AT252096B - Verfahren zur Gewinnung vorzerkleinerter Hochofenschlacke - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung vorzerkleinerter Hochofenschlacke

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AT252096B
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Fritz Forschepiepe
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Fritz Forschepiepe
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  Verfahren zur Gewinnung vorzerkleinerter Hochofenschlacke *) Stammpatent Nr. 237502. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in Giessbetten durch lagenweises Abgiessen flüssiger Schlacke mit nachfolgender Aufbereitung. Jede Lage hat eine Stärke von etwa   5cm   und die Abkühlung erfolgt an der Luft. Mehrere Lagen werden durch mehrmaliges Aufreissen unter Druck aufgebrochen und die erhaltenen Bruchkörper durch Absiebung in grössere schlag- und druckfeste sowie kleinstückige Körper zerlegt. Nach Patent Nr. 244211 ist vorgeschlagen worden, das Giessbett für die Aufnahme der untersten Lage mit einer Bodenisolierplatte zu versehen, die in schneller Giessfolge aus flüssiger Schlacke in einer Stärke bis zu 50 cm hergestellt und langsam ohne Wasser abgekühlt worden ist. 



   Da die Schlacke ein schlechter Wärmeleiter ist, wird mit der Bodenisolierplatte bezweckt, das Giessbett gegen Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Boden zu isolieren sowie die Bildung von heissen Gasen zu unterbinden. Man erreicht auf diese Weise, dass die auf der Bodenisolierplatte zum lagenweisenAbguss kommende Schlacke praktisch ohne jeden Einfluss von Feuchtigkeit abkühlen und die Schlacke somit zu schlag- und druckfesten Körpern nach den Erfordernissen der DIN 4301 erstarren kann. 



   Bei den mit der Bodenisolierplatte durchgeführten Versuchen hat sich gezeigt, dass die gestellte Aufgabe der Isolierung gegenüber dem Boden zwar erreicht, aber die vermeidlichen Feuchtigkeitseinflüsse und die Bildung von heissen Gasen noch nicht vollkommen unterbunden werden konnten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die heisse Schlacke aus den Seitenwänden des Giessbettes Feuchtigkeit aufnimmt und es dadurch auch weiterhin zur Bildung von Gasen kommt. Um diesen Mangel zu beheben, wird gemäss der Erfindung in Vervollkommnung des Gegenstandes des Patentes Nr. 244211 vorgeschlagen, Isolierwände als seitliche Begrenzungen des Giessbettes in seiner Füllhöhe vorzusehen, die an die Bodenisolierplatte angeschlossen und vorzugsweise in einem Giessvorgang in einer Stärke von etwa 50 cm erstellt werden. 



   Die in das allseitig isolierte Giessbett zur Einlagerung kommendeschlacke hat wegen der ausgeschalteten   Feuchtigkeits- und   Gaseinflüsse eine wesentlich verlängerte Abkühlungszeit. So hat sich gezeigt, dass selbst nach längerer Liegezeit unter der abgekühlten Haut glühende Schlacke vorhanden ist. Der Einsatz des Raupenfahrzeuges mit Heckaufreisser ist auf der abgekühlten Haut mit ein oder mehreren Zähnen möglich, wenn der Motor des Raupenfahrzeuges ausschliesslich auf der abgekühlten Haut gefahren wird. 



  Die Furchen leiten   verhältnismässig   schnell eine Abkühlung der unter der Haut befindlichen, zum Teil noch flüssigen Schlacke ein, so dass nach einer weiteren Wartezeit das Raupenfahrzeug mit dem Heckaufreisser ohne Einschränkung für die weitere Voraufbereitung eingesetzt werden kann. Die Oberfläche des Giessbettes wird dann vollständig aufgerissen und zur weiteren Abkühlung durch Umwälzung freigelegt. 



  Innerhalb einer erneuten Abkühlungszeit von etwa 24 h kann die Schlacke zur weiteren Verarbeitung aus dem Giessbett entnommen werden. Diese langsam abgekühlte Schlacke hat verhältnismässig nur wenig thermische Spannungsrisse, so dass sie sich nach Aussonderung der Schwachanteile besonders gut zu Eisenbahnschotter, Grob-Kleinschlag und Split im Brechvorgang weiter verarbeiten lässt. 



   Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass die durch die allseitige Isolierung des Giessbettes erreich- 

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 te grössere Wärmehaltung im Giessbett nicht nur die ungenügend kristallin erkalteten Häute bei der Aufheizung rekristallisiert werden, sondern beim Aufgiessen einer jeweils neuen Lage auch eine ausreichende Temperatur für die Kristallisation in der gesamten Schlackenfüllmasse unter der jeweils schnell abkühlenden Haut jeder Lage vorhanden ist. Die Erzeugung einer voll kristallisierten Schlacke ist eine Grundbedingung für das Erstellen von Eisenbahnschotter und Strassenbaustoffen.

   Da durch die erfindungsgemässe Massnahme der allseitigen Isolierung des Giessbettes und der dadurch erreichten Steigerung der Giessbettwärme der Kristallisierungsvorgang entscheidend unterstützt wird, können nach dem erfindungsgemässen Verfahren auch Schlacken aufbereitet werden, die eine schlechte   Kristallisationseigenschaft   besitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in Giessbetten durch lagenweises Abgiessen flüssiger Schlacke in bestimmten Zeitabständen, wobei das Schlackenbett für die Aufnahme der untersten Lage mit einer in schneller Giessfolge aus flüssiger Schlacke in einer Stärke bis zu 50 cm erstellten und langsam an der Luft abgekühlten Bodenisolierplatte versehen ist, nach Stammpatent EMI2.1
AT621663A 1963-08-02 1963-08-02 Verfahren zur Gewinnung vorzerkleinerter Hochofenschlacke AT252096B (de)

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