<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zur Innenauskleidung eines hohlen
Metallkörpers mit einer Kunstharzschicht
Bei Seeschiffen, in der chemischen Industrie und überall dort, wo hohle Metallkörper (z. B. Rohre) für den Transport von stark aggressiven Flüssigkeiten oder Gasen verwendet werden, besteht die Notwendigkeit, die Hohlkörper innen durch eine nicht angreifbare Auskleidung gegen Angriff zu schützen. Als Material für die Auskleidung eignen sich insbesondere Kunstharze, wie Superpolyamide, chlorierte Polyester und Nylon.
So ist bereits ein Verfahren bekannt, nach welchem das Kunstharz in Pulverform durch eine Düse auf die Innenfläche des erhitzten Rohres geblasen wird. Dieses Verfahren ist zeitraubend und deshalb kostspielig und es ist ausserdem kaum möglich, eine gleichmässig starke Schicht aufzubringen. Weiters können nach dem bekannten Verfahren Rohre mit Biegungen kaum behandelt werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Auskleidung der Innenfläche eines vorerwärmten hohlen Metallkörpers, z. B. eines Rohres, mit einer Kunstharzschicht, bei dem durch den Hohlkörper ein Gemisch von Luft und fein verteiltem Kunstharz gesaugt oder geblasen wird und bei dem die obengenannten Nachteile vermieden werden. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Durchsaugen oder Durchblasen stossweise stattfindet.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, bei welcher der vorerwärmte Hohlkörper, insbesondere Rohr, mit einem Flansch auf einer Lochplatte mittels Klemmen befestigt wird und über diese Lochplatte mit einem Zufuhrkasten für das Luft-Kunstharzpulver-Gemisch, insbesondere Wirbelbett, in Verbindung steht, ist dadurch gekennzeichnet, dass auf dem oberen Flansch des Hohlkörpers ein Saugstück festgeklemmt ist, das durch eine biegsame Leitung mit einem Staubfänger-Vakuumbehälter in Verbindung steht und dass vor und hinter dem Hohlkörper ein Abschlusshahn vorgesehen ist.
Das Verfahren nach der Erfindung kann mit der besonderen Vorrichtung derart ausgeführt werden, dass zuerst nach Befestigung des vorerwärmten Rohres, bei geschlossenen Ventilen im Vakuumbehälter ein Unterdruck erzeugt, und in dem Zufuhrkasten das Luft-Pulver-Gemisch zur Schwebung gebracht wird, wonach das Absaugventil geöffnet wird, so dass der Unterdruck sich bis zum geschlossenen Gemischzufuhrventil fortpflanzt, dann das Absaugventil geschlossen und das Gemischzufuhrventil geöffnet wird, wobei sich das zu behandelnde Rohr mit Luft-Pulver-Gemisch vollsaugt und danach das Gemischzufuhrventil geschlossen und das Absaugventil geöffnet wird, so dass das überschüssige Pulver aus dem Rohr gesaugt und nach dem Absaugbehälter abgeführt wird, wobei die stossweise Erzeugung eines Unterdruckes in dem zu behandelnden Rohr,
die Füllung des Rohres mit einem Luft-Pulver-Gemisch und die Absaugung des überschüssigen Pulvers willkürlich oft wiederholt werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung schematisch dargestellt ist, näher beschrieben.
In dem Zufuhrkasten 1 wird durch den Boden 2 Luft zugeführt, die durch die poröse Platte 24 treten kann. Oberhalb dieser Platte 24 befindet sich das Auskleidungsmaterial in Pulverform, das durch die zugeführte Luft schwebend gehalten wird. Die überschüssige Luft kann durch den Ablassstutzen 5 entweichen, während das Luft-Kunstharzpulver-Gemisch 28 durch die Leitung 4, das geöffnete Abschlussventil 6, eine Bohrung in der Platte 9 dem zu behandelnden Rohr 11 zugeführt wird. Ein Flansch 12 des Rohres ist mittels Klemmen 10 auf der Platte 9 in der vertikalen Lage festge-
<Desc/Clms Page number 2>
klemmt.
An dem oberen Flansch 13 des Rohres ist mittels Klemmen das Saugstück 14 festgeklemmt, an dem eine biegsame Leitung 17 angeschlossen ist, und in der das Abschlussventil 18 und das
Schauglas 19 eingebaut sind, welche Leitung 17 an einem Staubfänger-Vakuumbehälter 20 an- geschlossen ist. Dieser Behälter 20 ist ungefähr um die vertikale Achse mit einer trichterförmigen porösen Membrane 21 versehen, die durch eine Abdichtung 25 mit einem Rohrstumpf 26 ver- bunden ist, der normalerweise durch ein Abschlussventil 22 abgeschlossen ist, woran eine Ableitung 23 für das überschüssige Pulver angeschlossen ist. Durch ein Rohr 27 wird in dem Vakuumbehälter 20 ein
Unterdruck erzeugt.
Bei Bedarf kann zwischen der Platte 9 und dem Ventil 6 noch eine Zwischenplatte 7 nach
Fig. 2 eingebaut werden, die mit einer Anzahl von Schaufeln 8 versehen ist, welche die Wirbelung des
Luft-Pulver-Gemisches noch verstärken.
Das Verfahren gemäss der Erfindung läuft wie folgt ab :
Nachdem das vorerwärmte Rohr 11, das innen ausgekleidet werden soll, auf der Platte 9 fest- geklemmt ist, und die biegsame-Leitung an der Oberseite durch Klemmen 16 am Flansch 13 befestigt worden ist, wird bei geschlossenen Ventilen 6,18 und 22 in dem Behälter 20 ein Unterdruck erzeugt. Danach wird das Luft-Kunststoffpulver-Gemisch 28 in dem Kasten 1 zur Schwebung gebracht. Nun wird das Ventil 18 geöffnet, wobei der Unterdruck sich bis zum geschlossenen Ventil 6 fortpflanzt, worauf das Ventil 18 geschlossen wird. Dann wird das Ventil 6 plötzlich geöffnet, so dass sich das evakuierte Rohr 11 mit Luft-Kunststoffpulver-Gemisch vollsaugt, worauf das Ventil 6 wieder geschlossen wird.
Dann wird das Ventil 18 wieder geöffnet, so dass das überschüssige Pulver aus dem Rohr 11 gesaugt und nach dem Behälter 20 abgeführt wird. Jedesmal, wenn dieser Prozess stattfindet, wird stossweise eine bestimmte Menge Harzpulver in das Rohr 11 gesaugt und auf die Innenseite der Rohrwand aufgebracht, das dann durch die Wärme ausgehärtet wird. Es wurde festgestellt, dass durch den Überschuss an Pulver, der sich während der thermischen Aushärtung auf der Innenfläche befindet, eine vollkommen porenfreie, gut haftende Auskleidungsschicht auf die Rohrinnenwand aufgebracht wird, und dass auch Krümmer und Eckstücke in dieser Weise einwandfrei ausgekleidet werden.
Wenn sich im Behälter 20 wieder ein Unterdruck eingestellt hat, kann der Vorgang wiederholt werden, so dass es in dieser einfachen Weise möglich ist, durch die Anzahl der Stösse die Stärke der Auskleidungsschicht zu regeln.
Als Stoffe, die für die Auskleidung verwendet werden können, kommen Super-Polyamide, chlorierte Polyester und Nylon in Betracht ; es können jedoch auch andere Kunststoffe verwendet werden.
Die Kunststoffe können mit einer Korngrösse von 100 jn, also der normalen Korngrösse, wie sie durch die Hersteller von Kunststoffen geliefert wird, für das Verfahren gemäss der Erfindung verwendet werden.
Die Rohre 11 werden vorzugsweise auf 300 bis 3500C in einem Gasofen vorerwärmt, entweder durch Induktion oder durch Infrarotstrahlung.
Mit dem Verfahren kann man Rohre grosser Länge und auch solche, die Biegungen aufweisen, schnell mit einer angriffsbeständigen Schicht versehen, die nahezu völlig gleichmässig und ausserdem vollkommen porenfrei ist.
Es ist klar, dass in der obigen Beschreibung bloss ein Ausführungsbeispiel angegeben ist. Innerhalb des Bereiches der Erfindung sind hiemit verschiedene Modifikationen denkbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren für die Auskleidung der Innenflächen eines vorerwärmten, hohlen Metallkörpers, z. B. eines Rohres, mit einer Kunstharzschicht, bei dem durch den Hohlkörper ein Gemisch von Luft und fein verteiltem Kunstharz gesaugt oder geblasen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchsaugen oder Durchblasen stossweise stattfindet.
EMI2.1
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.