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Anordnung zum Zusammenstellen von Plattenlieferungen nach verschiedenen Sorten, in beliebigen Stückzahlen
Spanplatten werden in verschiedenen, durch ihre Eigenschaften unterschiedenen Typen und diese in verschiedenen Dicken hergestellt. Das übliche Herstellungsprogramm einer Spanplattenfabrik umfasst 1-4 Typen in je zirka 10-15 Dicken zwischen 3 und 38 mm, insgesamt also etwa 10 - 60 Sorten (= Typen mal Dicken).
Mit Rücksicht auf die Belange der stark automatisierten Fertigung werden die einzelnen Sorten nach Möglichkeit 8 - 24 h hintereinander gefertigt, so dass sich durchschnittliche Losgrössen von etwa 1000 bis 3000 Platten pro Sorte ergeben, die nach Fertigstellung in Paketen von 50 cm bis 1 m Höhe, z. B. auf Paletten zusammengefasst, transportiert werden. Diese Pakete werden im Fertiglager in Stapeln von 4 bis 12 m Höhe nach Sorten bereitgestellt.
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langen der Spanplattenfabriken diametral gegenüber.
Die Bestellung eines Kunden (Kommision) liegt im Durchschnitt bei etwa 200 Platten. Sie besteht aus zahlreichen Sorten ; die gewünschte Stückzahl je Sorte ist häufig sehr klein, vielfach herunter bis zu 5 (bei 5 als Mindeststückzahl für die Bestellung einer Sorte). Je nach der Tragfähigkeit der Transportmittel im Lager und zum Versand (Pakethöhe) und der Plattendicke enthält ein Paket etwa 30 - 120 Platten.
Von den drei möglichen Fällen kommt der erste Fall, dass die bestellte Stückzahl einer Sorte genau dem Inhalt eines oder mehrerer Pakete entspricht, praktisch kaum vor. Im zweiten Fall ist die gewünschte Stückzahl gleich dem Inhalt eines oder mehrerer Pakete plus einem Teil eines weiteren Paketes, und im dritten häufigsten Fall beträgt sie nur einen Teil eines Paketes (bis herunter zu 5 Stück). In der Gesamtheit aller Fälle werden nur etwa ein Drittel aller Pakete als ganze Pakete verbraucht, der grösste Teil der Pakete wird in Form von Bruchteilen eines Paketes benötigt.
Für die weitere Betrachtung sind die Sperrigkeit und die für manuelle Bewegung grossen Gewichte der Platten von Bedeutung. Die Plattenformate liegen zwischen 125 x 250 und 190 x 510, im Durchschnitt bei 170 x 350 cm. Daraus ergeben sich, bei Durchschnittswerten von 0, 6 cm für das spez. Gewicht und 1, 6 cm für die Plattendicke, Plattengewichte von durchschnittlich zirka 60 kg, in der Spitze bis zu 180 kg.
Die bisherige Arbeitsweise der Spanplattenwerke in der so beschriebenen Situation ist folgende : Im Fertiglager, kurz Lager genannt, liegen wie gesagt die Sorten in Stapeln von 4 bis 12 m Höhe, aufgebaut aus Paketen von 0, 5 bis 1 m Höhe (unabhängig von der Plattendicke). Soweit der Versand für einen Kunden ein oder mehr ganze Pakete einer Sorte benötigt, ist die Arbeit einfach ; sie werden mit den Transporteinrichtungen (z. B. Kran und Gabelstapler) vom betreffenden Stapel genommen und zur Versandstelle transportiert. Soweit jedoch-und das kommt wie gesagt in der Mehrzahl der Fälle von - 5 bis X - Platten eines Paketes benötigt werden, ist eine umständliche und schwere Arbeit nötig. Das betreffende Paket wird mit der Transporteinrichtung vom Stapel genommen und auf einem freien Platz des Lagers oder an der Versandstelle abgelegt.
Dort wird manuell in Arbeitskolonnen von 2 bis 4 Arbeitskräften je nach Plattenformat und Gewicht die benötigte Teilstückzahl Stück für Stück von dem Paket abgehoben bzw. ab-
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geschoben. Der Rest des Paketes wird wieder auf seinen Platz auf den Stapel des Lagers zurückbefördert.
Dies geschieht Sorte für Sorte für jede Kommission. Es ist übrigens verständlich, dass bei dieser Arbeits- weise in nicht unbeträchtlichem Masse wertmindernde Beschädigungen an den Platten vorkommen.
Abgesehen von der schweren körperlichen Arbeit, der geringen Leistung und den hohen Kosten der bisherigen Art des Kommissionierens, d. h. der Zusammenstellens der Kundenkommissionen nach Sorten und Stückzahlen, hat die bisherige Methode folgende weitere Nachteile : Die Transporteinrichtung des La- gers wird unnötig stark belastet, da die einzelnen Sorten über das weitläufige, die ganze grosse Fertigung aufnehmende Lager verstreut sind. Überdies kommt auch noch der Rücktransport des Paketrestes zum Sta- pelplatz im Lager hinzu, u. zw. baldmöglichst nach der Entnahme der für die betreffende Kommission er- forderlichen Platten dieser Sorte, weil sonst eine noch grössere zur Lagerung dringend benötigte Fläche der stets knapp bemessenen Lagerhalle ihrem eigentlichen Zweck entzogen ist.
Des weiteren blockieren die auf den Stapeln im Lager wieder abgestellten Restpakete die Abnahme von zwischendurch geforderten ganzen Paketen oder verhindern den systematischen Abbauturnus, Stapel für Stapel einer Sorte oder brin- gen zusätzliche Zwischentransport-Leerlaufarbeiten.
Dennoch arbeiten alle Spanplattenwerke, auch die modernsten, nach dieser Methode.
Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile durch eine Anordnung zum Zusammenstellen von Plat- tenlieferungen nach verschiedenen Sorten in beliebigen Stückzahlen vermieden, die darin, besteht, dass einem Lager von Stapeln aus vollen Paketen gleicher Sorte ein, gegebenenfalls bewegliches Magazin mit
Lagerplätzen für je ein Paket jeder Sorte und diesem ein relativ zu ihm beweglicher Stückzahlgreifermit einem mit ihm aus einem Stück bestehenden oder selbständigen ortsfesten Plattensammler zugeordnet sind, von denen der Stückzahlgreifer nacheinander von beliebigen Lagerplätzen je beliebige Stückzahlen jeweils einzeln oder auf einmal abgreift und an den Plattensammler übergibt, während der Plattensamm- ler diese bis zu einer bestimmten Lagerhöhe sammelt und sie dann der Fördereinrichtung des Versands zuführt.
Eine mögliche Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass das Magazin in Form einer langgestreckten, mit seiner Rückseite gegen das Lager gerichteten Reihe von Lagerplätzen ausgebildet, über oder in ihm der Stückzahlgreifer und an einem seiner beiden Enden der Plattensammler angeordnet ist.
Eine erhebliche Platzersparnis ist dadurch zu erreichen, dass das Magazin in Form eines langgestreckten Regals ausgebildet und ihm gegenüber der mit dem Plattensammler eine Einheit bildende Stückzahlgreifer horizontal und vertikal verfahrbar ist.
Sehr kurze Transportwege lassen sich dann erzielen, wenn das Magazin als feststehendes, gegebenenfalls mehrstöckiges Rundregal ausgebildet und in seiner Mitte oder an seinem Umfang die aus Stückzahlgreifer und Plattensammler bestehende Einheit drehbar sowie heb- und senkbar ist.
Diese Ausbildung lässt sich hinsichtlich Zeit- und Wegaufwand noch dadurch verbessern, dass das Magazin als drehbares Rundregal mit gegebenenfalls unabhängig voneinander drehbaren Etagen ausgebildet und in seiner Mitte oder an seinem Umfang die aus Stückzahlgreifer und Plattensammler bestehende Einheit heb-und senkbar ist.
Nach einer weiteren Ausführungsform kann das Magazin als Paternoster ausgebildet und ihm eine ortsfeste Einheit aus Stückzahlgreifer und Plattensammler zugeordnet sein.
Schliesslich ist es zur Verwirklichung der Erfindung auch möglich, dass das Magazin und/oder der Stückzahlgreifer und/oder der Plattensammler einem Lager in mehrfacher Ausführung zugeordnet ist.
An Hand der Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise erläutert : Gemäss Fig. l stehen in einem Lager 1 zahlreiche Plattenstapel S unterteilt in die Sorten a, b, c, d usw., wobei in jedem Stapel zahlreiche Plattenpakete auf Paletten übereinanderstehen. Das Lager 1 wird in Pfeilrichtung 2 von der Fertigung mit Plattenpaketen beschickt. In Pfeilrichtung 3 wird ein gegen die eine Längsseite des Lagers 1 gesetztes ebenerdiges Magazin 4 mit den Plattenpaketen der jeweils benötigten Sorten beschickt. Das Magazin 4 ist entsprechend den Sorten in Paketplätze Pa, Pb, Pc usw. unterteilt und weist für jede Sorte ein oder mehr Paketplätze auf, z.
B. je zwei Plätze für die häufig vorkommenden Sor- ten a-e, je ein Platz für die übrigen Sorten. Über oder in dem Magazin 4, und das ganze Magazin bestreichend, ist ein fahrbarer Stückzahlgreifer 5 angeordnet, der die entnommenen Platten dem ortsfesten, beispielsweise am einen Ende des Magazins 4 aufgestellten Plattensammler 6 zuführt. An dieser Seite des Magazins 4 und des Lagers 1 führt eine Fördereinrichtung 7 entlang, die ganze Pakete Px aus dem Lager 1 - aus Pfeilrichtung 8 kommend-oder aus mehreren Sorten a-x zusammengestellte Pakete Pa-x vom Plattensammler - aus Pfeilrichtung 9 kommend-zum Versand fördert. Gegebenenfalls kann diese Fördereinrichtung 7 auch gleich ein Schienen-und/oder Strassenstrang sein, über den direkt in den Waggon oder LKW gefördert wird.
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