AT247811B - Vorrichtung zum selbsttätigen Beschicken einer Schilfrohr-Webmaschine mit einzelnen Halmen - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttätigen Beschicken einer Schilfrohr-Webmaschine mit einzelnen Halmen

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AT247811B
AT247811B AT158064A AT158064A AT247811B AT 247811 B AT247811 B AT 247811B AT 158064 A AT158064 A AT 158064A AT 158064 A AT158064 A AT 158064A AT 247811 B AT247811 B AT 247811B
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Austria
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conveyor
stalks
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loom
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AT158064A
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Helmut Schwab
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Rohrmattenwerk G Schwab
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Description


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  Vorrichtung zum selbsttätigen Beschicken einer
Schilfrohr-Webmaschine mit einzelnen Halmen 
 EMI1.1 
 läuft und Ausnehmungen von der ungefähren Grösse der Halmquerschnitte aufweist. 



   In der deutschen Auslegeschrift 1113190 ist eine derartige nach dem Prinzip des Schöpfrades arbeitende Maschine beschrieben. Dort ist aber gesagt, dass eine in dieser einfachen Weise arbeitende Maschine bisher nur zum Verpacken von Trinkstrohhalmen bekanntgeworden ist und auch nur bei dieser Verwendung befriedigend arbeite. Die Halme seien nämlich nur etwa 20 cm lang, praktisch vollkommen gerade, besässen keine Blätter und könnten nicht zusammenhängen. Daher wurde immer nur ein Halm in die Schöpfnut geraten und es wurden Fehlgriffe nicht vorkommen. Dagegen sei diese Vorrichtung zur Behandlung von Schilfrohr wegen seiner Ungleichmässigkeiten durch das natürliche Wachstum ungeeignet. 



  In der Tat ergeben sich erhebliche Schwierigkeiten dadurch, dass die einzelnen Halme ungleichmässige Durchmesser und Längen haben, gerade oder krumm gewachsen sind, Blätter aufweisen, teilweise mit Schmutz behaftet sind und verschiedene Elastizität haben. Diese Eigenschaften der Halme sind auch vom Jahrgang und den Witterungsbedingungen abhängig. Allen diesen Umständen muss eine zuverlässige Beschickungsvorrichtung Rechnung tragen. 



   Aus diesem Grunde wird in der erwähnten Druckschrift vorgeschlagen, zwei zueinander parallele Förderräder zu verwenden, von denen jedes an seinem Umfang zwei Förderausnehmungen aufweist. Jeweils zweikorrespondierende Ausnehmungenbeider Räder dienen zur Förderung ein und desselben Halmes. Mit   den Förderrädern   gemeinsam wird ein kompliziertes System von Riemenscheiben und Riemen bewegt,   u. zw.   sind jeder Förderausnehmung eines Förderrades zwei endlose Riemen zugeordnet, zwischen die ein Halm in die Ausnehmung hineingezogen wird. Nach einer Drehung des Förderrades um 1800 werden die Riemen an einem eigens hiezu am Förderrad mitbewegten Motor in die gegenläufige Drehrichtung versetzt, so dass der Halm wieder aus dem Förderrad entfernt wird. 



   Diese Anordnung ist ausserordentlich aufwendig und infolge der dauernd notwendigen Umkehr der Drehrichtung der Riemen nicht in der Lage, schnell zu arbeiten. Darüber hinaus ist sie durch ihre Kompliziertheit sehr störanfällig. Die Halme selbst dienen zum absatzweisen Weiterschalten der Förderräder und zum Umschalten der Riemen in die Gegenrichtung. Wird einmal eine Ausnehmung nicht mit einem Halm gefüllt, so bleibt die vorrichtung stehen. Ferner sind Schleifkontakte schon dafür erforderlich, den Strom für die an dem Förderrad befindlichen Motoren und Schalter zuzuführen. Da aber die Bearbeitung der Halme mit erheblicher Staubentwicklung verbunden ist, ergeben sich hiedurch weitere Fehlerquellen. 



   Die bekannte Vorrichtung lässt sich dem sehr unterschiedlichen Halmdurchmesser nicht genügend anpassen, denn die Endrollen der   umlaufenden Bänder haben unveränderlichen   Durchmesser. Bei relativ kleinen Halmen besteht also die Gefahr, dass mehr als ein Halm in eine Förderausnehmung gebracht wird. 

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   Die bekannte Vorrichtung muss weiterhin mechanisch von der Webmaschine aus gesteuert werden, was aber mindestens ein freies Wellenende an der Webmaschine erforderlich macht. Dies ist bei handelsübli- chen Maschinen aber nicht vorhanden. 



   Diese Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch behoben, dass bei einer Beschickungsvorrichtung der eingangs genannten Art über dem Zuführtisch mindestens ein periodisch in das   BUndel   von oben ein- greifender und das Bündel auf dem Zuführtisch aufwärtsschiebender Finger vorgesehen ist, dass eine im
Rhythmus der Webmaschine arbeitende Sperre vorgesehen ist, die den Umfang des Förderrades gabelartig umgreift, dass in den Antrieb des Förderrades eine Rutschkupplung eingeschaltet ist und dass hinter dem
Förderrad in der Bahn der Halme ein Schalter angeordnet ist, der nur bei laufender Betätigung die Web- maschine in Gang hält. 



     Durch die ständige   Bewegung des Fingers werden die vor die Ausnehmung der Förderrades rutschenden
Halme dauernd in Bewegung gehalten, wodurch ein Verschlingen oder Verkreuzender Halme verhindert wird. Durch die gemeinsame Wirkung der Sperre und der Rutschkupplung wird die Beschickungsvorrichtung davon unabhängig gemacht, ob in jede Ausnehmung ein Halm eintritt oder nicht. Bleibt einmal eine
Ausnehmung frei, so bewegt sich das Förderrad einfach ein Stück weiter, bevor es vor der Sperre anhält. 



   Der Schalter hinter dem Förderrad, der nur von den Halmen selbst betätigt werden kann, sorgt in zuver- lässiger Weise dafür, dass die Webmaschine nur so lange läuft, wie einzelne Halme zugeführt werden. Es wird also mit Sicherheit vermieden, dass durch leeres Arbeiten der Webmaschine Lücken im Gewebe ent- stehen. 



   Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist darin zu sehen, dass ein Schalter vorgesehen ist, der die Webmaschine bei jeder Betätigung ausschaltet, dass zu dessen Betätigung ein Schaltstössel oder Schalt- nocken vorgesehen ist, der synchron mit dem von den Halmen betätigten Schalter, der bei Betätigung durch die Halme die Webmaschine jeweils einschaltet, arbeitet, diesem gegenüber aber geringfügig vor- eilt. Durch diese Anordnung wird die Webmaschine also nach jedem Arbeitsspiel, d.   h.   nach jedem zuge- führten Halm, abgeschaltet und nur dann wieder eingeschaltet, wenn anschliessend ein weiterer Halm zu- geführt wird. Das Aus- und Einschalten wirkt sich infolge der Trägheit des Antriebsmotors der Webmaschine nicht schädlich aus.

   Darüber hinaus wird die Webmaschine gewöhnlich durch ein Schütz eingeschaltet, das schon vermöge seiner eigenen Trägheit den kurzen Zeitraum zwischen dem Ausschalten und dem folgenden Einschalten überbruckt, so dass während des normalen Laufes der Webmaschinenmotor selbst nicht abgeschaltet wird. 



   Es ist prinzipiell möglich, mit nur einem Förderrad und zugehörigen Teilen der Beschickungsvorrichtung auszukommen, wenn man auf den Zuführtisch eine Anzahl Halme mit dem dicken Ende nach rechts und eine gleich grosse Anzahl mit dem dicken Ende nach links auflegt und für eine einigermassen gute Durchmischung sorgt.

   Will man aber erreichen, dass in dem Rohrmattengewebe stets ein Halm mit dem dicken Ende nach rechts auf einen Halm mit dem dicken Ende nach links folgt   usw.,   so lässt sich dies nach einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung der Erfindung in der Weise erzielen, dass bei Übereinanderanordnung zweier   Zufnhrtische   mit je einem Förderrad, welche Förderräder für abwechselnde Förderung je eines Halmes eingerichtet sind, wobei der eine Zufuhrtisch nur für Halme bestimmt ist, deren dickeres Ende zur einenseite und der andere nur fur Halme, deren dickeres Ende zur andern Seite liegt, die Förderräder in axialer Richtung gegeneinander versetzt sind, so dass sie jeweils im Schwerpunkt der Halme angreifen. 



   Man kann nun die abwechselnd geförderten Halme einfach in den Einfülltrichter der Webmaschine einfallen lassen. Vorteilhaft ist aber eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, die darin liegt, dass hinter   beiden Förderrädern ein Auffangkorb für die Halme   vorgesehen ist und im Takt der Förderung abwechselnd hinter das obere und das untere Förderrad bewegbar ist, dass ein synchron mit der Webmaschine umlaufender Förderrechen vorgesehen ist, welcher in der oberen Korbstellung in diesen eingreift und dass der in der Bahn der Halme liegende Schalter hinter dem Förderrechen angeordnet ist.

   Hiedurch wird erreicht, dass das eine Förderrad verhältnismässig tief, also auch weit unter dem Rand des Einlegetrichters der Webmaschine, angeordnet sein kann, und dass trotzdem die Halme beider Förderräder von derselben Stelle her über den Rand des Einlegetrichters befördert werden. Hiebei wird auch mit Sicherheit dafür gesorgt, dass die Halme den die Webmaschine in Gang haltenden Schalter betätigen. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben. Fig. 1 zeigt eine Beschickungsvorrichtung nach der Erfindung in schematischer Seitenansicht und Fig. 2 zeigt dieselbe Vorrichtung in schematischer Frontansicht. Dies entspricht der Ansicht von links   in Fig. 1.    



   Übereinander sind zwei Zuführtische 1 und l'angeordnet, denen die beiden seitlich gegeneinan- 

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 der versetzt gelagerten Förderräder 2 bzw. 2'   (Fig. 2)   zugeordnet sind. Soweit die Beschickungsvorrichtung oben und unten gleich wirkende Teile enthält, werden im folgenden nur die oberen Teile beschrieben. Die unteren sind in den Zeichnungen durchgehend mit apostrophierten Bezugszahlen gekennzeichnet. Der Finger ist mit 3 bezeichnet und wird von einer Kurbel 5 betätigt.   Er.   ist durch eine feststehende Kulisse 9 geführt. 



   Das Förderrad weist an seinem Umfang eine Vielzahl von Förderausnehmungen 11 auf. Eine Abstreifrolle 13 ist vor der Abdeckung 15 angeordnet. Zwei gabelartige Sperren 17 und 19 werden   von zwei um 1800   versetzten Kurvenscheiben 17a bzw. 19a betätigt. Zugfedern 21 (Fig. 2) drucken dieSperren nach oben gegen dieKurvenscheiben. Hinter dem Förderrad sind zwei Arme 23 angeordnet, die in Pfeilrichtung auswärts schwenkbar sind. In Fig. 1 ist der Übersichtlichkeit halber nur einer der unteren Schwenkarme 23'abgebildet. Das obere Ende der Schwenkarme ist gegen die Achse des zugehörigen Förderrades geknickt. 



   Hinter beiden Förderrädern ist ein aus zwei Schalen 25 bestehender Auffangkorb angeordnet. Jede Schale ist Über ein Gelenk 27 an einem gebogenen Arm 29 angebracht, der um eine feste Achse 30 schwenkbar ist. Durch diese Schwenkbewegung werden die Schalen 25 aufwärts oder abwärts bewegt. 



  Eine zwischen die Schalen 25 eingefUgte Zugfeder 31 sorgt dafür, dass beide Schalen immer im wesentlichen waagrecht stehen. 



   In den Auffangkorb greift in seiner oberen Stellung, wie Fig. 1 zeigt, ein Förderrechen ein. Hinter diesem ist in der Bahn der Halme ein Schalter'35 angeordnet. Über der Achse des Förderrechens ist ein Kontaktrechen schwenkbar angeordnet, durch den die Zinken des Förderrechens bei jedem Umlauf durchlaufen. Der Kontaktrechen betätigt bei seiner Schwenkung in Pfeilrichtung einen nicht dargestellten Ausschalter   ihr   Beschickungsvorrichtung und Webmaschine. Weiterhin ist ein Schalter 39 vorgesehen, der von einem umlaufenden Schaltnocken 41 synchron, aber zeitlich etwas vor dem Schalter 35 betätigt wird. Der Einlegetrichter der Webmaschine ist mit 43 bezeichnet. 



   Nur in Fig. 2 ist zu erkennen, dass   jedes Förderrad Über   eine Rutschkupplung 45 angetrieben ist. 



   Die Vorrichtung arbeitet wie folgt : 
 EMI3.1 
 nach rechts weisen. Durch die unteren Enden der Finger 3 und   3',   die etwa eine Kreisbewegung im Uhrzeigersinne ausführen, werden die Halme in dauernder Bewegung gehalten. Es wandern immer nur einige Halme nach unten gegen die Förderräder 2 und   2',   die im Schwerpunkt der Halme angreifen. 



  Die Arbeitsweise wird im folgenden nur an Hand des oberen Förderrades beschrieben. Am unteren Förderrad geschieht das gleiche, jedoch um eine halbe Arbeitsperiode versetzt. Das Förderrad 2 dreht sich unter dem Einfluss der Rutschkupplung 45 und nimmt einen oder mehrere Halme pro Ausnehmung mit. 



  Der Abstreifer 13 sorgt dafür, dass in jeder Ausnehmung nur ein Halm verbleibt. Unter der sich an-   schliessenden Abdeckung   15 bleiben die Halme in den Ausnehmungen eingesperrt. Ausserdem wird verhindert, dass von oben etwa weitere Halme in die Ausnehmungen 11 einfallen können. 



   Da das Förderrad am Schwerpunkt der Halme angreift, schwenken diese sich während der kurzen Transportzeit nur um einen praktisch nicht ins Gewicht fallenden Winkel aus ihrer waagrechten Lage heraus. 



  Da anderseits jeder Halm nur von einem einzigen Förderrad bewegt wird, können auch krumme und verzweigte Halme ohne weiteres gefördert werden. 



   Das Förderrad dreht sich so lange, bis ein Halm an die Sperre 17 anschlägt. Förderrad und Halm verharren in dieser Lage, bis die Sperre 17, die im Takt mit der Webmaschine auf und ab geht, die Ausnehmung freigibt, so dass das Förderrad eine kurze ruckartige Bewegung bis zum Anschlag an die Sperre 19 macht. In der Zwischenzeit hat sich die Sperre 17 wieder geschlossen, so dass   zuverlässig   nur der Inhalt einer einzigen Ausnehmung, also nur ein einziger Halm, freigegeben werden kann. Der freigegebene Halm wird von den Schwenkarmen 23 erfasst, die sich aus der Lage in Fig. 2 in Pfeilrichtung auswärtsschwenken.

   Da die Arme nach   rückwärts   gegen die Achse des Förderrades 2 geknickt sind, kommt der Halm beim Auswärtsschwenken der Arme mit Teilen der Arme in Berührung, die näher an deren Drehpunkt und damit weiter von der Achse der Förderräder entfernt liegen. Der Halm wird also aus der Ausnehmung sanft herausgedrückt. Ausserdem wird der Halm   dadurch-zumindestens   von oben her gesehen-parallel zu der Achse des Förderrades ausgerichtet. 



   Der Halm fällt dann in den Fangkorb 25. Dieser bewegt sich hinter den Förderrädern 2 und 2' auf-und abwärts und steht jeweils hinter demjenigen Förderrad, das gerade einen Halm freigibt. Der Förderrechen 33 befördert dann den Halm in den Einlegetrichter 43 der Webmaschine. Dabei ergibt sich folgendes Arbeitsspiel : 

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Der Fangkorb 25 Ubernimmt einen Halm von dem unteren Förderrad 2', bewegt sich aufwärts und der Förderrechen 33 fördert den Halm weiter. Der Fangkorb bleibt dann stehen, bis er den nächsten Halm, diesmal von dem oberen Förderrad 2, übernimmt. Der Förderrechen befördert diesen Halm weiter. Dann geht der Fangkorb wieder nach unten usw. 



   Der Förderrechen 33 läuft mit seinen Zinken zwischen Teilen des Fangkorbes 25 hindurch. 



  Ausserdem läuft er durch die Zinken des Kontaktrechens 37 hindurch. Sollte ein Halm einmal von dem Förderrechen nicht richtig weiterbefördert werden und sich irgendwie   querstellen   oder verwickeln, so schlägt er gegen den Kontaktrechen 37 und schwenkt diesen aufwärts. Hiedurch wird ein Schalter betätigt, der die Beschickungsvorrichtung und die Webmaschine abschaltet. 



   Der Schaltnocken 41 läuft synchron mit dem Förderrechen 33 um, eilt diesem gegenüber aber etwas vor. Bei jeder Betätigung des Schalters 39 durch den Nocken 41 wird die Webmaschine ausgeschaltet. Fördert der Rechen 33 dann einen Halm an dem Schalter 35 vorbei, so wird sofort darauf die Webmaschine wieder eingeschaltet. Sie läuft also praktisch unbeeinflusst weiter. Lediglich dann, wenn einmal ein Halm ausbleibt, was durch fehlerhafte Arbeitsweise der Vorrichtung oder nach ErschöpfungdesHalmvorratesgeschehenkann, wird die Webmaschine angehalten. Es kann also niemals ein Gewebe mit Leerstellen entstehen. 



   Die Beschickungsvorrichtung wird von einem Elektromotor angetrieben, der synchron mit dem Antriebsmotor der Webmaschine läuft. Die Beschickungsvorrichtung kann mit erheblicher Geschwindigkeit,   z. B.   40 Halme pro Minute, fördern. Die Beschickungsvorrichtung kann an jede handelsübliche Webmaschine ohne mechanische Verbindung angestellt werden. Sie benötigt wenig Platz ; sie hat nämlich in Arbeitsrichtung nur eine Länge von 60 cm. 



   Die Maschine lässt sich ohne weiteres auf Halme unterschiedlicher Dicke umstellen. Hiezu benötigt man nur verschiedene Sätze von Förderrädern 2 und   2'mit   unterschiedlich grossen Ausnehmungen. 



  Diese Förderräder können schnell ausgewechselt werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Beschicken einer   Schilfrohr-Webmaschine   mit einzelnen Halmen, wobei einem ein loses   BUndel   Halme aufnehmenden, in Förderrichtung geneigten Zuführtisch ein 
 EMI4.1 
 
Grösse der Halmquerschnitte aufweist, dadurch gekennzeichnet,über   dem ZufUhrtisch   (1, 1') mindestens ein periodisch in das Bundel von oben eingreifender und das   Brun-   del auf dem ZufUhrtisch aufwärtsschiebender Finger (3, 3') vorgesehen ist, dass eine im Rhythmus der Webmaschine arbeitende Sperre vorgesehen ist, die den Umfang des Förderrades (2) gabelartig umgreift, dass in den Antrieb des Förderrades eine Rutschkupplung (45) eingeschaltet ist und dass hinter dem Förderrad in der Bahn der Halme ein Schalter (35) angeordnet ist,

   der nur bei laufender Betätigung die Webmaschine in Gang hält.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtungnach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperre aus zwei um et- wa eine Halmdicke hintereinanderliegenden Sperrgabeln (17, 19) besteht, die gegenläufig, zum Förderrad (2) hin bzw. von diesem weg, bewegbar sind, und dass beiderseits der Förderradebene je ein den jeweiligen Halm nach Öffnen der hinteren Sperrgabel (19) aus der Ausnehmung (11) herausdrückender Schwenkarm (23) angeordnet ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schwenkarm (23) um eine quer zur Förderachse angeordnete Achse schwenkbar ist, in Bewegungsrichtung des Förderrades hinter der ersten Sperrgabel (17) angeordnet ist und an seinem äusseren Ende zu dieser ersten Sperrgabel (17) hin gebogen oder geknickt ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Finger (3) Teil eines durch eine feststehende Kulisse (9) hindurchgeführten Armes ist, dessen Oberende an eine Kurbel (5) angelenkt ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schalter (39) vorgesehen ist, der die Webmaschine bei jeder Betätigung ausschaltet, dass zu dessen Betätigung ein Schaltstössel oder Schaltnocken (41) vorgesehen ist, der synchron mit dem von den Halmen betätigten Schalter (35), der bei Betätigung durch die Halme die Webmaschine jeweils einschaltet, arbeitet, diesem gegenüber aber geringfügig voreilt.
    6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Übereinanderanordnung zweier Zuftihrtische (1, 1') mit je einem Förderrad (2, 2'), welche Förderrä- <Desc/Clms Page number 5> der (2, 2') fur abwechselnde Förderung je eines Halmes eingerichtet sind, wobei der eine ZufUhrtisch (1') nur flrHalme bestimmt ist, deren dickeres Ende zur einen Seite und der andere (1) nur far Halme, deren dickeres Ende zur andern Seite liegt, die Förderräder in axialer Richtung gegeneinander versetzt sind, so dass sie jeweils im Schwerpunkt der Halme angreifen.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass hinter beiden Förderrädern ein Auffangkorb (25) für die Halme vorgesehen ist und im Takt der Förderung abwechselnd hinter das obere und das untere Förderrad bewegbar ist, dass ein synchron mit der Webmaschine umlaufender Förderrechen (33) vorgesehen ist, welcher in der oberen Korbstellung in diesen eingreift und dass der in der Bahn der Halme liegende Schalter (35) hinter dem Förderrechen angeordnet ist.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangkorb (25) aus zweieinanderbezuglich der Förderräder (2, 2') gegenüberliegenden Schalen besteht, deren jede zur Aufund Abbewegung schwenkbar angeordnet ist, und dass zwischen beiden Schalen zu deren Waagrechthaltung eine Zugfeder (31) angeordnet ist.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Achse des Förderrechens (33) ein Kontaktrechen (37) schwenkbar angeordnet ist, der im Ruhezustand mit seinen Zinken zwischen die umlaufenden Zinken des Förderrechens (33) eingreift, und dass ein durch eine Schwenkbewegung des Kontaktrechens betätigbarer Schalter zum Abschalten der Webmaschine und der Beschickungsvorrichtung vorgesehen ist.
AT158064A 1963-04-30 1964-02-24 Vorrichtung zum selbsttätigen Beschicken einer Schilfrohr-Webmaschine mit einzelnen Halmen AT247811B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102021101792B3 (de) 2021-01-27 2022-06-09 Technische Universität Dresden, Körperschaft des öffentlichen Rechts Prozessiervorrichtung zum Prozessieren eines textilen Werkstücks und Verfahren zum Steuern einer Prozessiervorrichtung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102021101792B3 (de) 2021-01-27 2022-06-09 Technische Universität Dresden, Körperschaft des öffentlichen Rechts Prozessiervorrichtung zum Prozessieren eines textilen Werkstücks und Verfahren zum Steuern einer Prozessiervorrichtung
EP4036293A1 (de) * 2021-01-27 2022-08-03 Technische Universität Dresden Prozessiervorrichtung zum prozessieren eines textilen werkstücks und verfahren zum steuern einer prozessiervorrichtung

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