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Verfahren zur Herstellung einer Imprägnieremulsion für Mottenschutzpapier,-gewebe bzw.-folien
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Imprägnieremulsion für Motten- schutzpapier,-gewebe oder-folien. Zur Herstellung von Mottenschutzpapier sind die verschiedensten Insektizide mit mehr oder weniger Erfolg empfohlen worden. In der Regel mangelt es diesen Mitteln an dem erforderlichen Wirkungsmaximum.
Zur Beseitigung dieses Nachteiles wird nach längeren Reihenversuchen erfindungsgemäss ein Verfahren zur Herstellung einer Imprägnieremulsion vorgeschlagen, die als Wirkstoffe
1. Isomere des Hexachlorcyclohexans,
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(endo-exo)-methylen-naphthalin,3. p, p'-Dimethoxy-diphenyl-trichlormethylmethan, gelöst in Methylenchlorid in einem bestimm- ten Verhältnis, enthält.
Es konnte beobachtet werden, dass bei bestimmten Voraussetzungen ein Wirkungsmaximum bei einem Verhältnis der Wirkstoffe 5 : 1 : 2 erreicht wird. Diese Voraussetzungen sind darin zu erblicken, dass die Wirkstoffe in eine Emulsionsform gebracht werden, die nach dem Auftrocknen eine sehr feine Verteilung der Wirkstoffe garantiert und die Abgabe an die Luft zu steuern vermag.
Bei Auflösung der Wirkstoffe in einem Lösungsmittel und Tränken des Papiers u. a. ist die Wirkung nur von kurzer Dauer. Es soll aber unter allen Umständen Dauerwirkung erzielt werden. Diese wird aber nicht nur durch die Emulsion allein erzielt, sondern auch die Wahl der Wirkstoffkombination ist von Bedeutung.
Verfahrensgemäss werden sowohl die zur Verwendung kommende Gelatine als auch die neutrale hochviskose Carboxymethylcellulose - die Kombination dieser beiden Stoffe hat sich für den vorgesehenen Zweck am besten erwiesen-auf dem Wasserbad in Teilen des vorgesehenen Wassers in der Hitze angequollen und unter Rühren so lange mit heissem Wasser behandelt, bis klare Lösungen entstehen. Beide Lösungen werden dann heiss vereinigt, wobei hochtourig gerührt wird. Darauf wird auf Zimmertemperatur abgekühlt, worauf ein in wenig Wasser gelöster Emulgator eingetragen wird und anschliessend die Wirkstofflösung unter starkem Rühren in einem dünnen Strahl, besser noch tropfenweise aus einer Bürette, eingetragen wird.
Nach diesen Verfahrensschritten gelingt es, eine sehr feine Emulsion von grosser Beständigkeit zu erhalten, während andernfalls grobflockige Emulsionen entstehen, die sich ziemlich rasch zersetzen. Solche Emulsionen sind für die Imprägnierung der vorgesehenen Trägerstoffe nicht geeignet, weil ungleichmässige Verteilung der Wirkstoffe, schlechtes Trocknen und andere Nachteile sich bei der Fabrikation bemerkbar machen. Als Emulgator soll erfindungsgemäss eine Kombination einer nicht-ionogenen mit einer anionenaktiven Verbindung verwendet werden, die neutral reagiert und ein hohes Netzvermögen aufweist, z. B. Alkylarylsulfonat und Alkylarylpolyglykoläther, um auf diese Weise ein rasches Eindringen der Emulsion bzw. des Wirkstoffes in die Poren des Papiers oder Gewebes oder der Folien zu gewähr-
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leisten.
Die erfindungsgemässe Emulsion soll wenig schaumbildend und so beschaffen sein, dass die Härte des verwendeten Wassers keinen Einfluss auf die Beständigkeit derselben auszuüben vermag, besonders eine durch Alterung bedingte Ausflockung vermieden wird. Ausserdem soll das Bindemittel so beschaffen sein, dass verschiedene relative Luftfeuchtigkeiten auf die stetige Abgabe der Wirkstoffe keinen Einfluss aus- üben. Durch die Verwendung der Kombination Gelatine und Carboxymethylcellulose im Verhältnis 1 : 1 ist dies ermöglicht.
Zur Erhöhung der Oberflächen wirkung kann in die Emulsion nach dem beschriebenen Verfahren kurzfaserige Zellulose, welche beispielsweise durch Zerschlagen des zu verwendenden Papiers hergestellt wird, eingetragen werden, so dass nach der Austrocknung der Papierbahnen oder anderer Trägerstoffe eine besonders grosse Oberflächenwirkung erzielt wird.
Es hat sich aber auch gezeigt, dass durch die Wahl des Verhältnisses der Wirkstofflösung zur Lösung von Gelatine, Carboxymethylcellulose und Emulgator sehr genau einstellbare Emulsionen entstehen, die hinsichtlich ihres Einsatzes bei verschiedenen Papieren, Geweben u. dgl. den gewünschten Effekt gewährleisten. Bei sehr saugfähigen Papieren wird man daher weniger wässerige Phasen verwenden, um die Abgabe von Wirkstoff nicht einzuschränken. Bei Textilien und ändern Geweben verfährt man vorteilhaft umgekehrt. Auch der Trocknungsprozess ist weitgehend von der Wahl der Emulsion abhängig, Vorteilhaft ist natürlich, keine zu hohe Temperatur zu wählen. Vorzugsweise soll die Trocknung bei 40 - 600C stattfinden, weil dabei fast keine oder nur geringe Wirkstoffverluste auftreten.
Es hat sich bei den biologischen Versuchen gezeigt, dass auch ein Maximum der Sofortwirkung unter den beschriebenen Verhältnissen erreicht werden kann, wenn man das y-Isomere des Hexachlorcyclohexans auf Kosten der beiden andern Wirkstoffkomponenten erhöht und das Verhältnis dieser beiden zueinander, wie angegeben, belässt. Die aufgetrocknete Emulsion bewirkt eine stetige Abgabe der Wirkstoffe, so dass langanhaltende Dauerwirkung gewährleistet ist.
Die am Institut für angewandte Zoologie der Universität München als neutraler Prüfstelle durchgeführten biologischen Versuche ergaben, dass die erfindungsgemässe Kombination der Wirkstoffe in Verbindung mit der angegebenen Mischung von Gelatine und Carboxymethylcellulose im angegebenen Verhältnis ein Maximum der Sofortwirkung und Dauerwirkung ergibt. Die biologische Wirkung geht weit über die Summe der Einzelwirkungen der Komponenten hinaus.
Ausserdem muss darauf hingewiesen werden, dass die Mischungen von Carboxymethylcellulose und Gelatine im Verhältnis des Ausführungsbeispiels einen synergistischen Effekt ergeben, der über die Summe der Einzelwirkungen beider Stoffe hinausgeht.
Nachstehend soll die Erfindung an Hand eines Beispiels noch näher erläutert werden.
Beispiel : Sowohl 1, 130 Teile pulverisierte Gelatine als auch l, 130 Teile neutrale hochviskose Carboxymethylcellulose werden jedes für sich zunächst auf dem Wasserbad in Teilen des vorgesehenen heissen Wassers von 58, 9 Teilen angequollen und unter Rühren mit weiterem Wasser zu gleichen Teilen
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Emulgator, eine Kombination von Alkylarylsulfonat und Alkylarylpolyglykoläther im Verhältnis 1 : 1, im vorliegenden Falle 1, 130 Teile, gelöst und in die wässerige Lösung von Gelatine und Carboxymethylcellulose eingerührt.
Danach wird unter sehr starkem Rühren die Wirkstofflösung eingetragen, nämlich 5, 650 Teile y-Isomeres des Hexachlorcyclohexans, 1, 130 Teile Hexachlor-epoxy-octahydro-bis- (endo- -exo)-methylen-naphthalin und 2, 260 Teile p, p'-Dimethoxy-diphenyl-trichlormethylmethan, gelöst in 14, 125 Teilen Methylenchlorid. Der Zulauf erfolgt in dünnem Strahl oder tropfenweise.
Bei sehr saugfähigem Papier od. a. empfiehlt sich das Verhältnis von Gelatine zu Carboxymethylcellulose mit 1 : 2 festzusetzen, z. B. 0, 565 : 1, 130, Alle andern Komponenten und Verhältnisse bleiben, die Differenz wird durch Wasser ersetzt.
Zur Erhöhung der Anfangswirkung kann aber auch der Gehalt an y-Isomerem des Hexachlorcyclohexans erhöht werden, das Verhältnis der beiden andern Wirkstoffe soll aber unverändert bleiben. Die Differenz wird durch Verminderung des Lösungsmittels ausgeglichen. Da auch das reine y-Isomere des Hexachlorcyclohexans einen spezifischen Eigengeruch besitzt, war es notwendig, Versuche darüber anzustellen, die Emulsion so zu parfümieren, dass der Geruch des Wirkstoffes über die Verweildauer des Einsatzes kompensiert wird. Dies gelingt überraschenderweise durch geringe Zusätze von Parfüm in Gegenwart von Dibutylphthalat oder Polyglykolen, vorzugsweise mit dem Molekulargewicht von 600.
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unter Rühren eingetragen werden. Aber auch in die fertige Mischung ist ein Einbringen durch gutes Rühren möglich.
Es wird durch diese Massnahme erreicht, dass der Eigengeruch des Hexachlorcyclohexans nicht zum Durchbruch kommt, weil diese Stoffe das Verdunsten des Parfüms weitgehend verzögern.
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Die nach dem beanspruchten Verfahren aufgebaute Imprägnieremulsion gestattet es auch, Tauch-, Bedüsungs-und Beschichtungsverfahren in Anwendung zu bringen.
Die zur Anwendung gelangende Wirkstoffmenge kann einfach durch die Ablaufgeschwindigkeit der zu imprägnierenden Trägerstoffe geregelt werden.
Es ist zu beachten, dass die Trocknungstemperaturen 600C nicht übersteigen, damit keine Wirkstoffverluste eintreten. Durch die erfindungsgemässen Verhältnisse in bezug auf Wasser : Methylenchlorid ist dies auch auf kürzeste Trocknungsweglänge und-zeit möglich. Ausserdem gelingt es durch das beschriebene Verfahren, eine fast lineare Wirkstoffabgabe der imprägnierten Trägerstoffe zu erreichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung einer Imprägnieremulsion fdr Mottenschutzpapier,-gewebe bzw.-folien, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl Gelatine als auch neutrale hochviskose Carboxymethylcellulose auf dem Wasserbad in heissem Wasser angequollen und so lange mit heissem Wasser behandelt werden, bis klare Lösungen entstehen, die unter gutem Rühren vereinigt und auf Zimmertemperatur abgekühlt werden, worauf ein in wenig Wasser gelöster Emulgator eingerührt wird und anschliessend unter starkem Rühren die Wirkstofflösungen in dünnem Strahl oder tropfenweise eingetragen werden.