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Walze für Kalander zur Druckbehandlung von Materialbahnen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Walze für Kalander zur Druckbehandlung von Materialbahnen, insbesondere Papier- und Textilbahnen.
Es ist bekannt, beispielsweise die Oberflächenglättung von Papier, in Kalandern vorzunehmen, bei denen die Papierbahnen oder Papierbogen eine Reihe von Walzenpaaren durchlaufen, welche abwechselnd i aus Hartwalzen (Stahlwalzen) und elastischen Walzen, d. h. Weichwalzen bzw. Walzen mit Papier- oder Baumwollbelag bestehen.
Für die Behandlung von Papieren in Kalandern ist es schon vorgeschlagen worden, den Belag der elastischen Walzen aus makromolekularen Polykohlenwasserstoffen, vorzugsweise aus hochmolekularem
Polyäthylen, herzustellen. Ebenso sind für die Weichwalzen von Kalandern Überzüge aus Gummi und Kunststoff, so auch Polyamidkunststoff, bekannt.
Alle bisher bekanntgewordenen Vorschläge für diese Walzen, bei welchen Kunststoff zur Bildung des wirksamen Walzenumfanges Verwendung findet, besitzen einen tragenden Kern oder Dorn für den Kunst- stoff. Hier unterliegt der Kunststoff einer durch den tragenden Kern oder Dorn bedingten Walkarbeit, wo- durch diesen Walzen zum wenigsten auf die Dauer kein Erfolg beschieden sein kann. Abgesehen hievon ist das Aufbringen des Belages oder Überzuges auf einen Kern oder Dorn verhältnismässig umständlich und teuer.
Vornehmlich zur Behebung vorgenannter Übelstände und zur Ausnutzung der günstigen Eigenschaften des Polyamidkunststoffes bzw. Superpolyamidkunststoffes in Kalandern zur Druckbehandlung von Material- bahnen besteht nach der Erfindung die Walze einstückig und tragdornfrei aus einem Polyamidkunststoff.
Hiedurch ist erreicht, dass der den wirksamen Walzenumfang bildende Kunststoff nicht mehr dem von einem Kern oder Dom herrührenden Verwalken unterliegt und die günstigen Eigenschaften des
Polyamidkunststoffes bzw. Superpolyamidkunststoffes für die Druckbehandlung von Materialbahnen ohne
Schmälerung mit einer Walze langer Lebensdauer ausgenutzt werden können.
Darüber hinaus lässt sich die Walze einfach und billig herstellen, da zur Herstellung lediglich Kunst- stoffblöcke entsprechender Länge erforderlich sind, die eine Oberflächenbearbeitung, z. B. durch Ab- drehen, erfahren.
Die Zeichnungen veranschaulichen verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung. Fig. 1 gibt eine
Walze für einen Rollkalander in Längsansicht wieder, Fig. 2 verdeutlicht eine Walze für einen Friktions- kalander in Längsansicht, Fig. 3 zeigt schematisch einen Kalander im Aufriss und Seitenriss und Fig. 4 lässt eine weitere Walzenanordnung schematisch erkennen.
Die Walze 1 besteht massiv, d. h. auf ihren ganzen Querschnitt und auf ihre ganze Länge, aus
Kunststoff auf der Basis der Superpolyamide und ist aus einem Kunststoffblock durch Drehen hergestellt.
An ihren Enden weist die Walze bei den Ausführungsbeispielen mit ihr einstückige Lagerzapfen 2 auf.
An Stelle von Lagerzapfen kann die Walze auch Ausdrehungen an den Enden besitzen, in welche Lager- zapfen eingreifen. Auch kann die Walze in der Achslinie durchbohrt sein.
Bei der Walze nach Fig. 2 sind an den Walzenenden Verzahnungen 3 für den Walzenantrieb
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vorgesehen.
Gemäss Fig. 3 ist die Kunststoffwalze 1 zwischen den beiden Stahlwalzen 4 und 5 angeordnet.
Hiebei ist die Walzenachse 6 gegenüber der Verbindungslinie 7 der Achsen der Stahlwalzen versetzt, so dass die KunststoffwalzegegenAusbiegeninderDurchlaufrichtung der zu behandelnden Materialbahn gesichert ist. Es kann auch eine besondere Stützwalze 8 für diesen Zweck vorgesehen sein, wie strichpunktiert angedeutet ist.
In Fig. 4 liegt die Kunststoffwalze 1 zwischen den beiden Stahlwalzen 9 und 10 sowie der Stahlwalze 11.
Die Zwischenwalze 1 aus Kunststoff kann während des Betriebes eine Erwärmung entsprechend einer für die Behandlung des jeweiligen Gutes verlangten Härte und Oberflächenelastizität erfahren. Hiezu kann die eine der mit der Walze zusammenarbeitenden Stahlwalzen beheizt und die andere dieser Walzen gekühlt sein.
Oberflächenschäden der Kunststoffwalze lassen sich beispielsweise dadurch beheben, dass die Walze oberflächenmässig bis zu einem Plastischwerden der Oberfläche erhitzt und durch ihren Rundlauf zwischen Stahlwalzen geglättet wird. Hiebei können die mit der Walze zusammenarbeitenden Stahlwalzen auf eine die Oberfläche der Walze bis zu deren Plastischwerden erwärmende Temperatur erhitzt werden.