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Zerkleinerungsanlage für Knochen
Es sind bereits Zerkleinerungsanlagen bekannt, bei denen zwei Zerkleinerungsmaschinen hinterein- ander geschaltet sind, wobei der Auslauf der Vorzerkleinerungsmaschine mit dem Einlauf der Nachzer- kleinerungsmaschine verbunden ist. Diese Zerkleinerungsanlagen sind jedoch für manche Zwecke nicht geeignet, so z. B. nicht zur Verarbeitung von Knochen in eine breiartige Paste.
Dies wurde erst möglich durch die Hintereinanderschaltung zweier ganz besonderer Zerkleinerungs- maschinen in einer Zerkleinerungsanlage. Hiebei wird gemäss der Erfindung ein an sich bekanntes, nebeneinandergelagerte rotierende Frässcheiben aufweisendes Knochenbrechgerät als Vorzerkleinerungsma- schine und eine an sich bekannte, eine in einem Gehäuse gelagerte Lochscheibe und oberhalb derselben rotierende Messer sowie eine unterhalb der Lochscheibe vorgesehene Auswurföffnung aufweisende Feinzerkleinerungsmaschine als Nachzerkleinerungsmaschine verwendet.
Mittels dieser Zerkleinerungsanlage kann in vorteilhafter und wirtschaftlicher Weise in einem Arbeitsgang aus Knochen eine breiartige Paste bereitet werden, welche als Tierfutter für Hunde, Katzen, Schweine und Geflügel sehr geeignet ist und eine völlige Ausnutzung dieses bisher vernachlässigten Materials gewährleistet.
Zweckmässig ist das Knochenbrechgerät oberhalb der Feinzerkleinerungsmaschine angeordnet und dem Knochenbrechgerät eine Beschickungsvorrichtung zugeordnet. Der Weitertransport des zerkleinerten Materials vom Knochenbrechgerät in die Feinzerkleinerungsmaschine erfolgt dann durch die Schwerkraft, so dass keine zusätzlichen Transportvorrichtungen erforderlich sind. Man muss lediglich das Rohmaterial in die Beschickungsvorrichtung einfüllen, welches dieses dann dem Knochenbrechgerät zuführt. An der Auslassöffnung der Feinzerkleinerungsmaschine kann dann ein Auffangbehälter vorgesehen werden.
Vorzugsweise sind das Knochenbrechgerät auf einem mindestens der Höhe der Feinzerkleinerungsmaschine entsprechenden Gestell mit nach unten gerichteter Auslassöffnung und die Feinzerkleinerungsmaschine auf einem fahrbaren, unter das Gestell schiebbaren Untersatz angeordnet, wobei die Einlass- öffnung der Feinzerkleinerungsmaschine unter die Auslassöffnung des Knochenbrechgerätes zu liegen kommt. Man kann auf diese Weise die Feinzerkleinerungsmaschine auch noch für andere Zwecke verwerten, indem man sie lediglich an einem andern Arbeitsplatz verschiebt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es stellen dar : Fig. l eine teilweise abgebrochene Rückansicht der Zerkleinerungsanlage und Fig. 2 eine Seitenansicht der Anlage, teilweise geschnitten.
Auf einem Gestell 1 ist ein Knochenbrechgerät 2 mit nach unten gerichteter Auslassöffnung 3 befestigt. Eine Feinzerkleinerungsmaschine 4 ist auf einem fahrbaren Untersatz 5 angeordnet und in das Gestell 1 unter das Knochenbrechgerät 2 eingeschoben. Dabei befindet sich der Einfülltrichter 24 der Feinzerkleinerungsmaschine 4 unmittelbar unterhalb der Auslassöffnung 3 des Knochenbrechgerätes 2. Vor dem Gestell 1 ist eine Beschickungsvorrichtung 6 vorgesehen, die aus einem zwischen zwei Hebel 7 gelagerten Behälter 8 besteht, wobei die Hebel 7 über ein Getriebe 9 um ihren Drehpunkt 10 schwenkbar sind.
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Das Knochenbrechgerät weist in nicht dargestellter Weise mehrere nebeneinanderliegende, rotieren- de Frässcheiben 11 auf, die über eine Welle 12 und einen Riementrieb 13 von dem Motor 14 angetrieben werden. Die Feinzerkleinerungsmaschine 4 ist dagegen mit einer in einem Gehäuse 15 gelagerten Lochscheibe 16 versehen, wobei oberhalb derselben Schneidmesser 17 rotieren, die über einen in der Zeichnung nicht ersichtlichen, im unteren Gehäuseteil 18 der Feinzerkleinerungsmaschi- ne 4 angeordneten Motor angetrieben werden. Unterhalb der Lochplatte 16 sind auf der angetrie- benen Messerwelle 19 Auswerfer 20 befestigt, die das zerkleinerte Gut durch die Auswurföffnung 21 beispielsweise in einen fahrbaren Behälter 22 auswerfen.
Die zu zerkleinernden Knochen werden nunmehr in den Behälter 8 eingefüllt. Dieser wird mittels der Hebel 7 angehoben und durch entsprechende Vorrichtungen zur Einlassöffnung 23 des Knochen- brechgerätes 2 geschwenkt.Dienichtdargestellten KnochenwerdendanndurchdieFrässcheiben 11 grob zerkleinert und fallen dann durch den Auslass 3 in den Trichter 24 der Feinzerkleinerungsmaschine 4. Hier erfolgt eine breiartige Zerkleinerung und dann der Auswurf in den Behälter 22, mit welchem dann das zerkleinerte Gut zur weiteren Bearbeitung abtransportiert wird.
Damit die Knochenpaste nicht zu trocken wird, ist es zweckmässig, bei der Zerkleinerung einen An- teil von 50 bis 60% Flüssigkeit, insbesondere Wasser, beizufügen. Das Wasser wird dabei vorzugsweise bei der Verarbeitung in der Feinzerkleinerungsmaschine zugegeben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zerkleinerungsanlage für Knochen od. dgl. mit zwei hintereinandergeschalteten Zerkleinerungsmaschinen, wobei der Auslauf der Vorzerkleinerungsmaschine mit dem Einlauf der Nachzerkleinerungsmaschine verbunden ist, gekennzeichnet durch die Verwendung eines an sich bekannten, nebeneinandergelagerte rotierende Frässcheiben (11) aufweisendes Knochenbrechgerätes (2) als Vorzerkleinerungsmaschine und einer an sich bekannten, eine in einem Gehäuse (15) gelagerte Lochscheibe (16) und oberhalb derselben rotierende Messer (17) sowie eine unterhalb der Lochschcibe (16) vorgesehene Auswurf- öffnung (21) aufweisende Feinzerkleinerungsmaschine als Nachzerkleinerungsmaschine.