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Vorrichtung zur Schalldämpfung bei Staubsaugern
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Schalldämpfung bei Staubsaugern, bestehend aus einem in den motorseitigen Gehäusedeckel eingesetzten, aus schaumstoff, Gummi od. dgl. gebildeten plattenförmigen Labyrinthstück.
Bei Staubsaugern in Form von Handstaubsaugern, Topf- oder Schlittenstaubsaugern ergibt sich der Nachteil, dass der Motor mit dem Saugaggregat erhebliche Geräusche während des Betriebes verursacht. Diese Geräusche wirken sich nicht nur auf den, der das Gerät bedient, unliebsam aus, sondern auch auf die Umwelt.
Lautstärkemessungen an Staubsaugern sind nur als relative Werte zu betrachten, deren Vergleich allein kein Massstab ist. Die absoluten Werte der Lautstärke sind so stark von der Umgebung und von weiteren Faktoren abhängig, dass sie kein sicheres Gütezeichen hinsichtlich der Lautstärke für den einzelnen Staubsauger abgeben. Der Wert"Phon"gibt nur die Lautstärke des Tones von 1000 Hz wieder. Geräusche anderer Frequenz werden nicht erfasst, so dass das individuell empfindende menschliche Ohr Geräusche oftmals als unangenehmer aufnimmt, obwohl die Phonwerte das "Gegenteil" beweisen.
Um eine Schalldämpfung bei Staubsaugern nun durchzuführen, sind eine Reihe von Mitteln bekanntgeworden.
Ein Mittel besteht beispielsweise darin, die Gehäusewandung mit Schallschluckmitteln innen zu bestreichen, und zwar sowohl den Motor als auch den Raum des Saugaggregates. Ein zweites Mittel ist darin zu sehen, die Gehäusewandung innen mit einem Schaumstoff zu bekleben. Dieses gilt sowohl für den Motor wie auch für den Raum des Saugaggregates.
Weitere Versuche gehen dahin, statt Schaumstoff Filz zu verwenden. Ferner ist es auch bekannt, zur Geräuschdämpfung Filter od. dgl. aus geräuschdämpfendem Material, wie Haargarn, Asbest od. dgl. anzuordnen.
Bei der Verwendung von Dämpfungsmitteln in Form von bisher nicht bekannten Schaumstoffteilen od. dgl. tritt die Frage auf, welche Teile innerhalb des Staubsaugers abgedämpft werden sollen. Hiebei ist zu überlegen, ob die Ansaug- oder Druckseite gleichermassen stark bzw. Ansaug- oder Druckseite unterschiedlich abzudämpfen sind. Hinzu kommt die Frage der Dämpfung des Saugaggregates und des antreibenden Motors.
Die Auskleidung des Gehäuses bringt zwar Vorteile, die aber nicht ausreichen, da die Hauptschallquellen, d. h. der Luftaustritt, davon nur unwesentlich beeinflusst werden.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezweckt nun, die bisherigen Nachteile zu verbessern bzw. ganz zu beseitigen. Zu diesem Zweck besteht die Vorrichtung darin, dass das Labyrinthstück auf der dem Motor zugewendeten Seite mit glatter Oberfläche ausgebildet ist und auf der der Austrittsöffnung zugewendeten Seite eingearbeitete Luftkanäle, die durch stehengebliebene Rippen gegeneinander abgegrenzt sind, aufweist, wobei die Luftkanäle vom Plattenrand her zu dem der Austrittsöffnung zugewendeten Abschnitt der Platte hin radial verlaufen.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt ; es zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch das Staubsaugergehäuse, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Labyrinthformstückin Richtung des Luftstromverlaufes von der Saug- zur Druckseite hin, Fig. 3 eine Rückansicht des Labyrinthformstückes mit den Luftkanälen gemäss Fig. 2 und Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 3.
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In denFig. 1- 4 ist das Staubsaugergehäuse mit 1 bezeichnet. Das Staubsaugergehäuse 1 ist auf der Saugseite durch einen Deckel 2 mit Ansaugstutzen und auf der Druckseite durch einen Deckel 3 mit Ausstossöffnung 3'abgedeckt. Innerhalb des Gehäuses l befinden sich das Saugaggregat 4 mit Antriebsmotor 5. Das Saugaggregat 4 ist motorseitig durch Schaumstoff, Gummi 6 od. dgl. abgedeckt. Im Deckel 3 ist ein Labyrinthformstück 7 angeordnet. Das Labyrinthformstück 7 ist aus zwei Teilen 7'und 7"zusammengesetzt. Der Teil 7', welcher herzförmig oder herzähnlich ausgebildet ist, besteht aus Gummi, während der Teil 7''aus an sich bekanntem Schaumstoff hergestellt ist.
Das Labyrinthformstilck 7, welches aus den beiden Teilen 7', besteht, ist in Richtung auf die Druckseite als ebene Fläche ausgebildet. Die Rückseite des Labyrinthformstückes 7 ist mit Luftkanälen 8 versehen, die gegeneinander durch Rippen 9 abgegrenzt sind. Die Luftkanäle 8 sind so angeordnet, dass sie zur Ausstossöffnung 3'im Deckel 3 hin verlaufen. Das Labyrinthformstück 7 ist mit Hilfe von an sich bekannten Schrauben 10 od. dgl. im Deckel 3 befestigt.
Der Verlauf des Luftstromes während des Betriebes ist dabei wie folgt :
Die Luft wird durch den Ansaugstutzen 21 im Deckel 2 von dem Saugaggregat 4 angesaugt, das vom Motor 5 angetrieben wird. Der Luftstrom (vgl. Pfeile in Fig. 4) stösst auf das Labyrinthformstück 7, dessen Stirnseite glatt ausgebildet ist. auf, wird rechtwinkelig nach unten und zu den Seiten hin abgelenkt und strömt in entgegengesetzter Richtung zur Strömungsrichtung vor dem Labyrinthformstück 7 durch die Luftkanäle 8 in den Ausstoss 3'im Deckel 3.