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Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von Verstärkungsfäden auf die Oberfläche einer über einen Verlegetisch bewegten und mit einem
Klebstoff versehenen Bahn aus Papier, Gewebe od. dgl.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen von Verstärkungsfäden auf die Oberfläche einer über einen Verlegetisch bewegten und mit einem Klebestoff versehenen Bahn aus Papier, Gewebe od. dgl., wobei mehrere nebeneinanderliegende Fäden, beispielsweise von mehreren Spulen, abgezogen und mit- teils einer F ührungseinrichtung rechtwinkelig oder schräg zur Längsrichtung der Bahn über diese hinwegge- zuführt werden. Fernern betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Die Erfindung findet speziell bei der Anbringung von Verstärkungsfäden auf Materialbahnen, z. B. aus Papier, Karton od. dgl., Anwendung. Es sind Maschinen zum Auflegen von Verstärkungsfäden oder - elementen bekannt, die in der Längsrichtung der Bahn verlaufen und während des Vorschubes der Ma- terialbahn in der gleichen Richtung, in der der Vorschub erfolgt, auf die Bahn aufgebracht werden. Man kennt auch ziemlich komplizierte Maschinen, die zur Verflechtung oder Verlegung von Verstärkungsfäden dienen, die schräg zur Richtung des Vorschubes der Materialbahn verlaufen. Derartige Maschinen arbeiten so, dass sie das zur Verstärkung dienende Fadenmaterial hin und her über die Trägerbahn führen, während diese in ihrer Längsrichtung bewegt wird.
Diese Vorrichtungen bieten keine Gewähr dafür, dass die Fäden in gleichen Abständen und sauber auf die sich vorwärts bewegende Trägerbahn verlegt werden.
Um Verstärkungsfäden oder Faserstränge auf eine Materialbahn aufzubringen, sind auch schon Ver- suche gemacht worden, bei denen eine Matte aus diesen Fasern jeweils während einer Unterbrechung des
Vorschubes der Materialbahn auf diese aufgebracht wurde. Dieser Vorgang konnte aber nur bei kleinen
Abmessungen der Materialbahn angewendet werden und war für ein kontinuierliches Arbeiten nicht ge- eignet.
Eine bekannte Vorrichtung zum Verstärken einer aus mehreren Lagen bestehenden Papierbahn mit parallelen Perforationen, Ritzen oder Rillen mit Hilfe von Textilfäden weist zum Aufbringen dieser Fäden in senkrechter Richtung zur Papierbahn einen mit Klebstoff gefüllten Holhring auf, auf dem auch die Ko- nusspulen aufgesteckt sind. Weiters ist auch schon eine Vorrichtung zum Auftröpfeln von Fasern auf eine mit einer Klebeschicht versehene Papierbahn bekannt, wobei aber nur ein völlig wahlloses Muster erzielt werden kann. Eine andere bekannte Vorrichtung ermöglicht lediglich die Herstellung einer karoartigen
Verstärkung, d. h. einer Verstärkung, die schräg zum Rand der Bahn verläuft mit entsprechend grossen Ab- ständen.
Mit den bisher bekannten Vorrichtungen war es nicht möglich, die Fadenverstärkungselemente in zu- friedenstellender Weise mit der die Grundlage bildendenMaterialbahn in Berührung zu bringen und sie auf dieser während der Bewegung der Bahn festzuhalten. Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtungen besteht in der Verwendung von Abzugscheiben für die einzelnen Fadenverstärkungselemente, die vor je- der Maschinenbetätigung belastet werden müssen. UmdieFadenverstarkungselementevordernachstfol- genden Verlegung umspulen zu können, war es erforderlich, die Maschine stillzusetzen.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der von den
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Spulen kommenden Fäden jeweils in aufeinanderfolgenden Schritten an einer Seitenkante der Bahn bzw. des Verlegetisches mittels eines mit der Führungseinrichtung zusammenwirkenden, quer zur Richtung der
Fäden liegenden, z.
B. als Stange ausgebildeten und gegebenenfalls mit einem Klebstoff, der ständig er- neuert und geglättet wird, versehenen Trägers erfasst und zur gegenüberliegenden Seitenkante der Bahn bzw. des Verlegetisches gefuhrt werden, die Fäden in der Nähe beider Ränder des Verlegetisches auf die
Materialbahn niedergedrückt und an der Zuführungsseite durchschnitten werden, wobei der leere Träger unter der Bahn bzw. dem Verlegetisch hindurch zur Zuführungsseite zurückgeführt wird, um die durch das
Durchschneiden der Faden gebildeten neuen Fadenenden aufzunehmen.
Durch die Erfindung wird der Vorteil erzielt, dal3 die einzelnen Fäden von kontinuierlichen Haspellieferwerken entnommen werden können, in denen die Fäden aufeinanderfolgend mit neuen Haspeln ver- bunden werden, wenn der Wickelvorrat auf den Haspeln aufgebraucht ist, so dass ein kontinuierlichesAr- beiten der Vorrichtung moglich ist. Vorteilhaft ist auch die Verwendung einer mit einem Klebeüberzug versehenen zylindrischen Stange oder Rolle zur Aufnahme der Fäden. Dadurch wird erreicht, dass die Fä- den unabhängig von der Lage der Aufnahmestange orientiert werden können. Da die Stange über ihren ganzen Umfang gleichmässig mit einer klebrigen Masse bestrichen ist, kann sie die Fäden, gleichgültig wie diese zur Bewegungsbahn der Aufnahmestange verlaufen, erfassen.
Die Vorrichtung ur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens weist eine Einrichtung zum
Zuführen mehrerer nebeneinanderliegender Fäden, beispielsweise von mehreren Spulen, zu einer beweg- ten Bahn bzw. einem Verlegetisch und eine die Fäden über die Bahn bzw. Verlegetisch bewegende Führungseinrichtung auf und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung aus die Bahn bzw. den
Verlegetisch umschlingenden, zueinander parallelen ketten-oder seilartigen Zugeinrichtungen mit quer zu diesen liegenden und zur Aufnahme der freien Enden der Fäden dienenden drehbar gelagerten Trägern besteht und an der Zufuhrungsseite der Fäden eine zum Abtrennen und Niederdrücken derselben dienende
Schneideeinrichtung vorgesehen ist.
Gemäss einer vorzugsweisen Weiterbildung der Erfindung können zwei als Stangen ausgebildete Trä- ger für die Aufnahme der freien Enden der Fäden vorgesehen sein, die durch die Führungen in gleichen
Abständen voneinander um die zu belegende Materialbahn bzw. den Verlegetisch herum geführt werden, wobei jeweils einer der beiden Tráger die Fäden an der Zuführungsseite unmittelbar vor dem Abschneiden der durch den andern Träger auf der Materialbahn abgelegten Fadenteile aufnimmt. Die zur Aufnahme der Fäden dienendenTräger konnen aus mitTeer oderFett überzogenen Stangen bestehen.
Ein Vorteil der
Anordnung und der Steuerung besteht darin, dass die Materialbahn, welche als Träger für die Verstärkung- fäden dient, kontinuierlich vorgeschoben werden kann und das Absenken und Verlegen jedes Abschnittes der faserigen Verstarkungselemente so einstellbar ist, dass der Abstand zwischen den Verstärkungsele- menten über die gesamte Länge der Bahn vollkommen gleichmässig ist.
Eine weitere vorzugsweise Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Führungseinrichtung mindestens zwei seitlich verschiebbare Kämme mit einer Vielzahl von in gleichen Abständen angeord- neten Zähnen aufweist, zwischen denen die Verstärkungsfäden hindurchlaufen. Die Aufnahmestange kann zwischen den beiden Tragern der Kammglieder hindurchgeführt werden, um die durch die Kämme ge- führten Verstärkungsfaden vor dem Abschneiden zu erfassen, damit sie an der klebrigen Oberfläche der
Aufnahmestange anhaften und nach dem Durchschneiden über das Grundmaterial bzw. die Bahn hinweg mitgenommen werden. Die Aufnahmestange ist vorzugsweise mit einer klebrigen Substanz bestrichen, z.
B. mit einer teerigen oder dickfettigen Substanz, so dass sie die zur Verstärkung dienenden Strangele- mente sofort festhalten und weiterbefordern kann.
Weiters kann nach einer andern vorzugsweisen Ausgestaltung der Erfindung die Einrichtung zum Ab- trennen und Niederdrilcken der Fäden aus einem beweglichen, von der Führungseinrichtung gesteuerten
Messer und einem feststehenden Messer bestehen, wobei das feststehende Messer neben dem einen Seiten- rand des Verlegetisches und unterhalb dieses angeordnet ist, so dass das bewegliche Messer die Fäden vor dem Durchschneiden nach abwärts auf die Materialbahn drückt. Das bewegliche Messer kann ferner auf- und abbewegbar sein, so dass während der Aufnahme der Fäden durch den Träger das Messer sich nach oben bewegt und den Durchgang des die Fäden führenden Trägers freigibt.
Vorteilhaft ist weiters die An- ordnung eines Gegengewichtes zur Ausbalanzierung des Messers, wobei es in der ausbalanziertenStel- lung in einer geringen Entfernung über den Fäden steht, nachdem die Aufnahmestange die Schnittebene des Messers passiert hat.
Ein weiteres vorzugsweises Merkmal der Erfindung besteht darin, dass im Bereich des beweglichen
Messers eine durch die Führungseinrichtung gesteuerte Sperre zum Festhalten des beweglichen Messers in der angehobenen Stellung während des Durchganges des Trägers und der Fäden vorgesehen ist.
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Schliesslich kann auch in weiterer vorzugsweiser Ausgestaltung der Erfindung neben einem Teil der Führungseinrichtung für die drehbar gelagerten Träger eineFü ! 1rungsbahn vorgesehen sein, die mittels auf den als Stange ausgebildeten Trägern angebrachten Klinken die Träger kurz vor dem Auflegen der Fäden auf die zu belegende Oberfläche im Sinne einer Erhöhung der Fadenspannung verdreht.
Watirend sich die Aufnahmestange über die Trägerbahn hinwegbewegt, wird sie so geführt, dass sie sich nicht verdreht. Die Aufnahmestange kann durch eine Steuervorrichtung, welche aus Führungsbahnen und mit diesen zusammenwirkenden Nasen besteht, zunächst auch so verdreht werden, dass sich die Fäden lockern, wenn die Aufnahmestange sich dem Rand des Trägermaterials nähert, so dass sie über den Rand nach unten bewegt werden kann und die Verstärkungsfäden sich nicht durch Aufwickeln auf die Aufnah- mestange mit dieser in einer Weise verbinden, die das Loslösen der Fäden von der Stange verhindert.
Wenn sich dieAufnahmestange dem Rand des Trägermaterials nähert und die Fäden auf die Bahn aufgelegt werden, kann die Stange in entgegengesetzter Richtung gedreht werden, so dass die Fäden augenblicklichgestrafft und fest auf die Bahn aufgebracht werden. Kurz nachdem die Aufnahmestange die Fäden auf das Trägermaterial aufgelegt hat, wird sie freigegeben, so dass sie sich zurückdreht, und das Messer bewirkt nicht nur das Abschneiden der Fäden am gegenüberliegenden Rand, sondern auch das Anpressen der Fädenenden an des Trägermaterial. Das Messer schneidet stets etwas unterhalb der Trägerbahn und legt dabei dieFäden auf den Rand der Trägerbahn auf, u. zw. um den Bruchteil einer Sekunde später als der gegenüberliegende Rand der Trägerbahn belegt wird, um zu verhindern, dass die Fäden inRichtullg auf die Aufnahemstange zurückschnellen.
Die Trägerbahn ist mit einem geeigneten Klebstoff od. dgl. bestrichen, um zu gewährleisten, dass die verlegten Fäden an Ort und Stelle auf der Trägerbahn verbleiben.
Die Oberfläche der Aufnahmestangen kann während jedes Arbeitszyklus kontinuierlich erneuert werden, damit die Furchen, die durch das Aufnehmen der Fäden auf dem Klebstoffüberzug entstehen, wieder geglättet werden und stets eine genügende Bindekraft vorhanden ist, um die nächste Lage der Fäden über die Trägerbahn führen zu können. Entsprechende Kammelemente führen die Fäden stets parallel ausgerichtet, so dass diese ebenso ausgerichtet aufgenommen werden, sobald sich die Aufnahmestange zwischen den Kammelementen hindurchbewegt.
Weiters kann wenigstens ein Führungskamm während der Querbewegullg der Fäden seitlich hin und her ausgelenkt werden, so dass eine diagonale Verlegung der Verstärkungsfäden erzielt wird. Dies kann bei abwechselnden Fadenverlegungen zur Erzielung eines komplizierten Musters geschehen oder, wenn dies gewünscht wird, auch bei jeder Verlegung. Es können auch zwei solcher Kämme verwendet werden, die seitlich gegenüberliegend in entgegengesetzten Richtungen bewegt werden, u. zw. der eine über den andern, während die Fäden über die Trägerbahn geführt werden, um ein sich kreuzendes Diagonalmuster zu bilden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Verlegen von Verstärkungen aus Fäden auf eine Papierbahn. Die Fig. 2 und 3 zeigen Querschnitte entlang der Linien 2-2 bzw. 3-3 der
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l. Fig. 4 zeigt einen in grösserem Massstab dargestellten Schnitt ähnlich demjenigen nach Fig. 3, Fig. 4agrösserem Massstab und in Fig. 8 dieser Teil nach Fig. 7 in einer andern Bewegungsphase dargestellt.
Fig. 9 zeigt die Aufnahmestange perspektivisch, Fig. 10 eine Einzelheit zu Fig. 4 in einer andern Ausführung zur Verlegung eines diagonalen Kreuzmusters, Fig. 11 die Kämme zur kreuzweisen Diagonalverlegung der Fäden nach Fig. 10 mit ihrem Antrieb in schematischer Darstellung und Fig. 12 eine Draufsicht auf eine Verlegeeinrichtung für ein diagonales Kreuzmuster.
Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung zeigt eine Haspelzuführung oder Vorratsspule 9 (Fig. 4a) und eine sich drehende Führungsrolle 11 zum Zuführen eines fortlaufenden bahnförmigen Materials 10, das auch als Träger- oder Grundmaterial bezeichnet werden kann, über einen Tisch 12, der zwischen den Bereichen von Gelenkketten, die allgemein mit 14a und 14b (Fig. 2 und 3) bezeichnet sind, angeordnet ist. Gemäss Fig. 4a werden in Richtung des Längsverschubes der beispielsweise aus Papier bestehenden Materialbahn 10 eine Gruppe der zur Verstärkung dienenden Fäden 13 auf die Bahn 10 aufgelegt und durch eine Deckbahn 15, die ebenfalls in Längsrichtung verläuft, abgedeckt und zwischen Anpressrollen 17, 19 hindurchgeführt und auf eine Vorratsspule 21 aufgewickelt.
Die untere Anpressrolle 19 wird über eine Kette 25 von einem Motor 23 kontinuierlich angetrieben.
Bei der in den Zeichnungen dargestellten Vorrichtung werden Verstärkungselemente, beispielsweise Verstärkungsfäden 16, quer über die Bewegungsbahn des Trägers oder der Bahn 10 geleitet und dann die Verstärkungsfäden auf die Bahn gelegt, welche vorher mit einem Klebemittel oder einer klebrigen
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Mit den zwischen den Kämmen 58 und 52 befindlichen Fäden 16 bewegt sich der Träger 36 zwischen den beiden Kämmen 58 und 52 hindurch und nimmt die Enden der Fäden 16 auf und beginnt sie nach oben und Uher den Tisch 12 mitzunehmen. Damit die Fäden 16 aufgenommen und durch den Träger 36 mitgenommen werden können, ist dieser mit einer klebrigen Substanz, z. B. Teer, zähem Fett oder einem ähnlichen Material überzogen.
Für das Verlegen derFäden 16 ist es wichtig, dass sie, nachdem sie vollständig über den Tisch 12 hinwegbewegt und auf die Trägerbahn 10 gelegt sind, an einer Stelle nahe dem Rand der Bahn, wel- cher dem Querträger 36 am nächsten ist, abgeschnitten werden. Zu diesem Zweck ist an dem Querträger 4G ein feststehendes Messer 60 angebracht.
Das mit diesem zusammenwirkende bewegliche Messer 62 ist am Ende eines doppelarmigen Bügels 64 angeordnet, dessen Arme an einerQuerachse 66 angelenkt sind, die in Endlager 68, 68 drehbar gelagert ist, Der Bügel 64 trägt an seinem äusseren Ende eine aufrecht stehende Platte 70 mit einer Öffnung 72 zum Aufnehmen eines Bolzens 74, der durch eine stromdurchflossene Spule 76 gesteuert wird und der als Haltearm wirkt, wenn er in der vorgeschobenen Stellung steht und der Bügel 64 sich in seiner angehobenen Stellung befindet, wie dies in Fig. 4 gestrichelt dargestellt ist. Die Spule 76 ist an einer aufwärts stehenden Konsole 78 befestigt.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist die Betätigungseinrichtung für das bewegliche Messer 62 dargestellt, die ihrerseits das Durchschneiden der Verstärkungsfäden 16 bewirkt und anderseits das Messer aus dem Bereich der Fäden herausbringt, wenn diese über die Bahn 10 transportiert werden. Es hat sich gezeigt, dass es nicht wünschenswert ist, wenn das Messer einfach auf die Fäden 16 fällt, um sie abzuschneiden, da hiedurch kein guter Schnitt erzielt wird und dieGefahr besteht, dass durch den hart fallenden Aufschlag Beschädigungen entstehen. Aus diesem Grunde ist das Messer durch ein Gewicht 80 ausbalanciert, welches an einem Arm 82 sitzt, der mit der Achse 66 verbunden ist.
Das Gewicht ist derart, dass es das Messer in einer Zwischenstellung hält, die zwischen der oberen Stellung, die durch die Wirkung des Bolzens 74 bestimmt ist, und einer unteren Stellung liegt, in welcher das bewegliche Messer mit dem feststehenden Messer 60 zusammenwirkt.
Um die Betätigung des Messers in zeitlichen Einklang mit der Bewegung der Träger 36 und 38 zu bringen, ist eine endlose Kette 84 vorgesehen, die um Kettenräder 86, 88 und 90 sowie um ein Kettenrad 92 läuft, das auf derselben Weise 5. befestigt ist, welche das Kettenrad 26 trägt. Die Kette 84 trägt zwei im Abstand voneinander angeordnete vorspringende Schaltstifte 94, 96, die das bewegliche Messer im Einklang mit der Bewegung der Träger 36 und 38 betätigen.
In den Stellungen der Teile gemäss Fig.1 wird der Schaltstift 96 so bewegt, dass er auf das abgeflachte Ende 98 eines Hebels 100 einwirkt, der um die Achse 102 schwenkbar ist. An seinem andern Ende ist der Hebel 100 durch einen Zwischenlenker 104 mit einer als Kurbelarm wirkenden Verlängerung 106 der Achse 66 verbunden. Der Schaltstift 96 bewirkt so eine Drehung des Hebels 100 im Uhrzeigersinn und damit eine Abwärtsbewegung des Messers 62 gegen das feststehende Messer 60 zum Abschneiden der Fäden 16 (Fig. 4). Hierauf muss das Messer zurückbewegt werden, damit der Träger 36 die Schnittebene des Messers 62 passieren kann. Dies geschieht dadurch, dass derSchaltstift 94 denArm 108 der Achse 66 beaufschlagt, der dem Arm 106 entgegengerichtet angeordnet ist, und dadurch eine Aufwärtsbewegung des Messers 62 bewirkt.
Die Bewegung geht weiter, bis der Rand des Armes 108 den Schalter 110 beaufschlagt, der die Spule 76 an Spannung legt, wodurch der Bolzen 74 nach aussen in die Öffnung 72 der Stirnplatte 70 bewegt und das Messer 62 in seiner angehobenen Stellung ausserhalb der Bewegungsbahn des Trägers 36 gehalten wird. Es sei darauf hingewiesen, dass zwei solcher Schaltketten 84, je eine auf beiden Seiten der Vorschubvorrichtung der Fäden 16, angeordnet sind und dass dementsprechend in der dargestellten Ausführungsform ein zweiter Satz von Schaltstiften für die Steuerung der Messerbewegung vorhanden ist. Die Teile auf jeder der beiden Seiten sind gleichlautend bezeichnet.
Zum Bewegungsablauf ist zu sagen, dass der Schaltstift 96 den abgeflachten Teil 98 kurzvorher niederdrückt, bevor der Schaltstift 94 den Arm 108 beaufschlagt und ihnentgegen dem Uhrzeigersinn bewegt, nachdem das Durchschneiden der Fäden stattgefunden hat. Die Teile bleiben mit dem in angehobener Stellung und durch den Bolzen 74 der Spule gehaltenen Messer in dieser Stellung, bis die Fäden 16 etwa in die Stellung A in Fig. 3 gezogen sind. Hier betätigt der Träger 36 einen Schalter 112, der die Spule ausschaltet, so dass das bewegliche Messer 62 in seine in Fig. 3 dargestellte neutrale Stellung geht, in der es durch das Gegengewicht 80 ausbalanciert ist.
In dieser Lage haben sich die Fäden 16 in eine Position bewegt, in welcher sie sich in einem Abstand unter der Schneide des Messers 62 befinden, so dass keine Gefahr besteht, dass sie durchgeschnitten werden,
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wenn sie von dem Träger 36 bewegt werden.
Der Träger 36 ist, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist, mit zwei Ansätzen oder Arretierklinken 36a, 36b an ihren Enden versehen, die sich beide nach aussen und in diametral entgegengesetzten Richtungen erstrecken.
Wie besonders aus den Fig. 5-8 ersichtlich ist, wo sich die Träger 36 im oberen Bereichseiner Bewegung beim Transport der Fäden über der Bahn 10 befindet, wirkt eine der Klinken 36a oder 36b mit einem Teil einer Führungsbahn 1 t4 zusammen. Diese Führungsbahn 114 erstreckt sichunge- fähr dreiviertel des Weges um die Bahn der Gelenkkette 18 auf jeder Seite des Tisches 12 unduntergreift die Träger 36 und 38 dort, wo sich die Klinken 36a und 36b befinden. Aus Fig. 5 ersieht man, dass sich der Träger 36 infolge der Klinke 36a nicht durch den auf die Fäden 16 ausgeübten Zug zurückdrehen kann, und deshalb können die Fäden auch nicht durch eine Drehung des Trägers abgezogen werden.
In der Stellung B in Fig. 3 und vergrössert dargestellt in den Fig. 7 und 8 ist die Führungsbahn 114 unterbrochen, so dass hier eine Rückwärtsdrehung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gemäss dem Pfeil 116 in Fig. 7 des Trägers 36 möglich ist. Diese Rückdrehung bewirkt ein Entspannen der Fäden 16, damit sie, ohne zu zerreissen, im rechten Winkel nach unten bewegt werden können. In der Stellung C wird der Träger wieder im Uhrzeigersinn, wie durch den Pfeil 118 angedeutet ist, durch ein Federglied 120 gedreht, das an dieser Ecke der Bewegungsbahn angeordnet ist und aussen gegen den Träger anliegt, so dass infolge der Abrollbewegung bei der weiteren Bewegung der Kette eine Drehung im Uhrzeigersinn bewirkt wird.
Hiedurch werden die vorher gelockerten Fäden wieder gespannt und diese Drehung des Trägers setzt sich fort, bis die Fäden auf die Trägerbahn 10, wie dies in Fig. 8 dargestellt ist, gelegt sind, um damit zu gewährleisten, dass die Fäden nicht lose, sondern gestrafft verlegt werden. Der Klebstoff auf der Trägerbahn bewirkt, dass die Enden der Fäden haften und in der richtigen Stellung gehalten werden.
Der Träger 36 erfasst den nächsten Satz der zu verlegenden Fäden und beginnt sie aufzunehmen.
Dieser Augenblick ist in Fig. 4 dargestellt. Unmittelbar nachdem die entfernteren Enden der Fäden auf der Bahn 10 gehalten sind, bewirkt die Steuerung die Abwärtsbewegung des beweglichenMessers, umdieFäden an der gegenüberliegenden Seite abzuschneiden und die abgetrennten Fäden 16'völlig auf die Bahn 10 zu legen. Das feststehende Messer 60 befindet sich unterhalb der Bewegungsebene der Trägerbahn 10 und diese kann über den Tisch 12 überhängen, so dass das Abschneiden der Fäden eine Straffung derselben gegen die Trägerbahn 10 bewirkt und ein sattes und geradliniges Anliegen der Fäden gewährleistet.
Wenn der Träger nach unten um das unterste Kettenrad 28 herum bewegt wird, kommt es mit einem Drahtsieb 122 in Berührung, welches mit einer klebrigen Substanz gefüllt ist, mit welcher der Träger überzogen wird. Eine Wärmelampe 124 ist gegen das Sieb gerichtet, damit die Auftragssubstanz genügend flüssig bleibt, um den Träger gleichmässig zu überziehen, wenn er an dem Sieb 122 vorbeigeführt wird. Das Sieb 122 wird von einer Feder 126 unterstützt, die mit einem Ende an einer Konsole 128 befestigt ist und mit Vorspannung gegen das Sieb 122 anliegt, so dass der Träger 36 während seines Vorbeiganges gegen dieFeder 126 drückt. Hiedurch wird gewährleistet, dass die Träger 36 und 38 frei umlaufen können, so dass ihre Oberflächen einen gleichmässigen Klebstoffauftrag erhalten.
Diese Auftragvorrichtung für die Träger ist erforderlich, um die Bildung von Furchen in der klebrigen Masse zu verhindern, welche das Aufnehmen der Fäden infolge des Schwundes von Teerod. dgl. verhin- dern würden. Die Träger 36 und 38 können sich zwischen der Stellung D und der Stellung E (Fig. 5) frei drehen. Sobald die Stellung E erreicht ist, verhindert die Führungsbahn 114 wieder eine Drehung der Träger infolge der Wirkung der Klinken 36a und 36b.
In den Fig. 10 und 11 ist eine andere Ausführungsform dargestellt, welche Führungsmittel für Verstärkungsfäden 140 und 142 aufweist. Diese Führungsmittel bestehen aus getrennten Stangen 144 und 146 mit einer Vielzahl von Kammfingern 148 und 150. Die Verstärkungsfäden 142 werden zwischen den Fingern 150 über den Verstärkungsfäden 140 vorgeschoben, die zwischen den Fingern 148 vorgeschoben werden. Gemäss dieser Ausführungsform der Erfindung sind Mittel, z. B. Druckzylinder 152 mit Kolben 156 und Steuereinrichtungen 154, vorhanden, die mit dem Motor 30 verbunden sind und in zeitlicher Folge betätigt werden, damit der Druck auf der einen oder der andern Seite des Kolbens 156 erzeugt wird, der eine Kolbenstange 158 hat, mit welcher die Kammstange 146 verbunden ist.
Die andere Kammstange 144 ist mit ähnlichen Mitteln verbunden, die ebenfalls eine seitliche Hin- und Herbewegung derselben bewirken. Die Kammstange 144 kann sich in eine Stellung bewegen, die vertikal mit der Kammstange 146 ausgerichtet sein würde, wenn sich diese nicht ebenfalls in der Zwischenzeit seitlich um den gleichen Betrag in entgegengesetzter Richtung bewegt haben würde.
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Die ausgefahrenen Endstellungen der beiden Kammstangen sind in der Fig. 11 strichpunktiert dargestellt.
Dadurch, dass man eine oder mehrere Kammstangen vorsieht, welche eine Bewegung ausführen während der Träger 36'die Fäden über den Verlegetisch hinwegbewegt, ist es möglich, ein diagonales Fadenmuster zu erzielen. In Fig. 12 ist ein solches Muster dargestellt, bei dem die oberen Verstärkungsfäden 142 diagonal über die unteren Fäden 140, welche ebenfalls diagonal in entgegengesetzter Richtung verlaufen, verlegt sind. Durch diese Anordnung kann entweder eine einfache oder eine doppelte diagonale Verlegung stattfinden, je nachdem, ob ein oder mehrere Kämme verwendet werden, die eine Hin- und Herbewegung ausführen.
Eine Besonderheit der Erfindung besteht unter anderem in der sehr einfachen Arbeitsweise der Steuerund Betätigungsvorrichtungen, die leicht an verschiedene Breiten von Tragbahnen für die Verstärkungen anpassbar sind. Derartige Umstellungen der Steuerung können leicht durch Hinzufügen oder Wegnehmen einer gleichen Anzahl von Kettengliedern in beiden Führungen 14a und 14b und der Schaltketteneinrichtung mit der Kette 84 vorgenommen werden. Hiebei geht man so vor, dass die gleiche Anzahl von Kettengliedern den Ketten auf beiden Seiten der Träger weggenommen oder hinzugefügt wird und ebenso dem Schaltmechanismus, um eine Umstellung der Steuerung auf verschiedene Breiten der Tragbahn zu bewirken.
Für das gestraffte, geradlinige Verlegen der einzelnen Verstärkungsfäden ist es im Rahmen der Erfindung wesentlich, dass das Messer ortsfest sein kann, aber so angeordnet ist, dass die Fäden unbehindert über dessen Betätigungsebene für das nachfolgende Verlegen einer neuen Fadenfolge bewegt werden können. Fig. 2 zeigt einen Steuermechanismus hiezu und ein mechanisches Hebelsystem zur Bewegung des Messers in eine Stellung, so dass ein Verlegungszyklus für die Verstärkungsfäden jeweils unbehindert durchgeführt werden kann. Der Steuermechanismus kann vorteilhafterweise auch mit elektrischen Steuermitteln arbeiten, die dann an Stelle der beispielsweise dargestellten mechanischen Mittel die analogen Bewegungen des Messers auslösen.
Die Erfindung sieht ausserdem Mittel zum geradlinigen reihenweisen Verlegen von Verstärkungsfäden über eine Trägerbahn vor, die während der Verlegung der Fäden kontinuierlich bewegt werden kann. Die Vorschubmittel für die Trägerbahn sind nach demausführungsbeispiel mit einemSchaltelement 37 entlang derBewegungsbahn versehen, um den Vorschub der Fäden in den Fällen einzuschalten, wo der Bahnvorschub langsamer als der Vorschub der Fäden ist, und der Schalter 43 unterbricht den Vorschub der Fäden, wenn der Fadenvorschub über der Geschwindigkeit der Trägerbahn liegt, bis eine neue Zone der Bahn auf den Verlegetisch vorgeschoben ist.
Die Vorrichtung arbeitet so, dass die Trägerbahn eine Länge vorgeschoben wird, die der quer über die Fäden gemessenen Entfernung entspricht. zuzüglich Rändern an jeder Seite, die dem Abstand zwischen den von den Fäden gebildeten Feldern entsprechen. Auf diese Weise können gleichmässige Anordnungen von Verstärkungsfäden auf einer Trägerbahn, beispielsweise Papierbahn, in gleichmässigen Abständen erzielt werden, u. zw. so, dass ein Minimum von Fadenmaterial verlorengeht..
Vorzugsweise hat das Fadenmaterial auf beiden Seiten der Trägerbahn einen gewissen Überstand, so dass diese Teile, wenn es gewünscht wird, abgeschnitten werden können, ohne den Rand der Trägerbahn zu beschädigen. Die erfindungsgemässe Vorrichtung arbeitet in sehr zufriedenstellender Weise und ermöglicht eine Verlegung von Fäden in der Querrichtung zur Trägerbahn mit einem Minimum an Abfall von Fäden und von Trägerbahnmaterial.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann auch zur Herstellung eines Netzwerkes oder einer Zusammensetzung von Fäden verwendet werden, wobei die Fäden auf ähnliche sich unter ihnen befindliche Fäden anstattt auf eine bewegliche Bahn gelegt werden, u. zw. entweder geradlinig quer, auf einerDiago- nalen oder gekreuzt. In manchen Fällen können auch sich längs erstreckende Verstärkungsfäden auf die sich bewegende Bahn zusätzlich zu denQuerfäden aufgebracht werden und diese können entweder über oder unter den Querfäden angeordnet sein, so wie es gewünscht wird.
Die Vorrichtung zum Aufbringen von Längsfäden besteht lediglich aus Mitteln zum Zuführen der Längsfäden und zum Auflegen derselben auf den Bogen bzw. die Bahn in gleicher Richtung wie deren Bewegung verläuft, ohne dass irgendeine besondere Verlegeapparatur notwendig ist.
Die Bewegung des Messers 62 kann durch geeignete Mittel gesteuert werden, beispielsweise einen Druckluftzylinder, elektrische Spulen oder mechanische Vorrichtungen, die mittels zweckmässiger Steuer- und Betätigungsmittel, z. B. durch Anschläge oder Schaltglieder an den Ketten 18 und 20 betätigbar sind.
Der die Ketten 18 und 20 antreibende Motor kann vorteilhafterweise entweder ein Regelmotor oder ein solcher mit gleichbleibender Drehzahl sein. Die Träger 36 und 38 können vorteilhaft einen
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separaten Überzug, der Haftwirkung hat, tragen oder sie können aus einem Werkstoff bestehen, der bei Berührung die Fäden aufnimmt und sie abzieht. In den Fällen, wo teerartige Substanzen zur Verwendung gelangen, können sie durch zweckmässige Mittel, z. B. Spritzen, Tauchen usw., erneuert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Aufbringen von Verstärkungsfäden auf die Oberfläche einer über einen Verlegetisch bewegten und mit einem Klebstoff versehenen Bahn aus Papier, Gewebe od. dgl., wobei mehrere nebeneinanderliegende Fäden, beispielsweise von mehreren Spulen, abgezogen und mittels einer Führungseinrichtung rechtwinkelig oder schräg zur Längsrichtung der Bahn über diese hinweggeführt werden,
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der Führungseinrichtung zusammenwirkenden, quer zur Richtung der Fäden liegenden, z.
B. als Stange ausgebildeten und gegebenenfalls mit einem Klebstoff, der ständig erneuert und geglättet wird, versehenen Trägers erfasst und zur gegenüberliegenden Seitenkante der Bahn bzw. des Verlegetisches geführt werden, die Fäden in der Nähe beider Ränder des Verlegetisches auf die Materialbahn niedergedrückt und an der Zuführungsseite durchschnitten werden, wobei der leere Träger unter der Bahn bzw. dem Verlegetisch hindurch zur Zuführungsseite zurückgeführt wird, um die durch das Durchschneiden der Fäden gebildeten neuen Fadenenden aufzunehmen.