AT246514B - Strömungskupplung, insbesondere für Antriebe mit Elektromotor - Google Patents

Strömungskupplung, insbesondere für Antriebe mit Elektromotor

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AT246514B AT1011463A AT1011463A AT246514B AT 246514 B AT246514 B AT 246514B AT 1011463 A AT1011463 A AT 1011463A AT 1011463 A AT1011463 A AT 1011463A AT 246514 B AT246514 B AT 246514B
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  Strömungskupplung, insbesondere für Antriebe mit Elektromotor 
Die Erfindung betrifft eine Strömungskupplung mit einer zum zeitweisen selbsttätigen Entleeren des Arbeitsraumes dienenden Kammer, die zumindest zu einem wesentlichen Teil von mit dem Pumpenrad umlaufenden Wänden gebildet wird und vorzugsweise einen Aussendurchmesser gleich dem mittleren Durch-   messer der Pumpenradbeschaufelung und von ihrem radial äusseren Bereich zum Arbeitsraum führende und    zum Entleeren der Kammer dienende Entleeröffnungen aufweist.

   Im Stillstand der Kupplung fliesst hiebei ein Teil der Arbeitsflüssigkeit in den gerade am tiefsten liegenden Bereich der Kammer ab, so dass während des nachfolgenden Anlaufvorganges die nur noch teilweise Füllung des Arbeitsraumes eine geringere Kraftübertragungsfähigkeit der Kupplung und demzufolge eine nur geringere Anfahrbelastung für den Antriebsmotor zur Folge hat. Auf Grund dieses weichen Anlaufvorganges ist diese Kupplungsbauart für unter Last anlaufende Antriebe, wie z. B. für elektromotorische Antriebe im Bergbau, vorzugsweise für solche mit Kurzschlussläufermotor, besonders geeignet. 



   Da während des   Anlauf Vorganges   die Drehzahl des Pumpenrades und damit der umlaufenden Kammer steigt, entleert sich diese unter der Wirkung der Fliehkraft über die Entleeröffnungen allmählich ganz oder grösstenfalls in den Arbeitsraum, bis dieser seine für den jeweiligen Anwendungsfall gewählte Betriebsfüllung erlangt und die Kupplung nunmehr ihre volle Übertragungsfähigkeit erreicht hat. Um diesen Vorgang auf einen günstigen Motor-Drehzahlbereich zu beschränken, hat man bereits die Entleeröffnungen mit in Abhängigkeit von der Pumpenraddrehzahl gesteuerten Ventilen versehen, die erst oberhalb einer bestimmtenPumpenraddrehzahl den Durchfluss durch die Entleeröffnungen freigeben.

   Des weiteren hat man diese Kupplungsbauart dadurch ergänzt, dass die Kammer mit am radial inneren Bereich des Arbeitsraumes angeschlossenen, oberhalb bestimmter Schlupfwerte der Strömung im Arbeitsraum ausgesetzten Rücklaufkanälen versehen wurde, die ein Füllen der Kammer auch bei laufendem Pumpenrad bewirken. 



   Die dadurch erzielte Teilentleerung des Arbeitsraumes erfolgt - im Gegensatz zu der eingangs beschriebenen statischen Teilentleerung des Arbeitsraumes bei und kurz vor   Kupplungsstillstand - dynamisch   und ist ebenfalls erwünscht, um z. B. bei blockierter Abtriebsseite der Kupplung den weiterlaufenden Motor vor Überlastung zu schützen. Schliesslich hat man auch diese Rücklaufkanäle mit einer in Abhängigkeit von der   Pumpen'addrehzahl   arbeitenden Steuereinrichtung versehen, durch die die Rücklaufkanäle bei unteren Drehzahlen geöffnet und bei oberen Drehzahlen geschlossen werden. 



     Die vorgenannten Küpplungsbauarten befriedigen jedoch nicht   ganz. Denn bei der Ausführung, bei der nur die Entleeröffnungen drehzahlabhängig gesteuert werden, kann zumindest bei 100% Schlupf   (. An-   fahrpunkt) auf Grund des   grossen Verhältnisses   von Rücklaufkanal-Querschnitten zu Entleeröffnungs-Querschnitten kein Entleeren der Kammer erfolgen. Eine andersartige Bemessung dieses Querschnittsverhältnisses ist dagegen infolge der dann sehr gross ausfallenden Durchgangsquerschnitte der gesteuerten Entleer- öffnungen technisch schwer zu verwirklichen und auch unwirtschaftlich.

   Die weitere Ausführung mit Drehzahlsteuerung sowohl der   Entleeröffnungen als auch der Riicklaufkanäle   erfordert in jedem Falle einen erheblichen Bauaufwand, ganz abgesehen davon, dass hier die zwei Steuerungen eine erhöhte Gefahr für Störungen darstellen (z. B. Störungen auf Grund von Ölverschmutzung) und sich beide Steuerungen auch nur schwierig aufeinander abstimmen lassen. 

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   Schliesslich ist auch schon eine Strömungskupplung ähnlicher Bauart vorgeschlagen worden, bei der eine umlaufende Kammer mit ungesteuerter Entleeröffnung sowie mit Rücklaufkanälen vorgesehen ist, wobei letztere aus dem ungesteuerten inneren Laufradspalt zwischen Pumpen- und Turbinenrad sowie aus zusätzlichen, mittels fliehkraftbetätigter Steuerklappen verschliessbaren Öffnungen bestehen. Auch hier kann sich die Kammer bei 100% Schlupf nicht entleeren, weil als Entleeröffnung der äussere Laufradspalt benutzt wird, in dem aber bei grossem Schlupf der hohe arbeitsraumseitige Gegendruck das Entleeren der
Kammer verhindert. 



   Ausserdem bedingt der stets offene innere Laufradspalt ein dauerndes Rückfüllen in die Kammer, u. zw. auch bei geschlossenen Steuerlappen, so dass eine Entleerung der Kammer sogar bei geringerem
Gegendruck am äusseren Laufradspalt noch nicht möglich ist. Aus diesem Grunde ist mit dieser Kupplung nicht jene gesteigerte Drehmomentübertragungsfähigkeit erreichbar, die in der Regel zum Überwinden des Losbrechmomentes der stillstehenden Arbeitsmaschine erforderlich ist. 



   Durch die Erfindung sollen nun die vorgenannten Nachteile an einer Kupplungsausführung mit um- laufender Kammer, mit mindestens einer ungesteuerten Entleeröffnung sowie mit mindestens einem am
Arbeitsraum angeschlossenen und dem Staudruck der dortigen Ringströmung ausgesetzten Rücklaufkanal mit in Abhängigkeit von den Pumpenraddrehzahlen arbeitender Regelvorrichtung zum Vermindern des
Durchgangsquerschnittes vermieden werden.

   Erfindungsgemäss geschieht dies dadurch, dass die Entleer- öffnung in an sich bekannter Weise an einer solchen Stelle des Arbeitsraumes angeschlossen ist, dass zu- mindest bei einem Kupplungsschlupf von 100% (Turbinenrad stillstehend) ein Flüssigkeitsaustritt aus der
Kammer durch die   Entleeröffnung möglich   ist, dass ausserdem die Regelvorrichtung derart ausgelegt ist, dass sämtliche Rücklaufkanäle bei den oberen Pumpenraddrehzahlen ganz geschlossen sind, und dass ferner die Durchflussquerschnitte aller Entleeröffnungen und aller geöffneten Rücklaufkanäle so bemessen sind, dass zumindest bei grossem Kupplungsschlupf die durch alle Rücklaufkanäle in die Kammer einströmende Flüssigkeitsmenge grösser ist als die durch   alle-Entleeröffnungen ausströmende   Flüssigkeitsmenge. 



   Die Anschlussstelle der Entleeröffnungen am Arbeitsraum soll also so gewählt sein, dass die bei hundertprozentigem Schlupf besonders intensive Ringströmung den Flüssigkeitsaustritt aus der Kammer in den Arbeitsraum nicht verhindert. Das wird insbesondere durch eine Anordnung der Entleeröffnungen auf mittlerem Durchmesser der Pumpenradbeschaufelung erreicht. 



   Eine   Kupplungsausführung   nach der Erfindung   ist gegenüber   Strömungskupplungen mit Steuerung sowohl der Entleeröffnungen als auch der Rücklaufkanäle einfacher und billiger herstellbar ; ausserdem lassen sich   dieSchaltpunkte mitwenigerAufwand einstellen, zumai   ein gegenseitiges Abstimmen der Schaltpunkte-zweier Steuerungen nicht erforderlich ist. Überdies ist die Störanfälligkeit wegen der geringeren Anzahl der Steuerelemente kleiner.

   Ferner lässt sich mit der erfindungsgemässen Kupplung eine vollauf befriedigende und der   beschriebenendoppelsteuerung zumindestebenbürtige   Steuerfunktion erreichen, die eine wirkungsvolle Entlastung des Motors sowohl bei wiederholtem, auch. schnell aufeinanderfolgendem Anfahren des Antriebes aus dem Stillstand und unteren Drehzahlen heraus als auch bei durch Spannungsabfall geschwächtem Motor während starken Abbremsens oder Blockierens des Turbinenrades sicherstellt. 



   Voraussetzungen für das dynamische Teilentleeren des Arbeitsraumes sind erstens ein ausreichend grosser Kupplungsschlupf, da nämlich nur hiebei die am Arbeitsraum angeschlossenen Rücklaufkanäle mit dem erforderlichen Staudruck beaufschlagt sind, und zweitens das Unterschreiten einer bestimmten Drehzahl des Pumpenrades, weil sich erst dann die Rücklaufkanäle öffnen. Sind diese beiden Bedingungen erfüllt, so wird Arbeitsflüssigkeit aus dem Arbeitsraum in die Kammer gedrängt, u. zw. in grösserer Menge als auf Grund der Fliehkraft aus der Kammer durch die Entleeröffnungen wieder ausströmen kann, so dass sich die Kammer trotz dauernd offener Entleeröffnungen füllt. 



   Für Antriebe mit Kurzschlussläufermotor, für die die erfindungsgemässe Kupplung in erster Linie in Frage kommt, wird nach einer Weiterbildung eine solche Auslegung der Regelvorrichtung zum Steuern der Rücklaufkanäle vorgeschlagen, dass die Schaltdrehzahl zum Schliessen der Rücklaufkanäle (diese Schaltdrehzahl sei nachstehend als obere Schaltdrehzahl bezeichnet) zwischen der Motor-Kippdrehzahl und der Motor-Nenndrehzahl und die Schaltdrehzahl zum Öffnen der Rücklaufkanäle (untere Schaltdrehzahl) bei oder nahe bei der Motor-Kippdrehzahl liegt. 



   Sofern zwischen Antriebsmotor und Strömungskupplung eine   Über- oder Untersetzung   eingebaut ist, gelten bei der vorstehenden Definition an Stelle der Motor-Kippdrehzahl und der Motor-Nenndrehzahl die hiemit proportionalen entsprechenden Werte der Pumpenraddrehzahlen. Diese Auslegung lässt sich beispielsweise durch eine entsprechende Bemessung und Anordnung der Fliehgewichte und der zugehörigen Rückstellfedern erreichen und ermöglicht es, dass beim Anlaufen des Antriebes der Motor entlastet bis 

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 nahe an seine Nenndrehzahl hochläuft und dass erst dann das Nachfüllen des Arbeitsraumes erfolgt.

   Wird   später-etwa   infolge zu grosser Last auf der Abtriebsseite - der Motor in seiner Drehzahl bis auf den un- teren Schaltpunkt in der Nähe des Motor-Kippunktes heruntergedrückt, so öffnet die Regelvorrichtung die
Rücklaufkanäle wieder, der Arbeitsraum entleert sich teilweise und der Motor wird wieder entlastet. Auf diese Weise kann der Motor nur bis in die Nähe des Kippunktes herabgedrückt und damit nicht weiter als zulässig in das Gebiet höherer Stromaufnahme gedrängt werden. Weitere Erläuterungen dieser Arbeits- weise sind aus dem an späterer Stelle beschriebenen Betriebsdiagramm der Kupplung nach Fig. 11 ersicht- lich.. 



   Eine weitere Verbesserung besteht in der Ausbildung der Regelvorrichtung derart, dass beim Erreichen der Schaltdrehzahlen sofort ein vollständiges Schliessen bzw. ein vollständiges Öffnen der Rücklaufkanäle erfolgt, beispielsweise dadurch, dass nach Art eines labilen Reglers bei Erreichen der Schaltdrehzahlen die Fliehkraft der Fliehgewichtkörper stärker zu-bzw. abnimmt als die Federkraft der entsprechend weich gewählten Rückstellfeder   (Scimappeffekt).   Eine solche Ausbildung lässt ohne weiteres die erforderliche
Schalthysterese erreichen, zumal dann, wenn die Regelvorrichtung zwecks Steigerung der Schaltsicher- heit für ein möglichst reibungsfreies Arbeiten ausgebildet wird, d. h. wenn gleitende Flächen an den Be- wegungselementen möglichst vermieden und die   Reibungskräfte möglichst gering   gehalten werden. 



   Weitere Merkmale der Erfindung seien nachstehend an Hand mehrerer in den Zeichnungen darge- stellter Ausführungsbeispiele erläutert. Hiebei stellen   dar : Fig. l   einen Längsschnitt einer erfindungsge- mässen Strömungskupplung, die Fig. 2 und 3 je einen Ausschnitt aus Fig.   l,   jedoch mit nahe den Entleer- öffnungen   vorgesehenen Abweiselementen   sowie (Fig. 2) mit einer Leitwand für die Rücklaufkanäle, Fig. 4 einen Teil der Stirnansicht des Pumpenrades mit Entleeröffnung, Fig. 5 einen Zylinderschnitt durch die
Pumpenradnabe mit Einbauten vor den Steuerschiebern, Fig. 6 eine Ansicht der als Fliehgewichtsschalter ausgebildeten Regelvorrichtung mit einem hiedurch gesteuerten Drehschieber für die   Rücklaufkanäle,  
Fig. 7 den Drehschieber teils im Längsschnitt, teils in Ansicht, die Fig.

   8 und 9 weitere Einzelheiten des
Drehschiebers, Fig. 10 ein Diagramm für den Verlauf der Fliehkraft und der Federkraft des Fliehkraft- schalters und Fig. 11 ein Drehmoment-Drehzahldiagramm für das Zusammenarbeiten von Motor und Strömungskupplung. 



   Gemäss Fig. 1 treibt der angedeutete   Kurzschlussläufer-Elektromotor l   über die elastische Kupplung 2 das Pumpenrad 3 der Strömungskupplung an, deren Turbinenrad 4 das übertragene Dreh- moment über die Abtriebswelle 5 an eine anzutreibende Arbeitsmaschine, beispielsweise an einen   Grubenkettenförderer   abgibt. Mit dem Pumpenrad 3 läuft die Mitnehmerschaufeln 6a aufweisende und in radialer Richtung etwa bis zum mittleren Durchmesser der Pumpenradbeschaufelung 3a sich erstreckende Kammer 6 um. Mit 7 ist der vom Pumpenrad 3 und Turbinenrad 4 gebildete Arbeitsraum bezeichnet, in den von dem radial äusseren Bereich der Kammer 6 mehrere achsparallele Entleeröffnungen 8 führen. 



   Durch den ringförmigen Ansatz 9 am Pumpenrad wird radial innerhalb des Pumpenrades 3 ein Stauraum 10 gebildet, in dem sich bei mittlerem und grossem Kupplungsschlupf - in diesem Falle verläuft die Ringströmung etwa gemäss dem strichliert eingezeichneten Pfeil 11 - ein Teil der zirkulie-renden Flüssigkeit anstaut. Sofern ausserdem die an der Rückwand 10a des Stauraumes 10 angeordneten Drehschieber 12 geöffnet sind, was bei allen Pumpenraddrehzahlen unterhalb der entsprechenden Schaltdrehzahl der Fall ist, kann zufolge des Staudruckes im Stauraum 10 Flüssigkeit durch die geöffneten Drehschieber 12 hindurch in die Kammer 6 gelangen.

   Da die Durchtrittsquerschnitte aller   Entleeröffnungen   8 und aller geöffneten Drehschieber 12 so gewählt sind, dass von einem bestimmten Schlupfwert ab mehr Flüssigkeit durch die Rücklaufkanäle (Stauraum 10 und Drehschieber 12) in die Kammer 6 eintritt als aus dieser auf Grund der Fliehkraft durch die Entleeröffnungen 8 entweicht, wird sich die Kammer 6 füllen. 



   Auf diese Weise wird bei mittlerem und grossem Kupplungsschlupf und bei Pumpenraddrehzahlen unterhalb der jeweiligen Schaltdrehzahl dem Arbeitsraum 7 ein Teil der Arbeitsflüssigkeit entzogen und infolgedessen das Kraftübertragungsvermögen der Kupplung in erwünschter Weise vermindert. Diese bei laufender Kupplung erfolgende Teilentleerung des Arbeitsraumes 7 erfolgt somit auf dynamische Weise. Der Arbeitsraum 7 kann sich aber auch bei Stillstand der Kupplung auf statische Art teilentleeren, indem die Kupplungsflüssigkeit auf Grund der Schwerkraft in allen miteinander in kommunizierender Verbindung stehenden Räumen einen gleichhohen Flüssigkeitsstand einnimmt, wobei sie teils durch die Entleeröffnungen 8, teils durch die offenen Drehschieber 12 aus dem Arbeitsraum in die Kammer 6 gelangt. 



   Infolgedessen ist auch beim Beginn des Anfahrens der Kupplung aus dem Stillstand heraus der Ar- 

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 EMI4.1 
 

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 imDiese Ausbildung der Steuereinrichtung ergibt ein weitgehend reibungsfreies Arbeiten, da der als Schwenk-   gelenk c1ienendeDrehschieber   12   von Auflagerhräften entlastet ist und die Reibung des Wälzlagers   35   unbeachtlich ist. Ausserdem ist der Drehschieber   12   in bezug auf den Flüssigkeitsdruck kraftmässig aus-   
 EMI5.1 
 wird nach einem weiteren Vorschlag die bewegliche Steuerkante 40 gemäss Fig. 9 messerartig zuge- schärft. 



   Fig. 10 zeigt ein Diagramm für den Verlauf der Kraft   P1   der Rückstellfeder 36 und der Flieh- kraft P2 des Fliehgewichtkörpers 34, u. zw. in Abhängigkeit von den Radien r des Schwerpunktes des Fliehgewichtkörpers 34 in bezug auf die Kupplungsachse und ausserdem für die obere Schaltdreh- zahl. Wie ersichtlich, wächst mit zunehmendem Radius, ausgehend vom Radius ri, die Fliehkraft P2 mehr an als die Kraft   P1   der Rückstellfeder, so dass sich beim Erreichen der oberen Schaltdrehzahl ein sofortiges Durchschalten bis zum vollständigen Schliessen des Drehschiebers 12 und somit ein sogenann- ter Schnappeffekt ergibt. Sinngemäss Gleiches gilt für das Rückschalten bei der unteren Schaltdrehzahl, da dann die Fliehkraft bei radialer Verlagerung des Fliehgewichtkörpers mehr abnimmt als die Feder- kraft. 



   Das Drehmoment-Drehzahldiagramm nach Fig. 11 veranschaulicht das Zusammenarbeiten der erfin- dungsgemässen Strömungskupplung mit einem Kurzschlussläufermotor. Unter der Annahme einer über- setzungslosen Verbindung des Motors mit dem Pumpenrad stellen die Abszissenwerte sowohl die Pumpen- rad-Drehzahl n, als auch die gleichgrosse   Motor-Drehzahl n o ;   dar. Die Kurve 41 gibt den Ver- lauf des Motor-Drehmomentes über der Drehzahl an, u. zw. unter der Annahme konstanter Spannung (kein Spannungsabfall). 



   Beim Anfahren des Motors aus dem Stillstand wächst auf Grund der statischen Teilentleerung und später auf Grund der zusätzlichen dynamischen Teilentleerung des Arbeitsraumes das durch die Kupplung übertragene Drehmoment lediglich entsprechend der unteren etw ? parabolischen Kurve 42 bis zum Erreichen der oberen Schaltdrehzahl o. S. im Punkt A an (stark ausgezogener Linienzug). Nunmehr schliessen die Drehschieber 12, und die Kammer 6 entleert sich in den Arbeitsraum 7, so dass von nun ab das übertragene Kupplungsmoment steiler als bisher nach der Kurve 43 wächst und über Punkt B auf der Motor-Momentenlinie 41 den Punkt C erreicht. Die durch diesen Punkt C verlaufende obere Parabel 44 entspricht dabei der vollen Übertragungsfähigkeit der Kupplung nachBeendigung der Entleerung der Kammer 6.

   Die nachfolgenden Vorgänge während des Anfahrens der Arbeitsmaschine vollziehen sich in bekannter Weise. 



   Bei Spannungsabfall gilt eine schwächere, hier strichliert dargestellte Motorkennlinie 45. Bei Motorstart wird auch jetzt die untere Parabel 42 bis zur oberen Schaltdrehzahl im Punkt A befahren. Nach Schliessen der Drehschieber 12 wächst das übertragene Kupplungsdrehmoment infolge Entleerung der Kammer 6 über Punkt D auf der geschwächten Motorkennlinie bis zu Punkt E an. 



  Damit ist infolge Motordrückung die untere Schaltdrehzahl u. S. erreicht, die Drehschieber 12 öffnen und das Kupplungsmoment wird entlang der Linie 46 infolge Rückfüllung der Kammer 6 erniedrigt. Dadurch wird der Motor entlastet, und seine Drehzahl steigt wieder bis zur oberen Schaltdrehzahl o. S. im Punkte   F an.   



   Auf Grund der jetzt wieder einsetzenden Entleerung der Kammer 6 belastet die Kupplung den Motor erneut, so dass der beschriebene Kurvenzug F-D-E-46 periodisch befahren wird, wobei jedes Mal das dem Punkt E entsprechende Kippmoment für das Losreissen der Arbeitsmaschine zur Verfügung gestellt wird, jedoch in keinem Fall eine unzulässige Drückung des Motors auf eine Drehzahl wesentlich unterhalb des Kippunktes E erfolgen kann. Ohne diesen Entlastungseffekt würde sich ein Betriebspunkt G dauernd einstellen, der wegen seiner hohen Stromaufnahme und wegen verringertem Drehmoment unerwünscht ist. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Strömungskupplung, insbesondere für Antriebe mit Elektromotor, mit einer zum zeitweisen selbsttätigen Teilentleeren des Arbeitsraumes dienenden Kammer, die zumindest zu einem wesentlichen Teil von mit dem Pumpenrad umlaufenden Wänden gebildet wird und vorzugsweise einen Aussendurchmesser gleich dem mittleren Durchmesser der Pumpenradbeschaufelung aufweist, die ferner mindestens eine <Desc/Clms Page number 6> von ihrem radial äusseren Bereich zum Arbeitsraum führende, ungesteuerte und vornehmlich zum Entleeren der Kammer dienende Entleeröffnung besitzt, sowie ausserdem mit mindestens einem am Arbeitsraum angeschlossenen, dem Staudruck der dortigen Ringströmung ausgesetzten und zum Füllen der Kammer dienenden Rücklaufkanal versehen ist,
    der mittels einer Regelvorrichtung bei den unteren Pumpenraddrehzahlen geöffnet und bei den oberen Pumpenraddrehzahlen auf verminderten Durchgangsquerschnitt eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Entleeröffnung (8) in an sich bekannter Weise an einer solchen Stelle.
    des Arbeitsraumes (7) angeschlossen ist, dass zumindest bei einem Kupplungsschlupf von loo% (Turbinenrad stillstehend) ein Flüssigkeitsaustritt aus der Kammer (6) durch die Entleeröffnung (8) möglich ist, vorzugsweise mit etwa auf mittlerem Durchmesser der Pumpenradbeschaufelung (3a) liegender Entleeröffnung (8), dass ausserdem die Regelvorrichtung (12, 30 - 40) derart ausgelegt ist, dass sämtliche Rücklaufkanäle (10,12) bei den oberen Pumpenraddrehzahlen ganz geschlossen EMI6.1 kanäle (10,12) so bemessen sind, dass zumindest bei grossem Kupplungsschlupf die durch alleRücklauf- kanäle (10, 12) in die Kammer (6) einströmende Flüssigkeitsmenge grösser ist als die durch a. 1leEntleer öffnungen (8) ausströmende Flüssigkeitsmenge.
    2. Strömungskupplung nach Anspruch l. für Antriebe mit Kurzschlussläufermotor, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise mit Fliehgewichtkörpern (34) versehene Regelvorrichtung (12, 30 - 40) zum Steuern der Rücklaufkanäle (10,12) derart ausgelegt ist, beispielsweise auf Grund entsprechender Bemessung und Anordnung der Fliehgewichtkörper (34) und von zugehörigen Rückstellfedern (36), dass die Schaltdrehzahl zum Schliessen der Rücklaufkanäle (obere Schaltdrehzahl = o. S. ) zwischen der Motor-Kippdrehzahl (nK) und der Motor-Nenndrehzahl (nN) liegt, und dass die Schaltdrehzahl zum Öffnen der Rücklaufkanäle (untere Schaltdrehzahl = u. S.) bei oder nahe bei der Motor-Kippdreh- zahl (nK) liegt (Fig. 6-11).
    3. Strömungskupplung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung der Regelvorrichtung (12, 30-40), beispielsweise auf Grund einer entsprechenden Bemessung der Rückstellfedern (36) und der radialen Verstellwege der Fliehgewichtkörper (34) in bezug auf die Kupplungsachse, dass beim Erreichen der Schaltdrehzahlen (o. S., u. S.) sofort ein vollständiges Schlie- ssen bzw. ein vollständiges Öffnen der Rücklaufkanäle (10,12) erfolgt, beispielsweise dadurch, dass nach Art eines labilen Reglers bei Erreichen der Schaltdrehzahlen die Fliehkraft der Fliehgewichtkörper stärker zu-bzw. abnimmtals die Federkraft der entsprechend weich gewählten Rückstellfeder (Fig. 6-10).
    4. Strömungskupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Regelvorrichtung mindestens einen an seinem Schwerpunkt angelenkten Fliehgewichtkörper sowie eine dessen Fliehkraft, entgegenwir- kende Rückstellfeder aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstützpunkt (37) zwischen Rückstellfeder (36) und Fliehgewichtkörper (34) auf oder möglichst nahe der Wirkungslinie (38) der Fliehkraft des Fliehgewichtkörpers (34) liegt (Fig. 6).
    5. Strömungskupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Regelvorrichtung mindestens einen Fliehgewichtkörper sowie eine dessen Fliehkraft entgegenwirkende Feder aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass bei vorhandener Relativbewegung an der Berührungsstelle (37) zwischen Feder (36) und Fliehgewichtkörper (34) zwecks Reibungsverminderung ein Wälzlager (35) vorgesehen ist (Fig. 6). EMI6.2 dadurch gekennzeichnet, dass das zum Ab-kräftemässig ausgeglichen ist, insbesondere als Ringschieber ausgebildet ist (Fig. 6-9).
    7. Strömungskupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass, der Ringschieber (12, 30 - 33) ausserdem als Drehschieber ausgebildet ist (Fig. 6-9).
    8. Strömungskupplung nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Fliehgewichtkörper (34) und der Steuerschieber (31) einstückig ausgebildet sind (Fig. 6-9).
    9. Strömungskupplung nach Anspruch 6 mit Ringschieber als Absperrorgan, d a d u r c h g e k e n n zeichnet, dass die Steueröffnungen (32,33) in dem beweglichen (31) und in dem festen Schieberteil (30) als Schlitze (33,32) ausgebildet sind, die vorzugsweise in bezug auf die Schieberachseschräg an- geordnet sind (Fig. 7-9).
    10. Strömungskupplung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung eines kleinen Verdrehwinkel des Drehschiebers (30 - 33) der Steuerquerschnitt auf möglichst viele entsprechend schmale Schlitze (32,33) verteilt ist (Fig. 7 - 9).
    11. Strömungskupplung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, mit als Ringschieber ausgebildetem Absperrorgan, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Steuerkante (40) messerartig zugeschärft ist (Fig. 9). <Desc/Clms Page number 7>
    12. Strömungskupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Arbeitsraum (7), in Richtung der normalen Ringströmung (14) betrachtet, vor jeder Entleeröffnung (8) je ein über die Arbeitsraumwandung vorstehendes Abweiselement (Abweisnocken 15, Sogblech 16) vor- gesehen ist, das an der Mündung der Entleeröffnung (8) eine Verringerung des statischen Druckes erzeugt (Fig. 2 und 3).
    13. Strömungskupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die arbeitsraumseitige Mündung jeder Entleeröffnung (8) in Umfangsrichtung in der Mittezwischen zwei benachbarten Schaufeln (17) angeordnet ist (Fig. 4).
    14. Strömungskupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die arbeitsraumseitige Anschlussstelle mindestens eines Rücklaufkanals (10,12) derart angeordnet und ausgebildet ist, dass diese Anschlussstelle bei der der normalen Strömungsrichtung (14 ; 21) entge- gengesetzten Ringströmung (18 ; 23) oder aber bei beiden Strömungsrichtungen dem Staudruck der Ring- strömung ausgesetzt ist (Fig. 2 und 5).
    15. Strömungskupplung nachAnspruchl4, dadurch gekennzeichnet, dasszurErzeugungdes Staudruckes in einer oder in beiden Strömungsrichtungen vor dem Absperrorgan (12) feste und/oder verstellbare Leitwände (20, 22 ; 19) vorgesehen sind, die die Zuströmung zu den Absperrorganen beein- flussen (Fig. 2 und 5).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN110397712A (zh) * 2018-05-29 2019-11-01 中煤张家口煤矿机械有限责任公司 一种延时启动限矩型液力偶合器

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN110397712A (zh) * 2018-05-29 2019-11-01 中煤张家口煤矿机械有限责任公司 一种延时启动限矩型液力偶合器

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