AT251299B - Pyrophore Legierung - Google Patents

Pyrophore Legierung

Info

Publication number
AT251299B
AT251299B AT935762A AT935762A AT251299B AT 251299 B AT251299 B AT 251299B AT 935762 A AT935762 A AT 935762A AT 935762 A AT935762 A AT 935762A AT 251299 B AT251299 B AT 251299B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
pyrophoric
uranium
alloys
alloy
Prior art date
Application number
AT935762A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Rudolf Dr Kirchmayr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Priority to AT935762A priority Critical patent/AT251299B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT251299B publication Critical patent/AT251299B/de

Links

Landscapes

  • Hard Magnetic Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Pyrophore Legierung 
Pyrophore Legierungen werden seit etwa 60 Jahren industriell hergestellt, dienen in Form von Zündsteinen, als Zündmetall usw. vielfältigen Zwecken und sind relativ gut untersucht. Bisher wurden aller- dings fast nur die Metalle der Seltenen Erden in Verbindung mit den verschiedensten Legierungselementen zur Herstellung pyrophorer Legierungen verwendet. Die bisher bekannten Legierungen stellen jedoch in bezug auf   ihre Zündfähigkeit und Ausgiebigkeit   keinesfalls das technische und wirtschaftliche Optimum dar und sind für manche, an sich interessante Anwendungszwecke ungeeignet. 



   Eine pyrophore Legierung ist dann als optimal anzusehen, wenn sie möglichst hohe Zündfähigkeit mit möglichst geringem Verbrauch an Zündmittel verbindet. Ein geeignetes   Mass   für die Zündfähigkeit ist die molare Verbrennungswärme der in der Legierung enthaltenen pyrophoren Substanz. Grössere molare Verbrennungswärme bedeutet eine höhere Funkentemperatur und damit bessere Zündfähigkeit. Der Verbrauch an Zündmittel hingegen ist unter sonst gleichen Bedingungen von der Härte der pyrophoren Legierung abhängig. Erwünscht ist eine dem jeweiligen Verwendungszweck anpassbare Härte, die die Erzeugung einer zur Zündung gerade ausreichenden, jedoch nicht überflüssig intensiven Funkengarbe gestattet. 



   Untersucht man nun die bisher bekanntgewordenen pyrophoren Legierungen, so zeigt sich, dass deren Zündfähigkeit für viele Anwendungen ungenügend und ihre Härte und Zündtemperatur kaum zu beeinflussen sind. 



   Ausgedehnte eigene Untersuchungen haben nun die überraschende Tatsache ergeben, dass pyrophore Legierungen hervorragender Qualität in bezug auf Zündfähigkeit, Ausgiebigkeit und Lagerbeständigkeit mit Uran als pyrophorer Substanz herstellbar sind. Erfindungsgemäss werden daher Uranlegierungen zur Herstellung von Zündmitteln verwendet und lässt sich deren Härte und Zündtemperatur durch die Zusammensetzung, durch die Korngrösse sowie durch das im Zündmittel vorhandene Porenvolumen in weiten Grenzen verändern. 



   Im Vergleich zu den   herkömmlichen Legierungen zeigen pyrophore Legierungen auf Uranbasis   wesentliche Vorteile. Die molare Verbrennungswärme von Uran und damit die Zündfähigkeit ist gegenüber Cer und   Cer-Mischmetall   wesentlich gesteigert (molare Verbrennungswärme von Uran   - 294 kcal,   von Cer und Cer-Mischmetall :-233 kcal). Die Härte und damit der Verbrauch an Zündmittel kann bei   Uranlegie-   rungen durch zwei verschiedene Methoden, die einzeln oder gemeinsam angewendet werden können, beeinflusst werden. Einerseits können durch Zugabe der verschiedensten Elemente, wie beispielsweise Mg, Ca, Sr, Ba, Cu, Ag, Zn, Cd,   AI,   Si, Sn, Pb, As, Sb, Bi sowie den Übergangsmetallen der IV.-VIII. 



  Gruppe des Periodensystems, Legierungen mit verschiedener Härte, aber nahezu unveränderter Zündfähigkeit hergestellt werden. Anderseits kann durch Schaffung von Poren in der Legierung die Härte des Zündmittels bei gleicher chemischer Zusammensetzung vermindert werden. 



   Die Zündtemperatur sowie die Funkentemperatur der pyrophoren Uranlegierungen sind schliesslich von der Korngrösse der Legierungsbestandteile, die ihrerseits durch die Herstellungsbedingungen beeinflussbar ist, abhängig, u. zw. wird bei kleiner werdender Korngrösse die Zündtemperatur vermindert sowie die Funkentemperatur erhöht. Bei sonst gleichen Eigenschaften sind somit pyrophore Uranlegierungen verschiedener   Zünd- und   Funkentemperatur herstellbar. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Schliesslich sei festgestellt, dass die Eigenschaften der pyrophoren Uranlegierungen unabhängig von der Isotopenzusammensetzung des Urans sind. Mit wirtschaftlichem Vorteil werden daher die bei der Ge- winnung von Uran235 zwangsläufig anfallenden Rückstände an Uran238-Metall zur Herstellung der pyrophoren
Uranlegierungen verwendet, so dass auf Uranbasis pyrophore Legierungen mit besseren Eigenschaften zu i niedrigeren Kosten als auf herkömmliche Weise herstellbar sind. 



   Als Legierungselemente der pyrophoren Uranlegierungen kommen vor allem Mg, Ca, Sr, Ba, Cu,
Ag, Zn, Cd,   AI,   Si, Sn, Pb, As, Sb, Bi sowie die Übergangsmetalle der IV.-VIII.Gruppe des Perioden- systems in Frage, deren Anteil nicht mehr als zusammen 40   Gew. -0/0 betragen   darf, ohne die Pyrophorität und Zündfähigkeit zubeeinträchtigen. Enthält die pyrophore Uranlegierung Seltene Erdmetalle oder Misch- metall bis zu maximal 50   Gew. -0/0,   so wird die Pyrophorität in nicht vorherzusehender Weise weit über das durch Uran oder Seltenes Erdmetall allein gegebene Ausmass gesteigert. 



   Tabelle I gibt einen kleinen Überblick über erprobte pyrophore Legierungen auf Uranbasis, ohne den
Umfang der Erfindung in irgendeiner Weise einzuschränken. 



   Tabelle I 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Legierung <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> H <SEP> HI <SEP> IV <SEP> V <SEP> VI <SEP> VE <SEP> 
<tb> Uran <SEP> Gew.-% <SEP> 97, <SEP> 0 <SEP> 94, <SEP> 0 <SEP> 80, <SEP> 0 <SEP> 61, <SEP> 0 <SEP> 50, <SEP> 0 <SEP> 35, <SEP> 0 <SEP> 25, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Seltene <SEP> Erdmetalle, <SEP> Gew.-% <SEP> < 0,01 <SEP> < 0,01 <SEP> 5,0 <SEP> 7,0 <SEP> 45,0 <SEP> 27,0 <SEP> 41,0
<tb> Sonstige <SEP> Legierungselemente
<tb> Gew.

   <SEP> -% <SEP> 3,0 <SEP> 6,0 <SEP> 15,0 <SEP> 32,0 <SEP> 5,0 <SEP> 38,0 <SEP> 34,0
<tb> Porenvolumen <SEP> % <SEP> 0-50 <SEP> 10-30 <SEP> 0-20 <SEP> 20-60 <SEP> 40-80 <SEP> 0-30 <SEP> 20-40
<tb> 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> beispielsweise <SEP> Gie-Legierungselemente
<tb> % <SEP> I <SEP> II <SEP> in <SEP> IV <SEP> V <SEP> VI <SEP> VII <SEP> 
<tb> U <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 97,0 <SEP> 61,0 <SEP> 50,0 <SEP> 35,0
<tb> Cer-Metalle <SEP> 75, <SEP> 3 <SEP> 70, <SEP> 2 <SEP> 78, <SEP> 0-7, <SEP> 0 <SEP> 45, <SEP> 0 <SEP> 27, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Fe <SEP> 17, <SEP> 3 <SEP> 27, <SEP> 8 <SEP> 19, <SEP> 5 <SEP> 2, <SEP> 1 <SEP> 8, <SEP> 0 <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 15, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Zn <SEP> 4, <SEP> 4---2, <SEP> 5 <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 3, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> Mg <SEP> 2,2 <SEP> 1,8 <SEP> 0,4 <SEP> - <SEP> 1,0 <SEP> 0,5 <SEP> 2,0
<tb> Si <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> 2,

   <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 9 <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> 6, <SEP> 8 <SEP> 
<tb> Ca <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> AI----12, <SEP> 0-8, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Tabelle II (Fortsetzung) Vergleich von Härte und Abbrand von bekannten Zündlegierungen auf Cer-Eisen-Basis   (I-III)   mit pyrophoren Uran-Legierungen (IV-VII)
Legierungsnummer 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Legierungselemente <SEP> % <SEP> I <SEP> II <SEP> III <SEP> IV <SEP> V <SEP> VI <SEP> VII
<tb> Sb----0, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Porenvolumen
<tb> % <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0-30 <SEP> 0-15 <SEP> 0-30 <SEP> 10-30
<tb> Vickershärte
<tb> kg/mm <SEP> 125 <SEP> 135 <SEP> 130 <SEP> 140-110 <SEP> 170-120 <SEP> 140-190 <SEP> 110-70
<tb> Abbrand <SEP> mg/100
<tb> Zündvorgängen <SEP> 40,0 <SEP> 45,0 <SEP> 37,

  0 <SEP> 17-22 <SEP> 13-19 <SEP> 15-23 <SEP> 18-27
<tb> 
   PATENTANSPRÜCHE :    
1. Pyrophore Legierung, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus   21-99 Gew.-% Uran,   bis zu   50 Gew. -%   aus Metallen der Seltenen Erden und bis zu 40 Gew.-% aus Übergangsmetallen der IV.-VIII. 



   Gruppe des Periodensystems der Elemente und/oder Mg, Ca, Sr, Ba, Cu, Ag, Zn, Cd,   AI,   Si, Sn, Pb, As, Sb, Bi besteht.

Claims (1)

  1. 2. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0-80% Porenvolumen besitzt.
AT935762A 1962-11-29 1962-11-29 Pyrophore Legierung AT251299B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT935762A AT251299B (de) 1962-11-29 1962-11-29 Pyrophore Legierung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT935762A AT251299B (de) 1962-11-29 1962-11-29 Pyrophore Legierung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT251299B true AT251299B (de) 1966-12-27

Family

ID=3613457

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT935762A AT251299B (de) 1962-11-29 1962-11-29 Pyrophore Legierung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT251299B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0478932B1 (de) Hochgoldhaltige gelbe Dentallegierung
DE2505934B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines amalgamierbaren Legierungspulvers und Verwendung desselben für die Herstellung von Dentalamalgam
DE2630141C2 (de) Verwendung einer Wolfram, Silizium und/oder Titan enthaltenden Eisenlegierung zur Herstellung von Teilen mit hoher Dämpfungsfähigkeit
DE60300728T2 (de) Sinterlegierung auf Eisenbasis zur Verwendung als Ventilsitz
DE2613255C2 (de) Verwendung einer Eisen-Molybdän-Nickel-Sinterlegierung mit Phosphorzusatz zur Herstellung hochfester Werkstücke
DE4318827C2 (de) Schwermetallegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2062776A1 (de) Kobaltlegierung
DE2125534B2 (de) Verwendung von gesinterten Eisenlegierungen als Werkstoff für Ventilsitze im Brennkraftmaschinenbau
AT251299B (de) Pyrophore Legierung
DE2631906A1 (de) Metallpulvermischung fuer die herstellung von in der zahnheilkunde verwendbaren zahnamalgamen durch mischen mit quecksilber
EP0119501B1 (de) Verwendung einer aushärtbaren Kupfer-Nickel-Mangan-Legierung als Werkstoff zur Herstellung von Brillenteilen
DE3211703A1 (de) Verwendung goldarmer edelmetallegierungen fuer dentalzwecke
DE585002C (de) Kupfer-Silicium-Zink-Legierung
DE1019949B (de) Stranggepresster Zuendstein aus einer pyrophoren Cer (Mischmetall)-Zink-Magnesium-Legierung mit 4 bis 40% Eisen
DE2165582A1 (de) Wärmefeste Ni-Al-Be- Legierungen
DE68908618T2 (de) Hexafluorphosphate als Gefügefeiner für Aluminium-Silizium-Legierungen.
DE670570C (de) Aluminiumlegierung
AT152283B (de) Gesinterte, bis zu 20% Hilfsmetalle enthaltende Hartlegierung.
DE2221814A1 (de) Molybdaen - legierungen
DE763758C (de) Verwendung von Aluminiumlegierungen fuer Press- und Walzerzeugnisse
AT203223B (de) Legierung für Zündsteine
AT83161B (de) Lagerweißmetall.
DE379149C (de) Goldlegierungen
AT205828B (de) Hart- oder Schweißlot
AT154117B (de) Blaugoldlegierung.