<Desc/Clms Page number 1>
Absperrschieber für Hochdruckleitungen
Die Erfindung betrifft einen Absperrschieber für Medien mit Drücken von 250 atü und mehr, bei welchem die mit der Schieberspindel bewegbar befestigten Schieberplatten unter einem an der Spindel befestigten Leitrohr angeordnet sind. Bei geöffnetem Schieber sind die Schieberplatten unter dem vom Medium durchflossenen Strömungsquerschnitt im Schiebergehäuse und liegen nach der Aufwärtsbewegung der Spindel in der Dichtstellung gegen die Dichtflächen im Schiebergehäuse.
Bei den bekannten Schiebern dieser Art ist die ankommende Leitung mit der abgehenden Leitung durch einen Überströmkanal, der den Schieber überbrückt, verbunden. Dieser Kanal geringen Querschnitts besitzt ebenfalls einen Schieber, damit dieser Überströmkanal abgesperrt werden kann.
Es sind Absperrschieber bekannt, bei denen zwischen den Schieberplatten Überströmschieber angeordnet sind. Hiebei haben aber weder die Schieber selbst, noch die Überströmschieber Leitrohre, die bei geöffnetem Schieber ein wirbelfreie Durchfliessen des Mediums gestatten.
Um die Nachteile der bekannten Schieberkonstmktionen zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, jede der Schieberplatten mit Leitrohren zu versehen und die Überströmplatten über eine mit einem Überströmkanal ausgestattete Schubstange mit einem Leitrohrzwischenstück zu verbinden.
Der Gegenstand der Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel, einem Zweiplatten-Parallelschie- ber, der in der Zeichnung dargestellt ist, erläutert.
IndemSchiebergehäuse l mitdemDurchströmungskanälen 2, 3 istderSchieberübereinenKupp- lungsteil 4 mit der Schieberspindel 5 verbunden. Der Schieber ist ein Zweiplatten-Schieber, wobei
EMI1.1
beiden parallel zueinander angeordneten Schieberplatten 7a, 7b an ihrem oberen Ende 6a, 6bder gedrückt. In dem so entstehenden Zwischenraum zwischen den Leitrohrteilen 6a, 6b ist ein ringförmiges Leitrohrzwischenstück 10 eingesetzt, an das eine Schubstange 11 anschliesst, mit der die beiden Überströmschieberplatten 12, 13 verbunden sind.
Das Leitrohrzwischenstück 10 trägt an seinem oberen Ende eine Stange 14, die in den Bolzen 15 der Schieberspindel 5 eingesetzt und mit einem Stift 16 gesichert ist.
Die Überströmplatten 12, 13 haben an ihreninnenflächen einen ringförmigen Absatz, in den das ring- förmige Ende der Schubstange 11 eingreift. Die Überströmschieberplatten 12, 13 haben je eine Bohrung 20, die mit einer entsprechenden Bohrung 19 der Schubstange 11 übereinstimmt.
Auch die Schieberplatten 7a, 7b haben Bohrungen 17, 18, die in der Achse des Durchlassquer-
EMI1.2
Die Arbeitsweise des Schiebers ist etwa wie folgt :
Beim geschlossenen Schieber, wie er in der Zeichnung. dargestellt ist, liegen die Schieberplatten 7a, 7b auf den Kreisringflächen der Schiebesitze auf und werden im drucklosen Zustand von den Federn 8 und 9 auf diese Sitzflächen gedruckt. Bei Vorhandensein eines Hochdruckmediums in einem der Durch- strömungskanäle druckt das Medium auf die beiden Schieberplatten und damit die Platte, die vom Hochdruckstrang weiter entfernt ist, auf die Schiebersitzfläche des abzusperrenden Leitungsstranges.
Der Überströmkanal ist durch die Überströmschieberplatten 12, 13 verschlossen. Soll nun der Schieber geöffnet werden, dann muss die Spindel nach abwärts bewegt werden. Dadurch senkt sich zuerst die
<Desc/Clms Page number 2>
Schieberspindel 5 mit dem Bolzen 15 und der Kupplungsteil 4 drückt über die Stange 14 d.
Leitrohrzwischenstück 10 und die Schubstange 11 die Überströmschieber nach abwärts, bis der Übel strömkanal 19 inderSchubstange 11 bzw. dieKanäle 20 inden Überströmschieberplatten. 12, 1
EMI2.1
18 in den Schieberplatten 7a, 7b übereinstimmt. In dieser StellunWird nun in der Folge die Schieberspindel weiterbewegt, dann stösst der Querbalken des Kupplungsteiles an den unteren Flächen der Ausnehmungen in den Lejtrohrteilen 6a, 6b an und drückt die Schieber platte mit den Überströmschiebern nach abwärts in den nicht dargestellten Gehäusedeckel und das Leit rohr in den Strömungskanal, bis die Öffnung des Leitrohres mit den Durchströmungskanälen 2, 3 völli übereinstimmt und mit seiner seitlichen Ringfläche an den Schiebersitzflächen anliegt.
Soll nun der Schieber in die Schliessstellung gebracht werden, dann muss die Spindel gehoben werden Dadurch wird vorerst der Kupplungsteil 4 in den Ausnehmungen der Platten so lange angehoben, bis sit
EMI2.2
Überströmschieberplatten 12, 13 hochgehoben, so dass der Überströmkanal 17, 18 verschlossen ist Erst mit dem weiteren Anheben der Spindel werden die Schieberplatten 7a, 7b selbst angehoben, bis diese auf den Schiebersitzen am Gehäuse zu-liegen kommen und damit den Durchlass abschliessen.
Der Druck, mit dem die Schieberplatten in der Schliessstellung auf den Schiebersitzflächen anlieger und damit die Dichtung der Schieberplatten vergrössern, kann dadurch erhöht werden, dass an den Innenflächen der Schieberplatten 7a, 7b Keilflächen angeordnet sind, auf die die Überströmschieber im letzten Teil des Schliessvorganges auflaufen. Um dies zu erreichen, muss die Ausnehmung der Platten für der Angriff der Kupplung verlängert werden, so dass zwischen dem als Querbalken ausgebildeten Kupplungstei 4 und den Ausnehmungen der Teile 6a, 6b eine stärkere Feder Platz findet.
Dadurch wird beim Öffnen des Schiebers zuerst die Feder entspannt, wodurch die Überströmschieberplatten von den Keilflächen an den Schieberplatten ablaufen. Erst nach weiterem Senken, bis der Querbalken der Kupplung an den unteren Flächen der Ausnehmungen in den Teilen 6a, 6b anliegt, wird der Überströmkanal geöffnet, und anschliessend, wie bereits beschrieben, die Schieberplatten 7a, 7b gesenkt und damit der Durchlass geöffnet.
MitdemAnhebenderSchieberspindelwerdenzuerstdieÜberströmplatten12, 13angehobenunddamit der Überströmkanal geschlossen und anschliessend, wie bereits beschrieben, die Schieberplatten hochgezogen, bis sie an den Schiebersitzen anliegen. Wird nun die Spindel noch weiter bewegt, dann wird die Feder über dem Querbalken der Kupplung zusammengedrückt und die Überströmschieber über das vorher erreichte Mass weiter hochgezogen, wobei sie auf die Nasen an den Schieberinnenf1ächen auflaufen müssen und damit die Schieber fester an ihren Sitz drücken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Absperrschieber für Hochdruckleitungen, bei dem zwischen zwei voneinander getrennten Schieberplatten Überströmschieber vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Schieber- platten (7a, 7b) mit Leitrohren versehen ist und die Überströmschieberplatten (12, 13) über eine mit einem Überströmkanal (19) ausgestattete Schubstange (11) mit einem Leitrohrzwischenstück (10) verbunden sind.
EMI2.3
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.