AT246438B - Sintermetallmasse - Google Patents

Sintermetallmasse

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AT246438B AT836263A AT836263A AT246438B AT 246438 B AT246438 B AT 246438B AT 836263 A AT836263 A AT 836263A AT 836263 A AT836263 A AT 836263A AT 246438 B AT246438 B AT 246438B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sintermetallmasse 
Die Erfindung betrifft die Verminderung des Kriechens der Metalle Blei, Zinn, Cadmium, Indium, Thallium, Antimon, Wismut und der Legierungen dieser Metalle miteinander. Die Verbesserung gemäss der Erfindung wird erzielt, indem man dem Metall Teilchen von Submikrongrösse eines hitzebeständigen Füllmittels einverleibt, welches aus Metalloxyden, unlöslichen Metallsalzen oder Kohlenstoff bestehen kann. 



   Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Sintermetallmassen, die aus einer Dispersion von (a) einem hitzebeständigen Füllmittel in Form einzelner Teilchen mit einer mittleren Teilchengrösse von 5 bis 250   mp,   welches einen Schmelzpunkt über   4000 C   aufweist, durch Wasserstoff bei   3000 C   nicht reduzierbar ist und aus Metalloxyden, wasserunlöslichen Metallsalzen oder Kohlenstoff bestehen kann, in (b) Blei, Zinn, Cadmium, Indium, Thallium, Antimon, Wismut oder Legierungen dieser Metalle besteht, eine spezifische Oberfläche von weniger als 1   m2/g   aufweist und das Füllmittel in Mengen von 0, 05 bis 30   Vol. -0/0   enthält. 



     Die verhältnismässig   niedrigschmelzenden, inaktiven Metalle, wie Blei, weisen als Werkstoffe den schweren Nachteil auf, dass sie unter Spannung, besonders bei höheren   Temperaturen,"kriechen".   Da die Raumbeständigkeit bei Werkstoffen äusserst erwünscht, wenn nicht gar wesentlich, ist, hat man Blei bisher nur dann verwendet, wenn es in Anbetracht seiner besonderen Eigenschaften, wie Korrosionsbeständigkeit oder Undurchlässigkeit für radioaktive Strahlen, der einzig in Betracht kommende Werkstoff war. 



   Das unerwünschte Kriechen von niedrigschmelzenden, inaktiven Metallen ist schon seit langem bekannt, und man hat viele Versuche unternommen, diesem Übelstand abzuhelfen. Bisher ist diese Aufgabe aber noch nicht mit vollem Erfolg gelöst worden. 



   Gemäss der Erfindung wird   die gewünschte   Verminderung der Kriechgeschwindigkeit erzielt, und man erhält Sinterkörper von wesentlich verbesserter Raumbeständigkeit,   indeeman   in die Metallteilchen ein hitzebeständiges Füllmittel einverleibt, so dass dieses darin in Form von einzelnen Teilchen mit mittleren Teilchengrössen von 5 bis 250   mit   enthalten ist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bestehen die Füllmittelteilchen aus hitzebeständigen Oxyden und sind in einer zusammenhängenden Einbettungsmasse des Metalles als einzelne Teilchen der angegebenen Teilchengrösse verteilt. 



   Das Füllmittel
Die dispergierten hitzebeständigen Teilchen werden nachstehend   als "das Füllmittel" bezeichnet.   Der   Ausdruck "Füllmittel" bezieht   sich hier nicht auf ein inertes   Streck- oder   Verdünnungsmittel, sondern auf einen wesentlichen Bestandteil der neuen Metallmassen, der dem metallhaltigen Erzeugnis neue und unerwartete Eigenschaften. verleiht. Das Füllmittel ist daher ein aktiver Bestandteil. 



   Das Füllmittel muss hitzebeständig, d. h. schwerschmelzbar, sein. Wenn die Füllmittelteilchen schmelzen oder sintern, ballen sie sich zusammen und lassen sich dann nicht mehr bis zu dem gewünschten Grade dispergieren. 



   Das Füllmittel muss in feinteiligem Zustand vorliegen. Die Einzelteilchen sollen eine mittlere Teilchengrösse im Bereich von 5 bis 250   mfi   besitzen, wobei Teilchengrössen im Bereich von 5 bis 150 mu sonders bevorzugt werden ; insbesondere soll die Mindestgrösse der Teilchen vorzugsweise 10 mg betragen. 

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   Zur Erzielung der besten Ergebnisse sollen die Teilchen dicht und wasserfrei sein ; man kann jedoch Aggregate von kleineren Teilchen verwenden, sofern die Einzelteilchen des Aggregates innerhalb der oben angegebenen Teilchengrössenbereiche liegen. Teilchen von im wesentlichen kugelförmiger oder würfelförmiger Gestalt werden bevorzugt ; zur Erzielung besonderer Effekte können jedoch auch anisotrope Teilchen, wie Fasern oder Plättchen, verwendet werden. Mit anisotropen Teilchen erhält man aber Metallmassen von geringerer Duktilität, und nahezu isotrope Teilchen werden daher bevorzugt, wenn das Produkt Duktilität aufweisen soll. 



   Wenn die Teilchengrösse durch eine einzige Zahl angegeben wird, so bezieht sich diese auf die mittlere Teilchengrösse. Bei kugelförmigen Teilchen gibt es in dieser Beziehung keine Schwierigkeit ; wenn die Teilchen jedoch anisotrop sind, bezieht sich die angegebene Teilchengrösse auf den dritten Teil der Summe aus den Teilchenabmessungen in den drei Dimensionen. Eine Asbestfaser kann z. B. 500   miL   lang 
 EMI2.1 
 und liegt daher im Rahmen der Erfindung. 



   Das Füllmittel muss einen Schmelzpunkt oberhalb   4000C   haben. Dies bedeutet in erster Linie eine Begrenzung hinsichtlich der verwendbaren Metallsalze, da Kohlenstoff und nicht reduzierbare Oxyde, wenn überhaupt, bei weit höheren Temperaturen schmelzen. Einige kristallwasserhaltige Salze schmelzen bei niedrigeren Temperaturen als die entsprechenden wasserfreien Salze, und in diesen Fällen kann das wasserfreie Salz verwendet werden, auch wenn das Hydrat nicht verwendet werden kann. Da aber das Salz, um als Füllmittel geeignet zu sein, wasserunlöslich sein muss, gibt es verhältnismässig wenige Fälle dieser Art. 



   Das Füllmittel in den Sintermetallmassen gemäss der Erfindung ist bei   3000C   mit Wasserstoff nicht reduzierbar. Kohlenstoff lässt sich nicht weiter reduzieren, da er bereits in reduziertem Zustand vorliegt. 



  Die geeigneten Metalloxyde und Salze lassen sich selbst bei Temperaturen bis 9000 C mit gasförmigem Wasserstoff nicht reduzieren. Die Eignung als Füllmittel lässt sich leicht feststellen, indem man den dafür in Aussicht genommenen Stoff einem derartigen Versuch unterwirft und das Produkt analysiert. Wenn eine Reduktion stattgefunden hat, kommt der Stoff als Füllmittel im Sinne der Erfindung nicht in Betracht. 



   Zu den Salzen, die der Anforderung auf Nichtreduzierbarkeit genügen, gehören Metallsulfide mit einer freien Bildungsenergie (AF) bei   10000C   von mehr als 100 kcal je g-Atom Schwefel. Zu den wasserunlöslichen Salzen, die erfindungsgemäss verwendet werden können, gehÖren Calciumfluorid, Bariumsulfid, Cersulfid und Bariumfluorid. Vorzugsweise   beträgtdieWasserlöslichkeitnichtmehr   als   0, 01 Gew.-%   bei   250C.   



   Eine bevorzugte Gruppe von Füllmitteln sind die nicht reduzierbaren Metalloxyde. Diese besitzen eine freie Bildungsenergie bei   10000 C   von mehr als 60 kcal je g-Atom Sauerstoff. 



   Als Füllmittel können auch gemischte Oxyde, besonders diejenigen verwendet werden, bei denen jedes einzelne in dem gemischten Oxyd enthaltene Oxyd den obigen Anforderungen an den Schmelz- 
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 produkt zweier oder mehrerer Metalloxyde enthält. Ebenso können den Produkten gemäss der Erfindung zwei oder mehrere einzelne Oxyde einverleibt werden. Der   Ausdruck"Metalloxyd-Füllmittel"umfasst   Spinelle, wie   MgAl 0   und   ZnAl 0, Metallcarbonate,   wie   BaCO, Metallaluminate,   Metallsilicate, wie Magnesiumsilicat und Zirkon, Metalltitanate, Metallvanadate, Metallchromite und Metallzirkonate. Als Silicate können z. B.

   Komplexverbindungen, wie Natriumaluminiumsilicat, Calciumaluminiumsilicat, Calciummagnesiumsilicat, Calciumchromsilicat und   Calciumsilicat - titanat,   verwendet werden. 



   Typische einzelne Oxyde, die im Sinne der Erfindung verwendet werden können, sind Siliziumdioxyd, Aluminiumoxyd, Zirkoniumoxyd, Titanoxyd, Magnesiumoxyd, Hafniumoxyd und die Oxyde der seltenen Erdmetalle einschliesslich Thoriumoxyd. Eine typische Gruppe geeigneter Oxyde und ihre freien Bildungsenergien sind in der folgenden Tabelle angegeben :

   

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 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Oxyd <SEP> AF <SEP> bei <SEP> 10000 <SEP> C <SEP> Oxyd <SEP> AF <SEP> bei <SEP> 10000C <SEP> 
<tb> Yz <SEP> 03 <SEP> 125 <SEP> ZrOz <SEP> 100
<tb> CaO <SEP> 122 <SEP> BaO <SEP> 97
<tb> La <SEP> 121 <SEP> ZrSiO <SEP> 4 <SEP> 95 <SEP> 
<tb> BeO <SEP> 120 <SEP> TiO <SEP> 95
<tb> ThO <SEP> 119 <SEP> TiO <SEP> 85 <SEP> 
<tb> MgO <SEP> 112 <SEP> SiO <SEP> 78
<tb> UO <SEP> 105 <SEP> TazOs <SEP> 75 <SEP> 
<tb> HfO <SEP> 105 <SEP> VO <SEP> 74 <SEP> 
<tb> CeO <SEP> 105 <SEP> NbO <SEP> 70
<tb> Al <SEP> 20 <SEP> 104 <SEP> Cr <SEP> 208 <SEP> 62 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI3.2 
 gewünschten feinteiligen Form. So sind z. B.

   Kieselsäure-Aquasole, wie sie in den USA-Patentschriften Nr. 2, 574,902, Nr. 2, 750, 345 und Nr. 2, 577,485 beschrieben sind, als Ausgangsstoffe für die Herstellung der Sintermetallmassen gemäss der Erfindung geeignet.   Zirkoniumoxydsole   sind ebenfalls geeignet. Auch Titanoxydsole sind bekannt, und solche Sole, wie sie in dem Werk "Inorganic Colloidal Chemistry" von Weiser, Band 2,   unter"Hydrous   Oxides and Hydroxides" beschrieben sind, können z. B. ebenfalls mit Vorteil angewendet werden. 



   Aerogele und in netzartigen Gebilden zusammenhängende Pulver (reticulated powders) können, wenn auch weniger bevorzugt, ebenfalls angewendet werden. Zum Beispiel kann man die in der USA-Patentschrift Nr. 2, 731, 326 beschriebenen Erzeugnisse verwenden ; in diesem Falle müssen jedoch die Aggregate in irgendeiner Verfahrensstufe zu Teilchen des angegebenen Grössenbereiches zerkleinert werden. 



   Durch Verbrennen von Metallchloriden, wie Siliziumtetrachlorid, Titantetrachlorid oder Zirkoniumtetrachlorid, zu den entsprechenden Oxyden gewonnene Pulver sind ebenfalls verwendbar, wenn die Teilchen dabei als gesonderte Einzelteilchen oder als Aggregate erhalten werden, die sich leicht zu solchen Teilchen zerteilen lassen. Da aber kolloidale Metalloxyd-Aquasole die Teilchen bereits im günstigsten Teilchengrössenbereich und Unterteilungszustand enthalten, werden sie als Ausgangsstoffe für das Füllmittel bevorzugt. 



   Das Metall
Das Metall, in dem das hitzebeständige Füllmittel   erfindungsgemäss   verteilt wird, hat einen Schmelzpunkt zwischen 100 und 6500C und steht in der Spannungsreihe der Metalle unter Eisen. Es können viele derartige Metalle verwendet werden. 



   Erfindungsgemäss werden die zu verwendenden Metalle aus der folgenden Gruppe ausgewählt   : Blei,   Zinn, Wismut, Cadmium, Indium, Thallium, Antimon und Legierungen dieser Metalle miteinander. 



   Herstellung der Sintermetallmassen
Die Sintermetallmassen gemäss der Erfindung können nach Verfahren hergestellt werden, bei denen ein verhältnismässig grosses Volumen eines reduzierbaren Oxyds, Hydroxyds, wasserhaltigen Oxyds, Oxycarbonats, Hydroxycarbonats oder Åallgemein einer sauerstoffhaltigen Verbindung eines niedrigschmelzenden Metalles,   wie Blei, Zinn oder Wismut, rings um die Füllmittelteilchen herum abgeschieden und die   abgeschiedene Verbindung, z. B. durch Erhitzen in Wasserstoff, zum Metall reduziert wird. Die Abscheidung kann aus einem einzelnen Metalloxyd oder aus den Oxyden zweier oder mehrerer Metalle bestehen. So können die wasserhaltigen Oxyde von Blei und Zinn rings um die Füllmittelteilchen herum abgeschieden werden. Hiedurch entsteht bei der Reduktion unmittelbar eine Legierung von Blei und Zinn. 



   Die wasserhaltige, sauerstoffhaltige Verbindung des niedrigschmelzenden Metalles kann aus einem löslichen Salz des Metalles, vorzugsweise einem Metallnitrat, abgeschieden werden ; man kann jedoch auch andere lösliche Metallsalze, wie Acetate, verwenden. Bleinitrat, Zinnitrat und Wismutnitrat gehören zu den bevorzugten Ausgangsstoffen. 



   Die Abscheidung kann zweckmässig erfolgen, indem man ein lösliches Salz des Metalles, wie Blei, Zinn oder Wismut, zu einer die Füllmittelteilchen enthaltenden wässerigen Lösung zusetzt und dabei den pH-Wert der Lösung in der Gegend des Neutralpunktes hält. Eine bevorzugte Methode besteht darin, dass man gleichzeitig, aber gesondert, die Lösung des Metallsalzes, das die Füllmittelteilchen enthaltende kolloidale Aquasol und ein Alkali, wie Natriumhydroxyd, zu Wasser zusetzt. Es soll darauf geachtet wer- 

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 den, dass ein Alkaliüberschuss vermieden wird, da die Metallhydroxyde in alkalischen Lösungen löslich sind. Man kann auch die Metallsalzlösung und das Alkali gleichzeitig, jedoch gesondert, zu einer die Füllmittelteilchen enthaltenden Dispersion zusetzen. 



   Als Alkali zur Aufrechterhaltung oder Erhöhung des pH-Wertes des Reaktionsgemisches oberhalb des Neutralpunktes kenn jeder alkalische Stoff verwendet werden. Besonders zufriedenstellend sind Hydroxy- 
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 mein eine Verbindung, die sich beim Erhitzen zum Oxyd zersetzt. 



   Vorzugsweise werden die Füllmittelteilchen vollständig mit der reduzierbaren Sauerstoffverbindung des niedrigschmelzenden Metalles überzogen, damit bei der anschliessenden Reduktion eine Zusammenballung der Füllmittelteilchen vermieden wird. Das bedeutet, dass die schliesslich erhaltenen Füllmittelteilchen in dem durch gemeinsame Ausfällung gewonnenen Produkt vorzugsweise nicht in Berührung miteinander stehen. Eine wichtige Massnahme, um dies zu erreichen, besteht darin, dass das Gemisch stark durchmischt und in Bewegung gehalten wird. 



   Nach dem Niederschlagen der Sauerstoffverbindung des niedrigschmelzenden Metalles auf dem Füllmittel werden zweckmässig die bei der Umsetzung entstandenen Salze, z. B. durch Auswaschen, entfernt. 



  Gewöhnlich verwendet man ein Alkali, wie Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Lithiumhydroxyd, Ammoniumhydroxyd oder   Tetramethylammoniumhydroxyd,   zur Abscheidung der Verbindung. Infolgedessen bilden sich Salze, wie Natriumnitrat, Ammoniumnitrat oder Kaliumnitrat. Diese sollen entfernt werden, da sie sonst im Endprodukt enthalten sein können. Ein Vorteil, der sich aus der Verwendung von Nitraten zusammen mit wässerigem Ammoniak ergibt, ist die Bildung des flüchtigen Ammoniumnitrats, welches sich leicht durch blosses Erhitzen aus dem Produkt entfernen lässt. 



   Sobald die löslichen, nicht-flüchtigen Salze im wesentlichen entfernt worden sind, kann das Produkt, vorzugsweise bei etwa 1000 C, getrocknet werden. Andernfalls kann das'Produkt auch zunächst getrocknet und dann in Wasser suspendiert werden, um die löslichen Salze zu entfernen, worauf das Produkt nochmals getrocknet wird. 



   Gewöhnlich bringt man eine verhältnismässig grosse Menge der Sauerstoffverbindung des niedrigschmelzenden Metalles als Überzug auf eine verhältnismässig kleine Füllmittelmenge auf. Die Menge des Überzugsstoffes variiert etwas je nach der Teilchengrösse, der Teilchenform und besonders der spezifischen Oberfläche des Füllmittels. Bei den Erzeugnissen gemäss der Erfindung beträgt der Füllmittelgehalt der fertigen Sintermetallmasse 0,   05-30 Vol.-%.   Im Falle kleinerer Füllmittelteilchen mit einer spezifischen Oberfläche von mehr als 200/D   m2/g   (wobei D die Dichte des Füllmittels in g/ml bedeutet) oder im Falle von anisotropen Teilchen werden Füllmittelmengen von 0,05 bis 5   Vol. -10 bevorzugt.

   In   einem besonders bevorzugten Fall werden die relativen Mengen so gewählt, dass die fertige, aus Metall und Füllmittel bestehende Sintermetallmasse nach der Reduktion 0,   1-5 Vol.-10   Füllmittel enthält. Im 
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 dung von Füllmitteln mit niedriger Dichte die Dichte des Bleis etwas vermindert werden. 



   Die nächste Verfahrensstufe besteht in der Reduktion des auf dem Füllmittel abgeschiedenen Überzuges zum Metall. Dies kann zweckmässig erfolgen, indem man die überzogenen Teilchen bei etwas erhöhter Temperatur mit einem Wasserstoffstrom behandelt. Die Temperatur soll jedoch nicht den Schmelzpunkt des Metallüberzuges überschreiten und wird vorzugsweise im Falle von Zinn und Wismut unter etwa   2000 C   und im Falle von Blei unter   3000 C   gehalten. Um dies zu erreichen, wird das Produkt in einem Ofen bei gesteuerter Temperatur untergebracht, und es wird langsam Wasserstoff zugeführt. 



  Unter diesen Bedingungen geht die Reduktion nicht so schnell vor sich, dass grosse Wärmemengen in Freiheit gesetzt werden und die Temperatur im Ofen über das zulässige Mass gesteigert wird. 



   Ausser Wasserstoff oder an Stelle desselben können als Reduktionsmittel Kohlenmonoxyd, Methan oder andere gasförmige Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Jedenfalls ist es wichtig, dass die Temperatur bei der Reduktion so gesteuert   wird ;   dass das sich bildende Metall nicht schmilzt. 



   Die Reduktion soll fortgesetzt werden, bis der Überzug im wesentlichen reduziert ist. Wenn man Oxyde als Füllmittel verwendet, soll die Reduktion fortgesetzt werden, bis der Sauerstoffgehalt der Masse nicht grösser ist als das Doppelte des Sauerstoffgehaltes des als Füllmittel dienenden Oxyds. Vorzugsweise beträgt der Sauerstoffgehalt das 1, 0- bis   l, 2fache   des Sauerstoffgehaltes des anfänglich zugesetzten Füllmittels. 



   Nach der Reduktion wird die ganze Masse aus Metall und Oxyd gesintert und bzw. oder verdichtet, u. zw. mindestens bis zu einer spezifischen Oberfläche von weniger als 1   m2/g.   Dies kann erfolgen, in- 

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   dem das Produkt sehr hohen Drücken, vorzugsweise bei Temperaturen, die   etwa 2/3 des absoluten Schmelzpunktes des Metallüberzuges entsprechen, ausgesetzt wird. Unter Umständen ist es zweckmässig, das Produkt beim Verpressen auf Temperaturen unmittelbar unter dem Schmelzpunkt zu erhitzen. Um eine starke Bindung zwischen den Teilchen des feinteiligen reduzierten Pulvers zu erhalten, kann es zweckmässig sein, die auf diese Weise gewonnene Masse heiss oder kalt zu bearbeiten, z. B. durch Walzen, Heissstrangpressen oder ähnliche, dem Metallurgen bekannte Verfahren.

   Vorzugsweise wird das Produkt verdichtet, bis es mindestens   90%   der theoretischen Dichte erreicht hat, d. h. bis die scheinbare Dichte 90 bis   10rP/o   der absoluten Dichte beträgt. 



   Die Produkte gemäss der Erfindung
Die neuen Sintermetallmassen gemäss der Erfindung sind Dispersionen von Füllmittelteilchen in den genannten Metallen. Wie dem Fachmann bekannt ist, lassen sich in einer festen Metallmasse Körner feststellen. Bei den Erzeugnissen gemäss der Erfindung sind die Füllmittelteilchen in den Metallkörnern gleichmässig verteilt, d. h. die Teilchen finden sich sowohl an der Korngrenze als auch innerhalb des Korns. 



   Die Art der Verteilung lässt sich mittels des Elektronenmikroskops und des Umkehrverfahrens zeigen, bei dem die Oberfläche eines Metallstückes poliert, auf der polierten Oberfläche einer Kohlenstoffschicht abgeschieden und das Metall, z. B. durch Auflösen in Säure, entfernt wird. Eine elektronenmikrophotographische Aufnahme des hinterbleibenden Kohlenstoffilmes zeigt, dass die Füllmittelteilchen gleichmä- ssig durch die Metallkörner hindurch verteilt sind. Infolgedessen lassen sich wertvolle Metallteile durch unmittelbares Verdichten der erfindungsgemäss hergestellten Metall-Metalloxydpulver herstellen. Hiedurch entfällt die Notwendigkeit der Bearbeitung zum Zwecke der Verbesserung der Verteilung. 



     Unter "gleichmässig verteilt" ist   zu verstehen, dass die hitzebeständigen Oxydteilchen in jedem einzelnen ausgewählten mikroskopischen Bereich des behandelten Metalles von einem Durchmesser von etwa 10   u   gleichmässig verteilt sind. 



   Die Erzeugnisse gemäss der Erfindung sind gleichmässige Dispersionen von Füllmittelteilchen in Metallen. Unter gleichmässig ist zu verstehen, dass das Oxyd durch das ganze Metall hindurch im wesentlichen homogen verteilt ist und sich sowohl innerhalb der Körner als auch an den Korngrenzen befindet. 



  Wenn man eine nach dem Kohlenstoffumkehrverfahren hergestellte elektronenmikrophotographische Aufnahme untersucht, findet man, dass das Verhältnis der Konzentration der Oxydteilchen längs der Körner zu der Konzentration des Oxyds in der Probe weniger als 10 : 1 beträgt und insbesondere im Bereich von 0, 1 : 1 bis   10 : 1   liegt. Oft sind die Körner in den Sintermetallmassen gemäss der Erfindung so klein, dass sich Korngrenzen schwer finden lassen. 



   Eine solche Messung kann folgendermassen   durchgeführt werden :   Man   stellt eine mikrophotographische   Aufnahme nach der   Kohlenstoffumkehrmethode   her und wählt   eine. für   Korngrenzen typische Fläche aus. 



  Man misst eine Fläche längs dieses Korns für einen Abstand von 100 D, wobei D das Zahlenmittel der 
 EMI5.1 
 nissen gemäss der Erfindung das Verhältnis N1 : N2 im Bereich von 0, 1 : 1 bis 10 : 1. 



   Im Sinne der Erfindung ist ein Oxyd-Füllmittelteilchen als eine einzige, zusammenhängende Oxydmasse definiert, die von Metall umgeben und von andern Oxydmassen durch Metall getrennt ist. Die Teilchen können Aggregate aus kleineren Teilchen sein, die sich zusammengelagert haben. 



   Die Füllmittelteilchen in den Sintermetallmassen gemäss der Erfindung sind von einem Metallüberzug umgeben, der sie voneinander getrennt hält. Die Teilchen sind daher isoliert und kommen nicht miteinander in   Berührung. Infolgedessen   wird das Zusammentreten und Sintern der Füllmittelteilchen verhindert. 



   Zu den Sintermetallmassen gemäss der Erfindung gehören nicht nur durch Füllmittel modifizierte Einzelmetalle, sondern auch durch Füllmittel modifizierte Legierungen aus mehreren Metallen mit einem Schmelzpunkt zwischen 100 und   650OC,   die in der Spannungsreihe der Metalle unter Eisen stehen. Solche Legierungen können z. B. nach pulvermetallurgischen Verfahren hergestellt werden, wenn die Metallpulver Füllmittelteilchen enthalten. Viele Metalle können aber auch, wie oben beschrieben, in Gegenwart der Füllmittelteilchen gemeinsam ausgefällt und reduziert werden. 



   Zu den erfindungsgemäss modifizierten Legierungen gehören unter anderem Lagermetalle, z. B. Legierungen der Zusammenstellung 11 Sn + 75 Pb + 14 Sb oder 2 Sn + 83 Pb + 15 Sb, Britanniametall 90 Sn + 10 Sb, Lötmetall 50 Sn + 50 Pb, Weissmetall 80 Sn + 20 Pb, Hartmetall 90 Pb + 10 Sb, Letter- 

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 EMI6.1 
 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 7> löslichen Metallsalzen oder Kohlenstoff bestehen kann, in Mengen von 0,05 bis 30 Vol. -0/0 in Form von Einzelteilchen mit einer mittleren Teilchengrösse von 5 bis 250 me in sich verteilt enthält und eine spezifische Oberfläche von weniger als 1 m2/g aufweist.
    2. Sintermetallmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmittel ein Metalloxyd mit einer freien Bildungsenergie bei 10000C von mehr als 60 kcal je g-Atom Sauerstoff ist. EMI7.1 Blei ist.
    4. Sintermetallmasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall Zinn ist.
    5. Sintermetallmasse nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass sie als Füllmittel Aluminiumoxyd in Mengen von 0, 5 bis 30 Vol. -% enthält und ihre scheinbare Dichte 90-100% der theoretischen Dichte der Masse beträgt.
    6. Sintermetallmasse nach den Ansprüchen 1 und 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass sie als Füllmittel Siliziumdioxyd in Mengen von 0, 5 bis 30 Vol.-% enthält und ihre scheinbare Dichte 90-100% der theoretischen Dichte der Masse beträgt.
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