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Einrichtung zur Regelung der Dosierung einer Mehrzahl verschiedener schüttfähiger Stoffe zur Herstellung von Gemischen
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Farbstoffen, von künstlichen Düngemitteln, bei der Herstellung von Kunststoffgemischen, Betonmischungen u. a. m.
Es ist bereits bekannt, die zu dosierenden Stoffe aus ihren Vorratsbehältern auf eine grössenmässig den Schüttwinkel berücksichtigende Platte rieseln zu lassen, von welcher er durch einen in seinem Arbeitshub verstellbaren Arm in der gewollten Menge auf ein gemeinsames Fördermittel geschoben wird.
Dabei wurden sämtliche Arme unter den verschiedenen Behältern über eine Schubstange angetrieben, wobei die Möglichkeit gegeben war, den Hub jedes einzelnen Armes durch Verstellung von Anschlagflächen über einen geeigneten Mitnehmer zu verändern.
Diese Einrichtungen weisen aber trotzdem sie eine einwandfreie prozentuale Einstellung der einzelnen Stoffe gewährleisten-wesentliche Nachteile auf. Diese bestehen einmal darin, dass die verschiedenen Vorratsbehälter in einer Reihe stehen müssen, da sonst der Antrieb über eine gemeinsame Stange nicht möglich ist. Würde man bei einer Anordnung der Behälter ausserhalb einer geraden Linie Gelenkstangen oder sonstige Zwischenglieder verwenden, so würde dabei ein solcher Schlupf entstehen, dass in der prozentualen Dosierung eine zu grosse Toleranz entstünde. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass bei der Mengenverstellung eines der Stoffe die Verstellung unmittelbar an diesem Behälter erfolgen muss, was sich besonders nachteilig auswirkt, wenn, wie z. B. in der chemischen Industrie, relativ grosse, weit auseinanderstehende Behälter in Frage kommen.
Letzten Endes tritt noch ein nicht unwesentlicher Nachteil dadurch auf, dass bei Verstellung der Menge eines oder mehrerer Behälter aus der Gesamtzahl sich die pro Stunde gelieferte Gesamtmenge entsprechend ändert.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Dosierungseinrichtung mit schlupffreiem Antrieb zu schaffen, die es bei beliebiger örtlicher Aufstellung der einzelnen Behälter erlaubt, von einem einzigen Kommandostand aus die prozentuale Menge jedes zugeführten Stoffes genau einzustellen, ohne dass sich die einmal eingestellte Menge pro Stunde ändert.
Diese Aufgabe wird im wesentlichen dadurch gelöst, dass unabhängig von Lage und Entfernung der einzelnen Behälter der jeder Platte zugeordnete Schubarm von einem gesonderten, doppelt wirkenden hydraulischen Kolben gesteuert wird, und alle Kolben über je ein Magnetventil von einer gemeinsamen Druckpumpe synchron beaufschlagt werden, wobei die in die Gesamtanlage gedrückte Ölmenge durch einen Mengenregler bestimmt wird, während der Hub jedes Kolbens durch lageverstellbare Endschalter einstellbar ist. Die auf einer Seite der Kolben liegenden einzelnen verstellbaren Endschalter sind entweder in Reihe geschaltet, oder sie liegen an einer Kontaktkette, derart, dass der Weg aller Kolben über die Magnetventile erst umgeschaltet wird, wenn alle Endschalter auf diesen Kolbenseiten geschlossen haben.
Hiebei können selbstverständlich sowohl die Endschalter auf der einen Seite oder auf der andern Seite oder auf beiden Seiten lageverschiebbar ausgebildet sein. Diese Lageverstellung erfolgt durch fern-
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können, führt jebetrachtet-auf 30 und 70 eingestellt. Hiedurch laufen die Spindelmotoren 8 und 8a an, wobei der auf 301o eingestellte Spindelmotor 8 den Anschlag 7 näher an die Kolbenstange bringt als der Spindelmotor 8 den Anschlag 7'. Läuft nun der Kolben 3 gegen den Anschlag 7, so wird-wie aus Fig. 2 ersichtlich-über die Leitung 24 der Strom in die Leitung 25 durchgeschaltet, das Ma- i gnetventil schliesst die Leitung 14, der Kolben 3 bleibt stehen.
Da beim Behälter B der Anschlag 7'weiter entfernt ist, läuft der Kolben 3a weiter, bis auch er gegen den Anschlag 7' läuft. Dadurch schaltet das Magnetventil 4a über die elektrische Leitung 24,25a den Druck auf die Rohrleitung 14 ab. Gleichzeitig aber schliessen die mit Doppelkontakten gebauten Endschalter 7,7' die Leitung 27,28 zu den Umschalt-Spulen der Magnetventile, so dass diese nunmehr Druck auf die Rohre 15 geben und den Abfluss durch die Rohre 14 freigeben. Damit wandern die Kolben 3 und 3a wieder nach rechts. Dieses Spiel wiederholt sich fortlaufend, wobei jeweils der Kolben 3 in seiner linken Endlage stehen bleibt bis auch der Kolben 3a seine linke Endlage erreicht hat. Hier sei besonders darauf hingewiesen, dass die pro Stunde geförderte Gesamtmenge sich nicht ändert, wenn an einem der Behälter der prozentuale Anteil verstellt wird.
Der Grund hiefür ist folgender : Es sei angenommen, dass der Endschalter 7 in seine äusserste Stellung nach rechts gebracht wird. Der Hub des Kolbens 3 nach links wird dann ein Minimum, d. h. Null. Es könnte zunächst angenommen werden, dass nun die Gesamtmenge um den halben Betrag des Anteiles von Stoff A absinkt. Dies ist jedoch nicht der Fall, da in der Gesamtanlage immer die gleiche Menge Drucköl umläuft. Da der Kolben 3 aber nur den halben Hub ausführt, verteilt sich die halbe Füllmenge dieses Zylinders auf die Zylinder der übrigen Behälter, so dass deren Kolben um einen Betrag schneller laufen, der der im Zylinder 3 eingesparten Ölmenge entspricht, d. h. also es wird nach wie vor die gleiche Stoffmenge in der Zeiteinheit gefördert, jedoch in anderer prozentualer Verteilung.
Fig. 3 zeigt schliesslich eine schematische Gesamtanordnung von fünf Behältern A - E. Von jedem dieser Behälter wird über ein geeignetes Fördermittel in Richtung der angedeuteten Pfeile der jeweilige Stoff in genau dosierter Menge auf eingemeinsames Fördermittel 29 und von diesem in die Mischtrommel M gebracht.
Selbstverständlich ist diese Regeleinrichtung nicht nur, wie beschrieben, für Heilmittelstoffe benutzbar, bei denen allenfalls Behälter von einigen Kilogramm und dementsprechend hydraulische Zylinder von nur wenigen cm3 Inhalt benutzt werden, sondern in unveränderter Form auch bei andern Anlagen, von denen einige im Eingang der Beschreibung aufgezählt sind, bis zu Behältern von mehreren Tonnen Inhalt mit einer Hydraulik, die eine entsprechend grosse Menge an Drucköl enthalten muss.
Wesentlich für die Erfindung ist in allen Fällen, dass bei schlupffreie Antrieb der Dosierungsanlage von einem Kommandostand aus jede gewünschte prozentuale Einstellung einer Vielzahl verschiedener Stoffe vorgenommen werden kann und trotz dieser verschiedenen Einstellung die gesamte in der Zeiteinheit geförderte Menge sich stets gleichbleibt, was unter anderem für die nachgeschaltete Mischvorrichtung und etwa angeschlossene Verbrauchermaschinen, z. B. Tablettier-und Verpackungsmaschinen von Wichtigkeit ist.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zur Regelung der Dosierung einer Mehrzahl verschiedener, schüttfähiger Stoffe zur Herstellung von Gemischen mit vorbestimmten Prozentanteilen, bei dem aus den einzelnen Behältern der jeweilige Stoff auf eine Platte rieselt, von welcher er durch einen in seinem Hub verstellbaren Arm in der gewollten Menge auf ein gemeinsames Fördermittel geschoben wird, dadurch gekennzeich- net, dass der jeder Platte (1) aller in beliebiger Lage zu-und Entfernung voneinander liegenden Behälter (A, B, C, D) zugeordnete Schubarm (2) von einem gesonderten hydraulischen Kolben (3, 3a) gesteuert wird, und alle Kolben über je ein Magnetventil (4, 4a) von einer gemeinsamen Druckpumpe (5) synchron beaufschlagt werden, wobei die in die Gesamtanlage gedrückte Ölmenge durch einen Mengenregler (6) bestimmt wird,
während der Hub jedes Kolbens durch lageverstellbare Endschalter (7) einstellbar ist.