AT246631B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Ausformung von bewehrten und unbewehrten Betonfertigteilen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Ausformung von bewehrten und unbewehrten BetonfertigteilenInfo
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Ausformung von bewehrten und unbewehrten Betonfertigteilen
Die Erfindung betifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung und Ausformung von bewehrten und unbewehrten Betonfertigteilen aller Art.
Bisher verwendete man zur Herstellung von Betonfertigteilen Formen, welche aus mehreren Teilen bestanden. Diese Teile wurden zum Herstellen der Betonkörper zusammengesetzt, durch geeignete Vorrichtungen während des Beton-Einfüllens und Verdichtens zusammengehalten und mussten, um die Betonkörper freizulegen, in umständlicherweise auseinandergenommen werden. Das Zusammensetzen und Auseinandernehmen der Formen erbringt keine hohe Arbeitsproduktivität.
Es sind auch Formen bekannt, bei denen das Schliessen und Öffnen der einzelnen Teile der Formen mit mechanisch wirkenden Mitteln erfolgt. Mit diesen wird zwar eine höhere Arbeitsproduktivität erzielt, jedoch ist der Verschleiss an den Stellen, an welchen sich die Formteile berühren, sehr gross, weil der Beton beim Öffnen und Schliessen der Formteile und auch bei dem Verdichten eine schmirgelnde Wirkung ausübt. Hiedurch entstehen kostspielige und arbeitsaufwendige Reparaturen an den Formen. Auch wirkt die zum Schliessen und Öffnen dieser Formen erforderliche Zeit vermindernd auf die Arbeitsproduktivität.
Ferner ist die vollmechanisierte Herstellung von Hohlblöcken u. ähnl. Bauteilen bekannt. Hiezu werden Formen verwendet, welche oben und unten offen und nur seitlich durch einen festen Formenrahmen begrenzt sind.
DieHerstellung der Hohlblöcke usw. erfolgt auf Unterlagen, überwiegend solchen aus Holz. Um nach dem Verdichten der Hohlblöcke usw. den aus einem Stück bestehenden seitlichen Formenrahmen nach oben abheben zu können, muss von oben her gegen die frischen Betonformlinge eineDruckplatte zum Einsatz kommen, welche bewirkt, dass die Formlinge beim Hochheben des aus einem Stück bestehenden Formenrahmens auf der Unterlage verbleiben. Zwischen den Kanten der Druckplatte und den Seiten des Formenrahmens entsteht ebenfalls Verschleiss mit den vorgeschilderten Nachteilen. Ausserdem lassen sich mit den bisher bekanntgewordenen derartigen Geräten nur Hohlblöcke u. ähnl. kompakte unbewehrte Körper, nicht aber Betonbalken und Latten sowie ähnliche. feingliedrige bewehrte Betonkörper herstellen.
Des weiteren sind bereits Verfahren und Vorrichtungen zur Ausformung von Betonfertigteilen bekannt, bei denen die Form in der Gesamtheit von den Betonfertigteilen nach oben abgezogen wird. Hiezu wird die Form um zwei Mittelzapfen um 1800 gedreht und das Herausgleiten der Betonfertigteile aus der Form dadurch gefördert bzw. überhaupt erst ermöglicht, dass Schwingungsenergie auf die Form in entsprechender verminderter Form, also unter entsprechender Herabsetzung der Tourenzahl, einwirkt. Hiezu werden entweder die bereits zur Verdichtung der Betonmasse dienenden Vibratoren herangezogen oder es werden
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Formwandung angeordnet.
Es ist auch bekannt, den Vibrator auf einer Schlagplatte zu lagern, die mit der Formwandung mit einstellbarem Abstand verbunden ist. Dieses"Klopfen"über die Schlagplatte ist nur bei relativ trockenem und zementarmem Frischbeton wirksam, d. h. ein Ausformen ist nur unter diesen Voraussetzungen möglich.
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Für fettere und feuchtere Frischbetone ist diese Ausformung nicht vorteilhaft.
Durch diese bekannten Massnahmen wird dasAusformen der Betonfertigteile aus der Form ermöglicht, ohne dass dabei die Form zerlegt werden muss. Allerdings lässt sich nicht in jedem Falle ein einwandfreies und schnelles Ausformen ohne Beschädigung der Fertigteile erreichen.
Zur Herstellung von Betonfertigteilen unter Verwendung eines fahrbaren Bockkranes ist es bekannt, eine für die Aufnahme einer Betonmischung bestimmte Form mit einem oder mehreren Aussenrüttlern zu bestücken und die Form heb-und senkbar sowie um eine horizontale Achse, vorzugsweise um die Mittel- achse, um 1800 drehbar anzuordnen. Ein einwandfreies und schnelles Ausformen ohne Beschädigung der
Fertigteile ist hiebei nicht gewährleistet.
Zweck der Erfindung ist es, im Zuge der vollautomatischen Herstellung den Zeitaufwand für die Her- stellung von bewehrten und unbewehrten Betonfertigteilen bei einwandfreier Qualität zu verkürzen, wo- bei zur Herstellung nur eine einteilige Form benötigt wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Formung und vor allem zurAusformung von bewehrten und unbewehrten Betonfertigteilen zu schaffen, bei der die Vibration zur Unterstützung der Ausformung zusätzlich einwirkt ; dadurch das Drehen der Form um 1800 aber nicht zusätzlich erschwert wird.
Ausserdem sollen zur Beschleunigung der Ausformung ohne Beschädigung der Fertigteile noch besondere Anordnungen getroffen werden, die ohne zusätzliche mechanische Energie die Erreichung des Zieles garantieren.
Erfindungsgemäss wird dieseAufgabe dadurch gelöst, dass die mit Beton gefüllte Form auf Rüttelböcke aufgesetzt und nach dem Verdichten und Abziehen der Oberseite angehoben und zu einer Ablagestelle gefahren wird, wo die Form vor dem Absetzen um 1800 gedreht und nach dem Absetzen durch einen oder mehrere an der Stirnseite mittelbar oder unmittelbar angreifende Vibratoren begünstigt in der Gesamtheit von den Betonfertigteilen nach oben abgezogen wird. Die Schwingungen der Vibratoren sind hiebei horizontal und axial in Längsrichtung zu den Betonfertigteilen gerichtet.
Die Form wird so auf einer Unterlage abgesetzt, dass beim Einwirken des an der Stirnseite der Form angeordneten Vibrators zwischen der Ablageunterlage und der Form ein freier Raum vorhanden ist. Die Form. kann aber auch frei schwebend über der Unterlage ausgeformt werden.
Der freie Raum ist so in seiner Höhe bemessen, dass beim Herausgleiten der Betonfertigteile aus der Form keine Beschädigungen an den Betonfertigteilen entstehen. In der Feldmitte an der Unterseite der Betonkörper ist die Wirkung der Schwerkraft am grössten. Nach den Rändern der Formen zu nimmt die Schwerkraft durch die. seitliche Haftwirkung der Form ab. Hiedurch entsteht in der Feldmitte der Betonkörper ein Durchbiegen nach unten. Dieses löst eine seitliche Zugkraft in den Betonkörpern gegen die Formwandungen aus. Hiedurch wird die Überwindung der Haft- und Vakuumwirkung der Form beschleunigt.
Der freie Raum kann durch Abstandhalter gebildet werden, die an den Aussenseiten der Form etwa an den Eckpunkten angeordnet sind und über die untere Begrenzung der gedrehten Form reichen. Um beim Füllen der Form ein Verschmutzen der Abstandhalter zu vermeiden, sind sie zweckmässigerweise lösbar an der Form angeordnet. Die Abstandhalter haben die Aufgabe, einen vorher festgelegten vertikalen Abstand derForm von derAblageunterlage einzuhalten und gleichzeitig eine horizontale Bewegung der Form, bedingt durch den Ausformungsvibrator, zu ermöglichen. Hiezu eignen sich vorteilhafterweise Federstutzen. DieAbstandhalter können aber auch in sich starr sein, müssen aber dann zur Erzielung einer geringen horizontalen Bewegung der Form gelenkig auf der Ablageunterlage und an der Form gelagert sein.
Da der gewünschte freie Raum zwischen Form und Ablageunterlage von der Dimensionierung der Fertigteile abhängt, sind die Abstandhalter in der Höhe verstellbar ausgebildet.
Neben den Abstandhaltern können auch noch an den Aussenseiten der Form über die untere Begrenzung derselben reichende Hebefedern angeordnet werden, deren Gesamttragkraft annähernd dem Eigengewicht der leeren Form zuzüglich eines Teiles der zwischen der Formwandung und den Betonfertigteilen vorhandenen Haftreibung entspricht. Vorteilhafterweise können auch dieAbstandhalter und dieHebefedern in einem Element vereinigt. sein. Die Hebefedern haben die Aufgabe, den Ausformungsprozess zu beschleunigen, indem sie die Form nach oben drücken. Die Wirkung der Hebefedern wird dann sichtbar, wenn ihreGesamttragkraft grösser ist als die nach unten wirkenden Kräfte der Form, d. h. nach Beendigung des Ausformungsprozesses bzw. kurz zuvor.
Beim Anheben der leeren Form durch die Hebefedern wird ein Schalter ausgelöst, welcher das Fertigungsverfahren steuert. Vorteilhaft ist es, die Hebefedern lösbar an der Form anzuordnen.
Zur Beschleunigung der Verdichtung des in die Form eingebrachten Betons wird auf der Unterseite der
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Form mindestens ein zusätzlicher Rüttler fest angeordnet. Dafür wird vorzugsweise ein Hochfrequenzrütt- ler gewählt.
Durch dieRüttelböcke wird eineNiederfrequenzrüttlung auf den Beton übertragen, der sich in der lose auf den Böcken ruhenden Form befindet.
Durch die hochfrequente Verdichtung des Betons durch den Zusatzrüttler wird der gewünschte thixo- trope Zustand des Betons schneller erreicht, als durch die Niederfrequenzrüttlung der Böcke. Ausserdem wird durch dieNiederfrequenzrüttlung die grobe Körnung des Betons in Bewegung gesetzt ; so dass bei aus- schliesslicher Verwendung niederfrequenter Rüttlung an der Aussenseite des Fertigteiles nicht nur feine Be- standteile zu liegen kommen, die aber Voraussetzung für ein relativ schnelles und beschädigungsfreies
Ausformen sind.
An einem Seitenteil des fahrbaren Bockkranes ist ein Vibrator angeordnet, dessen kreisrund verlau- fende Schwingungen durch eine Vibrierbohle weitgehend in horizontale Schwingungen umwandelbar und über eine etwas gelenkige Brücke als gerichtete Schwingungen auf die Längsachse der Form übertragbar sind : Die Vibrierbohle ist auf der zur Innenseite des Bockkranes weisenden Seite des Vibrators angeordnet und an ihren beiden Enden durch Böcke mit dem Seitenteil des Bockkranes verbunden. An der Vibrer- bohle und an einer Stirnseite der Form ist je ein Anschlussstück angeordnet, in welche die Brücke zur Übertragung derVibrierbewegung eingelegt ist. Hiezu besitzt dieBrücke an ihren Stirnseiten abgewinkelte
Ansatzstücke, die an den Enden parabolisch ausgebildet sind.
Die Anschlussstücke besitzen einen nach oben offenen Hohlraum, der sich nach unten konisch verklei- nert. Vorteilhafterweise bestehen die Anschlussstücke aus einem im Querschnitt U-förmigen Profil, deren offene Seite zwischen den Flanschen durch ein Keilstück oder ein schräg eingelegtes ebenes Stück abge- schlossen ist, so dass in den Anschlussstücken ein sich nach unten konisch verkleinernder Raum vorhanden ist. In einer der Seitenwände der Anschlussstücke, vorzugsweise im Keilstück, ist annähernd in der Mitte ein Schlitz angeordnet, durch welchen das Knotenblech der Brücke seitlich gehalten wird.
Zur besseren Halterung der Brücke in den Anschlussstücken erweist sich eine Verriegelung als erfor- derlich. Erfindungsgemäss erfolgt diese Verriegelung durch einen zweiarmigen Hebel, der auf der Ober- seite der Brücke in einem festen Lagerpunkt geführt ist und in einen Schlitz einer starren Verlängerung eingreift, die am Anschlussstück an der der Brücke entgegengesetzten Seite angeordnet ist und bis über die
Oberseite der Brücke reicht. Zur Arretierung desHebels an der Brücke ist am Ende des freien längeren He- belarmes ein Ring angeordnet, welcher durch einen Bügel gehalten wird.
Am Querträger des fahrbaren Bockkranes ist eine Schwebetraverse mit Greifern angeordnet, die über auf Rollen geführte Seile durch eine Seilwinde heb-und senkbar ist. Die Seilwinde wird durch einen am
Bockkran angeordneten Motor angetrieben. Damit die Herstellung von verschieden grossen Bauteilen mit den beschriebenen Vorrichtungen möglich ist, sind die Seitenteile und der Querträger des fahrbaren Bock- kranes teleskopartig ausziehbar. DieSeile einschliesslich der Rollen können im Inneren der Seitenteile und des Querträgers geführt sein. Damit der Bockkran nach allen Seiten verschoben werden kann, sind die an den Seitenteilen angeordneten Räder um 3600 schwenkbar und in jeder Stellung arretierbar.
ZurHerstellung von Betonkörpern mit seitlichen Profilierungen ist es auch möglich, in die aus einem
Stück bestehenden Kippformen Profilstücke einzulegen.
Bei allen bisher bekannten Ausformverfahren mit von aussen einwirkenden Rüttlern ist nicht erkannt und berücksichtigt worden, dass die axiale und horizontal gerichtete, möglichst hochfrequente Schwingung den höchsten Wirkungsgrad erzielt und dabei keinerlei Verformung der Frischlinge zu befürchten ist.
Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung und vor allem nach dem erfindungsgemässen Verfahren ist es möglich, auch ausformen mit senkrechten Wänden ohne Beschädigung und relativ schnell auszuschalen.
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drehten Form auf zwei festen Sockeln und Vibratoren-Brücke in der Ausformstellung, Fig. 4 den Grundriss nach Fig. 3, Fig. 5 den Schnitt A-B nach Fig. 3, Fig. 6 die Seitenansicht einer Brücke, Fig. 7 den Schnitt C - D nach Fig. 6, Fig. 8 den Querschnitt einer Form mit Schwenkrichtung in der Fertigungsund Ausformlage und Fig. 9 die Vorderansicht von Fig. 8 in der Ausformlage.
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Verdichtung erfolgt durch Aufsetzen der gefüllten Form 1 auf Rüttelböcke 3, deren Frequenz etwa 3000 Schwingungen pro Minute beträgt.
Um die Verdichtung zu beschleunigen, ist auf der Unterseite der Form 1 ein Zusatzrüttler 28 angeordnet. Als Zusatzrüttler findet ein Hochfrequenzrüttler Verwen-
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dung, dessen Frequenz etwa 9000 Schwingungen pro Minute beträgt. Nach dem Verdichten des Betons und dem Abziehen der Oberseite wird die Form 1 durch die an einer Schwebetraverse 4 befindlichen Greifer 5 eines fahrbaren Bockkranes 6, 6' über auf Rollen 27 geführte Seile 7, vorzugsweise ausDraht, einer Seilwinde 8 angehoben und seitlich zu den feststehenden Sockeln 9 in Fig. 3 und 4 gefahren. Auf die Sockel 9 wurde vorher eine Unterlage 10 aufgelegt. Alsdann wird die Form 1, deren Drehzapfen 11 in den Greifern 5 eingehängt sind, um 1800 gedreht auf die Unterlage 10 herabgelassen. Diese Phase ist in Fig. 5 dargestellt.
Danach wird die Brücke 12 in die Anschlussstücke 13 an der Form 1 und an derVibrierbohle 14, an welcher ein Vibrator 15 angebracht ist, eingelegt. Die Vibrierbohle 14 ist an ihren beiden Enden durch Böcke 16 mit dem Bockkran 6, 6"ver- bunden. DieAnstzstücke 17 der Brücke 12 sind in dem mittleren Teil als kurze Walzen und an den Enden parabolisch ausgebildet. Hiedurch wird unter Beibehaltung der kraftschlüssigen Verbindung zwischen der Form 1 und derVibrierbohle 14 die in vertikaler Richtung erforderliche grössere und in horizon- talerRichtung erforderliche begrenztere Beweglichkeit erzielt. Zwischen denAnsatzstücken 13 und der Brücke 12 sind zur Versteifung Knotenbleche 20 angeordnet.
Zur besseren Halterung der Brücke 12 in den Anschlussstücken 13 erweist sich eine Verriegelung als sehr zweckmässig. Diese erfolgt durch den zweiarmigen Hebel 31, der auf der Oberseite der Brücke 12 in dem festen Lagerpunkt 30 geführt ist. und in dem Schlitz 32 der starren Verlängerung 29 eingreift, die am Anschlussstück 13 an der der Brücke 12 entgegengesetzten Seite angeordnet ist und bis über die Oberseite der Brücke 12 reicht. Zur Arretierung des Hebels 31 an der Brücke 12 ist am Ende des freien längeren Hebelarmes einRing 33 angeordnet, welcher durch den Führungsbügel 34 gehalten wird.
Die ausreichend kraftschlüssige Verbindung zwischen der Form 1 und der Vibrierbohle 14 wird erzielt, indem die Anschlussstücke 13, von denen sich das eine an der Form 1 und das andere an der Vibrierbohle 14 befindet, mit schräg eingelegten ebenen Stücken 18 in Fig. 6 und 7 versehen sind.
Hiedurch entsteht in den Anschlussstücken 13 ein nach unten konisch sich verkleinernder Raum 21, in welchem sich die Ansatzstücke 17 der Brücke 12 verklemmen. Im schräg eingelegten ebenen Stück 18 ist annähernd in der Mitte ein Schlitz 19 vorgesehen, durch welchen das Knotenblech 20 und damit die Brücke 12 seitlich gehalten wird.
Die Form 1 besitzt etwa an ihren Eckpunkten Federstützen 22 od. ähnl. Vorrichtungen, durch welche zwischen der Unterlage 10 und der Form l ein freier Raum 23 entsteht. Dieser freie Raum 23 ist so bemessen, dass bei dem Heruntergleiten der Betonkörper 2 aus der Form 1 auf die Unterlage 10 keine Beschädigungen entstehen.
Nachdem die in Fig.3 und 4 dargestellte Phase erreicht ist, wird der Vibrator 15 eingeschaltet.
Die kreisrund verlaufenden Schwingungen desselben werden durch die in der richtigen Breite und Dicke bemessene, aus Stahlblech bestehende Vibrierbohle 14 in horizontale Schwingungen weitgehend umgewandelt und über die Brücke 12 und deren Anschlussstück 13 auf die Form 1 übertragen. Durch die in der Längsrichtung vibrierende Form 1 werden an den frischen Betonkörpern 2 zunächst diejenigen Flächen schlüpfrig, welche die Formseiten berühren.
Anschliessend tritt eine Plastifizierung des gesamten Profilquerschnittes ein. In diesem Stadium tritt in Feldmitte 24 der Betonkörper 2 ein Durchbiegen nach unten ein, wodurch in seitlicher Richtung Zugkräfte entstehen, die zum Lösen des Betonkörpers von den seitlichen Formwandungen 25 führen. Hiedurch wird die Überwindung der Haft- und Vakuumwirkung der Form beschleunigt und die Betonkörper 2 setzen sich auf die Unterlage 10 ab.
Anschliessend wird die Form 1 durch die Winde 8 des Bockkranes 6, 6' über die Seile 7, Schwebetraverse 4 und Greifer 5 hochgehoben und in dieArbeitsstellung nach Fig. 1 und 2 gefahren.
Es beginnt dann ein neuer Fertigungsvorgang.
Die Unterlage 10 für die Betonfertigteile 2 besteht aus senkrechten Stützhölzern und waagrecht darauf liegenden Bohlen. Die senkrechten Stützhölzer sind höher als die Fertigteile 2, so dass beim Einstapeln der Fertigteile auf die senkrechten Stützhölzer jeweils waagrechte Bohlen als Unterlage für die nächste Fertigteilreihe aufgelegt werden können. Die waagrechten Bohlen sind zu diesem Zwecklängerais die Breite der nebeneinander liegenden Betonfertigteile beträgt.
Die Federstützen 22 können in ihrer Stützhöhe durch Stellschrauben 26 u. ähnl. Mittel reguliert werden.
Die vorbeschriebene Verwendung eines Bockkranes mit Schwebetraverse, Greifer. SeilenundSeilwinde zum Drehen und Absetzen der Form sowie der mittelbaren Anwendung eines Vibrators mit Vibrierbohle und Brücke zur Übertragung der horizontal und axial gerichteten Schwingungen auf die Form zum Aus-
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formen der Fertigteile, sind nur ein Beispiel der Anwendung des Verfahrens.
Eine weitere Möglichkeit, das Verfahren anzuwenden, liegt in dem Einbau der Form in bereits be- kannte Fertigungsautomaten für Hohldielen u. Shnl, Baukörper. In diesem Falle wird die Form in einen
Schwenkrahmen elastisch eingebaut, der Schwenkrahmen wird pneumatisch oder ölhydraulisch um 1800 ! auf eine Unterlage geschwenkt, durch leichtes Anheben in der Schwebe gehalten, automatisch schaltet sich der an einer Stirnseite der Form fest angebrachte Vibrator mit gerichteten Schwingungen ein und be- wirkt das Ausformen in der bereits beschriebenen Weise.
Wie aus den Fig. 8 und 9 ersichtlich, befindet sich die Form l'in der Fertigungslage und bei In in der Ausformlage.
DieForm l'istindemSchwenkrahmen 36 elastischbei 37 eingebaut. Der Schwenkrahmen 36 ist in der feststehenden Welle 35 drehbar gelagert. An der Form l'ist unterseitig ein oder auch mehrere Vibratoren 28'zum Verdichten des Frischbetons fest angebracht. Die Kolbenköpfe 38 der Pressluft- oder Ölhydraulikzylinder 39 umfassen die in der Mitte an den Stirnseiten der Form l'an- gebrachtenDrehzapfen 40 und 40'. Der Drehzapfen 40'ist gegenüber 40 so weit verlängert, dass es möglich ist, neben dem Kolbenkopf 38 den Vibrator 15'anzubringen. Der Vibrator 15'er-
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rungsbeispiel beschrieben.
Nachdem die Fertigteile 2'ausgeformt sind und auf der Unterlage 10'ruhen, wird die Form
1" automatisch durch die Pressluft-oder Ölhydraulikvorrichtung in die Arbeitsstellung l'zurückge- führt, und das Arbeitsspiel beginnt auf dar Neue.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Formung und Ausformung von bewehrten und unbewehrten Betonfertigteilen aller Art mit an der Formwand angeordnetem Vibrator, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Beton gefüllte Form (1) auf Rüttelböcke (3) aufgesetzt und nach dem Verdichten und Abziehen der Oberseite durch einen Bockkran angehoben und zu einer Ablagestelle (9,10) gefahren wird, wo die Form (1) vor dem Absetzen um 1800 gedreht und nach dem Absetzen durch einen oder mehrere an der Stirnseite mittelbar oder unmittelbar angreifende Vibratoren (15), deren Schwingungen horizontal und axial in Längsrichtung zu den Betonfertigteilen (2) gerichtet sind, begünstigt, in der Gesamtheit von den Betonfertig- teilen (2) nach oben abgezogen wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form in einem entspre- chenden Abstand von der Unterlage (10) frei schwebend über der Unterlage (10) oder auf an der Unterlage angeordnete Abstandhalter (22) aufliegend ausgeformt wird.3. Vorrichtung zurDurchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass der freie Raum (23) in seiner Höhe so bemessen ist, dass beim Herausgleiten der Beton- fertigteile (2) aus der Form (1) keine Beschädigungen an den Betonfertigteilen (2) entstehen.4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (22) an denAussenseiten der Form (l) etwa an aen Eckpunkten angeordnet sind und über die untere Begrenzung der gedrehten Form (1) reichen.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Abstandhalter (22) lösbar an der Form (l) angeordnet sind.6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Abstandhalter (22) so ausgebildet sind, dass sie eine horizontale Bewegung der Form gestatten, vorzugsweise als Federstützen.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (22) in sich starr sind und gelenkig auf der Ablageunterlage (10) und an der Form (1) gelagert sind.8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (22) in der Höhe verstellbar ausgebildet sind. EMI5.2 der Formwandung (25) und den Betonfertigteilen (2) vorhandenen Haftreibung entspricht.10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Abstandhalter (22) zuzüglich der Hebefedern an der Formwandung (25) angeordnet sind. <Desc/Clms Page number 6> 11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstand- halter (22) und die Hebefedern in einem Element vereinigt sind. EMI6.1 steuert.13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebefedern lösbar an der Form (1) angeordnet sind.14. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite der Form (1) ein Rüttler(28) fest angeordnet ist.15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Rüttler (28, 28') als Hochfrequenzrüttler ausgebildet ist.16. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durcheineNiederfrequenzrüttlungdurchdierüttelböcke (3).17. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Seitenteil (6) des fahrbaren Bockkranes ein Vibrator (15) angeordnet ist, dessen kreisrund verlaufende Schwingungen durch eine Vibrierbohle (14) weitgehend in horizontale Schwingungen umwandelbar und über eine Brücke (12) auf die Längsachse der Form (1) übertragbar sind.18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Vibrierbohle (14) auf der zur Innenseite desBockkranesweisendenSeite desVibrators (15) angeordnet und an ihren beiden Enden durch Böcke (16) mit dem Seitenteil (6) des Bockkranes verbunden ist.19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass an der EMI6.220. Vorrichtung nach den Ansprüchen 17 bis 19, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Brücke (12) an den Stirnseiten abgewinkelteAnsatzstücke (17) aufweist, die an den Enden parabolisch ausgebildet sind.21. Vorrichtung nach den Ansprüchen 19 und 20, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,dass dieAnschlussstücke (13) einen nach oben offenen Hohlraum (21) aufweisen, der sich nach unten konisch verkleinert.22. VorrichtungnachdenAnsprüchenl9bis21, dadurch gekennzeichnet, dassdieAnschluss- stücke (13) vorzugsweise aus einem im Querschnitt U-förmigen Profil bestehen, dessen offene Seite zwischen den Flanschen durch ein Keilstück oder ein schräg eingelegtes ebenes Stück (18) abgeschlossen ist, so dass in den Anschlussstücken (13) ein sich nach unten konisch verkleinernder Raum (21) vorhanden ist.23. Vorrichtung nach den Ansprüchen 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass in einer der Seitenwände derAnschlussstücke (13), vorzugsweise im Keilstück (18), annähernd in der Mitte ein Schlitz (19) angeordnet ist.24. Vorrichtung nach Anspruch 17, gekennzeichnet-durch eine Verriegelung der Brücke (12) mit den Anscnlussstücken (13).25. VorrichtungnachdenAnsprüchen 17 und 24, dadurch gekennzeichnet, dass am Anschlussstück (13) an der der Brücke (12) entgegengesetzten Seite eine bis über die Oberseite der Brücke (12) reichende starre Verlängerung (29) angeordnet ist.26. Vorrichtung nach den Ansprüchen 17,24 und 25, gekennzeichnet durch einen auf der Oberseite der Brücke (12) in einem festen Lagerpunkt (30) geführten zweiarmigen Hebel (31), der in einen Schlitz (32) der starren Verlängerung (29) eingreift.27. Vorrichtung nach den Ansprüchen 17, 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des freien längeren Hebelarmes des Hebels (31) ein Ring (33) mit Haltebügel (34) zur Arretierung angeordnet ist.28. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass am Querträger (6*) des fahrbaren Bockkranes eine Schwebetraverse (4) mit Greifern (5) angeordnet ist.29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass dieSchwebetraverse (4) über auf Rollen (27) geführte Seile (7) durch eine Seilwinde (8) heb-und senkbar ist.. 30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass dieSeilwinde (8) durch einen am Bockkran angeordneten Motor antreibbar ist. EMI6.3 sowie die Rollen (27) im Inneren der Seitenteile (6) und des Querträgers (6') geführt sind.32. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Seitenteilen (6) angeordneten Räder um 3600schwenkbar und in jeder Stellung arretierbar sind. <Desc/Clms Page number 7>33. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dassdieSeitenteile (6) undder Querträger (6') des fahrbaren Bockkranes teleskopartig ausziehbar sind.34. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch g ek en n- zeichnet, dass die Form (l, l* und l") in einem Fertigungsautomaten bekannter Bauart eingebaut ist (35-40').35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Form (1'und1") federnd und elastisch in einen Schwenkrahmen (36) eingebaut ist.36. Vorrichtung nach den Ansprüchen 34 und 35, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass der Schwenkrahmen (36) mit der Form (1') um eine feststehende Welle (35) um 1800 schwenkbar ist.37. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 34 bis 37, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Vibrator (15') zum Ausformen der Fertigteile (2') mit der Form (l'und l") fest verbunden ist.38. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenken der Form (l'und l") mit Schwenkrahmen (36) um 1800 durch Pressluft oder Ölhydraulik (38 ; 38'und 39) bewirkt wird.39. Vorrichtung nach den Ansprüchen 34bis38, dadurch gekennzeichnet, dassdiekolben- köpfe (38) seitlich mit Spielraum auf dem Drehzapfen (40 und 40') gelagert sind, damit die Schwingungen der Vibratoren (15'und 28') nicht behindert und dieSchwenkantriebe (38 ; 38'und 39) geschont werden.
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