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Arbeitszylinder für pneumatische und hydraulische Druckmedien
Die Erfindung betrifft einen Arbeitszylinder für pneumatische und hydraulische Druckmedien, insbe- sondere für den Antrieb des Vorschubes bei Schweissgeräten, an deren Aussenseite eine ebene, flache Lei- tungs-und Anschlussplatte mit einer annähernd parallel zur Arbeitszylinderachse verlaufenden Längsmit- telachse z. B. durch Verschrauben lösbar angebracht ist.
Es ist bekannt, für die Schweissarbeiten Zylinder üblicher Bauart heranzuziehen, die mit dem an der Druckluftleitung angeschlossenen Steuerventil über zwei Leitungen, z. B. aus Gummi oder Kunststoff, verbunden sind. Diese bekannten Anordnungen haben jedoch den Nachteil, dass eventuell anfallende
Schweissfunken die Schläuche durchbrennen können, ganz abgesehen davon, dass die Schläuche auch bei einem eventuellen Überdruck platzen oder reissen können. Da die Schläuche relativ teuere Verbindungs- elemente sind und die Herstellung der Anschlüsse mit dem Arbeitszylinder und dem Steuerventil ebenfalls relativ kostspielige Verschraubungen erforderlich macht, sind die Gestehungskosten für solche Anordnungen verhältnismässig hoch.
Die Anordnungen nehmen ausserdem verhältnismässig viel Platz ein und machen einenrelativ grossenMontageaufwand erforderlich, da derBedienende beim Zusammenbau eine Verschrau- bungsverbindung an mindestens fünf Anschlussstellen herstellen muss. Im besonderen fälltdieser recht grosse Montageaufwand nachteilig ins Gewicht, wenn einSteuerventil aus irgendwelchen Gründen ausfällt, da in diesem Falle mindestens drei Anschlussverbindungen zu lösen und nach Ersatz des Ventils erneut herzustellen sind.
Weiterhin sind bereits Arbeitszylinder der hier in Frage stehenden Bauart bekanntgeworden, die sowohl lineare als auch drehende Bewegungen erzeugen können und eine Leitungs- und Anschlussplatte besitzen. Diese Leitungs- und Anschlussplatte hat hiebei die Aufgabe, eine Anpassung des Arbeitszylinders an verschiedene Gegebenheiten zu ermöglichen.
Gemäss der Erfindung dient bei dem neuen Arbeitszylinder die Leitungs- und Anschlussplatte als Verbindungsglied zwischen dem Arbeitszylinder und dem diesem zugeordneten und den Zufluss des Druckmediums zum Arbeitszylinder steuernden Steuerventil, wobei dieses Ventil an der dem Arbeitszylinder abgewendeten Seite der Leitungs-und Anschlussplatte lösbar unmittelbar angeschlossen ist und die Leitungs-und Anschlussplatte von der Ventilseite zur Arbeitszylinderseite durchgehende Verbindungskanäle enthält, die einerseits direkt an die Einlass-und Auslassöffnungen des Arbeitszylinders lösbar angeschlossen und anderseits direkt mit den Auslassöffnungen der Steuerleitungen des Ventils lösbar verbunden sind.
Die Leitungs- und Anschlussplatte am neuen Arbeitszylinder unterscheidet sich von den bekannten Zylindern mit einer solchen Platte dadurch, dass sie als Verbindungsglied zwischen Arbeitszylinder und Steuerventil dient, was bei den bekannten Anordnungen nicht der Fall ist. Die neue Arbeitszylinder-Ventil-Kombination nimmt weniger Einbauplatz als die vergleichbaren bekannten Anordnungen für Schweissgeräte. in Anspruch und stellt mit der angeschlossenen Leitungs-undAnschlussplatie ein kompaktes, gedrungenes Gebilde dar, das weniger störanfällig als die bekannten Anordnungen ist, da es hier weniger Schläuche gibt, die durchbrennen, platzen oder reissen könnten.
In der Herstellung ist die neue Arbeitszylinder-Ventil-Kombination billiger als die bekannten Anordnungen, da nur noch ein Schlauch erforderlich ist und auch nicht so vielVer-
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kann in an sich bekannter Weise mit Hilfe der Dichtungselemente 19,20 erfolgen. Ahnlich wird auch die Abdichtung der Verbindung an der Steuerventilseite vorgenommen. Die Verbindungskanäle 9,10 in der Leitungs-und Anschlussplatte besitzen-wenn sie zusammen mit den Kanälen in den Überwurf - schrauben als ein Ganzes betrachtet werden - jeweils zwei kurze Endbereiche 9', 9" bzw. 10', 10", die etwa quer zur Längsrichtung der Platte verlaufen und vom Platteninneren ausgehend an der Aussenseite der Platte an den Stellen münden, an denen der Anschluss mit dem Arbeitszylinder bzw. dem Steuerventil zu erfolgen hat.
Hiebei werden die Endbereiche 9', 10'durch die in Fig. 3 bei 13 dargestellten Längskanäle durch die Überwurfschrauben gebildet. Weiterhin besitzen die Verbindungskanäle jeweils einen mittleren Bereich 9"'bzw. 10"', der etwa in Längsrichtung der Arbeitsplatte verläuft und einen an
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den Arbeitszylinder anzuschliessenden Endbereich 9'bzw. 10'mit einem dem Anschluss an die ent- sprechende Ventilsteuerleitung dienendenEndbereich 9" bzw. 10" verbindet. Diese mittleren Bereiche werden zu einem kleinen Teil durch die radialen Bohrungen 14 in den Überwurfschrauben gebildet, zum übrigen Teil verlaufen sie in der Leitungs-und Anschlussplatte.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Arbeitszylinder für pneumatische und hydraulische Druckmedien, insbesondere für den Antrieb des Vorschubes bei Schweissgeräten, an deren Aussenseite eine ebene, flac1J. e Leitungs- und Anschlussplatte mit einer annähernd parallel zur Arbeitszylinderachse verlaufenden Längsmittelachse z.
B. durch Ver-
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Zufluss des Druckmediums zum Arbeitszylinder steuernden Steuerventil (3) dient und dieses Ventil an der dem Arbeitszylinder abgewendeten Seite der Leitungs-und Anschlussplatte lösbar unmittelbar angeschlossen ist und dass die Leitungs-und Anschlussplatte von der Ventilseite zur Arbeitszylinderseite durchgehende Verbindungskanäle (9,10) enthält, die einerseits direkt an die Einlass- und Auslassöffnungen des Arbeitszylinders lösbar angeschlossen und anderseits direkt mit den Auslassöffnungen (16, 17) derSteuerlei- tungen des Ventils lösbar verbunden sind.