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Einrichtung zur insbesondere hydroponischen Pflanzenzucht
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur insbesondere hydroponischenpflanzenzucht in einem, aus einzelnen sich in geschlossener Laufbahn bewegenden Horden ausgebildeten Zuchtboden, wobei die Horden in einem hochgezogenen Zuchtraum angeordnet sind und ihre Laufbahn ein-oder mehrmals geändert wird.
Es sind Verfahren der Pflanzenzucht in offenen oder geschlossenen klimatisierten Räumen bekannt, bei denen sich der Zuchtboden bewegt und während der Zuchtzeit durch Tageslicht bzw. künstlich beleuchtet wird. Der allgemeine Nachteil bisher bekannter ortsfester und insbesondere beweglicher Zuchteinrichtungen ist die ungleichförmige Belichtung der Zuchtkultur, da bei jeder Bahnart derselben, d. i. gerade, zick-zack-bzw. spiralförmig, stets eine Seite der Pflegehorde an der dem Licht zugekehrten Seite mehr und an der andern Seite derselben weniger belichtet wird. Diesen Nachteil konnte man bisher nur durch zusätzliche Beleuchtung beseitigen.
Es sind auch hochgezogene Gewächshäuser bekannt, in welchen die Laufbahn der Zuchtgefässe umgelenkt ist. Die Zuchtgefässe bleiben aber stets in derselben Lage, wobei infolge der mehrmaligen Wendung der Laufbahn, in deren mittlerem Teil die Zuchtgefässe verhältnismässig wenig Licht erhalten, ein wesentlicher Nachteil eintritt.
Zweck der Erfindung ist diese Ungleichförmigkeit der Belichtung zu beseitigen bzw. dieselbe wesentlich herabzusetzen, um eine bessere und wirtschaftlichere Lichtausnutzung und somit auch bessere Zuchtbedingungen zu erreichen. Dies wird bei einer einleitend beschriebenen Einrichtung dadurch erzielt, dass die geschlossene Laufbahn der Horden aus einer radial zum Zentrum einer Wendelbahn führenden Zubringerbahn, einer im tiefsten Punkt des Zentrums innerhalb der Wendel zum höchsten Punkt derselben führenden Steigbahn der nach abwärts führenden Wendelbahn, einer von dieser unten tangential oder spiralenförmig auslaufenden und im Bogen in die Zubringerbahn mündenden Auslaufbahn besteht, wobei an der Mündungsstelle von der Auslaufbahn in die Zubringerbahn die Wende, Be- und Entladestelle der Horden vorgesehen ist.
Vorteilhaft verwendet man bei der praktischen Anwendung der erfindungsgemässen Einrichtung eine Horde, die die Form eines Mehrecks, gegebenenfalls eines regelmässigen Sechseckes, aufweist. Bei der erfindungsgemässen Einrichtung werden die Horden um vertikale Achsen gedreht, so dass eine bessere und ausserordentlich wirtschaftliche Lichtausnutzung erzielt'wird, weil die Pflanzen während der ganzen Vegetationsperiode gleichmässig belichtet werden. Aus den schematischen Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ersichtlich.
In diesen stellt Fig. l die Hordenanordnung in dem obersten Stockwerk des klimatisierten Turmes während des ersten Hordenkreislaufes, Fig. 2 das untere Stockwerk gleichfalls beim ersten Kreislauf, Fig. 3 das obere Stockwerk während des zweiten Hordenkreislaufes, Fig. 4 das untere Stockwerk beim zweiten Hordenkreislauf, Fig. 5 den Aufriss und Fig. 6 den Grundriss der Horde dar ; in Fig. 7 ist dann der Grundriss der Hordenanordnung an der schraubenförmiggekrümmten Bahn dargestellt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist turmartig ausgebildet und weist in der Turmmitte eine Steigbahn 22 und aussen eine Wendelbahn 5 auf, so dass sich die Horde 1 vom Gipfel der Steigbahn 22 in der Wendelbahn 5 nach unten bewegt, wobei zunächst die mit Doppelstrich ausgezogene Seite der Horden 1 in der Nähe des äusseren lichtdurchlässigen Mantels des Turmes sich befinden. Unten geht
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die Wendelbahn 5 in eine Auslaufbahn 16 über, die hierauf entlang der radialen Zubringerbahn 20 zum tiefsten Punkt 21 der Steigbahn 22 zurückkehrt.
An der Mündungsstelle der Auslaufbahn 16 in die Zubringerbahn 20 ist die Be- und Entlade- sowie Wendestelle 17 der Horden 1 vorgesehen, so dass beim Weiterlauf der von der Wendelbahn 5 kommenden Horden diese gewendet in der Steigbahn 22 zum Gipfelpunkt hochgeführt werden. Wie in Fig. 3 dargestellt ist, laufen nun die Hor- den 1 mit der doppelstrichig ausgezogenen Hordenseite, die sich vorher an der Aussenseite des Turm- umfanges befand, nach innen zugekehrt, die Wendelbahn 5 nach unten. In Fig. 4 ist dann eine erneute Verdrehung der Horde 1 nach Beendung des zweiten Umlaufes entlang der Auslaufbahn 16, der Beladestelle 17 und der Zubringerbahn 20 wieder in einer Lage dargestellt, in der sich die Horde am Anfang des ersten Umlaufes, d. h. beim Erreichen des Gipfels 22 befand.
Dieser Vorgang wiederholt sich bis zur Erntezeit, wo die Horde auf die Erntebahn 18 verschoben und durch eine neue, von der Vorbereitungsbahn 19 entnommene, ersetzt wird.
Ein praktisches Ausführungsbeispiel einer Horde für die erfindungsgemässe Einrichtung ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Die Horde weist die Form eines Sechseckes mit vier längeren Seiten 26 und zwei kürzeren, die Führungsrollen 24 tragenden Seiten auf. Der Boden 28 der Horde kann glatt oder an- ders geformt sein. Die Hordenanordnung auf der Wendelbahn 5 bzw. Beleuchtungsbahn 23 ist aus Fig. 7 ersichtlich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur insbesondere hydroponischen Pflanzenzucht in einem, aus einzelnen sich in geschlossener Laufbahn bewegenden Horden ausgebildeten Zuchtboden, wobei die Horden in einem hochgezogenenZuchtraumangeordnetsindundihreLaufbahnein-odermehrmalsgeändertwird, dadurch gekennzeichnet, dass die geschlossene Laufbahn der Horden aus einer radial zum Zentrum einer Wendelbahn führenden Zubringerbahn (20), einer im tiefsten Punkt (21) des Zentrums innerhalb der Wendel zum höchsten Punkt derselben führenden Steigbahn (22), der nach abwärts führenden Wendelbahn (5), einer von dieser unten tangential oder spiralenförmig auslaufenden und im Bogen in die Zubringerbahn (20) mündenden Auslaufbahn (16) besteht, wobei an der Mündungsstelle von der Auslaufbahn (16) in die Zubringerbahn (20) die Wende-, Be- und Entladestelle (17)
der Horden vorgesehen ist.