AT257826B - Stütze für eine Zahnprothese sowie Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Stütze für eine Zahnprothese sowie Verfahren zu deren Herstellung

Info

Publication number
AT257826B
AT257826B AT57366A AT57366A AT257826B AT 257826 B AT257826 B AT 257826B AT 57366 A AT57366 A AT 57366A AT 57366 A AT57366 A AT 57366A AT 257826 B AT257826 B AT 257826B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
support
shaft
mandrel
helix
cylindrical reinforcement
Prior art date
Application number
AT57366A
Other languages
English (en)
Inventor
Adriano Dr Bertolini
Original Assignee
Adriano Dr Bertolini
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Adriano Dr Bertolini filed Critical Adriano Dr Bertolini
Application granted granted Critical
Publication of AT257826B publication Critical patent/AT257826B/de

Links

Landscapes

  • Dental Prosthetics (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Stütze für eine Zahnprothese sowie Verfahren zu deren Herstellung 
Gegenstand der Erfindung ist eine Stütze für eine Zahnprothese, die einen Schaft zum Tragen der Prothese und einen wendelförmigen, elastischen Verankerungsteil zum Einsetzen der Stütze in den Kiefer aufweist, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung. 



   Derartige Stützen besitzen gegenüber den ebenfalls bekannten, meist aus geschmolzenem Metall in einem Stück gefertigten sogenannten Verankerungsbolzen, die mit einem starren Schraubengewinde versehen sind, den Vorteil der Elastizität des Verankerungsteiles, so dass sie von den Patienten besser ertragen werden. 



   Die bekannten Stützen mit wendelförmigem Verankerungsteil besitzen allerdings den Nachteil, dass sie Lötstellen aufweisen, wodurch galvanische Ströme sowie Bimetallismus entstehen, was für das lebende Gewebe schädlich ist. 



   Diese Nachteile der einen   wendelförmigen Verankerungsteil aufweisenden Stütze   werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Stütze in an sich bekannter Weise aus einem einzigen Stück gefertigt ist und der Verankerungsteil einen an den Schaft koaxial angesetzten Dorn aufweist, der in eine um den Dorn sich windende zylindrische Wendel übergeht, deren freies Ende an der Dornwurzel befestigt ist. 



   Die erfindungsgemässe Stütze weist neben dem Vorteil der Elastizität   u. a.   noch den wesentlichen Vorteil auf, keinerlei Lötstellen zu besitzen. Vorzugsweise ist zwischen Dorn und Schaft eine zylindrische Verstärkung mit einer umlaufenden Rille zur rein mechanischen und ohne zusätzliche Hilfsmittel durchführbaren Befestigung des Wendelendes vorgesehen. 



   Gemäss einer weiteren, besonders zweckmässigen Ausgestaltung der Erfindung ist der an die zylindrische Verstärkung angrenzende Teil des Schaftes mit einem Gewinde versehen, wobei der übrige Teil des Schaftes vorzugsweise einen quadratischen Querschnitt aufweist. 



   Der mit Gewinde versehene, an die zylindrische Verstärkung angrenzende Teil des Schaftes dient folgenden Zwecken : a) Zur besseren Haftung der Gewebe auf diesem Teil und zur Verhinderung des Eindringens von Krankheitserregern, Bazillen, Nahrungsmittelresten oder Flüssigkeiten von aussen. b) Zur Aufschraubung der von gezogenen Zähnen des Patienten abgeschnittenen Scheibchen, wodurch ein biologischer Verschluss entsteht. c) Zur Aufschraubung eines der modernen Vaskularmaterialien für Prothesen, um an der Austrittsstelle aus dem Knochen und aus der Schleimhaut ein neutrales Material vorzusehen. 



   Die Ausbildung der erfindungsgemässen Stütze ermöglicht ferner deren Herstellung aus Titan, welches vom menschlichen Körper am besten von allen Metallen ertragen wird, jedoch bisher nicht verwendet werden konnte, weil es weder schmied- noch lötbar ist. 



   Die erfindungsgemässe Stütze für eine Zahnprothese wird hergestellt, indem aus einem gezogenen Metalldraht ein Schaft, eine zylindrische Verstärkung und von dieser ausgehend ein abgesetzter koaxialer Fortsatz in der Länge des Dornes und der Wendel gedreht wird, worauf aus dem entsprechenden Teil des Fortsatzes die Wendel gebildet und in der umlaufenden Rille der zylindrischen Verstärkung befestigt 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 wird, anschliessend die fertiggestellte Stütze sandgestrahlt und dekapiert wird. 



   Durch die vorgenommene Sandstrahlung bietet die Oberfläche der Stütze den Verbindungselementen einen besseren Halt, während die Dekapierung der Beseitigung einer eventuellen positiven elektrischen Ladung dient. 



   Die erfindungsgemässe Stütze für eine Zahnprothese wird an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. In den Fig. l und 2 ist in stark   vergrossertem   Massstab je eine Seitenansicht von zwei verschiedenen Ausführungsformen der erfindungsgemässen Stütze dargestellt. 



   Aus den Fig. 1 und 2 geht hervor, dass jede der dargestellten Stützen aus einem einzigen, aus einem Metalldraht herausgearbeiteten Stück besteht. Die Stütze weist einen zur Befestigung im Knochen dienenden Verankerungsteil 2 auf. Der Verankerungsteil 2 besteht aus einem an den Schaft 11 koaxial angesetzten Dorn 8, der in eine um den Dorn 8 sich windende zylindrische Wendel 4 bzw. 



  5   übergeht ;   die Windungszahlen der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Wendeln sind voneinander verschieden. Es können selbstverständlich auch Verankerungsteile mit andern als den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Windungszahlen hergestellt werden. Die freien Enden der Wendeln 4 bzw. 5 sind an der Dornwurzel befestigt. 



   Bei jeder der in den Fig. l und 2 dargestellten Stützen ist zwischen Dorn 8 und Schaft 11 eine zylindrische Verstärkung 7 mit einer umlaufenden Rille zur Befestigung des Wendelendes vorgesehen. 



  Diese Rille wird durch zwei kleine, im Abstand voneinander angeordnete zylindrische Teller 9 und 10 gebildet. An die zylindrische Verstärkung 7 schliesst der Schaft 11 an, dessen an die Verstärkung 7 unmittelbar angrenzender Teil 11'einen kreisförmigen Querschnitt besitzt und mit einem Gewinde versehen ist. 



   Der übrige Teil   11 des   Schaftes weist quadratischen Querschnitt auf. Die Stütze wird vorzugsweise aus Titan gefertigt, weil dieses Metall eine sehr niedrige Positivität besitzt. 



   Die Befestigung der Stütze im Kieferknochen wird folgendermassen vorgenommen :
Man fügt den Verankerungsteil 4 bzw. 5 in den Knochen des Patienten ein. Dann schraubt man auf dem Teil 11'des Schaftes 11 ein ringförmiges, von gezogenen Zähnen des Patienten stammendes Scheibchen fest, das als biologischer Verschluss dient. Das aus dem lebenden Zahn bestehende und daher ein noch gesundes oder lebendes Parodont besitzende ringfurmige Scheibchen haftet an den lebenden Geweben des Patienten an.

   Falls keine Möglichkeit vorhanden ist, diese vorbeschriebene Operation durchzuführen, sei dies aus Gründen technischer Erfordernisse oder einfach deshalb" weil der Patient keinen zu diesem Zweck verfügbaren Zahn mehr besitzt, kann auf dem mit Schraubengewinde versehenen Teil 11'des Schaftes 11 eine Muffe festgeschraubt werden, die aus künstlichem und dem in der kardiovaskulären Chirurgie verwendeten Material ähnlichem Material besteht. Diese kleinen Muffen besitzen den Vorteil, dass sie vom leimgebenden Gewebe durchtränkt werden können, wodurch ein praktisch biologischer Verschluss erreicht wird. Schliesslich wird auf dem vorspringenden Teil 11" des Schaftes 11 die darüberliegende   Stütz- oder   Tragstruktur der Prothese befestigt.

   Hiebei ist zu bemerken, dass der äussere Teil 11", welcher vorzugsweise einen quadratischen Querschnitt besitzt, auch einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen kann. Ein quadratischer Querschnitt wird deshalb bevorzugt, weil die darüber angeordnete   Stütz- oder   Tragstruktur der Prothese dadurch eine geringere Drehmöglichkeit besitzt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Stütze für eine Zahnprothese, die einen Schaft zum Tragen der Prothese und einen   wendeli. : r-   migen, elastischen Verankerungsteil zum Einsetzen der Stütze in den Kiefer aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze in an sich bekannter Weise aus einem einzigen Stück gefertigt ist und der Verankerungsteil (2) einen an den Schaft (11) koaxial angesetzten Dorn (8) aufweist, der in eine um den Dorn sich windende zylindrische Wendel (4, 5) übergeht, deren freies Ende an der Dornwurzel befestigt ist. 



   2.   StützenachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet, dasszwischenDorn (8) und Schaft (11)   eine zylindrische Verstärkung (7) mit einer umlaufenden Rille zur Befestigung des Wendelendes vorgesehen ist.

Claims (1)

  1. 3. Stütze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der an die zylindrische Verstärkung (7) angrenzende Teil (l1') des Schaftes (11) mit einem Gewinde versehen ist und der übrige Teil (11") des Schaftes (11) vorzugsweise einen quadratischen Querschnitt aufweist.
    4. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Titan besteht. <Desc/Clms Page number 3>
    5. Verfahren zur Herstellung einer Stütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem gezogenen Metalldraht ein Schaft, eine zylindrische Verstärkung und von dieser ausgehend ein abgesetzter koaxialer Fortsatz in der Länge des Dornes und der Wendel gedreht wird, worauf aus dem entsprechenden Teil des Fortsatzes die Wendel gebildet und in der umlaufenden Rille der zylindrischen Verstärkung befestigt wird, anschliessend die fertiggestellte Stütze sandgestrahlt und dekapiert wird.
AT57366A 1965-10-19 1966-01-21 Stütze für eine Zahnprothese sowie Verfahren zu deren Herstellung AT257826B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT1026065 1965-10-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT257826B true AT257826B (de) 1967-10-25

Family

ID=11134000

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT57366A AT257826B (de) 1965-10-19 1966-01-21 Stütze für eine Zahnprothese sowie Verfahren zu deren Herstellung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT257826B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0230678A1 (de) * 1986-01-29 1987-08-05 Massimiliano Barcali Endosteales Schraubenimplantat
DE10149168A1 (de) * 2001-10-04 2003-11-27 Robert Laux Implantatteil in einem Zahnimplantat
EP1210028A4 (de) * 1999-08-03 2006-08-16 Bernard Weissman Longitudinal und zentral konvergierender dentaler stift

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0230678A1 (de) * 1986-01-29 1987-08-05 Massimiliano Barcali Endosteales Schraubenimplantat
EP1210028A4 (de) * 1999-08-03 2006-08-16 Bernard Weissman Longitudinal und zentral konvergierender dentaler stift
DE10149168A1 (de) * 2001-10-04 2003-11-27 Robert Laux Implantatteil in einem Zahnimplantat

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69402348T2 (de) Führungsdraht mit runden Formdrähten
EP0576500B2 (de) Hilfsteil zur korrektur der zahnstellung
DE69026079T2 (de) Zahnimplantat
DE2347213C2 (de) Knochenendoprothese
EP0377453A1 (de) Führungsdraht
DE10118944A1 (de) Entfernbare, im wesentlichen zylindrische Implantate
DE3741847A1 (de) Wurzelstifte
EP0563767A1 (de) Gehörknöchelprothese
DE1491851A1 (de) Federnde Drahtwendelfuehrung
AT257826B (de) Stütze für eine Zahnprothese sowie Verfahren zu deren Herstellung
DE1948822A1 (de) Implantat zur Befestigung im Knochengewebe
DE2724516A1 (de) Zahnwurzelfueller
DE102009033770B4 (de) Verbindung zwischen Stimulationselektrode und Leitungswendel
DE443112C (de) Federnde Sonde
DE10048119A1 (de) Friktionselement für Teleskop- und Konuskronen eines Zahnersatzes
DE3709734A1 (de) Elektro-stimulationsgeraet fuer eine liegende endoprothese
DE102008009793A1 (de) Zahnkrone, Zahnimplantat und Zahnimplantataufbau
EP0262354B1 (de) Implantat aus Titan mit drahtförmigen Oberflächenstrukturen
DE3709733C2 (de) Trichterförmiges durchbrochenes Verstärkungselement für eine Knochenzementschicht einer Endoprothese
DE634606C (de) Verfahren zur Herstellung von Drahtbuersten
DE852114C (de) Verfahren zur Befestigung von Verankerungsstiften in kuenstlichen Zaehnen durch Loetmasse in einem Arbeitsgang
DE3540188A1 (de) Mehrteiliger wurzelstift
DE3436368C2 (de)
AT137798B (de) Einlage zur Behandlung der Zahnwurzelhaut.
DE2247458A1 (de) Implantierbare ekg-elektrode