AT247115B - Schlagstift-Scheibenmühle zur Naßzerkleinerung - Google Patents
Schlagstift-Scheibenmühle zur NaßzerkleinerungInfo
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Description
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Schlagstift-Scheibenmühle zur Nasszerkleinerung
Die bekannten Schlagstift-Scheibenmühlen zur Nasszerkleinerung haben ein pumpenähnliches Ge- häuse, in dem sich ein schnell laufender scheibenförmiger Rotor befindet. Auf der einen Stirnseite des
Rotors sind die Arbeitswerkzeuge angebracht, wobei die Gegenseite mit dem Gehäuse einen engen Spalt begrenzt. Die mit den Werkzeugen bestückte Stirnseite des Rotors bildet mit dem-benachbarten Gehäuse- teil den Arbeitsraum. Die Arbeitswerkzeuge sind meist in Form kämmender Nockenreihen ausgeführt.
Diese Nockenreihen lösen in der Flüssigkeit bzw. der Suspension starke Wirbel- und Stosskräfte aus.
Diese Maschinen haben eine ähnliche Fördercharakteristik wie Pumpen, so dass das eintretende Gut zwangsläufig durch die Einrichtung hindurchbefördert und dabei gleichzeitig einer Zerkleinerung unter- zogen wird.
Die Pumpwirkung wird von den Arbeitswerkzeugen in Verbindung mit der Stirnseite des Rotors er- zeugt, welche mit dem Gehäuse den Abflussraum begrenzt. Daher wird in den meisten Fällen der Rotor mit einer breiten, zylindrischen Stirnfläche ausgeführt, um eine gute Pumpwirkung zu erhalten. Die Flüssigkeit, die sich im Abflussraum oder im Spiralgehäuse befindet, bekommt durch die Bewegung der zylindrischen Rotorfläche noch einen erheblichen Drall.
Den vorerwähnten Zerkleinerungsmaschinen ist ein ziemlich grosser Verschleiss der Arbeitswerkzeuge eigen. Dieser Verschleiss wird hauptsächlich von harten Mineralien oder Metallkörpern verursacht, die in den meisten der technisch zu verarbeitenden Suspensionen enthalten sind. Weiter ist auch die Kavitation in einigen Fällen mitverantwortlich für die schnelle Zerstörung der Werkzeuge. Bei diesen Maschinen tritt ein ziemlich beträchtlicher Verschleiss an den in Umlaufrichtung vorderen Wandflächen der Nocken auf, während die rückwärtigen Nockenfläche praktisch unverändert bleiben. Der Nockenverschleiss beeinträchtigt die Zerkleinerungswirkung vergleichsweise stark, wobei darüber hinaus durch das Auswechseln der Werkzeuge bedingte Stillstandzeiten der Maschine in Kauf genommen werden müssen.
Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, dass der mit kontinuierlichem Querschnitt ausgeführte ringförmige Gehäuseraum einen radialen Auslauf aufweist und in den radialen Auslauf eine an sich bekannte Leitklappe hineinragt, welche auf einer in der Symmetrieebene der Maschine angeordneten Achse schwenkbar gelagert ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Zerkleinerungsmaschine nach einer gewissen Betriebszeit umzusteuern, so dass auch die andere Nockenseite für die Zerkleinerung herangezogen und infolgedessen die Lebensdauer der Nockenkränze entsprechend erhöht wird.
Es hat sich weiterhin gezeigt, dass der vom Rotor erzeugte Drall die Strömung sehr stark stört. Ohne diesen Drall wäre der Ausfluss in den beiden Gehäusehälften störungsfrei und ohne Verluste. Dieser Strömungszustand wird hier kurz als"Normalströmung"bezeichnet. Wird diese Normalströmung von einem Wirbel überlagert, treten erhebliche Störungen durch Ablösung am Rotor und Stossverluste usw. auf. Diese Ablösungen bewirken, dass die Pumpwirkung, die ja durch den Drall, den die zylindrische Rotorfläche aufbringt, herrührt, verlorengeht. Die ungünstige Druckverteilung im Gehäuse bewirkt weiter einen erhöhten Leistungsbedarf.
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Durch die Verwendung der an sich bekannten schwenkbaren Klappe im radialen Auslauf derartiger
Zerkleinerungsgeräte werden Ablöse- und Strömungsverluste beseitigt. Je nach Strömungsrichtung des Gutes stellt sich die Leitklappe selbsttätig um, so dass Verluste vermieden werden.
In den Zeichnungen ist eine bevorzugte Ausführung des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine erfindungsgemäss ausgebildete Maschine nach der Linie I-I der Fig. 2 und Fig. 2 teils einen senkrechten Querschnitt und teils eine Seitenansicht der Maschine nach Fig. 1. Die in den Zeichnungen dargestellte Maschine besitzt ein Gehäuse 1, in welchem der Rotor 2 drehbar ist, der seinerseits'auf der Antriebswelle 3 fest angebracht ist. Die Antriebswelle ist in der Lagerung 4 des Gehäuses drehbar gelagert.
Der Rotor ist an seiner kegelförmigen Aussenseite 2'mit Nockenreihen 5 versehen, die mit entsprechenden Nockenreihen 6 kämmen, welche an der Vorderwand 7 des Gehäuses angebracht sind. In der Vorderwand 7 ist zentral der Einlaufstutzen 8 vorgesehen. Zwischen dem zylindrischen Umfang 2" des Rotors 2 und dem Gehäuse ist ein ringförmiger Gehäuseraum 9 mit kontinuierlichem Querschnitt vorgesehen, von dem der radiale Auslauf 10 abgeht.
In den Auslauf 10 und dessen freien Querschnitt beherrschend ragt eine Klappe 11, die um die Achse 12 frei schwenkbar ist, welche in der durch, den Auslauf 10 gehenden Symmetrieebene 13 der Maschine angeordnet ist, u. zw. möglichst nahe dem Umfang des Rotors 2.
Die Klappe 11 stellt sich je nach der Drehrichtung des Rotors 2 automatisch ein. In Fig. 1 ist die Drehrichtung des Rotors durch den Pfeil 14 angedeutet. Hiebei nimmt die Klappe 11 die linke Endlage ein. Wird die Drehrichtung des Rotors und dadurch die Strömung im Ringkanal umgekehrt, so geht die Klappe automatisch in die durch die Linie 11'angedeutete Stellung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Schlagstift-Scheibenmühle zur Nasszerkleinerung von Feststoffen mit mehreren konzentrisch und abwechselnd am Stator und Rotor angeordneten Reihen von Nocken, wobei das aufzubereitende Gut durch einen in der verlängerten Rotorachse vorgesehenen Einlaufkanal eintritt und dann radial durch die Kanäle zwischen den Nocken nach aussen strömt, dadurch gekennzeichnet, dass der mit kontinuierlichem Querschnitt ausgeführte ringförmige Gehäuseraum (9) einen radialen Auslauf (10) aufweist und in den radialen Auslauf eine an sichbekannteLeitklappe (11) hineinragt, welche auf einer in der Symmetrieebene (13) der Maschine angeordneten Achse (12) schwenkbar gelagert ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED0037538 | 1961-11-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT247115B true AT247115B (de) | 1966-05-25 |
Family
ID=7043644
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT929862A AT247115B (de) | 1961-11-27 | 1962-11-27 | Schlagstift-Scheibenmühle zur Naßzerkleinerung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT247115B (de) |
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1962
- 1962-11-27 AT AT929862A patent/AT247115B/de active
- 1962-11-27 GB GB4481862A patent/GB959638A/en not_active Expired
- 1962-11-27 FR FR916722A patent/FR1382061A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB959638A (en) | 1964-06-03 |
| FR1382061A (fr) | 1964-12-18 |
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