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Einrichtung zum Armieren von Schalungsplatten
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Armieren von Schalungsplatten aus Holz mitU-förmigen
Profilschienen, die die stirnseitigen Kanten umgreifen, und bzw. oder Schutzteilen für die Ecken. Es ist bekannt, Schalungsplatten durch Aufbringen von Kanten- und bzw. oder Eckenschutzteilen von Hand aus zu armieren. Durch das Aufbringen der Beschläge von Hand aus traten häufig Beschädigungen der Platten infolge ungenauer Arbeit auf. Vor dem Aufbringen der Beschläge ist es weiters notwendig, die Nuten, in welche die Beschläge eingreifen, durch Fräsen herzustellen.
Wenn nun der Zeitraum zwischen dem Fräsen und dem Armieren der Platte gross ist, kann es durch das Arbeiten des Holzes zu Formänderungen der zu armierenden Platte kommen, wodurch das Aufbringen der Beschläge erschwert, wenn nicht gar in Frage gestellt wird. Weiters braucht das Armieren der Platten von Hand aus sehr viel Zeit, die von derGrösse der Platte abhängig ist. Es können hiebei von einem Mann zirka 200 Platten mittlerer Grösse im Tag ar- miert werden. Durch diese geringe Anzahl von Platten, die von einem Mann im Tag armiert werden, entsteht, wenn nicht zu viele Leute für das Armieren der Platte eingesetzt werden sollen, ein Engpass zwischen der Vorbereitung der Platten durch Fräsen und deren Armierung von Hand aus.
Diese Nachteile können jedoch vermieden werden, wenn gemäss der Erfindung die Armierungsteile in feststehenden, insbesondere demontierbaren Magazinen gespeichert sind, wobei Vorschub- bzw. Druckvorrichtungen vorgesehen sind, die die Platten vor die Magazine bringen bzw. die Armierungsteile auf die Platten aufschieben, wobei die Druckvorrichtungen zum Aufbringen der Eckenschutzteile quer zur Plattenvorschub- richtung wirken.
Mit Hilfe einer derart ausgestalteten Vorrichtung ist es möglich, pro Tag zirka 4000 Tafeln herzustellen, u. zw. unabhängig von deren Länge. Der Arbeitsvorgang erfolgt hiebei kontinuierlich. Da der Engpass zwischen dem Fräsen der Platte und dem Armieren durch das maschinelle Armieren der Platten beseitigt ist, kann die Zeitspanne zwischen Fräsen und Armieren wesentlich verkürzt werden, so dass kaum Massänderungen der bereits vorgefrästen Bretter auftreten. Eine Erschwerung des Beschlagvorganges tritt somit nicht auf. Sollten jedoch durch andere Umstände Massänderungen in den bereits vorgefrästen Brettern auftreten, so treten trotzdem keine Schwierigkeiten beim Beschlagen auf, da die Beschläge maschinell aufgebracht werden.
Weiters werden durch das maschinelle Beschlagen der Bretter auch Beschädigungen der Beschläge vermieden, die beim Beschlagen von Hand aus durch Hammerschläge auftreten könnten.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. l zeigt schematisch die erfindungsgemässe Einrichtung in schaubildlicher Darstellung und Fig. 2 ein Detail der in Fig. l dargestellten Einrichtung.
Die zur Armierung der Platte vorgesehenen Schienen 32 und Blechteile werden in passenden Magazinen 21,23, 24 gelagert und aus diesen der sich an den Magazinen vorbei bewegenden Platte 34 zugeführt. Die hiefür notwendige Kraftwirkung wird pneumatisch oder hydraulisch ausgeübt. Das System der Armierung der Platte ist so entworfen, dass zuerst zwei Eckenschutzteile 28 aufgeschoben werden, hierauf über dieselben die Kantenschutzschiene 32 darübergeschoben wird. Ihre Form ist derart gestaltet, dass damit die Eckenschutzteile in ihrer Normallage festgehalten werden, indem sowohl in der Platte 34 als auch in den Eckenschutz teilen 28 Nuten vorgesehen sind. Die aufgeschobene Kantenschutz-
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schiene 32 greift mit vorstehenden Lappen in diese Nuten ein.
In dieser Art ist sie aber noch seitlich verschiebbar, was verhindert werden muss, Dies geschieht durch eine in der Mitte angebrachte Fixierung.
Sie besteht aus einem Verankerungsteil, welcher in die eigentlichen Holzteile der Platte eingesenkt ist und einer Schraube oder Niete, welche, von aussen durch die Schiene hindurchreichend, ihren Sitz in die- sem findet. Der Verankerungsteil ist bei der in Frage stehenden Fertigung als Hohlnapf ausgebildet, so dass der Holzquerschnitt durch die Einbringung des Napfes nur geringfügig geschwächt wird und daher einer gewaltsamen Verschiebung der Profilschiene grossen Widerstand entgegensetzen kann. Es kann auch eine
Sprengniete als Verankerungsteil benutzt werden. Die Eckenschutzteile sind in einem auswechselbaren
Magazin 21 eingebracht. Mit 22 ist in den Zeichnungen ein ebenfalls auswechselbares Magazin für ein napfartige Widerlager einer Mittelbefestigung für die Schienen 32 bezeichnet.
Im Magazin 23 befinden sich ebenfalls Eckenschutzteile 28, während im Magazin 24 die Schienen 32 gelagert sind. Der Armierungsvorgang läuft nun wie folgt ab : Die entsprechend (mitDoppelendprofiler) bearbeiteten und gegebenenfalls (z. B. auf einer Lackauf- tragmaschine) lackierten Schalungsplatten werden zunächst bis zum Magazin 23 in die Vorrichtung eingeschoben, worauf aus dem Magazin 21 die Eckenschutzteile an einem Plattenende mit Hilfe der pneumatischen Vorrichtung 25 und aus dem Magazin 23 am andern Plattenende mit Hilfe einer wie- der pneumatisch betriebenen Einrichtung 27 aufgebracht werden. Gleichzeitig werden die aus dem Ma- gazin 22 herabfallenden napfartigenTeile 29 mitHilfe der pneumatischen Vorrichtung 26 in das
Holz der Platte eingepresst.
Die nur teilweise dargestellte Platte ist mit 34, die aufgebrachten Eckenschutzteile mit 28 und eine Druckvorrichtung zum Schieben der Platte ist mit 30,31 bezeichnet. Auch diese Druckvorrichtung wird pneumatisch oder gegebenenfalls hydraulisch betrieben.
Die Druckvorrichtung 30.31 schiebt die Platte 34 auch zum Magazin 24 weiter. Die Platte in der Stellung zum Aufbringen der Schienen ist mit 34'angedeutet. Die Schienen 32 fallen aus dem Magazin 24 in die richtige Lage zur Platte 34'und werden dort befestigt, indem mit Hilfe der Einrichtung 35 ein entsprechender Halteteil durch die Schiene 32 in den Napf 29 und gegebenenfalls das Holz der Schalungsplatte eingeführt wird ; beispielsweise ist die Einrichtung ein mechanischangetriebener Schrauber, ein Nietwerkzeug oder ein Wärmekloben für Sprengnieten.
Mit 33 ist ein versenkbares Widerlager bezeichnet, gegen das sich die Platte 34'beimAufbringen der Schiene stützt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Armieren von Schalungsplatten aus Holz mit U-förmigen Profilschienen, die die stirnseitigen Kanten umgreifen, und bzw. oder Schutzteilen für die Ecken, dadurch gekennzeich- net, dass die Armierungsteile in feststehenden, insbesondere demontierbaren Magazinen (21,23, 24) gespeichert sind, wobei Vorschub- bzw. Druckvorrichtungen vorgesehen sind, die die Platten vor die Ma- gazine bringen bzw. dieArmierungsteile auf die Platten aufschieben, wobei die Druckvorrichtungen (25, 27) zum Aufbringen der Eckenschutzteile quer zur Plattenvorschubrichtung wirken.