AT2551U1 - Fortbewegungsvorrichtung zum durchfahren von rohrförmigen kanälen od.dgl. - Google Patents

Fortbewegungsvorrichtung zum durchfahren von rohrförmigen kanälen od.dgl. Download PDF

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Abstract

Eine Fortbewegungsvorrichtung zum Durchfahren von rohrförmigen Kanälen od. dgl. mit mindestens zwei radialen Spreizeinrichtungen mittels denen die Fortbewegungsvorrichtung an der Wandung (14) eines Kanalrohres abstützbar ist. Zwischen den Spreizeinrichtungen ist eine Vorschubeinrichtung vorgesehen, mittels der der Abstand zwischen den Spreizeinrichtungen veränderbar ist. Die Spreizeinrichtungen, die sich während der Vorschubbewegung gleichzeitig in der Spreizstellung befinden, weisen Bürsten (7) mit schrägen Borsten (8) auf, die sich an der Wandung (14) des Kanalrohres abstützen.

Description

AT 002 551 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf eine Fortbewegungsvorrichtung zum Durchfahren von rohr-förmigen Kanälen od. dgl. mit mindestens zwei radialen Spreizeinrichtungen mit denen die Fortbewegungsvorrichtung an einer Wandung eines Kanalrohres od. dgl. abstützbar ist und einer zwischen den Spreizeinrichtungen wirksamen Vorschubeinrichtung, mit der der Abstand zwischen den Spreizeinrichtungen veränderbar ist.
Derartige Fortbewegungsvorrichtungen werden bei der Durchführung von Kontroll- und Instantsetzungsarbeiten in Kanälen mit kleineren Durchmessern benötigt, insbesondere in Kanälen, deren Durchmesser zu klein ist, um einen Arbeiter durchzulassen.
Die AT 398 325 B zeigt eine Fortbewegungsvorrichtung, die sich selbstfahrend im Rohr fortbewegen kann. Diese Fortbewegungsvorrichtung ist mit zwei Spreizsätzen versehen, die alternierend an die Wandung des Rohres drückbar sind. Es ist eine Vorschubeinrichtung vorgesehen, mit der der Abstand zwischen den Spreizsätzen veränderbar ist. Die Antriebseinrichtung wird von zwei Hydraulik- oder Pneumatikzylindern gebildet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fortbewegungsvorrichtung der eingangs erwähnten Art dahingehend zu verbessern, daß die Fortbewegung im Kanal mit einer höheren Geschwindigkeit erfolgen kann.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Spreizeinrichtungen, die sich während der Vorschubbewegung gleichzeitig in der Spreizstellung befinden, mit gleichgerichteten widerhakenartigen Halteteilen versehen sind, die sich an der Wandung des Kanalrohres abstützen.
Bei der erfindungsgemäßen Fortbewegungsvorrichtung müssen bei der Fortbewegung die Spreizsätze nicht alternierend an die Wandung des Kanalrohres gedrückt und von dieser abgehoben werden. Es genügt, die Halteteile an die Wandung zu drücken und an dieser zu halten. Der Vorschub erfolgt durch alternierende Betätigung der Vorschubeinrichtung, sodaß einmal eine Spreizeinheit vorgeschoben und dann die zweite Spreizeinheit nachgezogen wird. Die widerhakenartigen Halteteile verhindern ein ungewolltes Zurückfahren der Fortbewegungsvorrichtung bzw. einer Spreizeinheit. 2 AT 002 551 Ul
Vorteilhaft ist vorgesehen, daß die Halteteile von Borsten, Lamellen odeV Noppen gebildet werden.
Vorteilhaft ist vorgesehen, daß die Fortbewegungsvorrichtung mindestens zwei separate, jedoch miteinander gekuppelte Einheiten umfaßt, wobei in einer Einheit die Vorschubeinrichtung und eine Spreizeinrichtung angeordnet ist, während die andere Einheit eine Spreizeinrichtung und den Mechanismus für die Drehbewegung sowie Vorwärts-Rückwärts-bewegung der Werkzeugaufspannplatte aufweist.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt eine schematisch gehaltene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Fortbewegungsvorrichtung im Kanal, die Fig. 3 zeigt eine Stirnansicht der Vorrichtung, die Fig. 4 zeigt eine Stirnansicht der Vorrichtung im verspreizten Zustand im Kanal, und die Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht die erfindungsgemäße Fortbewegungsvorrichtung aus einer vorderen Einheit 1 und einer hinteren Einheit 2. Die beiden Einheiten 1, 2 sind einerseits durch ein Gestänge 3 und andererseits durch einen Schlauch 4 oder ein flexibles Rohr verbunden. Die vordere Einheit 1 trägt an ihrer vorderen Stirnseite in herkömmlicher Weise eine vorzugsweise drehbar und nach vorne und hinten verschiebbare Werkzeugaufspannplatte 1Ä.
Beide Einheiten 1, 2 weisen eine Spreizeinheit auf, jedoch nur die rückwärtige Einheit 2 ist zusätzlich noch mit einer Vorschubeinrichtung versehen. Die vordere Einheit 1 weist eine Spreizeinrichtung und den Mechanismus für die Drehbewegung sowie Vorwärts-Rückwärts-bewegung der Werkzeugaufspannplatte auf.
Die Spreizeinheiten werden von Schläuchen bzw. Gummimanschetten 5 gebildet, an denen mittels Stützschaien 6 Bürsten 7 befestigt sind. Die Bürsten 7 sind leistenartig ausgebildet. 3 AT 002 551 Ul
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 sind auf jeder Einheit 1, 2 drei Bürsten 7 vorgesehen, wobei sich die Bürsten 7 in etwa über die gesamte Länge einer jeden Einheit 1, 2 erstrecken. Die Borsten 8 der Bürsten 7 sind schräg entgegen der Fahrrichtung der Fortbewegungsvorrichtung geneigt.
Die Gummimanschetten 5 sind mit einem Druckluftanschluß 9 versehen.
In der Einheit 2 befindet sich eine Vorschubeinrichtung, die im wesentlichen aus einem Pneumatikzylinder 10 und einen darin angeordneten zweiseitig beaufschlagbaren Kolben 11 besteht, wobei an den Kolben 11 das Gestänge 3 angeschlossen ist.
Die vordere Einheit 1 trägt an ihrer vorderen Stirnseite in herkömmlicher Weise eine vorzugsweise drehbar und eventuell schwenkbar gelagerte Werkzeugaufspannplatte 12.
Die zweite Einheit 2 ist an ihrem hinteren Ende mit einer Öse 13 versehen, an der ein Seil befestigbar ist, mit dem die Vorrichtung aus dem Kanalrohr wieder herausgezogen werden kann.
Die Funktion der Fortbewegungsvorrichtung ist wie folgt: Die Einheiten 1, 2 werden in ein Kanalrohr eingesetzt. Anschließend wird über eine Druckluftleitung und den Druckluftanschluß 9 Druckluft in die Einheit 2 und über den Anschlußschlauch 4 in die Einheit 1 weitergeleitet. Durch diese Druckluft werden die Gummimanschetten 5 der beiden Einheiten 1, 2 gedehnt und die Bürsten 7 werden mit ihren Borsten 8 über die Stützschalen 6 an die Wandung 14 des Kanalrohres gedrückt. Während des gesamten Fortbewegungsvorganges bleiben die Bürsten 7 in Kontakt mit der Wandung 14 des Kanalrohres und werden mit annähernd konstantem Druck an diese gedrückt.
Der Kolben 11 der in der Einheit 2 befindlichen Vorschubeinrichtung wird nun durch Druckluft nach rechts bewegt (nach Fig. 1), wodurch über das Gestänge 3 weiter in das Kanalrohr geschoben wird. Anschließend wird der Kolben 11 rechts beaufschlagt. Da die Borsten 8 der Bürsten 7 der beiden Einheiten 1, 2 widerhakenartig an der Wandung des Kanalrohres 14 anliegen, wird die Einheit 1 nicht zurückgezogen, sondern bleibt an ihrer Stelle im Kanalrohr 4 AT 002 551 Ul stehen, während die Einheit 2 nachgezogen, d. h. nach rechts bewegt wird. Anschließend wird der Kolben 11 wieder an seiner linken Seite beaufschlagt und die Einheit 1 dadurch nach vorne bewegt, worauf das Nachholen der Einheit 2 durch Beaufschlagen des Kolbens 11 an der rechten Seite wiederholt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die Fortbewegungsvorrichtung die gewünschte Stelle im Kanalrohr erreicht hat.
Die Fahrgeschwindigkeit der erfindungsgemäßen Fortbewegungsvorrichtung ist schneller als die von herkömmlichen Einrichtungen, da es nicht notwendig ist, die von den Gummimanschetten 5 und den Bürsten 7 gebildeten Spreizeinrichtungen während des Fortbewegungsvorganges zu entspannen. Die schräg ausgerichteten Borsten 8 der Bürsten 7 ermöglichen eine Fortbewegung der Einheiten 1, 2 auch bei gespannter bzw. gespreizter Spreizeinrichtung.
Anstelle der Borsten 8 könnten auch von Lamellen oder Noppen gebildete Halteteile vorgesehen sein. Wesentlich ist, daß diese Halteteile widerhakenartig eine Rückwärtsbewegung eine der Einheiten verhindern.
Es wäre jedoch auch möglich, die Fortbewegungsvorrichtung derart auszubilden, daß sie in zwei Richtungen fahren kann. Dazu wird die Gummimanschette 5 derart auf ein Trägerrohr 15 aufgezogen, daß die Gummimanschette 5 und das Trägerrohr 15 zwei Mal drei Kammern 16 abgrenzen. Die Gummimanschette 5 ist an den Stellen 17 über die Länge des Trägerrohres 15 mit diesem verklebt. Über die Schläuche 18 kann die Gummimanschette 5 mittels Druckluft derart aufgeblasen werden, daß sich jeweils drei Kammern 16 bilden, die sich über die Länge des Trägerrohres 15 erstrecken. Die Bürsten 8 nebeneinander liegender Bürsten 7 weisen nach entgegengesetzten Richtungen. Abhängig davon, welche drei der sechs Bürsten 7 an die Wandung 14 des Kanalrohres gedrückt werden, bewegt sich die Fortbewegungsvorrichtung vorwärts oder rückwärts. Die aufgeblasenen und die nicht aufgeblasenen Kammern 16 wechseln einander in Umfangrichtung ab. Die Druckluft wird über im Trägerrohr 15 angeordnete Ventile gesteuert. Damit sich die Fortbewegungsvorrichtung in der entgegengesetzten Richtung bewegen kann, wird die Luft aus den aufgeblasenen Kammern 16 ausgelassen und über die Leitungen 19 Druckluft den anderen drei Kammern 16 zugeführt. 5

Claims (10)

  1. AT 002 551 Ul Ansprüche: 1. Fortbewegungsvorrichtung zum Durchfahren von rohrförmigen Kanälen od. dgl. mit mindestens zwei radialen Spreizeinrichtungen mittels denen die Fortbewegungsvorrichtung an einer Wandung eines Kanalrohres od. dgl. abstützbar ist und einer zwischen den Spreizeinrichtungen wirksamen Vorschubeinrichtung, mittels der der Abstand zwischen den Spreizeinrichtungen veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizeinrichtungen mit gleichgerichteten widerhakenartigen Halteteilen versehen sind, die schräg entgegen der Fahrtrichtung der Fortbewegungsvorrichtung geneigt sind und sich an der Wandung (14) des Kanalrohres abstützen und daß die Spreizeinrichtungen sich während der Vorschubbewegung der Fortbewegungsvorrichtung gleichzeitig in der Spreizstellung befinden.
  2. 2. Fortbewegungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteteile von Borsten (8), Lamellen oder Noppen gebildet werden.
  3. 3. Fortbewegungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizeinrichtungen und die Vorschubeinrichtung gleichzeitig pneumatisch oder hydraulisch beaufschlagbar sind.
  4. 4. Fortbewegungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei separate, jedoch miteinander gekuppelte Einheiten (1, 2) umfaßt, wobei die Vorschubeinrichtung in einer der Einheiten (2) angeordnet ist, während die andere Einheit (1) eine Spreizeinrichtung und den Mechanismus für die Drehbewegung sowie Vor-wärts-Rückwärtsbewegung der Werkzeugaufspannplatte (12) aufweist.
  5. 5. Fortbewegungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehr als zwei Einheiten (1, 2) umfaßt, von denen alle eine Spreizeinrichtung und alle bis auf eine eine Vorschubeinrichtung aufweisen.
  6. 6. Fortbewegungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizeinrichtung einen pneumatisch oder hydraulisch dehnbaren Schlauch oder eine Gummimanschette (5) aufweist, an deren Mantel die widerhakenartigen Halteteile angeordnet sind. 6 AT 002 551 Ul
  7. 7. Fortbewegungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteteile von Borsten (8) gebildet werden.
  8. 8. Fortbewegungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteteile auf Stützschalen (6) befestigt sind, die am Schlauch bzw. der Gummimanschette (5) anliegen.
  9. 9. Fortbewegungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummimanschette (5) auf einem Trägerrohr (15) befestigt, beispielsweise mit diesem verklebt ist und die Gummimanschette (5) und das Trägerrohr (15) mehrere nebeneinander angeordnete Kammern (16), die sich in Längsrichtung der Fortbewegungs-Vorrichtung erstrecken, abgrenzen.
  10. 10. Fortbewegungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteteile, insbesondere Borsten (8), die auf benachbarten Kammern (16) angeordnet sind, nach entgegengesetzten Richtungen geneigt sind. 7
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