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Aus Dipolfeldern bestehende Sendeantenne
Das Stammpatent Nr. 228841 bezieht sich auf eine aus Dipolfeldern bestehende Sendeantenne, bei der als Träger der Dipolfelder ein diese als Witterungsschutz umschliessender Isolierstoffhohlkörper in Form eines Rohrmastes vorgesehen ist, wobei der Isolierstoffhohlkörper durch in den Isolierstoff eingebettete bzw. vom Isolierstoff umschlossene Verstärkungseinlagen versteift ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, durch geeignete Ausgestaltung der Verstärkungseinlagen die Festigkeitseigenschaften der Isolierstoffhohlkörper zu verbessern. Gemäss der Erfindung, welche sich auf eine Sendeantenne mit einem als Isolierstoffhohlkörper ausgebildeten tragenden Mast als Umhüllung bezieht, in dessen Wandung Verstärkungseinlagen eingebettet sind, wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass als Verstärkungseinlagen mit sichelförmigem Querschnitt ausgebildete Schalen vorgesehen sind, die parallel zur Längsachse der Isolierstoffhohlkörper verlaufen.
Durch diese Massnahme lässt sich bei einfachem äusseren Aufbau eine Erhöhung der Biege- und Beulfestigkeit der Isolierstoffhohlkörper erreichen. Damit ergeben sich dünnere Wandstärken für den Isolierstoffhohlkörper. Es ist zweckmässig, mehrere derartige sichelförmige Schalen gleichmässig über den Umfang des Isolierstoffzylinders zu verteilen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die Strahler in bezug auf die Wandstärke so angeordnet werden, dass in ihrer Hauptstrahlungsrichtung gesehen Wandungsteile mit möglichst geringen Wandstärken liegen.
Der Aufbau des Isolierstoffzylinders erfolgt vorteilhaft so, dass die sichelförmigen Schalen als vorgefertigte Teile in die aus mehreren Gewebebahnen aufgebaute Wandung eingelegt und anschliessend nochmals durch Gewebebahnen abgedeckt werden, so dass die Schalen allseitig von Gewebebahnen umschlossen sind. Die sichelförmigen Schalen werden zweckmässig aus Glasfasergewebebahnen hergestellt, die durch Epoxyd- oder Polyesterharz miteinander verbunden sind. Für die Gewebebahnen, welche die sichelförmigen Schalen zwischen sich einschliessen, wird vorteilhaft das gleiche Material (Glasfaserkunststoff verwendet, wie für die Schalen selbst.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, bei dem eine im Dezimeterwellenbereich arbeitende Sendeantenne dargestellt ist.
Fig. l zeigt im Schnitt eine Rundstrahlantenne mit einer aus Isolierstoff bestehenden Umhüllung, Fig. 2 zeigtEinzelheiten eines zum tragenden Isolierstoffhohlkörper gehörenden Flansches und Fig. 3 zeigt eine sichelförmig ausgebildete Schale.
Die Rundstrahlantenne nach Fig. 1 besteht aus vier Dipolfeldern 1-4, die in quadratischer Anordnung angebracht und über in der Zeichnung nicht dargestellte Halterungen an der Wandung des tragenden Isolierstoffzylinders 5 befestigt sind. Die Antennen, welche zweckmässig im Drehfeld gespeist werden, dienen zur Erzeugung eines Rundstrahldiagramms. Die Mantelwandung 5 besteht aus einer äusseren Schicht 5a und einer inneren Schicht 5b, die ihrerseits aus mehreren aus Glasfaser bestehenden Gewebebahnen zusammengesetzt sind, die durch Tränken mit einem Bindemittel zusammengehalten werden.
Zwischen der äusserenschicht Sa und der inneren Schicht 5b sind gleichmässig über den Umfang verteilt vier mit sichel- förmigem Querschnitt ausgebildete Schalen 6-9 angeordnet, die eine Versteifung der Wandung des Isolierstoffhohlkörpers ergeben und besonders dessen Biege- und Beulfestigkeit erhöhen. Die Wandstärke kann
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somit relativ dünn gehalten werden und ergibt deshalb nur geringe Rückwirkungen auf die Strahlung. Die Zuordnung der sichelförmigen Schalen 6-9 zu den Dipolfeldern 1-4 erfolgt in der Weise, dass inden Hauptstrahlungsrichtungen der Dipolfelder jeweils die dünnwandigen Abschnitte des Isolierstoffzylinders 5 liegen.
Dies wird dadurch erreicht, dass die sichelförmigen Schalen im wesentlichen in Richtung der Diagonalen der durch dieDipolfeder 1-4 gebildete Vieleckanordnung liegen. Die seitliche Ausdehnung - als Teil des Umfanges-der sichelförmigen Schalen 6-9, die sich in Längsrichtung des Isolierstoffzylinders 6 erstrecken, wird, bezogen auf ihre Anzahl. so gewählt, dass sie sich gegenseitig nicht überdecken und in bestimmten Bereichen somit die Wandstärke lediglich durch die Schichten 5a und 5b gegeben ist.
Da der Isolierstoffmast aus mehreren Isolierstoffzylindern stockwerkartig zusammengesetzt ist, müssen an den Verbindungsstellen der einzelnen Isolierstoffzylinder geeignete Befestigungsmittel in Form von Flanschen, od. dgl. vorgesehen werden. Fig. 2 zeigt die Ausbildung eines derartigen Flansches, in einem Bereich, in dem eine sichelförmige Schale, z. B. 6, liegt. Die äussere Gewebebahn 5a ist im Bereich des Flansches verstärkt und ebenso wie die innere Gewebebahn 5b nach innen umgebogen. Die sichelförmig ausgebildete Schale 6 endet im Bereich der Flanschverstärkung oder kann auch nach innen umgebogen sein. Der Flansch ist in seinem Inneren durch einen metallischen Ring mit L-Profil versteift, in dessen Bereich auch die Bohrungen für die Verbindungselemente, z. B.
Schrauben oder Nieten, der einzelnen Isolierstoffzylinder untereinander angebracht sind.
Fig. 3 zeigt in Schrägansicht eine der Isolierstoffschalen, z. B. 6, die in ihrer Gesamtausdehnung etwa gleichbleibenden Querschnitt aufweist und deren Krümmungen dem Krümmungsradius des Isolierstoffhohlkörpers angepasst sind, in den sie eingelegt werden soll.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus Dipolfeldern bestehende Sendeantenne, bei der als Träger der Dipolfelder ein diese als Witterungsschutz umschliessender Isolierstoffhohlkörper in Form eines Rohrmastes vorgesehen ist, in dessen Wandung Verstärkungseinlagen angebracht sind, nach Patent Nr. 228841, dadurch gekennzeichnet, dass als Verstärkungseinlagen mit sichelförmigem Querschnitt ausgebildete Schalen (6) vorgesehen sind, die parallel zur Längsachse des Isolierstoffhohlkörpers (5) verlaufen.