 3 wirkt ein zusätzlicher Elektromagnet 14, der gleichzeitig mit dem Magneten 10
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voll gezeichnete Stellung, die Lade fährt ein.
Während also die Ausführungsformen nach den Fig. 1 und 2 das gänzliche Öffnen und Schliessen der Tür 3 bzw. der Lade 4 von Hand aus erfordern, vollführt die Zusatzeinrichtung nach Fig. 3 alle Funktionen selbsttätig.
Die vorliegende Vorrichtung wird zweckmässig zu einem geschlossenen einbaufertige Kästchen gestaltet, in dem auch die Zusatzeinrichtung nach Fig. 3 untergebracht sein kann.
In elektrischer Hinsicht hat die vorliegende Einrichtung den Vorteil, dass sie weitgehend unabhängig von Schwankungen der Netzspannung ist. In der Regel werden Steuereinrichtungen der vorliegenden Art so gebaut, dass eine Haltekraft von einem Elektromagneten aufgebracht wird, und die Freigabe des beweglichen Organs erfolgt dann durch Unterbrechen des Haltestroms. In diesem Fall besteht aber die Schwierigkeit, dass es beim Abfallen der Netzspannung zu einer Freigabe des beweglichen Organs kommen kann. Eine Überdimensionierung des Haltemagneten, an die gedacht werden könnte, um dieses unerwünschte
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Abfallen zu verhindern, führt anderseits zu Schwierigkeiten hinsichtlich der Abfuhr der alsdann entstehenden Wärme. Im vorliegenden Fall arbeitet der Magnet 10 nur kurzzeitig, er kann somit überlastet werden.
Die Steuerung der in einem Möbel oder sonstwo vorhandenen Vorrichtungen der vorliegenden Art erfolgt, wie schon bemerkt, über Druckknöpfe, die entweder an Ort und Stelle angeordnet werden oder zu einem zentralen Kommandostand zusammengefasst sein können. Das Leitungssystem ist nicht dargestellt, da es keine Besonderheiten bietet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fernsteuerbare Halte- und Freigabevorrichtung für bewegliche Organe, dadurch gekennzeichnet, dass sie in Kombination umfasst ein dauermagnetisches Halteelement (1, 2), einen elektromagnetischen Aufstosser (10, 11, 12), der die Haltekraftdes Dauermagneten (1) überwindet, und einen mit einer gespannten Feder wirkenden mechanischen Ausstosset (8, 9), der dem beweglichen Organ (3, 4) eine Ausfahrbewegung erteilt.