<Desc/Clms Page number 1>
Selbsttätiger Mitnehmer für das Drehen zwischen Spitzen
Die Erfindung betrifft einen selbsttätigen Mitnehmer für das Drehen zwischen Spitzen.
Beim Einspannen eines Werkstückes zwischen Spitzen ist es notwendig, das Werkstück zusammen mit der Antriebsspindel mitzunehmen.
Um zeitraubende Vorbereitungen zur Sicherstellung der Werkstückmitnahme zu vermeiden, sind bereits Mitnehmer für Werkzeugmaschinen bekannt, die eine Körnerspitze und eine Mehrzahl von um sie herum angeordnete, eine Eingriffsklaue aufweisende Mitnahmeglieder aufweisen, auf die ein Kugelmedium wirkt, das bei Verschieben der Körnerspitze durch das Werkstück die Mitnahmeglieder gegen die Werkstückstirnseite zu drücken versucht.
Mitnehmer dieser Art sind für Werkstücke mit relativ grossem Durchmesser auf Grund des beim Drehen wirksam werdenden Drehmomentes nicht geeignet.
Um auch bei relativ grossen Drehmomenten eine einwandfreie Werkstückmitnahme zu garantieren. sind bereits Mitnehmer bekannt, deren Mitnahmeglieder am Werkstückumfang angreifen. Bei einer bekannten Ausführungsform ist dabei die Konstruktion so getroffen, dass jedem radial beweglichen Mitnahmeglied ein zurKörperspitze achsparallel beweglicher Kolben zugeordnet ist, der mit einer Keilfläche auf das betreffende Mitnahmeglied einwirkt. Die Kolben sind hydraulisch gesteuert, wozu ein vom Mitnehmer unab- hängiges Druckaggregat und entsprechende Steuer- und Anschlussvorrichtungen erforderlich sind. Insgesamt gesehen handelt es sich somit um eine aufwendige und teure Konstruktion.
Bei einer weiteren bekannten Anordnung dieser Art sind die Kolben radial beweglich angeordnet, wobei das erforderliche Druckmedium durch jeweils einen Verdrängungskolben gesteuert wird, Die letzteren sind, nachdem das Werkstück in seine Lage gebracht ist, von Hand durch Verschieben einer entsprechenden Steuerhülse betätigbar. Eine selbsttätige Kolbensteuerung ist somit auch bei dieser Konstruktion nicht gegeben.
Bei einer weiteren, zum Stande der Technik gehörenden Mitnehmerkonstruktion werden die am Werkstückumfang angreifenden Mitnahmeglieder in ihrer Bewegung über die Körnerspitze gesteuert, wodurch eine von Zusatzaggregaten oder von Handbetrieb unabhängige, in sich geschlossene Konstruktion geschaffen ist. Die Betätigung der Mitnahmeglieder erfolgt hiebei auf rein mechanischem Wege. Hiezu ist die Körnerspitze, die ein schräg gezahntes Stirnrad trägt, in Langsrichtung verschiebbar angeordnet. Dieses Stirnrad kämmt mit je einem der Ritzel, die mit den einzelnen Mitnahmegliedern über einen Zapfen verbunden sind. Bei Axialverschiebung der Körnerspitze werden zwangsläufig die durch eine Feder in einer Bereitschaftsstellung gehaltenen Mitnahmeglieder verschwenkt und an den Umfang des Werkstückes angelegt.
Das eigentliche Festspannen des Werkstückes erfolgt auf Grund einer speziellen Ausbildung der mit dem Werkstück zusammenwirkenden Fläche derselben erst durch das bei der Werkstückbearbeitung auftretende Drehmoment. Sämtliche Mitnahmeglieder bewegen sich während des Einschwenkens in ihrer Mitnahmestellung um gleiche Beträge, so dass sich dieser Mitnehmer nicht für Werkstücke eignet, deren Umfang nicht kreiszylindrisch ausgebildet ist.
Bei solchen Werkstücken wird nämlich nur ein Teil der Mitnahmeglieder am Umfang anliegen.
Bei entsprechend grossem Durchmesser des Werkstückes kann hiebei der Fall eintreten, dass die Mitnahmeglieder bereits am Werkstück anliegen bevor sich die Körnerspitze in ihrer Anschlagstellung bebefindet, d. h. bevor eine sichere Werkstückaufnahme garantiert ist. In diesem Falle wird sich das
<Desc/Clms Page number 2>
Werkstück relativ zu den Mitnahmegliedern bewegen, so dass sich eine Beschädigung seiner Oberfläche nicht vermeiden lasst.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, einen Mitnehmer zu schaffen, der die Vorteile der bekannten Mitnehmerkonstruktionen, nämlich druckmediumbetätigte, von mechanischen Antriebselementen unabhängige, zum Werkstück radial bewegliche Mitnahmeglieder und eine in sich geschlossene, über die Körnerspitze steuerbare Einrichtung vereinigt.
Hiezu geht die Erfindung von einem Mitnehmer mit einem Futterkörper aus, in dem eine Körnerspitze längs verschiebbar angeordnet ist, die über einen mitverschiebbaren Übertragungsteil über ein Speicherelement auf einwärts bewegbare Spannbacken wirkt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass der Übertragungsteil einen Teil eines von der Körnerspitze mitgenommenen, relativ zu einem stationären Halter des Futterkörpers verschiebbaren Verschiebekopfes bildet, an dem die radial beweglichen Spannbacken angeordnet sind, auf die die ebenfalls in Spannrichtung im Verschiebekopf angeordnetenZylinder-Kolbenaggre- gate wirken, welche über ein gemeinsames Hydrauliksystem betätigbar sind, das durch mindestens ein im Verschiebekopf verschiebbares, sich gegen den stationären Teil des Futterkörpers abstützendes Druckglied beaufschlagbar ist.
Durch die Anordnung des am Futterkörper vorgesehenen Verschiebekopfes und dessen Zylinder-Kolbenaggregate in Verbindung mit dem Druckglied des Hydrauliksystems ist dabei sichergestellt, dass beim Einspannen eines Werkstückes eine Verstellung der Körnerspitze gemeinsam mit den Spannbacken erfolgt. Eine Beschädigung der Werkstückoberfläche wird somit vermieden.
Auf Grund der hydraulischen Betätigung der Spannbacken erfolgt ein selbsttätiger Ausgleich, und es ist somit ohne weiteres möglich, Werkstücke beliebiger Umfangsform zu spannen, bei denen also die Spannbacken verschiedene Abstände von der Mittelachse haben. Erwähnt sei noch, dass durch den Einspannvorgang die Lage der Längsachse des zwischen den Spitzen aufgenommenen Werkstückes in keiner Weise beeinflusst wird. Dies ist von grossem Vorteil bei der heutigen Serienfertigung, beispielsweise bei der Herstellung von Schmiederohlingen, die in grossem Umfange in der Automobilindustrie gebraucht werden.
Das Beaufschlagen des Hydrauliksystems geschieht erfindungsgemäss beim Verschieben des Verschiebekopfes durch ein Druckglied in Form eines Druckkolbens, der beim Rückwärtsschieben des Verschiebekopfes auf die Hydraulikflüssigkeit wirkt, so dass die die Spannbacken betätigenden Zylinder-Kolbenaggregate in Wirkung versetzt werden. Hiebei kann für sämtliche Zylinder-Kolbenaggregate ein gemeinsamer Kolben dienen oder es kann jedem Aggregat ein Kolben zugeordnet sein. Im ersteren Falle ist es dabei vorteilhaft, den Druckkolben koaxial zur Körnerspitze im Verschiebekopf unterzubringen, wogegen es sich im letzteren Falle empfiehlt, die Druckkolben im Abstand von der Achse des Mitnehmers achsparallel im Verschiebekopf vorzusehen.
Dient für alle Aggregate ein gemeinsamer, im Verschiebekopf vorgesehener Druckkolben, so ist es günstig, koaxial zu diesem im Halter ein Speicherelement, beispielsweise mindestens eine Feder anzuordnen, die sich gegen den Kolben abstützt. Hiebei ist es denkbar, als Speicherelement ein kompressibles Medium zu verwenden. Wesentlich günstiger ist es jedoch, wenn das mindestens eine Speicherelement ein Federglied, vorzugsweise eine Gruppe von Tellerfedern ist, die im Halter angeordnet sind und sich gegen eine im Halter verdrehbare Mutter abstützen, mit deren Hilfe die Tellerfedern dann entsprechend einem gew Unschten Druck des Hydrauliksystems gegeneinander verspannt werden können.
Vorteilhaft ist es, die Längsbewegung des Verschiebekopfes durch mindestens einen Anschlag zu begrenzen. Dieser Anschlag kann beispielsweise an der Rückseite des Verschiebekopfes angebracht sein und gegen die Stirnseite des Halters anschlagen. Der Anschlag kann axial verstellbar und vorzugsweise auch in der gewünschten Lage feststellbar sein. Er kann dazu benutzt werden, die Haltekraft der Spannbacken zu variieren, da, bedingt durch seine Stellung, der maximale Kolbenweg des das Druckmedium beaufschlagenden Kolbens direkt oder indirekt veränderbar ist. Dieser Anschlag kann zugleich auch noch als Signalvorrichtung benutzt werden, u. zw. in der Art, dass ein Signalstück vorgesehen ist, das die jeweilige Lage des Verschiebekopfes relativ zum Halter anzeigt.
Dieses Signalstück kann im Anschlag selber gegen die Wirkung einer Feder verschiebbar angebracht sein, und die Anordnung ist dann so getroffen, dass es von der Vorderseite des Mitnehmers her sichtbar ist. Dabei kann die Konstruktion derart sein, dass die Endstellung des Verschiebekopfes relativ zum Halter immer dann erreicht ist, wenn das Vorderende des Signalstückes bündig mit der vorderen Stirnfläche des Verschiebekopfes ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemässen Mitnehmers im Ruhezustand, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 2, Fig. 5 einen Teilschnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 7, Fig. 6 einen Teilschnitt nach der Linie 6 -6 der Fig. 1 mit dem Mitnehmer in gespanntem Zustand. Fig. 7 einen
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
<Desc/Clms Page number 4>
zur Betätigung der Zylinder-Kolbenaggregate,Ein Rundschnurring 99 dient zur Abdichtung der Schraube 95 nach aussen hin.
Der Verdrängungs- kolben 93 wird mittels eines Dichtungsringes 100 gegen seine Führung abgedichtet.
Im folgenden soll die Wirkungsweise des erfindungsgemässen Mitnehmers im einzelnen beschrieben werden.
Die Fig. 1-5 zeigen den Mitnehmer imRuhezustand. Dabei drückt das Federpaket 33 den Bund 35 des Körnerbo1zens 37 bis zur Stirnfläche 27 des Steges 25, und dieKörnerspitze befindet sich da- mit in vorderer Stellung.
Ferner drücken die Federpakete 50 die Druckbolzen 45 bis zum Anschlag der Bunde 46 gegen die vordere Innenfläche der Bohrungen 47, so dass sich die Kolben 41 in der gezeichneten Lage befinden.
Welters drücken die Federpakete 73 die Kolben 64 die die Spannbackenhalter 54 zusammen mit den Spannbacken 55 in der äusseren Stellung halten, nach aussen.
DieBohrungen 63 oberhalb derKolben 64, der Ringraum 61 und die Kanäle 60 bilden ein Hydrauliksystem, und diese Räume sind mit einer Hydraulikflüssigkeit gefüllt.
Wird nun ein Werkstück 90 (s. Fig. 7) zwischen der Körnerspitze 22 und der Spitze eines nicht dargestellten Reitstockes eingespannt, so wird, bei axialer Verstellung der Körnerspitze des Reitstockes auf den Mitnehmer zu, die Körnerspitze 22 so weit gegen die Wirkung der Feder 33 zurückgedrückt, bis die hintere Fläche der Körnerspitze gegen die Stirnfläche 26 des Steges 25 anliegt. Bei einem weiteren Zurückdrücken der Körnerspitze 22 nimmt diese den Verschiebekopf 12 mit, der axial relatw zum Halter 10 nach hinten verschoben wird, bis der Verschiebekopf 12 mit Hilfe der Gewindestücke 80 an der Stirnfläche des Halters 10 anliegt.
Dabei drücken die Kolbenstangen 42 über die Druckbolzen 45 auf die zugehörigen Federn 50, und es wird nun über die Kolben 41 ein Druck auf das Hydrauliksystem ausgeübt. Dieser Druck ist für alle Kolben 41 derselbe, da im Hydrauliksystem der gleiche Druck herrscht, und es werden dann die Federn 50 entsprechend zusammengedrückt.
Die unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit drückt nun auf die Kolben 64 und presst die Federn 73 zusammen, die wesentlich schwächer als die Federn 50 sind. Hiedurch ergibt sich eine ent- sprechende radialeEinwärtsbewegul1g der Kolben 64, die diezugehörigenSpannbackenhalter 54 mitnehmen, bis die Spannbacken 55 gegen das Werkstück 90 gedrückt werden (s. Fig. 7) und dieses festhalten. Dabei erfolgt ein selbsttätiger Ausgleich über das Hydrauliksystem, so dass auch unsymmetrische Werkstücke sicher erfasst werden. Der Druck der Spannbacken ist dabei praktisch derselbe, da die Federn 73 verhältnismässig schwach sind und lediglich so stark sein müssen, dass die Kolben 64 bei gelöstem Mitnehmer in die äussere Ruhelage bewegt werden.
Im folgenden soll noch die Wirkungsweise der Signalstifte 83 kurz beschrieben werden. Im Ruhezustand ragen die hinteren Enden der Signalstifte 83 nach hinten über die Gewindestopfen hinaus, und beim Rückwärtsschieben des Verschiebekopfes 12 werden die Signalstifte nach vorne gedrückt. Liegt nun das Gewindestück, wie in Fig. 6 gezeigt, gegen die Stirnseite des Verschiebekopfes an, so ist ein weiteres Spannen nicht möglich. In diesem Zustand liegen die Kolben 64 noch nicht gegen die Distanzbuchsen 75 an. Die Signalstifte zeigen die jeweils zu erreichende Endstellung der Spitze und damit die Lage des betreffenden Werkstückes an, so dass eine gleichmässige Bearbeitung aller Werkstücke gewährleistet ist.
Gegebenenfalls sind die Spannbacken 55 vor dem Spannbeginn mittels der Verdrängungskolben 93 grob auf den richtigen Abstand einzustellen, um so das Werkstück in der gewünschten Weise und der erforderlichen Kraft zu spannen.
In Fig. 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Mitnehmers gezeigt. Derselbe weist einen als Ganzes mit 130 bezeichneten ringförmigen Halter auf, der an einer strichpunktiert angedeutetenSpindelnase 132 mittels Befestigungsschrauben 134 befestigt ist. In einem zentralen Ansatzstück 136 dieses Halters ist in einer zylindrischen Ausnehmung ein als Ganzes mit 138 bezeichneter Verschiebekopf angeordnet, der einen Trägerteil 140 mit einem Führungsschaft 142 aufweist. Letzterer ist in der Ausnehmung des Ansatzstückes 136 verschiebbar und mit Hilfe einer Passfeder 144 unverdrehbar angeordnet.
Für die Anordnung der Spannbacken sind an der vorderen Stirnseite 146 des Trägerteiles 140 in gleichem Winkelabstand voneinander, was nicht näher gezeigt, drei Befestigungsstücke 148 vorgesehen, an denen jeweils ein mit einer Spannbacke 150 versehenes Zylinder-Kolbenaggregat 152 an- geordnet ist. Zu diesem Zweck ist in den Befestigungsstücken 148 ein Führungsbolzen 154 befestigt, auf dem ein Zylinderblock 156 des Zylinder-Kolbenaggregats verschiebbar angeordnet ist. Jeder
<Desc/Clms Page number 5>
EMI5.1
<Desc/Clms Page number 6>
dabei einen über die Befestigungsstückezugekehrten Stirnseite des Halters 130 mittels Befestigungsschrauben 222 eine Flanschbuchse 220 angeordnet, von der sich ein Buchsenstück 224 nach aussen erstreckt. In diesem Buchsenstück ist der einstellbare stationäre Abstützteil der Übertragungsstange 198 vorgesehen.
Der Abstützteil ist in Form einer Gewindespindel 226 ausgebildet und im Buchsenstück derart angeordnet, dass die Spindel bei Auf- treten eines bestimmten Druckes im Hydrauliksystem längsverschiebbar ist, so dass bei Aufrechterhalten dieses Druckes der Verschiebekopf bis zum Anschlag in Richtung des Halters verschoben werden kann. Zu diesem Zweck ist die Gewindespindel 226 mit einem Gewindeschaft in einem Gewindering 228 ver- schraubt, der innerhalb des Buchsenstückes verschiebbar, jedoch durch einen Führungsstift 230 unverdrehbar angeordnet ist. Die Halterung des Gewinderinges und der Buchse wird dabei durch einen Sicherungsring 232 erreicht.
An dem Gewindering 228 stützt sich ein auf der Gewindespindel 226 angeordnetesTellerfederpaket 234 ab, das des weiterenmit einerauf demSchaftderGewindespindel 226 angeordneten Abstützplatte 236 zusammenwirkt, die ebenfalls durch eine Einstellschraube 238 im Buchsenstück der Flanschbuchse verstellbar angeordnet ist. Die Konstruktion ist dabei so getroffen, dass die Achse der Einstellschraube 238 mit der Achse der Gewindespindel zusammenfällt, d. h. letztere durchdringt die Einstellschraube und ragt mit einem beispielsweise als Vierkant ausgebildeten Schraubenkopf 240 aus derselben heraus. Die Einstellschraube 238 weist einen Skalenbund 242 auf, dem eine am freien Endstück des Buchsenstückes angeordnete Merkscheibe 244 zugeordnet ist. Im nachfolgenden soll nun die Druckeinstellung des Mitnehmers des näheren beschrieben werden.
Die Voreinstellung des zum Spannen eines Werkstückes erforderlichen Druckes im Hydrauliksystem wird durchBetätigung der Gewindespindel 226 erreicht, u. zw. erfolgt hiedurch eine Bewegung des Verdrängungskolbens 194 im Einsatzzylinder 192, wobei darauf zu achten ist, die Voreinstellung so vorzunehmen, dass der Spanndruck beim Verschieben des Verschiebekopfes bereits vor dem Erscheinen des Signalstiftes 204 an der Stirnseite 216 des Abdecksegmentes erreicht ist.
Damit nunmehr eine fortgesetzte Längsverschiebung des Verschiebekopfes in seine Anschlagstellung bzw. bis zum Erscheinen des Signalstiftes 204 möglich ist, muss vor der Verstellung der Gewindespindel 226 die Vorspannung des Tellerfederpaketes 234 mit Hilfe der Einstellschraube 238 vorgenommen werden, u. zw. muss dasselbe derart vorgespannt werden, dass die Vorspannkraft gleich dem gewünschten Spanndruck ist. Ist nun durch die Gewindespindel 226 eine Gleichheit der Kräfte erreicht bzw. das betreffende Werkstück im Spannfutter festgespannt, so kann durch Betätigung des Reitstockes, d. h. durch weiteres Zusammendrücken des Tellerfederpaketes 234 im Buchsenstück, der restliche Verschiebeweg bis zum Erscheinen des Signalstiftes 204 zurückgelegt werden, wodurch eine sichere Verspannung desselben im Futter gewährleistet ist.
Ergänzend sei noch hinzugefügt, dass durch die Anordnung eines Abdeckringes 250 am Umfang des Trägerteiles 140, dessen Mantellänge derart ist, dass dieser bei entspanntem Futter teilweise noch den äUsserenUmfangsteil des Halters 130 übergreift, wodurch ein in sich geschlossener Mitnehmer geschaffen wird.
In Fig. 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer zur Druckeinstellung des Hydrauliksystems erforderlichen Zylinder-Kolbenbaueinheit gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist der Trägerteil 300 eines Verschiebekopfes mit einem zylindrischen nicht gezeigten Umfangsteil auf dem Aussenumfang des Halters 302 längsverschiebbar geführt, wobei durch eine entsprechende Passfeder eine Drehung der beiden Teile relativ zueinander vermieden wird. In einer abgesetzten Ausnehmung 304 des Halters ist dabei ein Tellerfederpaket 306 vorgesehen, das sich einerseits an einer Ringschulter 308 der abgesetzten Ausnehmung abstützt und anderseits an einer Flanschbüchse 310 anliegt.
Letztere ist mit ihrem Umfangsteil im Buchsenstück 312 einer an der hinteren Stirnseite des ringförmigen Halters 302 befestigten Flanschbuchse verschiebbar, jedoch mit Hilfe eines Führungsstiftes 314, der in eine entsprechende Längsnut 316 der Flanschbuchse eingreift, unverdrehbar angeordnet. Die Flanschbuchse 310 kann in ihrer Lage im Buchsenstück 312 mit Hilfe einer Einstellschraube 318, die im Boden dieser Buchse angeordnet ist, verstellt werden. Um hiebei eine genaue Einstellung vornehmen zu können, weist die Einstellschraube 318 einen Skalenbund 320 auf, der einem entsprechenden auf einem am Bund 322 der Buchse 312 vorgesehenen Merkring 324 zugeordnet ist. In einer zentralen Öffnung des Tellerfederpaketes 306 ist eine Einsatzbüchse 326 angeordnet, die mit ihrem Flansch 328 am Tellerfederpaket anliegt.
ImBodentl ;. i1 330 dieserEinsatzbüchse ist dieKolbenstange 332 eines Verdrängungskolbens 334 fest angeordnet,und imInneren derBüchse ist einFührungsschaft 336 des Trägerteiles 300 geführt, wobei der Verdrängungsholben 334 in eine kreiszylindrische Ausnehmung 338 des Führungsschaftes 336 hineinragt. Die durch den Verdrängungskolben 334 in Verbindung mit dem Führungsschaft 336 gebildete Zylinder-Kolbenbaueinheit steht hiebei über Kanäle 340 mit den einzelnen Zylinder-Kolbenaggregaten in Verbindung. Die Druckeinstellung des Hydrauliksystems kann bei
<Desc/Clms Page number 7>
EMI7.1
<Desc/Clms Page number 8>
kolben 472 auf, der mittels einer in einer Flanschmutter 474 geführten Gewindespindel 476 in seiner Lage verschiebbar ist.
Die Zylinderführung steht mit einem Ölraum 478 des Trägerteiles in Verbindung, von der sich in radialer Richtung ein Ölkanal 480 bis zum Ringkanal 458 erstreckt. Beim Einrichten des Mitnehmers kann im Anschluss an den eigentlichen Spannvorgang die Gewindespindel 476 betätigt werden, so dass eine Ölverdrängung im Ölraum 478 erfolgt. Über den Verbindungskanal 480 bzw. den Ringkanal 458 wird nun ein weiterer Druck auf das entsprechende Zylinder-Kolbenaggregat ausgeübt, dessen Nachstellung noch erforderlich ist.
Um mit Hilfe dieser Ausgleichsvorrichtung 470 den Druck im Hydrauliksystem jedoch nicht derart überhöhen zu können, dass Beschädigungen an den einzelnen Zylinder-Kolbenaggregaten möglichsind, können gegebenenfalls zwischen der Gewindespindel 476 und dem Ausgleichskolben 472 Tellerfedern vorgesehen sein, deren Vorspannkraft der gewünschten Druckhöhe entspricht. Ist dann beispielsweise der Druck im Hydrauliksystem gleich der Vorspannkraft dieser Tellerfedern, so werden diese zusammengedrückt und dadurch ein weiterer Druckanstieg vermieden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Mitnehmer für das Drehen zwischen Spitzen mit einem Futterkörper, in dem eine Körnerspitze längsverschiebbar angeordnet ist, die über einen mitverschiebbaren Übertragungsteil über ein Speicherelement auf einwärts bewegbare Spannbackenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungsteil einen Teil eines von der Körnerspitze (22) mitgenommen, relativ zu einem stationären Halter (10) des Futterkörpers verschiebbaren Verschiebekopfes (12) bildet, an dem die radial beweglichen Spannbacken (55) angeordnet sind, auf die die ebenfalls in Spannrichtung im Verschiebekopf (12) angeordneten Zylinder-Kolbenaggregate (63,64) wirken, welche über ein gemeinsames Hydrauliksystem betätigbar sind, das durch mindestens ein im Verschiebekopf (12)
verschiebbares, sich gegen den stationären Teil (10,44) des Futterkörpes abstützendes Druckglied (41, 42) beaufschlagbar ist.