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Aus Formsteinen erstelltes Mauerwerk mit mehreren nebeneinanderliegenden Kaminen
Die Erfindung betrifft ein aus Formsteinen erstelltes Mauerwerk mit mehreren nebeneinanderliegen- den Kaminen unter Verwendung von Formsteinen, die an einer Seitenfläche eine Aussparung von der Form und Grösse des halben Kaminquerschnittes aufweisen und bei dem die Querschnittshalbierende schräg zu den Stirnflächen des Formsteines verläuft.
Übliche Formsteine für Schornsteinmauerwerk weisen zwei zueinander parallele Stirnflächen auf, die üblicherweise von abschlagbarcn quaderförmigen Ansätzen überragt werden, während in einer Seitenfläche eine dem halben Kaminquerschnitt entsprechende Ausnehmung vorgesehen ist, so dass zwei mit ihren
Seitenflächen aneinanderliegende gleichartige Formsteine den vollen Kaminquerschnitt freilassen. In bekannter Weise lässt sich mit solchen Formsteinen ein Mauerverband herstellen, in dem mehrere nebenein- ander oder hintereinander liegende Kamine freigelassen sind.
Bei bekannten Formsteinen dieser Art ist die Ausnehmung in der Seitenfläche so angeordnet, dass die Querschnittshalbierende des Kaminquerschnittes rechtwinkelig zu den Stirnflächen des Formsteines verläuft, d. h. dass der Formstein die Grundform eines rechteckigen Quaders aufweist, dessen Seitenfläche z. B. bei kreisrundem Kaminquerschnitt halbkreisförmig ausgespart ist. Beim Vermauern solcher Formsteine u einem Schornsteinmauerwerk ergeben sich jeweils in der Schicht, bei der die Trennfuge der aneinandergesetzten Formsteine in der Verbindunglinie der Mitten zweier Kamine liegt, zwischen zwei Kaminen zwei miteinander fluchtende Mauerfugen, die bei Undichtigkeit eine direkte Verbindung von einem Kamin zum andern bilden. Das ist unerwünscht und kann zu Beanstandungen Anlass geben.
Es ist in der österr. Patentschrift Nr. 223 788 ein Mauerwerk dargestellt, das aus Formsteinen besteht, bei denen die Querschnittshalbierende schräg zu den Stirnflächen des Furmsteines verläuft. Es ist dort jedoch gesagt, dass solche Formsteine nicht zur Erstellung von Mehrlochkaminen geeignet seien. Statt dessen wird dort vorgeschlagen, die Kaminformsteine mit Perforierungen zu versehen, so dass eine Aufteilung eines Steines nach den verschiedensten Trennlinien möglich ist. Ein solcher Formstein ist kompliziert und teuer in der Herstellung und bedingt unerwünschte zusätzliche Arbeitsgänge.
Es ist ferner ein Mauerwerk mit zwei nebeneinanderliegenden Kaminen bekannt, bei dem zwei Kamine aus sechs Bauteilen zusammengesetzt werden, die jeder einem Teil der Kaminwandung entsprechen. Es treten dann an jedem Kamin vier Trennfugen auf, wobei jeweils eine Trennfuge zwischen beiden Kaminen liegt. Das ergibt einen unerwünschten Aufwand und vermindert die Sicherheit.
Der Erfindung liegt die Autgabe zugrunde, ein Schornsteinmauerwerk für mehrere Kamine zu schaf- fen, welches die geschilderten Nachteile der vorbekannten Mauerwerke vermeidet. Die Erfindung besteht darin, dass in einer Mauerschicht die Formsteine so angeordnet sind, dass gegeneinander versetzte Trennfugen parallel zur Verbindungslinie der Kaminmitten entstehen. Dann entstehen beim Vermauern der Formsteine in dieser kritischen Schicht zwischen den Kaminen gegeneinander versetzte Mauerfugen. In den über und unter der kritischenMauerschicht liegenden Mauerschichten, bei denen die Trennfuge zweier
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Kaminformsteine naturgemäss quer zur Verbindungslinie der Kaminmitten verläuft, besteht nicht die Ge- fahr, dass durch fluchtende Mauerfugen eine unerwünschte Verbindung von Kamin zu Kamin entstehen kann.
In diesen Schichten des Mauerwerkes kann man in bekannter Weise auch Formsteine verwenden, die an beiden Seitenflächen je eine Aussparung von der Grösse des halben Kaminquerschnittes autweisen, ohne dass es darauf ankommt, dass die Querschnittshalbierende schräg zu den Stirnflächen verläuft. Um jedoch ein Mauerwerk mit mehreren Kaminen aufrichten zu können, ohne in der kritischen Mauerschicht einen im Sinne der Erfindung besonders ausgebildeten Formstein mit schräger Querschnittshalbierender verwenden zu müssen, ist es zweckmässig. diese, für die kritische Mauerschicht vorgesehenen Formsteine
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zu den Stirnflächen, u. zw. parallel zueinander verlaufen.
Zur Herstellung des Mauerverbandes mit mehreren Kaminen werden dann nur zwei Furmsteine, d. h. ein"Einfachstein"und ein daran passender "Dop- pelstein"gebraucht, die in Fig. 1 und 2 als Ausführungsbeispiel der Erfindung im Grundriss dargestellt sind.
Fig. 3 zeigt ein Schornsteinmauerwerk, das mit Formsteinen nach Fig. 1 und 2 hergestellt ist.
Der Formstein nach Fig. 1 weist zwei zueinander parallele Stirnflächen 1, 1' auf, die von je einem Quader 2,2' überragt werden. Die Quader 2,2' können infolge eingebrachter Schlitze 3, 3' nach Bedarf abgeschlagen werden.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten"Einfachstein"ist eine gerade Seitenfläche 4 vorgesehen, wäh-
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Querschnittund eine kürzere Bogenzunge 7'entsteht.
Der Formstein kann auch so ausgebildet sein, dass der Querschnitt des Kamins nicht kreisrund ist, son- dern die Form eines Quadrates mit abgerundeten Ecken hat. Dementsprechend ist die Ausnehmung 5 der Seitenfläche 4 gestaltet. Der in Fig. 2 dargestellte "Doppelstein" ist so ausgebildet, dass auch die andere Seitenfläche 4 eine Ausnehmung 5 aufweist, die so angeordnet ist, dass die Querschnitts- halbierende H'parallel zur Querschnittshalbierenden H verläuft, dass also an dieser Seite eine längere Bogenzunge 6'unten und eine kurze Bogenzunge 7'oben liegt.
Bildet man aus Formsteinen der in Fig. 1 und 2 dargestellten Art einen Mauerverband mit mehreren nebeneinander liegendenKaminen 8, 9, 10, wobei nach Bedarf die Quader 2, 2' bei einzelnen Formsteinen des Mauerverbandes abgeschlagen worden sind, so ergeben sich in der kritischen, durch die Formsteine 11, 11', 11" gebildeten Mauerschicht zwischen den Kaminen 9 und 10 Mauerfugen 12, 13, die nicht miteinander fluchten, sondern gegeneinander versetzt sind. Es wird dadurch vermieden, dass beim Undichtwerden der Mauerfugen 12, 13 eine direkte Verbindung zwischen den Kaminen 8, 9, 10 entstehen kann.
Diese kritische Mauerschicht wird nur von Formsteinen 11, 11., 11" nach Fig. 1 gebildet, dieso aneinandergesetzt sind, dass die Trennfugen 12,13 parallel zur Verbindungslinie der Mitten der Kamine 8,9, 10 verlaufen. Bei der unter der kritischen Mauerschicht liegenden, von den Formsteinen 14, 14', 14"gebildeten Mauerschicht sind die Trennfugen 15, 16, 17 senkrecht zu der Mittenverbindungslinie der Kamine 8, 9, 10. Der Formstein 14 entspricht der Fig. l, während die Formsteine 14', 14" "Doppe. 1steine" nach Fig. 2 sind.
In dieser Mauerschicht sind die Zwischenräume zwischen den Quaderansätzen 2, 2' der einzelnen Formsteine 14, 14', 14" durch die von den Formsteinen 11, 11', 11" abgeschlagenen Quader 18,18',18", die den Quaderansätzen 2,2' entsprechen, ausgefüllt worden. Zu dem Mauerverband nach Fig. 3 werden also nur die beiden Arten von Formsteinen benötigt, die in Fig. 1 und 2 dargestellt sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus Formsteinen erstelltes Mauerwerk mit mehreren nebeneinander liegenden Kaminen unter Verwendung von Formsteinen, die an einer Seitenfläche eine Aussparung von der Form und Grösse des halben Kaminquerschnittes aufweisen und bei dem die Querschnittshalbierende schräg zu den Stirnflächen des Formsteinesverläuft, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Mauerschicht die Formsteine (11, 11', 11") so angeordnet sind, dass gegeneinander versetzte Trennfugen (12, 13) parallel zur Verbindunglinie der Kaminmitten (8, 9, 10) entstehen.