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Sortiervorrichtung für Rundholz
Bisherwurde die Rundholzsortierung mit Hilfe von Kettenförderern und/oder Waggonets durchgeführt.
Bei der Sortierung der Rundhölzer mit den bekannten Kettenförderern musste das Holz auf den Sortierpoltern mit einer eigenen Bedienungsmannschaft ausgerichtet und weitergerollt werden, ganz gleich ob bei diesen Förderern der Abwurf händisch oder selbsttätigt erfolgte. Für die Bedienung eines solchen Rundholzplatzes sind mindestens fünf Mann erforderlich und ist der Zeitaufwand bei der Richtarbeit gleich hoch wie jener bei der Sortierarbeit. Um diese Richtarbeit zu vereinfachen, wurden Klotzteiche angelegt, in denen das Holz, das mit dem starken Ende voran dem Gatter zugeführt werden soll, um 1800 geschwenkt wurde. Bei solchen Klotzteichen war es ausserdem erforderlich, einen weiteren Bedienungsmann beizustellen, der die Rundhölzer auf den Kettenförderer zum Gatter aufgab. Die Anlage solcher Klotzteiche ist nicht überall möglich und überdies kostspielig.
Im Winter versagen die Klotzteiche in der Regel. Ein hoher Prozentsatz der Arbeitsunfälle in Sägewerken entfällt auf die Lagerplätze. Überdies wird das Rundholz bei dieser Art der Sortierung beschädigt. Gleiches gilt für die Sortierung mit Hilfe von Waggonets.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, die aufgezeigten Mängel und Nachteile zu beseitigen und erreicht dies durch ein schienengebundenes, entlang der Stapelplätze (Polter) verfahrbares Fahrzeug mit einer freien Ladefläche und einem an sich bekannten, drehbaren Wippkran, vorzugsweise an einem seiner Enden, wobei dieser Kran eine um eine lotrechte Achse schwenkbare Zange zum Erfassen und Ablegen des Holzes trägt.
Durch diese Massnahmen wird überdies erreicht, dass das Fahrzeug mit einer Ladung von einer Vielzahl von Rundhölzern nur einmal die Sortierpolter auf seiner Hin- bzw. Rückfahrt passieren muss, und dass höchstens nur zwei Mann Bedienung auf dem Lagerplatz erforderlich sind.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden an Hand eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachstehend näher erläutert.
Fig. l zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 einen Grundriss und Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2, wobei aus letzteren Figuren die Arbeitsweise der Vorrichtung im Bereiche der Sortierpolter ersichtlich ist.
Auf Schienen 1, die sich zweckmässigerweise dem Schleppgeleise in Normalspur anschliessen, ist ein Fahrzeug 2 mit einer freien Ladefläche 3 verfahrbar. An einem Ende der Ladefläche 3 ist ein an sich bekannter, drehbarer Wippkran 4 angeordnet. Dieser Kran 4 trägt eine um eine lotrechte Achse 5 schwenkbare Blockzange 6. Alle zu seiner Fortbewegung und zur Betätigung des Kranes 4 erforderlichen Einrichtungen können leicht am Fahrzeug 2 angebracht werden. Die Ausladung des Wippkranes 4 ist derart bemessen, dass er die Breite und Tiefe der Sortierpolter 7 bestreichen kann.
Die Ladefläche 3 ist länger als das zu sortierende Rundholz und kann in sie eine Abwurfeinrichtung für das Holz eingebaut sein.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Das Fahrzeug 2 fährt in den Abladepolter, wo das Rundholz, das mittels Bahn oder Lastkraftwagen oder Pferdegespannen herangeführt wurde, lagert. Dort wird die Ladefläche 3 einlagig beladen. Dies kann vom Kranführer mit Hilfe des Wippkranes 4 ohne Hilfe vorgenommen werden, soferne das Rundholz im Bereiche des Kranes 4 liegt. Ist dies nicht der Fall, so hilft ein zweiter Mann beim Zurollen in den Bereich des Kranes 4. Aber auch eine Beladung der Ladefläche 3 mit Hilfe anderer Mittel
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wäre möglich.
Hierauf fährt der Kranführer in den Bereich der vorzugsweise links und rechts im üblichen Sicherheitsabstand von den Schienen 1 vorgesehenen Sortierpolter 7, Dort legt er das Holz den Sorten, Längen und/oder der Qualität entsprechend aussortiert ab. Die erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich auchzur Zubringung des aussortierten Rundholzes zu jener Förderanlage, die dasHolz zum Spannwagen der Säge bringt. Wie in Fig. 3 mit strichpunktierten Linien eingezeichnet, vermag der Wippkran 4 den Sortierpoltern 7 auch Rundholz zu entnehmen. Dieses kann nunmehr mehrlagig auf der Ladefläche 2 abgelegt werden. Im Bereiche eines Zubringerpolters 8 wird die Ladung, z. B. mit Hilfe eines Kippers, abgeworfen und rollt zu einer Förderkette 9, die dann die Stämme einzeln und in der richtigen Lage zum Spannwagen bringt.
Da die Blockzange 6 um eine lotrechte Achse 5 schwenkbar ist, können die Bloche immer richtig, nämlich mit dem starken Ende voran auf den Zubringerpolter 8 gebracht werden. Es entfällt demnach jegliche zusätzliche Richtarbeit, insbesondere die Anlage von Klotzteichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sortiervorrichtung für Rundholz, gekennzeichnet durch ein schienengebundenes, entlang der Stapelplätze (Polter) (7) verfahrbares Fahrzeug (2) mit einer freien Ladefläche (3) und einem an sich bekannten, drehbaren Wippkran (4), vorzugsweise an einen seiner Enden, wobei dieser Kran (4) eine um eine lotrechte Achse (5) schwenkbare Zange (6) zum Erfassen und Ablegen des Holzes trägt.