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Drehtrennschalter
Ein einwandfreier Kontakteingriff und eine einwandfreie Kontaktgabe wird insbesondere bei im Freien aufgestellten Drehtrennschaltern durch Schwingungen der die Kontakte tragenden Schwenkarme beeinträchtigt, die einerseits durch die Antriebsbewegung der Schwenkarme, aber anderseits auch durch Windstösse hervorgerufen werden. Trennschalter mit sehr langen Schwenkarmen benötigen daher zur Erzielung einer einwandfreien Kontaktgabe Schwenkarme mit entsprechend hoher Biegesteifigkeit, was üblicherweise durch deren relativ starke Dimensionierung erzielt wird. Dies führt jedoch zu einer unerwünschten Erhöhung des Gewichts und des Schwungmoments der Schwenkarme.
Zur Erhöhung der Biegesteifigkeit und Versteifung des Tragarmes wurde vorgeschlagen, ein am Kopf des Stützisolators angebrachtes und sich über einen Teil der Länge des Tragarmes erstreckendes Stützrohr um den Tragarm zu legen. Bei den für Höchstspannungen notwendig werdenden übergrossen Längen der Tragarme müsste man die progressiv abnehmende Starrheit des Tragarmes durch eine vollentsprechende Vergrösserung des Tragarmquerschnitts kompensieren. Dies würde ausser einer Verteuerung auch eine wesentliche Erhöhung des Tragarmgewichts und damit eine Erhöhung des Schwungmoments der Tragarme bedingen.
Bekannt ist ein Hochspannungsdrehtrennschalter mit zwei sich in der Einschaltstellung selbst zentrierenden Schaltarmen, von denen der eine aus mindestens zwei annähernd parallelen, mit einem Stützisolator fest verbundenen Schenkeln besteht und die an ihren Enden mit jeweils starr befestigten Kontaktstücken versehen sind, die sich in der Einschaltstellung ineinanderschieben. Nachteilig an dieser Anordnung ist, dass durch die unstarre Verbindung des Tragarms an seinem die Kontakte tragenden Ende die Querschnitts-Trägheitsmomente des Tragarms über die gesamte Länge des Tragarms gleich bleiben, somit an der Stelle der grössten Beanspruchung, d. i. an der Einspannstelle des Tragarms im Stützisolator, der Tragarm das gleiche Querschnitts-Trägheitsmoment aufweist wie an den Stellen geringerer Beanspruchung.
Gegenstand der Erfindung ist ein Drehtrennschalter mit am Kopf der Stützisolatoren befestigten Schwenkarmen, die zumindest in ihrem vom Stützkopf ausgehenden Abschnitt aus zwei Tragarmen bestehen, die am Stützkopf in einer senkrecht zur Schwenkachse liegenden Ebene in Abstand nebeneinander befestigt sind und in ihrer Projektion auf die genannte Ebene zu dem den Trennerkontakt tragenden EndedesSchwenkarms zusammenlaufen. Oben beschriebene Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die beiden durch eine Schliesse verbundenen Tragarme zur Gänze in der genannten Ebene liegen. Bei dem Schwenkarm mit gegabelten, Kugelkontakte tragenden Enden nimmt der aus den beiden Tragarmen bestehende Teil des Schwenkarms nach einem Merkmal der Erfindung 50-80 % der Gesamtlänge des Schwenkarms ein.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung liegt die Auffederungsrichtung der Gabelung der Kugelkontakte senkrecht zur genannten Ebene.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass bei Drehtrennschaltern der Kontakteingriff und die Kontaktgabe vor allem durch die Schwingungen der Schwenkarme in der Schwenkebene beeinträchtigt
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auch Windstösse eben vorwiegend in der Schwenkebene wirksam sind, während senkrecht zur Schwenkebene praktisch keine Stosskräfte auftreten. Durch die erfindungsgemässe Erhöhung des Querschnitts-
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Trägheitsmoments der Schwenkarme in Richtung der Schwenkbewegung wird in dieser Richtung auch eine erhöhte Biegesteifigkeit erzielt, die die Schwingneigung der Schwenkarme in dieser Richtung wesentlich reduziert und einen sicheren stossfreien Kontakteingriff gewährleistet.
In der zur Schwenkebene senkrechten Richtung kann die Biegesteifigkeit wesentlich geringer sein, so dass mit einem relativ geringen Querschnitts-Trägheitsmoment in dieser Richtung das Auslangen gefunden wird, was sich im Sinn einer leichten Bauweise der Schwenkarme als günstig erweist.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung sind in den Zeichnungen die Schwenkarme eines Drehtrennschalters in Fig. 1 in Seitenansicht und in Fig. 2 in Ansicht von oben dargestellt. Die Schwenkarme sind um vertikale Schwenkachsen 1 bzw. 2 verschwenkbar.
Der rechte Schwenkarm besteht aus zwei Tragarmen 3 und 4, die am Stützkopf 5 in einer senkrecht zur Schwenkachse 1 liegenden Ebene in Abstand nebeneinander befestigt sind und in genannter Ebene liegend zudemden Trennerkontakt 6 tragenden Ende des Schwenkarms zusammenlaufen.
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geln 10, 11 trägt. Die zwei Tragarme 7 und 8 sind am Stützkopf 12 in einer senkrecht zur Schwenkachse 2 liegenden Ebene in Abstand nebeneinander befestigt und laufen in genannter Ebene liegend zu einer die Gabel 9 tragenden Schliesse zusammen. Die Auffederungsrichtung der Gabel 9 steht senkrecht zur genannten Ebene.
Wesentlich an den Schwenkarmen mit den erfindungsgemäss ausgebildeten Tragarmen 3, 4 und 7, 8 ist, dass das Querschnitts-Trägheitsmoment eines Schwenkarms bezüglich seiner Beanspruchung in der Schwenkrichtung an der Einspannstelle der Tragarme im Stützkopf am grössten ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Drehtrennschalter mit am Kopf der Stützisolatoren befestigten Schwenkarmen, die zumindest in ihrem vom Stützkopf ausgehenden Abschnitt aus zwei Tragarmen bestehen, die am Stützkopf in einer senkrecht zur Schwenkachse liegenden Ebene in Abstand nebeneinander befestigt sind und in ihrer Projektion auf die genannte Ebene zu dem den Trennerkontakttragenden Ende des Schwenkarms zusammenlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden durch eine Schliesse verbundenen Tragarme zur Gänze in der genannten Ebene liegen.