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Mehrwegeumschaltventil mit Hilfsventilauslösung und mittlerem Zulauf
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benförmigen Ventilsitze 16 durchführbar sind, ohne jedoch den Druckmitteldurchfluss zu behin- dern.
Die scheibenförmigen Ventilsitze 16 werden vorzugsweise als ringförmige elastische Ventilsitz- scheiben ausgebildet und befinden sich zwischen Abstandshaltern, so dass sie auch mit ihrem Aussenum- fang gleichzeitig die Abdichtung der einzelnen Steuerräume im Gehäuse mit übernehmen können.
Auf den scheibenförmigen Ventilsitzen 16 stützen sich jetzt ringförmig ausgebildete Verschluss- stücke 17 ab, die auf dem Gestänge 10'verschiebbar angeordnet sind und die auf diesem Gestänge mittels Abdichtmitteln 18 abgedichtet werden.
Diese Verschlussstücke 17 sind untereinander mittels einer Feder 19 so verbunden, dass sie sich gegen die scheibenförmigen Ventilsitze 16 anlegen, wenn auf die Rückseiten der Verschlussstücke 17 keinerlei Verstellkräfte ausgeübt werden.
IndergezeichnetenStellungschliessenalsodieVerschlussstücke 17 unter dem Einfluss der Feder 19 den Zulauf 2 zu den beiden Verbraucheranschlüssen 3 und 3'eindeutig ab, während über die Schie- berkolben 10 die Verbraucheranschlüsse 3 und 3' gegenüber den Abgängen 4 und 4' abgeschlossen sind, jedoch kann jetzt zwischen den Anschlägen 14 der Schieberkolben und den Verschlussstücken 17 ein Spiel 20 zugelassen bleiben, ohne dass sich dies auf die Abschalt- und Abschlussstellungen der ein- zelnen Verschlussstücke störend auswirkt.
Auf diese Weise ist es möglich, dass insbesondere noch nachträglich auftretende Wegänderungen in- nerhalb der Verschlussstücke 17 gegenüber ihren Sitzflächen berücksichtigt werden können, u. zw. selbsttätig je nachdem, auf welcher Seite solche Wegänderungen auftreten, Z. B. durch Abnutzun- gen od. dgl.
Wird eines der Vorsteuerventile, u. zw. beispielsweise nach Fig. 2 das Vorsteuerventil 6'umge- schaltet, dann erfolgt Druckaufbau im Arbeitsraum 7'und der Kolben 8'läuft gegen den am Ende des Arbeitsraumes vorgesehenen elastisch ausgebildeten Anschlag 20 in Form eines Endanschlags und gleichzeitig wird das Gestänge 10'verschoben, welches den Kolben 10 in gleicher Weise in die andere Endstellung überführt, so dass der Druckmittelanschluss 2 zu dem Verbraucheranschluss 3'ge- öffnet ist, weil mittels des Anschlages 14 auf dem Ansatz 13 das Verschlussstück 17 unter Span- nung der Feder 19 in die Öffnungsstellung übergeführt ist.
Das andere Verschlussstück 17 bleibt nach wie vor in seiner Abschlussstellung, jedoch ist über das Gestänge 10'jetzt der Kolbenschieber 10 aus seiner Abdichtung 11 herausgeschoben und der Verbraucheranschluss 3 mit dem Ablauf 4 verbunden, so dass der nicht dargestellte Druckverbraucher eine Bewegung ausführen kann, solange das Hilfsventil 6'in den oberen eingeschalteten Stellung verbleibt.
Wird wieder das Hilfsventil 6'abgeschaltet, dann ist der Arbeitsraum 7'vor dem Kolben 8' mit dem Hilfsventilabgang 9'verbunden und die Feder 12 im Arbeitsraum 7 führt sämtliche Ventilteile in die Mittelstellung zurück, wobei gleichzeitig durch die sich gegebenenfalls rascher entspannende Feder 19 zwischen den Verschlussstücken 17 die Abschlussstellung eingeleitet wird. Alle Ventilteile nehmen dann wieder ihre endgültige Mittelstellung ein und der Druckverbraucher ist als verriegelt zu betrachten.
In dem Ausführungsbeispiel ist deutlich zu erkennen, wie der Anschlag 14 auf den Ansatz 13 durch die lichte Weite 15 des Ventilsitzes 14 hindurchgreift. Das gleiche Bewegungsspiel findet auch in umgekehrter Weise statt, wenn das Hilfsventil 6 ein-bzw. ausgeschaltet wird.
In dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3 sind im wesentlichen alle Teile funktionsmässig gleich ausgebildet, jedoch mit dem Unterschied, dass das Gestänge 10'jetzt mit den beiden Schieberkolben 16 ortsfest verbunden ist, beispielsweise über die Verbindungsstellen 21. Dafür fehlen alleFederbelastun- gen auf den Kolben 8 bzw. 8'für eine Mittelstellung.
Die Mittelstellung wird bei diesem Ausführungsbeispiel lediglich durch die sich entspannende Feder 19 zwischen den Verschlussstücken 17 bewirkt, wobei sich das jeweilige Verschlussstück 17 auf den Anschlag 14 des Ansatzes 13 des in den Zulaufraum hineingeführten Kolbenschiebers 10 abstützt und diesen Kolbenschieber dann in die jeweilige Endstellung solange überführt, bis das Verschlussstück 17 sich auch auf der Ventilsitzscheibe 16 abstützen kann.
Durch die Bemessung der Querschnitte am Kolbenschieber 10 in der Form, dass der dem Verbraucheranschluss zugekehrte Querschnitt gegenüber seiner Abdichtstelle abgesetzt ist, kann gleichzeitig diese Querschnittsausbildung mit als Rückstellkraft für die Mittelstellung herangezogen werden, solange das Verschlussstück 17 noch nicht seine endgültige Endstellung eingenommen hat.
An Stelle von elastischen Ringsitzscheiben 16 ist es auch möglich, an sich bekannte Ventildurch-
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gänge vorzusehen und die Verschlussstücke 17 mehr oder weniger elastisch oder mit elastischen Ab- dichtmitteln in bekannter Weise auszurüsten. Es ist schliesslich auch denkbar, an Stelle der Lippendich- tungen 11 an sich bekannte O-Ringabdichtungen vorzusehen.
Auch in den Ausfühfungsbeispielen in den Fig. 3 und 4 ist dafür Sorge zu tragen, dass die Anschläigue 14 in der Mittelstellung gegenüber den Verschlussstücken 17 ein geringes Spiel aufweisen, wo- bei das Spiel nach diesen Ausführungsbeispielen mit'22 bezeichnet wurde. Es ist auch möglich und vor- teilhaft, durch entsprechende Ausbildung der Gestänge 10'in den Kolbenschiebern 10 und seine
Einstellung in diesen Kolbenschiebern, das Spiel-22 auch nachträglich veränderbar auszubilden. Im
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 können in die Bohrungen der Kolbenschieber einzelne Abstandsscheiben vorgesehen werden, um das Spiel zu vergrössern oder durch Herausnahme von solchen Abstandsscheiben zu verkleinern, da diese Abstandsscheiben dann zwischen den Stirnflächen der Gestängeenden und der Boh- rung in den Kolbenschiebern 10 einzulegen sind.
11 dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 kann durcheinfacheSchraubvorgänge an mindestens einem der Kolbenschieber 10 das Abstandsspiel zwischen den Verschlussstücken 17 und den Anschlä- gen 14 einstellbar ausgebildet werden.
In dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 ist die Umschaltstellung nach Fig. 3 zu erkennen und, auch hier greift der Anschlag 14 durch die lichte Weite 15 des einen scheibenförmigen Ventilsitzes hindurch, u. zw. solange, bis der Kolben 81 sich gegenüber dem elastischen Anschlag 20 anlegt.
Gleichzeitig wird durch die starre Verbindung des Gestänges mit dem andern Kolbenschieber 10 dieser in seine äussere Endstellung übergeführt und der Verbraucheranschluss 3 mit dem Abgang 4 ver- bunden. Auch hier führt dann der nicht dargestellte Druckverbraucher eine Bewegung aus, solange das
Verschlussstück 17 in seiner Öffnungsstellung verbleibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrwegeumschaltventil mit mittlerem Zulauf und je einem aussen liegenden Rücklauf und je einem dazwischen vorgesehenen Verbraucheranschluss und Auslösung durch je ein Hilfsventil, die einen vom Zulauf abgezweigten Servohilfskreislauf steuern, der wechselseitig an je einen durch einen Kolben gebildeten Arbeitsraum anschliessbar ist, wobei die Kolben die Verschlussstücke antreiben, bei Abschluss aller Verbraucheranschlüsse und des Zulaufes in der Abschaltstellung, die gleichzeitig die Mittelstellung ist, dadurch gekennzeichnet, dass a) als.
Verschlussstücke zwischen Rücklauf-und Verbraucheranschluss jeeinSchieberkolben (lO) dient, die mittels eines Gestänges (10') untereinander verbunden sind, b) dass im Zulaufraum auf dem Gestänge (10') verschiebbar und abgedichtet je ein scheibenförmi- ges Verschlussstück (17) unter Zwischenschaltung einer Feder (19) gelagert ist, wobei jedes dieser Ver- schlussstücke (17) sich gegen einen ortsfesten Ventilsitz (16) anlegt und c) dass mit den Schieberkolben (10) verbundene und durch die Öffnungen (15) der Ventilsitze durch- führbare Ansätze (13) vorgesehen sind, die je nach ihrer Stellung sich als Anschläge (14) gegenüber dem einen oder andem Verschlussstück (17) abstützen und dieses im Sinne seiner Öffnungsbewegung verschieben.