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Verfahren zum Darstellen von Informationen auf Aufzeichnungsträgern
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Es hat sich gezeigt, dass sich vorerst nur magnetische, phosphoreszierende und fluoreszierende Zeichen eindeutig erkennen und getrennt erfassen lassen. Postsendungen können daher zur Zeit nur drei Verteilkennungen in unterschiedlichen Druckfarben erhalten. Das genügt in der Regel auch für die wichtigsten Verteilvorgänge, zu denen die Verteilung der abgehenden und der eingehenden Post und der Nachsendungen gehören. Um jedoch bei allen möglichen Verteilvorgängen auf eine manuelle Steuervorrichtung verzichten zu können, sind mehr als drei Kennungen notwendig.
Neben dieser zahlenmässigen Begrenzung ist es als nachteilig zu betrachten, dass sich die Kennungen nicht mehr ändern lassen. Das wäre nicht nur bei irrtümlich falsch gedruckten Kennungen, sondern beispielsweise auch bei Nachsendungen zweckmässig. Sie müssen jetzt eine neue Kennung erhalten, um weiterhin automatisch verteilt werden zu können.
Auch aufwandmässig sind verschiedene Kennungsverfahren nicht günstig, denn für jede Kennung ist eine spezielle Folie, eine Leseeinrichtung und ein Druckvorgang notwendig. Da die Briefe für den Druck in einer bestimmten Stellung gestoppt und die Drucker eingestellt werden müssen, entstehen bei diesem Verfahren auch Zeitverluste, die sich auf die Wirtschaftlichkeit ungünstig auswirken.
Das Problem, auf engstem Raum nacheinander mehrere Informationen ohne gegenseitige Beeinflussungsmöglichkeiten aufzubringen und zu verschiedenen Zeiten auszuwerten, tritt nicht nur in der Briefverteiltechnik auf. Das trifft beispielsweise auch für Bankschecks zu, die mehrere Bankunternehmungen durchlaufen. Da es auch in diesem Fall schwierig ist, alle Informationen räumlich getrennt aufzudrucken, kann es auch hier zweckmässig sein, bereits ausgewertete Informationen zu löschen oder zu ändern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Informationsträger mit einem umschreibbaren Aufdruck zu versehen, so dass nacheinander beliebig viele Informationen dargestellt werden können, beispielsweise vierstellige Zahlen in einem "2 aus 5"Code, bei dem von insgesamt 20 Markierungpositionen nur jeweils die einem Wert entsprechenden 8 Positionen gekennzeichnet werden. Durch dieses Verfahren soll der beschriebene Aufwand weitgehend reduziert werden. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass sämtliche Markierungspositionen in Form eines Rasters durch Aufbringen eines Materials auf den Gegenstand festgelegt und die einem Kennzeichen entsprechenden Positionen für eine Auswertung in löschbarer Form aktiviert werden.
Vorzugsweise werden sämtliche Markierungspositionen mit magnetisierbarer Farbe aufgedruckt und die acht jeweils ein Zeichen darstellenden Kennzeichen durch eine gezielte Aufmagnetisierung dargestellt. Für die Kennzeichnung können sämtliche Materialien mit auswertbaren Eigenschaften Verwendung finden, deren Aktivierung hinreichend lange anhält.
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stelligen Wert in einen "2 aus 5" Code erforderlich sind, werden in einem Druckvorgang mit magnetisierbarer Farbe aufgebracht. Davon werden anschliessend nur die einer bestimmten Zahl zugeordneten 8 Zeichen magnetisiert. Soll ein Brief eine andere Kennzahl erhalten, so wird die alte Kennzahl gelöscht.
Die Entmagnetisierung zur Löschung muss nicht vollständig sein. Es genügt, die Spannung unter den Ansprechwert der Abtastköpfe zu senken. Dann können wieder 8 Zeichen in dem bestehenden Raster aus magnetisierbarer Farbe neu aufmagnetisiert werden. Da sich dieser Vorgang beliebig oft wiederholen lässt, ist die Zahl der hintereinander aufzubringenden Kennungen nicht begrenzt. Anderseits lassen sich auf diese Art und Weise aber auch Kennungen leicht ändern. Da nach dem Verfahren der Erfindung nur eine Folientype und eine -Leseeinrichtunggenügen, wird der Aufwand wesentlich herabgesetzt. Hinzu kommt, dass sich die einstellbaren Druckwerke durch solche mit feststehenden Stempeln ersetzen lassen, die kostengünstiger herzustellen sind und betriebssicherer und schneller arbeiten.
Da der Druck nach dem der Erfindung zugrunde liegenden Verfahren von der Kennzahl unabhängig ist, können die Druckwerke von den Codierplätzen an eine zentrale Stelle verlagert werden, wo sie besser ausgenutzt werden können. Da jeder Brief nach der Erfindung nur noch einmal bedruckt wird, sind erheblich weniger Druckwerke notwendig. Darüber hinaus entfallen bei den Druckern die komplizierten Einstellvorrichtungen, die jeweils von den 20 Stempeln 8 auswählen. Dadurch erhöht sich wegen des damit verbundenen Zeitgewinnes die Druckerleistung.
Nach dem Verfahren der Erfindung genügt ein Farbband bzw. eine Folie. Der Verbrauch steigt auch nicht mit der Zahl der aufzubringenden Kennnungen an.
Druckt man nur 8 von 20 Zeichen, so bleiben über 50% der Folie ungenutzt. Alle 20 Zeichen zu drucken bedeutet also keinen zusätzlichen Folienverbrauch, sondern lediglich eine vollständige Folienausnutzung. Je nachdem, ob die Verteilvorgänge 2,3 oder mehr Kennungen erfordern, sinkt der Folienverbrauch nach der Erfindung auf den entsprechenden reziproken Wert.