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Lichtstarkes Vario-Objektiv
DieErfindungbetriffteinlichtstarkes Vario-Objektiv, bestehend aus einer der Filmebene zugekehrten viergliedrigen Wirkungsgruppe (= Grundobjektiv) und einem dieser vorgeordneten, ebenfalls aus vier Gliedern oderWirkungsgruppen aufgebauten Varioteil. Nach einem allgemein bekannten Einstellprinzip ist das der Objektseite und das der bildseitigen Wirkungsgruppe zugekehrte Glied positiver Brechkraft fest angeordnet und zwischen diesen sind zwei Negativglieder (oder Wirkungsgruppen) zum Zwecke der Brennweitenänderung in Richtung der optischen Achse gegeneinander verschiebbar.
Gemäss dem Stammpatent Nr. 230648 besteht zwischen den Gliedern (bzw. Wirkungsgruppen) eine derartige Verteilung der Brechkräfte, dass der absolute Wert der Brennweite des dem Frontglied nachfolgenden Negativgliedes (oder der Wirkungsgruppe) weniger beträgt als den zweifachen Zahlenwert der Brennweite der bildseitigen Wirkungsgruppe (= Grundobjektiv), womit trotz kleinem Aufwand an Linsengliedern die hohe Liditstärke von 1 : 1,8 und ein vierfacher Brennweitenbereich erzielt werden konnte.
Der Erfindung lag die Forderung zugrunde, nicht nur den Variationsbereich für die Brennweite zu erweitern, sondern auch gleichzeitig den Verschiebeweg für die axial beweglichen Linsenglieder kleiner halten zu können, um durch entsprechende Verteilung der Brechkräfte zwischen den einzelnen Systemgliedern bzw. Wirkungsgruppen die Lage der Eintrittspupille so zu beeinflussen, dass auch die Möglichkeit einer Verkleinerung der Linsendurchmesser in den beiden vorderen Wirkungsgruppen besteht, was sich auf die wirtschaftliche Fertigung solcher Systeme günstig auswirkt. Verwirklicht wurden diese Grundforderungen unter Anlehnung an die Konstruktionsbedingungen nach dem Stammpatent erfindungsgemäss durch eine derartige Verteilung der Brechkräfte zwischen den einzelnen Systemgliedern bzw.
Wirkungsgruppen im Varioteil des Gesamtsystems, dass die Bedingung (absolut gesehen)
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erfüllt ist.
Durch den zufolge dieser erfindungsgemässen Brechkraftsverteilung ermöglichten kleinen Verschiebeweg für das dem letzten Linsenglied im Varioteil vorgeordnete Negativglied kann durchaus auch - etwaaus fassungstechnischen Gründen - dieses Negativglied ortsfest angeordnet und statt dessen das positive letzte Glied des Varioteils um einen geringen Wert verschiebbar sein.
Zur Erzielung einer guten chromatischen Korrektion und weitestgehender Behebung der Verzeichnung besteht die Erfindung weiterhin in einer solchen Durchbiegung der Krümmungsflächen im frontseitigen Linsenglied positiver Brechkraft des Varioteils, dass die Bedingung
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erfüllt ist, und bei welchem Linsenglied ausserdem der Brechungsindex-bezogen auf die Wellenlänge À = 587, 6 - der positiven Vorderlinse grösser ist als 1, 65.
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Hierin bezeichnen rl - r22 die Radien der zu den Gliedern bzw.
Wirkungsgruppen I-V zusam- mengesetzten Linsen L.-L,.,undd-d ihre Dicken und Luftabstände, wobei d13 den Abstand
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Wirkungsgruppe V und das ihr zugekehrte Positivglied IV des Varioteiles I - IV eingeschalteten Prismas P für die Ausspiegelung des Sucherstrahlenganges nennt.
Die Brechzahlen der optischen Gläser sind für die-gelbe-d-Linie des Spektrums angegeben, ebenso ihre Ny-Werte.
Die Lage der verstellbaren Linsenglieder bei der kleinsten Brennweite f'= 50 mm, der mittleren Brennweite f'= 100 mm und der längsten Brennweite f'= 225 mm ergibt sich aus der folgenden Aufstellung der jeweiligen variablen Luftabstände :
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<tb>
<tb> f'= <SEP> 50 <SEP> mm <SEP> 100 <SEP> mm <SEP> 225 <SEP> mm <SEP>
<tb> ds <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 13 <SEP> 107, <SEP> 18 <SEP> 190, <SEP> 25 <SEP>
<tb> = <SEP> 196,06 <SEP> 77,31 <SEP> 11, <SEP> 44 <SEP>
<tb> dlo <SEP> = <SEP> 3, <SEP> 50 <SEP> 20,20 <SEP> 3,00
<tb>
Gemäss der demZahlenbeispiel unter f'vorgesetzten Zahlenreihe beträgt die Brennweite des ersten(verkitteten) Positivgliedes.
I (bzw. der Wirkungsgruppe) = 419, 0 mm, die der zweiten - nega- tiven - Wirkungsgruppe II = -112,5 mm, die der dritten, aus einem unverkitteten Meniskus L6 bestehenden - negativen - Wirkungsgruppe III = -273, 9 mm, und schliesslich die des der bildseitigen Wirkungsgruppe V (= Grundobjektiv) zugekehrten letzten Linsengliedes IV positiver Brechkraft im Varioteil = 174, 4 mm.. Hieraus erhellt, dass mit
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die anspruchsgemässe Forderung erfüllt ist.
Die Radienlänge rl der der langen Strahlenweite zugekehrten Aussenfläche der positiven Bi-Linse
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13Linsenglied-303, 25 mm. Somit ist-absolut-letztere anspruchsgemäss kleiner als das 1, 2-fache der ersteren.
Der Brechungsindex des Glases für die genannte frontseitige Positivlinse L im ersten Linsenglied I beträgt für die-gelbe-d-Linie des Spektrums 1, 66672, ist also anspruchsgemäss grösser als 1, 65.
Die Krümmungsradien r7 und rg der negativen Einzellinse L 7 in der zweiten-verschiebbarenWirkungsgruppe II des Varioteiles I-IV sind mit -531, 88 bzw. +116, 50 so durchgebogen, dass er- sterer - absolut - kleiner ist als der 10-facheZahlenwen des letzteren, womit sämtliche Forderungen zur Erstellung eines Varioobjektivs mit den erfindungsgemässen Bedingungen erfüllt sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lichtstarkes Vario-Objektiv, bestehend aus einer der Filmebene zugekehrten viergliedrigen Wirkungsgruppe (= Grundobjektiv) und einem dieser vorgeordneten, ebenfalls aus vier Gliedern oder Wirkungsgruppen aufgebauten Varioteil, von dem das der Objektivseite und das der bildseitigenWirkungsgruppe zugekehrte Glied positiver Brechkraft fest angeordnet und zwischen diesen zwei Negativglieder.
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