<Desc/Clms Page number 1>
Wasch-, Reinigungs-, Netz- und Schaummittel
Bringt man in wässeriger Lösung eine kationische Kapillaraktivsubstanz, wie z. B. Trimethyl-dodecylammoniumchlorid, mit einer anionischen Kapillaraktivsubstanz, wie z. B. Dodecyl-natriumsulfat oder alkylbenzolsulfosaurem Natrium, zusammen, dann entstehen einer Ionenreaktion zufolge, neben dem entsprechenden anorganischen Salz, wie im Falle des obigen Beispiels Natriumchlorid, im Wasser nahezu unlösliche Salze, die die organischen Ionen der beiden Ausgangsstoffe in sich vereinigen, und die unter dem Namen Elektroneutralsalze"in die Literatur eingegangen sind.
Grundsätzlich anders als die erwähnten kationischen Kapillaraktivsubstanzen verhalten sich die ebenfalls kapillaraktiven, nach den Angaben der deutschen Auslegeschrift Nr. 1018421 durch Umsetzen von Dialkylfettaminen mit Sultonen in glatter Reaktion und guter Ausbeute erhältlichen Sulfobetaine, die bekanntlich weder mit Alkylsulfaten noch mit Alkylbenzolsulfonaten wasserunlösliche Verbindungen liefern.
Es war nun sehr überraschend, als gefunden wurde, dass schon geringe Mengen dieser Sulfobetaine
EMI1.1
Diese durch die gemeinsame Anwendung der Sulfobetaine und der WAS erzielte Wirkungssteigerung ist bei Fettalkoholsulfaten besonders deutlich, wobei die Fettalkoholsulfate keineswegs die alleinige oder überwiegende WAS-Komponente darzustellen brauchen : auch wenn die Fettalkoholsulfate neben andern WAS vorhanden sind, ist die erwähnte Wirkungssteigerung zu beobachten. Dabei kann die Menge der Fettalkoholsulfate weniger als 50% und gegebenenfalls weniger als 30% der gesamten WAS einschliesslich Fettalkoholsulfate ausmachen.
Zu den erfindungsgemäss zu verwendenden Sulfobetainen gehören Substanzen der folgenden Formel :
EMI1.2
In dieser Formel bedeutet F einen hydrophoben, d. h. gerad- oder verzweigtkettigen aliphatischen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 8-20, vorzugsweise 12-18 Kohlenstoffatomen, der direkt oder über Zwischenglieder mit dem Stickstoffatom verbunden ist und gesättigter als auch ungesättigter Natur sein kann, R und R2 aliphatische Reste mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen, die auch direkt oder über ein heterocyclisches Zwischenglied miteinander zu einem Ring verbunden sein können, R3 und R, Wasserstoffatome oder aliphatische Kohlenwasserstoffreste mit höchstens 3 Kohlenstoffatomen und n eine der ganzen Zahlen 1 oder 2.
Sofern der Rest F nicht unmittelbar an das Stickstoffatom gebunden ist, können zwischen dem Rest F und dem Stickstoffatom Zwischenglieder stehen, wie beispielsweise Phenylreste, Alkylätherreste oder Phenoxyalkylätherreste.
Die erfindungsgemäss zu verwendenden Sulfobetaine leiten sich demnach von tertiären Stickstoffbasen mit einem hydrophoben, insbesondere einem langen Fettrest ab, wie beispielsweise von solchen Derivaten des Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl- oder Octadecylamins, die am Stickstoffatom durch
EMI1.3
haltenden Alkylresten brauchbar, jedoch sollen diese beiden Alkylreste dann insgesamt nicht mehr als 20 und vorzugsweise nicht mehr als 18 Kohlenstoffatome enthalten.
<Desc/Clms Page number 2>
Als WAS können die bekannten anionischen Kapillaraktivsubstanzen vom Sulfat- oder Sulfonattyp, deren Verwendung als Waschrohstoffe und Kapillaraktivsubstanzen auf das Vorhandensein eines hydro- phoben Restes, insbesondere eines gerad-oder verzweigtkettigen, gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrestes mit 8-22, vorzugsweise mit 10-18 Kohlenstoffatomen, zurückzuführen ist, in den erfindungsgemässen Waschmitteln vorhanden sein. Zu diesen Substanzen gehören die Alkylsulfonte, sulfofettsauren Salze oder deren Ester, Fettalkohlsulfate und Olefinsulfonate. Der hydrophobe Rest kann aber auch über einen Phenylrest und bzw. oder Heteratome, insbesondere Äthersauerstoffatome enthaltende Zwischenglieder, mit der Sulfonat- oder Sulfatgruppe verbunden sein, wie das z.
B. bei den Alkylbenzolsulfonaten, Sulfobernsteinsäureestern oder andern Sulfodicarbonsäureestern, Tetrapropylen- phenyl-äthylsulfaten, Alkylphenoxyäthyl-oder Alkylphenoxy-polyalkylenglykol-sulfäten, den Fettalkoholglycerinäthersulfonaten mit beispielsweise 1-10, vorzugsweise 1-5 Polyäthylenglykolresten im Molekül, Fettsäuremono- oder diglyceridsulfaten, Fettsäurealkylolamidsulfaten der Fall ist.
Die erfindungsgemäss erreichte Steigerung des Netz-, Schäum-und Waschvermögens der WAS setzt bereits bei sehr geringen Zusatzmengen von beispielsweise 0, 5, vorzugsweise von 1 Gew.-%, bezogen auf die vorhandenen WAS, ein, um mit höher werdendem Zusatz schnell anzusteigen. Dieser Anstieg nähert sich bei etwa 50 Gew.-% Sulfobetain, bezogen auf die Menge der vorhandenen WAS, einem Endwert.
Die erfindungsgemässen Wasch-, Reinigungs-, Netz- und Schaummittel auf Basis von synthetischen, organischen, waschaktiven Verbindungen des Sulfat- oder Sulfonattyps sind dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Gehalt an kapillaraktiven Sulfobetainen, deren Sulfonsäurerest und Stickstoffatom über 3 oder 4 Kohlenstoffatome miteinander verbunden sind, in Mengen von höchstens 50 Gew.-%, bezogen auf die Menge der waschaktiven Sulfate und Sulfonate, aufweisen, und dass die Mittel als organische Waschaktivsubstanz neben synthetischen, organischen, waschaktiven Verbindungen des Sulfonattyps auch Fettalkoholsulfate enthalten.
Bei den erfindungsgemässen Mitteln sollte die Fettalkoholsulfatmenge zweckmässigerweise der Sulfobetainmenge wenigstens gleich sein ; vorzugsweise soll die Menge der vorhandenen Fettalkoholsulfate ebenso gross sein wie die oben angegebene Mindestmenge der Sulfobetaine, d. h. sie soll wenigstens 1 Gew.-% der insgesamt volhandenen WAS betragen.
Ein technisch besonders wichtiges Anwendungsgebiet der Sulfobetaine sind die Wasch-und Reinigungsmittel. Das Einarbeiten der Sulfobetaine in derartige pulverförmige, pastöse oder flüssige Präparate kann in verschiedenartigster Weise und in beliebiger Reihenfolge stattfinden. Die Beständigkeit der erfindungsgemä- ssen Zusätze gegenüber Temperaturen, wie sie bei der üblichen Waschmittelherstellung auftreten, gestattet es, die Sulfobetaine sowohl den schwach sauer bis schwach alkalisch reagierenden Feinwasch- oder Spülmitteln oder den stärker alkalisch reagierenden Kochwaschmitteln an einem beliebigen Punkt des Herstellungsganges zuzusetzen. Die Sulfobetaine können daher sowohl dem fertigen Waschmittel in festem oder gelöstem Zustand als auch dem noch zu verfestigende pastenförmigen Ansatz zugegeben werden.
Die pH-Werte der erfindungsgemässen Wasch- und Reinigungsmittel, gemessen an einer l% gen Lösung des Waschmittels, liegen im allgemeinen im Bereich von 6 bis 12. Dieser Bereich umfasst sowohl die schwach sauer bis schwach alkalisch eingestellten Spül- und Feinwaschmittel, deren pH-Wert etwa im Bereich von 6 bis 8, 5, vorzugsweise von 7 bis 8 liegt, als auch die Kochwaschmittel mit einem pH-Wert etwa im Bereich von 9 bis 12 und vorzugsweise von 9, 5 bis 11, 5.
Demnach können die erfindungsgemässen Wasch-, Reinigungs-, Netz- und Schäummittel neutral oder alkalisch reagierende Salze, schwach sauer reagierende Verbindungen sowie die üblichen, zur Verbesserung der Schmutztragefähigkeit der synthetischen Waschaktivsubstanzen dienenden Bestandteile, Korrosionsschutzmittel usw. enthalten.
Als neutral reagierendes Salz ist in erster Linie das Natriumsulfat zu nennen, das auch bei alleiniger Anwendung in der Lage ist, die Wirksamkeit der WAS zu verbessern.
Als Waschalkalien kommen die Alkalicarbonate oder Alkalibicarbonate, wasserlöslichen Alkalisilikate, Alkaliorthophosphate usw. in Frage.
Auch die anhydrischen Phosphate lassen sich mit den WAS mit Vorteil kombinieren. Zu den anhydri- schen Phosphaten gehören vor allen Dingen Pyrophosphate, Polyphosphate und Metaphosphate, wobei die Tiipolyphosphate und Tetrapolyphosphate von besonderer praktischer Bedeutung sind. Während
Pyro- und Polyphosphate alkalisch reagieren, so dass sie auch bei alleiniger Anwendung in Kochwasch- mitteln in der Lage sind, diesen die notwendige Alkalität zu geben, reagieren Metaphosphate schwach sauer, so dass man sie, beispielsweise bei der Herstellung von Feinwaschmitteln zur Einstellung niedriger pH-Werte heranziehen kann.
Zu demselben Zweck eignen sich die sauren Orthophosphate oder Pyro- phosphate, ausserdem schwache anorganische oder organische Säuren oder andere saure Salze starker anorganischer Säuren ; beispielsweise sind Borsäure, Zitronensäure, Oxalsäure, Milchsäure, Glykolsäure,
Weinsäure und Natriumbisulfat verwendbar.
Darüber hinaus können die erfindungsgemässen Präparate noch die bekannten, zur Verbesserung der
Schmutztragefähigkeit der synthetischen Waschaktivsubstanzen dienenden Kolloide enthalten. Dabei
EMI2.1
Schwefelsäureestern der Cellulose oder der Stärke.
Die mengenmässige Zusammensetzung der erfindungsgemässen Waschmittel liegt etwa im Bereich des folgenden Schemas :
<Desc/Clms Page number 3>
5-75, vorzugsweise 10-35 Gew.-% synthetische anionische Waschaktivsubstanzen vom Sulfat- und Sulfonattyp.
0, 5-50, vorzugsweise 1-10 Gew.-% Sufobetain, bezogen auf die Menge der waschaktiven Sulfate und Sulfonate, jedoch wenigstens 0, 5 und vorzugsweise wenigstens 1 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Waschmittel.
5-70, vorzugsweise 10-50 Gew.-% Waschalkalien.
0-70, vorzugsweise 5-40 Gew.-% anhydrische Phosphate.
0-3, 5, vorzugsweise 0-3 Gew.-% Aktivsauerstoff in Form der bekannten Aktivsauerstoffträger.
0-15, vorzugsweise 3-10 Gew.-% Stabilisatoren für die Perverbindungen.
0-20, vorzugsweise 0-10 Gew.-% sonstige Waschmittelbestandteile, darunter auch schwach sauer reagierende Verbindungen.
0-2, vorzugsweise 0, 2-1, 5 Gew.-% Zusätze zum Erhöhen des Schmutztragevermögens.
Die in den erfindungsgemässen Waschmitteln vorhandenen Salze können sich von anorganischen oder organischen Alkalien ableiten, beispielsweise von Natrium, Kalium oder von den leicht löslichen organischen Aminen und insbesondere den Alkylolaminen, insbesondere vom Mono-, Di- oder Triäthanolamin. Die Verwendung leicht löslicher Salze, wozu in diesem Fall auch die waschaktiven organischen Sulfate und Sulfonate zu rechnen sind, ist besonders bei der Herstellung der erfindungsgemässen Präparate in pastöser oder flüssiger Form wertvoll.
Beispiel 1 : Zur Demonstration der Veränderung des Wasch- und Schäumvermögens durch Zusatz des als Schaumstabilisator technisch in grossem Umfange benutzten Kokosfettsäuremonoäthanolamids (= Amid) und des Sulfobetains erhalten aus C12-C1s-Dimethylfettamin und 1, 3-Propansulton, wurden mit einem Feinwaschmittel folgender Grundzusammensetzung Vergleichsversuche angestellt :
EMI3.1
Rest Natriumsulfat.
Das Waschmittel wurde bei einer Anwendungskonzentration von 1, 5 g/l geprüft, wobei die Menge des zugesetzten Kokosfettsäuremonoäthanolamids 1, 2 und 4 Gew.-% und die Menge des Sulfobetains 0, 5, l und 2 Gew.-% betrug.
Es wurden folgende Weissgehalte gemessen :
EMI3.2
<tb>
<tb> Weissgehalt
<tb> Waschmittel <SEP> ohne <SEP> Zusatz <SEP> 57 <SEP> % <SEP>
<tb> Waschmittel <SEP> mit <SEP> 1 <SEP> Gew.-% <SEP> Amid.............................. <SEP> 59 <SEP> % <SEP>
<tb> Waschmittel <SEP> mit <SEP> 2 <SEP> Gew.-% <SEP> Amid.............................. <SEP> 50% <SEP>
<tb> Waschmittel <SEP> mit <SEP> 4 <SEP> Gew.-% <SEP> Amid <SEP> ................................... <SEP> 54%
<tb> Waschmittel <SEP> mit <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Gew.-% <SEP> Sulfobetain......................... <SEP> 62% <SEP>
<tb> Waschmittel <SEP> mit <SEP> 1 <SEP> Gew.-% <SEP> sulfobetain <SEP> .................................. <SEP> 66%
<tb> Waschmittel <SEP> mit <SEP> 2 <SEP> Gew.-% <SEP> Sulfobetain......................... <SEP> 73% <SEP>
<tb>
EMI3.3
nach2, 5 Gew.
-% MgSi03, 1, 0 Gew.-% Celluloseglykolat, 10, 0 Gew.-% Perborat, 0-3 Gew.-% Schaumstabilisator,
Rest Natriumsulfat und etwas Wasser.
Das erste Waschmittel enthielt überhaupt keinen Schaumstabilisator, das zweite 3 Gew.-% Kokosfettsäuremonoäthanolamid und das dritte 0, 5 Gew.-% Sulfobetain. Zur Prüfung des Schäumverhaltens unter besonderer Berücksichtigung der Schaumbeständigkeit bei praxisnahen Bedingungen wurde normal
EMI3.4
Anwendungskonzentration des Waschmittels bei einer Versuchsserie 3, 0, bei einer zweiten Versuchsserie 4, 5 g/l betrug. Jeweils 41 der schmutzhaltigen Waschlaugen wurden anschliessend bei Temperaturen von 80,60, 40 und 25 U C aus einer Düse mit 3, 25 mm lichten Durchmesser innerhalb von 4 Minuten aus einer Höhe von 80 cm in ein zylindrisches Gefäss von 21, 5 cm Durchmesser einlaufen gelassen.
Die dabei
<Desc/Clms Page number 4>
im Auffanggefäss sich bildende Schaummenge wurde sofort nach Beendigung des Zulaufs und anschliessend nach 1, 3,5 und 10 Minuten gemessen. Die jeweils gemessenen Schaumvolumina wurden addiert und sind in der folgenden Tabelle angegeben.
EMI4.1
<tb>
<tb>
Anwendunss <SEP> Summe <SEP> der <SEP> Schaumvolumina <SEP> in <SEP> Litern <SEP> bei
<tb> konzentration <SEP> Waschmittel <SEP> 80 <SEP> 60 <SEP> 40 <SEP> 25
<tb> 3 <SEP> g/l <SEP> ohne <SEP> Zusatz <SEP> 7,6 <SEP> 7,6 <SEP> 7,6 <SEP> 11,5
<tb> 3g/l <SEP> 3% <SEP> Amid <SEP> 19, <SEP> 0 <SEP> 19, <SEP> 0 <SEP> 9, <SEP> 5 <SEP> 13, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 3 <SEP> g/l <SEP> 0,5% <SEP> Sulfobetain <SEP> 19,0 <SEP> 15,2 <SEP> 15,2 <SEP> 15,2
<tb> 4, <SEP> 5 <SEP> gfI <SEP> ohne <SEP> Zusatz <SEP> 13, <SEP> 0 <SEP> 7, <SEP> 6 <SEP> 7, <SEP> 6 <SEP> 13, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 4,5 <SEP> g/l <SEP> 3% <SEP> Amid <SEP> 19,0 <SEP> 24,7 <SEP> 19,0 <SEP> 20,7
<tb> 4,5 <SEP> g/l <SEP> 0,5% <SEP> Sulfobetain <SEP> 19,0 <SEP> 22,8 <SEP> 19,0 <SEP> 22,8
<tb>
In der gleichen Weise wurden drei weitere Sulfobetaine geprüft, deren Fettreste 10,12, 14 und 18 Kohlenstoffatome enthielten.
An allen damit erzielten Schaumstabilitäten war die vorteilhafte Wirkung der erfindungsgemässen Schaumstabilisatoren zu erkennen, insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass diese nur mit 1/6 der Menge des üblicherweise verwandten Kokosfettsäuremonoäthanolamids eingesetzt worden sind.
Ausserdem zeigte das erfindungsgemässe Waschmittel bessere Pulvereigenschaften als das bekannte, was auf den Austausch des zum Zusammenbacken neigenden Fettsäurealkylolamids durch das in dieser Beziehung einwandfreie Sulfobetain zurückzuführen war.
Beispiel 3 : Dieses Beispiel beschreibt die Ergebnisse von Waschversuchen, die mit Hilfe von zwei ernndungsgemässen Waschmitteln und einem Vergleichswaschmittel an mit Strassenstaub angeschmutzten Wollgarnen erhalten worden waren. Diese Wollgarne wurden in Form kleiner Stränge zwischen den Walzen einer Laboratoriumswaschmaschine durch die zu prüfende Feinwaschflüssigkeit geführt. Die Waschlaugen wurden sowohl mit destilliertem Wasser als auch mit Wasser von 16 dH angesetzt. In beiden Fällen enthielten die Waschlaugen 1, 9 g/l Feinwaschmittel der unten angegebenen Zusammensetzung. Jeder Garnstrang wurde dreimal hintereinander je 15 Minuten lang mit frisch angesetzter Lauge gewaschen.
Dann wurde der Weissgrad des noch nicht angeschmutzten Wollgarnes, des angeschmutzten Wollgarnes und des gewaschenen Wollgarnes gemessen und hieraus die Schmutzentfemung in Prozenten errechnet. Das Vergleichswaschmittel hatte folgende Zusammensetzung :
25 Gew.-% Alkylbenzolsulfonat (Alkyl aus Tetrapropylen),
EMI4.2
45 Gew.-% Natriumsulfat,
Rest Parfum und Wasser.
Bei dem gemäss der Erfindung zusammengesetzten Waschmittel A waren 4 Gew.-% des Alkylbenzolsulfonates durch je 2 Gew.-% des C12-C18-Fettalkoholsulfates und eines Sulfobetains aus einem C-Cig- Dimethylfettamin ersetzt worden. Bei dem erfindungsgemäss zusammengesetzten Waschmittel B waren 12 Gew.-% des Alkylbenzolsulfonates durch je 6 Gew.-% des eben genannten Fettalkoholsulfates und des gleichfalls eben genannten Sulfobetains ersetzt worden.
Unter den genannten Versuchsbedingungen wurden folgende prozentuale Schmutzentfernungen gemessen :
EMI4.3
<tb>
<tb> % <SEP> Schmutzentfernung <SEP>
<tb> Waschmitted
<tb> destilliertes <SEP> Leitungswasser
<tb> I <SEP> Wasser <SEP> 16" <SEP> dH <SEP>
<tb> Stand <SEP> der <SEP> Technik <SEP> (z. <SEP> Vergil.) <SEP> 24 <SEP> 15
<tb> Nach <SEP> Erfindung, <SEP> Beispiel <SEP> 4 <SEP> A......... <SEP> 31 <SEP> 30
<tb> Nach <SEP> Erfindung, <SEP> Beispiel <SEP> 4 <SEP> B......... <SEP> 36 <SEP> 40
<tb>
<Desc/Clms Page number 5>
Beispiel 4 :
Ein erfindungsgemässes Waschmittel hat die folgende Zusammensetzung :
EMI5.1
<tb>
<tb> Bestandteil <SEP> Gew.-%
<tb> Fettalkoholsulfat <SEP> (aus <SEP> Kokosfettsäure) <SEP> 8
<tb> Fettalkoholsulfat <SEP> (aus <SEP> Talgfettsäure) <SEP> 5
<tb> Alkylbenzolsulfonat <SEP> (Alkyl <SEP> aus <SEP> Tetrapropylen) <SEP> ................ <SEP> 2
<tb> Sulfobetain <SEP> (aus <SEP> C14-Dimethylfettamin) <SEP> .......................... <SEP> 0,8
<tb> (Summe <SEP> der <SEP> Waschaktivsubstanzen) <SEP> (15, <SEP> 8) <SEP>
<tb> Pentanatriumtripolyphosphat <SEP> 30
<tb> Tetranatriumpyrophosphat <SEP> 20
<tb> Wasserglas <SEP> (Na2O <SEP> : <SEP> SiO2 <SEP> = <SEP> 1 <SEP> :
<SEP> 3) <SEP> .......................... <SEP> 5
<tb> (Summe <SEP> der <SEP> Waschalkalien) <SEP> ............................ <SEP> (55)
<tb> Natriumperborat <SEP> 10
<tb> Magnesiummetasilikat <SEP> 3
<tb> Natriumsulfat, <SEP> Duftstoffe, <SEP> optische <SEP> Aufheller <SEP> und <SEP> Wasser...... <SEP> Rest
<tb>
Durch den Zusatz an Sulfobetain ist das Wasch- und das Schäumvermögen des genannten Waschmittels so gesteigert worden, dass es bei normal verschmutzter Haushaltswäsche das gleiche Wasch- und Schäumvermögen zeigt wie ein sulfobetainfreies Waschmittel, bei dem der aus Alkylbenzolsulfonat (Alkyl aus Tetrapropylen), Fettalkoholsulfat und Fettsäuremonoäthanolamid bestehende Waschaktivsubstanzanteil auf Kosten der Waschalkalien auf 23 Gew.-% erhöht wurde.
Beispiel 5 : Zur Demonstration der Schaumstabilisatorwirkung des Sulfobetains, das aus Dimethyldodecylamin und 1, 3-Butansulton erhältlich ist, wurden durch Zerstäubungstrocknung dreier perboratfreier pastenförmiger Waschmittelansätze und Vermischen dieser Pulver mit Natriumperborat drei verschiedene Waschmittel folgender Grundzusammensetzung hergestellt :
EMI5.2
0 Gew.-%2, 5 Gew. -% MgSi03, 1, 0 Gew.-% Celluloseglykolat, 10, 0 Gew.-% Perborat,
EMI5.3
Rest Natriumsulfat und Wasser.
Das eine der drei Waschmittel enthielt keinen Schaumstabilisator, das zweite 3 Gew.-% Kokosfettsäuremonoäthanolamid und das dritte 0, 7 Gew.-% des Sulfobetains aus Dimethyldodecylamin und 1, 3Butansulton. Die Schaumstabilität wurde unter den im Beispiel 2 beschriebenen Bedingungen bei einer Anwendungskonzentration von 3 g/l in Wasser von 16 dH getestet.
Es wurden folgende Ergebnisse erhalten :
EMI5.4
<tb>
<tb> Summe <SEP> der <SEP> Schaumvolumina <SEP> in <SEP> Litern <SEP> bei
<tb> Waschmittel <SEP> 80 <SEP> C <SEP> 60 <SEP> C <SEP> 40 <SEP> C <SEP> 25 <SEP> C
<tb> ohne <SEP> Zusatz <SEP> ............... <SEP> 7,6 <SEP> 9,1 <SEP> 7,6 <SEP> 12,2
<tb> 3 <SEP> % <SEP> Amid <SEP> .................. <SEP> 16,4 <SEP> 16,4 <SEP> 14,6 <SEP> 18,2
<tb> 0,7% <SEP> Sulfobetain <SEP> .......... <SEP> 14,6 <SEP> 16,4 <SEP> 14,6 <SEP> 20,0
<tb>
Wie ersichtlich, genügt beim Sulfobetain weniger als 1/4 der Menge des Fettsäureamids, um die gleiche Schaumstabilisatorwirkung zu erzielen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.