AT2570U1 - Doppelbettanlage und kopfpaneelanordnung für eine doppelbettanlage - Google Patents

Doppelbettanlage und kopfpaneelanordnung für eine doppelbettanlage Download PDF

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Abstract

Die Neuerung betrifft eine Doppelbettanlage mit einem ersten und einem zweiten Bett 12, 14 und mit einer Kopfpaneelanordnung 16, wobei das erste und das zweite Bett 12, 14 über ein erstes bzw. ein zweites Scharnier derart mit der Kopfpaneelanordnung 16 schwenkbar verbunden sind und die Betten 12, 14 zwischen einer zueinander parallelen und einer zueinander winkligen Lage verschwenkbar sind.

Description

AT 002 570 Ul
Doppelbettanlagen mit einem ersten und einem zweiten Bett, werden häufig im Hotel- und Pensionsgewerbe verwendet, um den Gästen einen hohen Schlafkomfort zur Verfügung zu stellen. Dabei wird gleichzeitig das Ziel verfolgt, im Falle einer Einzel beiegung eines Doppelzimmers durch Verschieben eines der Betten und durch Wegnahme der Kissen den Reinigungsaufwand für das nur einzeln belegte Doppelzimmer zu reduzieren. Die Verschiebbarkeit der Betten erlaubt ferner eine Anordnung der Betten derart, daß eine Belegung des Doppelzimmers durch einander nicht nahestehende Personen möglich wird, wobei durch die Verschiebung der Betten für jeden Benutzer eine separater Bereich geschaffen wird.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß das Verschieben der Betten aufwendig und dennoch allein nicht ausreichend ist, um ein Doppelzimmer für eine Einzelbelegung oder eine Belegung durch zwei einander nicht nahestehende Personen umzugestalten, da durch das Verschieben die zu einer Doppelbettanlage gehörenden Funktionsgruppen wie Ablage (Nachtkasten) Beleuchtungsanlage, Radioanlage und ähnliches, nicht mehr erreichbar sind. Darüber hinaus wird der ästhetische Eindruck der Doppelbettanlage durch das Verschieben negativ beeinflußt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Umbau einer Doppelbettanlage von Doppelbeiegung auf Einzelbelegung zu erleichtern, wobei eine gute Erreichbarkeit von Ablagen und Beleuchtungseinrichtungen bei jeder Nutzungsvariante gewährleistet sein soll.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit einer Doppelbettanlage gemäß den Ansprüche 1 bzw. 2 sowie durch eine Kopfpaneelanordnung gemäß Anspruch 3. 2 AT 002 570 Ul
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die beiden Betten einer Doppelbettanlage relativ zueinander zu verschwenken. Durch die Schwenkbewegung ist es möglich, die Kopfteile der Betten nur geringfügig zu verlagern, so daß Ablagen, Beleuchtungen und ähnliches nahezu unverändert zugänglich bleiben. Gleichzeitig werden die Fußteile der Betten sehr weit voneinander entfernt, wodurch optisch eine starke Aufgliederung der Doppelbettanlage erzielt wird, ohne daß der optische Gesamteindruck der Doppelbettanlage negativ beeinflußt wird.
Um zu gewährleisten, daß bei dem Verschwenken der Betten relativ zueinander die Erreichbarkeit von Ablagen, Beleuchtungen und ähnlichem sichergestellt ist, ist gemäß Anspruch 1 vorgesehen, daß das erste und das zweite Bett jeweils über ein erstes bzw. ein zweites Scharnier mit einer Kopfpaneelanordnung verbunden sind. Die Scharniere stellen sicher, daß die Betten lediglich geschwenkt werden, wodurch der räumliche Zusammenhang zwischen Betten, Ablagen und Beleuchtungseinrichtungen gewahrt bleibt. Da der räumliche Zusammenhang der Doppelbettanlage durch die Scharniere vorgegeben ist, kann der Umbau von einer Belegungsart in die andere Belegungsart in die andere Belegungsart schnell erfolgen, wobei das Ergebnis des Umbaus der Doppelbettanlage nicht von der Aufmerksamkeit der umbauenden Personen abhängig ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn durch Anschläge definierte Endpositionen vorgegeben sind.
Gemäß Anspruch 2 wird der räumliche Zusammenhang der Doppelbettanlage I ' durch ein Schwenkscharnier gewährleistet, daß die beiden Betten miteinander verbindet. Durch dieses Schwenkscharnier werden das erste und das zweite Bett zu einer Einheit zusammengefaßt, welche Verschiebungen nur in einem vernachlässigbaren Maße zuläßt. 3 AT 002 570 Ul
Die gemäß Anspruch 3 vorgesehene Kopfpaneelanordnung für eine Doppelbettanlage ist durch eine verlagerbare Klappe gekennzeichnet, welche mit ihren zueinander schiefwinkligen Kanten eine Art Positionierlehre für die beiden Betten einer Doppelbettanlage bildet. In einer ersten vertikalen Lage ermöglicht die Klappe eine parallele Ausrichtung der Betten, wohingegen in einer im wesentlichen horizontalen zweiten Lage der Klappe diese eine Positionierlehre für die Betten darstellt, so daß eine schnelle und einfache Ausrichtung der Betten in beiden Lagen unter Wahrung des räumlichen Zusammenhangs der Doppelbettanlage möglich ist.
Die verlagerbare Klappe erlaubt jedoch nicht nur eine schnelle und präzise Positionierung der beiden Betten, sondern sie trägt auch zu einer geschlossenen optischen Gestaltung der Doppelbettanlage bei, wenn die Betten für Einzelbelegung in ihre zueinander winklige Lage verschwenkt sind. Die Klappe kann in ihrer im wesentlichen horizontalen zweiten Lage als Ablage verwendet werden und verhindert, daß Gegenstände hinter die Betten fallen und dort gegebenenfalls vergessen werden.
Wenn die Klappe über ein Klappenscharnier schwenkbar mit einer Zierwand der Kopfpaneelanordnung verbunden ist, ist ein Verlagern der verlagerbaren Klappe besonders einfach möglich.
Eine besonders einfach zu handhabende Anordnung ergibt sich, wenn eine Doppelbettanlage mit einer Kopfpaneelanordung mit verlagerbarer Klappe I ' versehen ist und gleichzeitig die Betten miteinander oder mit der Kopfpaneelanordnung über Scharniere verbunden sind. Bei einer solchen Anordnung ist es insbesondere vorteilhaft, wenn beim Verschwenken der Betten entstehende Spalte durch Blenden überbrückt werden, die verhindern, daß Gegenstände in die Spalte hineinfallen können. Die Blenden tragen außerdem zur Sicherheit der Doppelbettanlage bei, da beim Zu- 4 AT 002 570 Ul sammenschwenken der Betten ein Quetschen von Fingern verhindert wird. Darüber hinaus geben diese Blenden der Doppelbettanlage ein geschlossenes, optisch ansprechendes Aussehen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Doppelbettanlage in einer Position für Doppelbelegung in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 die Doppelbettanlage in Fig. 1 in einer Position für Einzelbelegung in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3 die Doppelbettanlage in Fig. 1 in der Position für Doppelbelegung in einer Ansicht von oben,
Fig. 4 die Doppelbettanlage in Fig. 2 in der Position für Einzelbelegung in einer Ansicht von oben,
Fig. 5 einen Schnitt durch die Doppelbettanlage in Fig. 3 gemäß der Linie V-V in Fig. 3,
Fig. 6 einen Schnitt durch die Doppelbettanlage in Fig. 4 gemäß der I '
Linie VI-VI in Fig. 4,
Fig. 7 eine zweite Ausführungsform einer Doppelbettanlage in einer Position für Doppelbelegung in einer Ansicht von oben und 5 AT 002 570 Ul
Fig. 8 die Doppelbettanlage in Fig. 7 in einer Position für Einzelbelegung in einer Ansicht von oben.
Die in den Fig. 1 bis 6 gezeigte Doppelbettanlage 10 gemäß einer ersten Ausführungsform weist ein erstes Bett 12, ein zweites Bett 14 sowie eine Kopfpaneelanordnung 16 auf. Die beiden Betten 12, 14 weisen jeweils einen separaten Rahmen und eine Auflage auf und sind auf schwenkbaren Rollen 18 gelagert.
Die Kopfpaneel'anordnung 16 weist eine Zierwand 20 auf, an welcher Nachtlampen 22 und Schalter 24 für diese angeordnet sind. Darüber hinaus sind an der Zierwand 20 Steckdosen 26 für Uhren, Radios und andere Verbraucher vorgesehen. Ferner sind unterhalb der Nachtlampen 22 Nachtkästen 28 angeordnet, welche jeweils eine Ablage 30 aufweisen, deren den Betten zugewandten Kanten 32 winklig zur Montageebene der Kopfpaneelanordnung 16 verlaufen, um eine zueinander winklige Anordnung der Betten 12, 14 zu ermöglichen. Die Kanten 32 definieren an Bezugskanten oder Anschläge für eine maximale Ausschwenkposition der Betten, die aneinanderliegend maximal zusammen geschoben sind.
Die beiden Betten 12, 14 sind jeweils an der dem zugehörigen Nachtkasten 28 zugewandten vertikalen Kante mit der Zierwand 20 der Kopfpaneelanordnung schwenkbar verbunden. Durch diese Schwenkbarkeit können die Betten sowohl die in den Fig. 1, 3 und 5 gezeigte parallele Anordnung für eine Doppelbeiegung einnehmen, als auch die in den Fig. 2, 4 und 6 gezeigte zueinander winklige Lage für eine Einzelbelegung. i %
Um in der zueinander winkligen Lage der Betten 12, 14 der Doppelbettanlage 10 ein geschlossenes Aussehen zu verleihen, ist an der Zierwand 20 über ein Scharnier eine Klappe 34 gelenkig angeordnet, welche in paralleler Anordnung der Betten 12, 14 flach gegen die Zierwand 20 geklappt ist und in dieser Position an der Zierwand 20 durch 6 AT 002 570 Ul versteckt angeordnete Magnete gehalten wird. Alternativ zu einer auf die Zierwand 20 aufgesetzten Klappe 34 kann auch eine in die Zierwand 20 eingelassene Klappe (nicht gezeigt) vorgesehen sein, die im hochgeklappten Zustand bündig mit der Sichtseite der Zierwand 20 abschließt und zur Handhabung einen Muschelgriff oder Muldengriff aufweist. In der in den Fig. 2, 4 und 6 gezeigten zueinander winkligen Lage der beiden Betten 12, 14 ist die Klappe um 90° in die Horizontale ver-schwenkt und liegt auf Kopfwänden 36 der Betten 12, 14 auf. Die Kopfwände 36 sind vorzugsweise farblich und hinsichtlich ihrer Oberfläche so strukturiert, daß sie wie ein Teil der Kopfpaneelanordnung 16 wirken.
Um den sich beim Schwenken zwischen den Betten 12, 14 öffnenden Spalt 38 zu schließen und sowohl das Klemmen von Fingern zu vermeiden als auch einen geschlossenen optischen Eindruck zu vermitteln, ist eine zentrale Blende 40 vorgesehen, welche aus flexiblem Material herge-stellt ist, an der Kopfwand 36 des ersten Bettes 12 befestigt ist und gleitend an der Kopfwand 36 des zweiten Bettes 14 anliegt. Anstelle einer zentralen Blende 40 können auch ein Stoffbalg oder einander überlappende Leisten vorgesehen sein.
Die Doppelbettanlage 110 gemäß den Fig. 7 und 8 unterscheidet sich von der Doppelbettanlage 10 gemäß der ersten Ausführungsform lediglich hinsichtlich der Befestigung und Führung der Betten 112, 114. -Teile der Doppelbettanlage 110, die Teilen der Doppelbettanlage 10 entsprechen sind daher mit Bezugszeichen versehen, die gegenüber den Bezugs- I '
Zeichen der entsprechenden Teile um 100 erhöht sind. Auf die Beschreibung der entsprechenden Teile wird verwiesen.
Im Gegensatz zu der Dopelbettanlage 10 gemäß der ersten Ausführungsform sind die Betten 112, 114 der Doppelbettanlage 110 gemäß der zweiten Ausführungsform an der Kopfpaneelanordnung 116 nicht über Schar- 7 AT 002 570 Ul niere befestigt sondern an dieser über ein Schienen-Stiftsystem, welches ein Verschieben der Eckpunkte der Betten 112, 114 parallel zur Montageebene der Kopfpaneelanordnung erlaubt, verschiebbar angelenkt. Des weiteren sind die beiden Betten 112, 114 an ihrem kopfpaneelseiti-gen Ende über ein Scharnier gelenkig miteinander verbunden, so daß bei einem Verschwenken der Betten 112, 114 von der in Fig. 7 gezeigten parallelen Lage für Doppelbelegung in die in Fig. 8 gezeigte winklige Lage für Einzelbelegung die beiden Betten aneinander in Linienkontakt verharren. Beim Verschwenken der beiden Betten 112, 114 ergeben sich allerdings zwischen den Nachtkästen 128 und dem jeweiligen Bett 112, 114 Spalte 150, zu deren Überbrückung Blenden 152 vorgesehen sind. Die Blenden 152, die an der Kopfpaneelanordnung 116 befestigt sind, können auch weggelassen werden, wobei dann die Zierwand 120 der Kopfpaneelanordnung 116 in diesem Bereich durchgezogen sein sollte, um Spalte zu vermeiden. Eine besonders ansprechende optische Gestaltung ergibt sich, wenn die Zierwand 120 der Kopfpaneelanordnung 116 durchgezogen ist und die Schiebebeschläge unsichtbar und insbesondere hinter den Kopfwänden 136 angeordnet sind. 8

Claims (9)

  1. AT 002 570 Ul A N S P R Π C. H F 1. Doppelbettanlage mit einem ersten und einem zweiten Bett (12, 14) und mit einer Kopfpaneelanordnung (16), dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Bett (12, 14) über ein erstes bzw. ein zweites Scharnier derart mit der Kopfpaneelanordnung (16) schwenkbar verbunden sind, daß die Betten (12, 14) zwischen einer zueinander parallelen und einer zueinander winkligen Lage verschwenkbar sind. ^4)
  2. 2. Doppelbettanlage mit einem ersten und einem zweiten Bett (112, 114), dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Bett (112, 114) über ein Schwenkscharnier derart miteinander verbunden sind, daß die Betten (112, 114) zwischen einer zueinander parallelen und einer zueinander winkligen Lage verschwenkbar sind.T, S)
  3. 3. Kopfpaneelanordnung für eine Doppelbettanlage (10; 110), gekennzeichnet durch eine zwischen einer im wesentlichen vertikalen ersten Lage und einer im wesentlichen horizontalen zweiten Lage verlagerbaren Klappe (34; 134), welche zwei zueinander schiefwinklig verlaufende Kanten aufweist. (^'ß, 4/8)
  4. 4. Kopfpaneelanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (34; 134) über ein Klappenscharnier schwenkbar mit einer Zierwand (20; 120) der Kopfpaneelanordnung (16; 116) verbunden ist. 9 AT 002 570 Ul
  5. 5. Kopfpaneelanordnung nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch Nachtkästen (28;128), die eine Ablage (30; 130) aufweisen, deren den Betten zugewandten Kanten (32; 132) winklig zur Montageebene der Kopfpaneelanordnung (16; 116) verlaufen, um eine zueinander winklige Anordnung zweier Betten (12, 14; 112, 114) einer Doppelbettanlage (10; 110) zu ermöglichen./'*^'. 4,8)
  6. 6. Doppelbettanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ersten und dem zweiten Bett (12, 14; 112, 114) oder zwischen einem Bett (12, 14; 112, 114) und der Kopfpaneelanordnung (16; 116) eine den beim Ausschwenken der Betten (12, 14; 112, 114) entstehenden Spalt (38; 150) überbrückende Blende (40; 152) angeordnet ist. 4t 8)
  7. 7. Doppelbettanlage nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Bett (12, 14) auf Rollen (18) oder Gleitern gelagert sind.
  8. 8. Doppelbettanlage nach einem der Ansprüche 1, 2, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kopfpaneelanordnung (16; 116) gemäß einem der Ansprüche 3 bis 5 vorgesehen ist. (^ß- 4,8)
  9. 9. Doppelbettanlage nach einem der Ansprüche 1, 2, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfpaneelanordnung mehrteilig ausgebildet ist, wobei das erste Bett mit einem ersten Teil der Kopfpaneelanordnung und das zweite Bett· mit' einem zweiten Teil der Kopfpaneelanordnung verbunden ist, wobei der erste und der zweite Teil
    der Kopfpaneelanordnung lösbar miteinander verbunden 10
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