<Desc/Clms Page number 1>
Schrank mit ausziehbaren Regalen und Beschlag hiefür
Bisher bekannte Schränke dieser Art bedienen sich zum Ausziehen der Regale der bekannten Teleskopbeschläge aus Metall, die ineinanderschiebbar und an denen die Regale befestigt sind. Eine andere bekannteausführungsform derartigerschränke verwendetschiebetürhängebeschläge, mittels derer die Regale in die Schrankkörper einschiebbar bzw. herausziehbar sind.
Die bekannten Schränke weisen indessen verschiedene Nachteile auf, die vor allem darin bestehen, dass die Beschlagteile technisch kompliziert und infolgedessen kostspielig sind. Ihre Belastbarkeit ist beschränkt. Ausserdem neigen die Regale beim Verschieben zum Klemmen. Schliesslich erfordern Schieberegale an Hängebeschlägen einen schweren Überbau, der ausreichend dimensioniert sein muss, um das Gewicht der gesamten Regale zu tragen.
Erfindungsgemäss werden die geschilderten und andere Nachteile bei einem Schrank mit ausziehbaren Regalen od. dgl. durch wenigstens ein imSchrankkörper vorgesehenesHaltegestänge fur die Regale od. dgl. in Gestalt zweier nebeneinanderliegender Parallelogramme vermieden, deren gemeinsame Grundlinie durch eine Verbindungsstange gebildet ist und wobei die Gestängeteile gelenkig miteinander verbunden sind.
Auf diese Weise wird eine technisch einfache und preiswert herzustellende Halterung für die Regale od. dgl. geschaffen, während die Regale gleichzeitig den praktischen Bedürfnissen entsprechend belastbar sind, ohne dass sie beim Herausziehen oder Einschieben in bzw. aus dem Schrankkörper zum Klemmen neigen. Die erfindungsgemässe Anordnung der Gestänge in Form eines Parallelogrammes, dessen Fläche sich im Masse des Herausziehens der Regale ode dgl. vergrössert, bringt ausserdem den besonderen Vorzug mit sich, dass an den Gelenkstellen keine Totpunkte auftreten können, was insbesondere beim Einschieben der Regale von Bedeutung ist. Die Haltestangen sind dabei so angeordnet, dass siescherenartig zusammenklappbar sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen, die eineAusführungsform beispielsweise und schematisch wiedergeben. Fig. l zeigt in perspektivischer Ansicht einen Schrank gemäss der Erfindung mit zwei Zügen, wovon einer herausgezogen ist. Fig. 2 gibt denselben Schrank in Seitenansicht ohneSeitenwand mit eingeschobenen Regalen wieder. Fig. 3 veranschaulicht den Schrank ebenfalls in Seitenansicht ohne Seitenwand mit einem ausgezogenen Regal. Fig. 4 zeigt eine Rückansicht, wobei die Rückwand abgenommen ist. Fig. 5 stellt eine Draufsicht auf den Schrank mit abgenommenen Deckel dar. Fig. 6 gibt Einzelheiten wieder und lässt besonders die Anordnung und Ausbildung der Beschläge erkennen.
Gemäss denFig. l - 5 besteht der Schrank im wesentlichen aus demSchrankkörper 1, der aus zwei Seitenwänden, einer Rückwand, dcm Boden und dem Deckel gebildet ist. In den Schrankkörper inschiebbar und aus diesem herausziehbar sind die Regale (Züge) 2. Wesentlich ist nun das Haltegestängein Form der Parallelogramme 4, zweckmässig in Verbindung mit den Laufrollen 8, 9. Das Gestänge selbst ist in Fig. zu erkennen. Es besteht aus Haltestangen 3, einer Verbindungsstange 6 und wei- teren Stangen 7, die in Form der beiden aneinanderstossenden Parallelogramme 4 angeordnet sind.
An denVerbindungsstellen 5 sind die einzelnen Stangen gelenkig miteinander verbunden ; z. B. mittels
<Desc/Clms Page number 2>
Gelenkbolzen. Aus Fig. 3, die einen der Züge ausgezogen zeigt, ist ersichtlich, dass die Haltestangen 3 in dieser Stellung auseinandergezogen sind. Die Haltestangen 3 sind durch die Verbindungsstange 6 miteinander verbunden, so dass die beiden oben erwähnten aneinanderstossenden Parallelogramme 4 entstehen, deren andere Seite in dem gezeichneten Beispiel von Stangen 7 dargestellt wird, die zur Befestigung des Beschlages dienen. Diese Stangen 7 können. in manchen Fällen nur als Stangenstücke ausgeführt sein. Wird der Zug 2 gemäss Fig. 3 eingeschoben, so klappen die Haltestangen 3 scherenartig zusammen und haben die insbesondere in den Fig. 2 und 4 dargestellte Anordnung.
DerSinn der oben erwähntenHaltestangen 3 besteht unter Zusammenwirken mitder Verbindungs- stange 6 darin, ein Abkippen des ganz oder teilweise herausgezogenen Regals zu verhindern. Hiebei ist jedes Regal im ganzen waagrecht freischwebend aus dem Schrankkörper herausziehbar. Die erfin- dungsgemäss gewählte Parallelogrammform der Gestänge 3, 6 und 7 hat den besonderen Vorteil, dass keine Totpunkte auftreten können. Erreicht wird diese Parallelogrammform dadurch, dass die Länge der einzelnen Stangen 3 grösser gewählt wird als die halbe Auszugstiefe.
DieFig. 2 und 3 zeigen eine weitere Einzelheit, die darin zu sehen ist, dass neben der am Schrankkörper angeordneten Laufrolle 8 die Lauffläche für die mit dem Regal bewegliche Rolle 9 am hin teren Ende des Bodens des Schrankkörpers in eine Mulde 11 mündet, in die die Rolle 9 im eingeschobenen Zustand des Regals abfällt. Auf diese Weise wird verhindert, dass etwa bei leicht geneigt stehendem Schrank das Regal unbeabsichtigt wieder herausrollt.
An der Unterseite des Deckels und an der Oberseite des Bodens des Schrankkörpers 1 sind für jedes Regal Führungsleisten 12 vorhanden, die in entsprechende Längsnutungen der Deckel und Böden jedes Regals eingreifen. Auf diese Art wird eine sichere Seitenführung jedes Regals möglich, ohne dass dieses verkanten kann.
Insbesondere bei überschwerenAusführungen ist zur Laufberuhigung eine weitere Rolle 13 vorgesehen, die an der Rückwand jedes Regals angebracht ist und gegen den Deckel des Schrankkörpers oder gegen die obere Führungsleiste 12 des Deckels abrollt. Fig. 6 lässt noch die gelenkige Verbindung sowie Anordnung der Haltestangen 3 erkennen. Die Figur zeigt, dass die Haltestangen 3 scharnierför- mig ineinandergreifen. Zu diesem Zweck sind je zwei Teile der Haltestangen 3 parallel zueinander geführt und mittels der Gelenkbolzen 5 miteinander verbunden. Je nach Materialstärke der Gestänge werden die Gelenkbolzen gegebenenfalls durch Druckfedern 14 abgesichert, die sich gegen je eine Scheibe 15 abstützen. Die Scheibe 15 selbst wird wieder durch einen Sprengring 16, der in einer Nut des Bolzenschaftes sitzt, gehalten.
AnStelle des geschilderten Bolzensystems kann auch einescharnierartige Verbindung der Metallteile verwendet werden.
Auf die beschriebene Weise wird ein sicheres Arbeiten mit dem Schrank möglich, während sein besondererVorteil in derRaumersparnis besteht. Man kann eine beliebige Anzahl solcher Schränke nebeneinander und einander gegenüber anordnen, so dass zwischen den einzelnen Schränken beispielsweise ein Durchgang verbleibt, in den hinaus die Regale aus den Schränken ausgezogen werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI2.1
bindungsstange (6) gebildet ist und wobei die Gestängeteile (3,6, 7) gelenkig miteinander verbunden sind.
2. Schrank nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestangen (3) scheren- artig zusammenklappbar sind.
3. Schrank nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daf ! dieStangen (7) lediglich als Stangenstücke ausgeführt sind.
4. Schrank nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längeder Haltestangen (3) grösser ist als die halbe Auszugstiefe der Regale (2).
5. Beschlag für den Schrank nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestangen (3) scharnierförmig ineinandergreifen und durch Gelenkbolzen (5) mit einer Befesti- gungsstange (7) verbunden sind.