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Einrichtung zur Wirbelstrombremsung von Schienenfahrzeugen mittels magnetischer Felder
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wird, über der Lauffläche liegen, desto grösser ist bei Wirbelstromgleisbremsen die Bremskraft und desto kleiner die erforderliche Länge der Gleiseinrichtung. Ferner ist es für die Erzielung einer möglichst ho- hen Wirbelstrombremskraft zweckmässig, am oberen Ende dieser Erhöhungen nach innen vorspringende
Polschuhe vorzusehen. Dann wird der nur wenig wirksame Streuflussanteil, der von der Lauffläche und un- mittelbar oberhalb dieser Lauffläche von den Erhöhungen zu den Rädern geleitet wird, verringert und der über die Polschuhe geleitete Nutzfluss erhöht. DasAnwalzen dieser Polschuhe beim Herstellen der U-för- migen Körper als Ganzes ist völlig unmöglich.
Eine weitere Schwierigkeit entsteht dadurch, dass in den
U-förmigen Körper zwischen den Erhöhungen eine Lauffläche für die Räder erforderlich ist, so dass sich ein unsymmetrisches U-Profil ergibt. Hiedurch muss beim Abkühlen des warm zu walzenden Körpers mit
Verformungen gerechnet werden, die durch die üblichen Richtverfahren nicht beseitigt werden können.
Dieser Nachteil tritt auch auf, wenn der U-förmige Körper aus zwei verschiedenen, walzbaren Profil- teilen hergestellt wird, die miteinander verschweisst werden. Wird dagegen eine Einrichtung verwendet, deren magnetischer Kreis aus einem walzbaren axialsymmetrischen U-Profilteil besteht, in das eine
Fahrschiene eingelegt ist, so ergeben sich wieder die obengenannten walztechnischen Schwierigkeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Bremsung von Schienenfahrzeugen mittels magnetischer Felder zu schaffen, bei welcher die Magnetjoche eine allen Anforderungen gerecht werdende Form erhalten und aus einfachenTeilen zusammengesetzt werden können, die ohneschwierig- keit hergestellt und miteinander verbunden werden können.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das im Profil U-förmige Magnetjoch aus zwei form- und querschnittsgleichen, durch ein Walzverfahren herstellbaren Winkelprofilteilen besteht, die in mit den Schenkeln zueinander weisender symmetrischer Lage angeordnet und durch eine Schweissnaht verbunden sind und zwischen denen die Fahrschiene einseitig zur Symmetrieachse angeordnet ist. Die Winkelprofil- teile können im einfachsten Falle einen L-förmigen Querschnitt mit ungleich langen Schenkeln haben, deren kurze Schenkel durch eine Längsnaht miteinander verschweisst sind. Es ist aber auch möglich und insbesondere bei Wirbelstromgleisbremsen zur Erhöhung der Wirbelstrombremskraft vorteilhaft, Winkelprofilteile mit verdickten oberen Enden der stehenden Schenkel zu verwenden.
Als Fahrschiene wird zweckmässigerweise ein ungleichschenkeliger, aus unmagnetischem Material gewalzterWinkelprofilteil verwendet, dessen längerer Schenkel an der Innenseite des einen Winkelprofilteiles des magnetischen Kreises durchSchrauben befestigt ist und dessen kürzererSchenkel die eingelegten elektrischen Leiter teilweise überdeckt.
EinAusführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und nachstehend erläutert. Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch eine als Wirbelstromgleisbremse vorgesehene erfindungsgemässe Einrichtung. Das U-förmige, nach oben offene Magnetjoch besteht aus zwei form- und querschnittsgleichen Winkelprofilteilen 1 und 2 mit ungleich langen Schenkeln 10 und 11 bzw. 20 und 21. Diese Teile können ohneschwierigkeit durch einwalzverfahren hergestellt werden. Sie sind spiegelbildlich zur Symmetrieachse X-X angeordnet und an ihren kurzen Schenkeln 10 und 20 durch Schweissnähte 3 miteinander verbunden. Die für die Schweissnähte erforderlichen Abschrägungen sind von vornherein durch das Walzverfahren hergestellt.
Als Fahrschiene ist der Winkelprofilteil 4 vorgesehen, dessen langer Schenkel 40 mittels Schrauben 5 an der Innenseite des langen Schenkels 11 des Profilteiles 1 befestigt ist und sich auf dem kurzen Schenkel 10 dieses Profilteiles abstützt. Hiedurch ist eine sichere Lage des Profilteiles 4 gewährleistet. Sie kann noch dadurch verbessert werden, dass die nach oben zeigende Fläche des kurzen Schenkels 41 eine Neigung erhält, die etwa der Neigung der Laufkranzfläche des strichpunktiert angedeuteten Rades 6 entspricht. Der kurze Schenkel 41 lässt genügend Raum für die Spurkränze aller vorkommender Räder frei. Er überdeckt teilweise die in das Magnetjoch eingelegten elektrischen Leiter 7, die für einen Strom von mehreren tausend Ampère bemessen sind.
Die Leiter sind voneinander und von den Winkelprofilteilen 1, 2 und 4 isoliert und werden in gleicher Richtung vom Strom durchflossen, Hiedurch wird in dem nach oben offenen Magnetjoch ein magnetischer Fluss erzeugt, der über die freien Enden der langen Schenkel 11 und 21 zu den zwischen diesen hindurchrollenden Rädern geleitet wird. Durch das Zusammensetzen des Magnetjoches aus zwei Winkelprofilteilen wird erreicht, dass die seitlich der Räder liegenden Innenflächen der Schenkel 11 und 21 parallel zu den seitlichenRadflächen liegen undvon diesen nur durch einenschmalenLuftspalt getrennt sind.
Die in der Zeichnung dargestellten Winkelprofilteile 1 und 2 sind am oberen Ende der langen Schenkel 11 und 21 zur Symmetrieachse X-X hin verdickt, so dass gewissermassen ein dem Rad 6 zu- gekehrter Polschuh vorhanden ist. Der zwischen dem Rad und diesen Polschuhen bestehende Luftspalt ist wesentlich schmaler als der Luftspalt in dem unterhalb der Polschuhe liegenden Bereich. Hiedurch ist der in diesem Bereich zu den Rädern geleitete Flussanteil gering. Der über den Winkelprofilteil 4 zu den
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Rädern geleitete Flussanteil kann dadurch gering gemacht werden, dass dieser Profilteil aus unmagnetischem Material, z. B. Kruppschem Hartstahl, hergestellt wird.
Dann wird praktisch der gesamte Fluss als Nutzfluss über die Polschuhe zu den Rädern geleitet, was für eine grösstmögliche Wirbelstrombremskraft wesentlich ist.
Durch die angewalztenpolschuhe steht ferner eine grössere Auflagefläche für zusätzliche Bremsschienen zur Verfügung, die nach einem bekanntgewordenen Vorschlag auf den seitlich der Räder oberhalb der
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desMagnetjochesWirbelstrombremskraft eine zusätzliche mechanische Bremskraft auftritt.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt. Beispielsweise können anstatt der dargestellten Winkelprofilteile 1 und 2 auch solche verwendet werden, deren Schenkel 11 und 21 am oberen Ende nicht verdickt sind oder-zur Vergrösserung der Auflagefläche für zusätzliche Bremsschienen - beidseitig verdickt sind. Ferner ist es möglich, anstatt einer L-förmigenFahrschiene eine doppelt-T-förmige Fahrschiene zu verwenden, deren Schienenfluss mittels Schrauben auf dem Boden des U-förmigenmagnetischenKreises befestigt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Wirbelstrombremsung von Schienenfahrzeugen mittels magnetischer Felder, die von im Gleis fliessenden elektrischen Strömen in einem oberseitig offenen, im Profil U-förmigen Magnetjoch erzeugt werden, zwischen dessen Schenkeln die Radkränze der Schienenfahrzeuge geführt und auf
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