<Desc/Clms Page number 1>
Aufspuleinrichtung bei Angelwinden
Gegenstand des Patentes Nr. 251963 ist eine Aufspuleinrichtung bei Angelgewinden mit einer drehbaren Schnurführerkappe, deren offene Seite eine ortsfeste Spule übergreift, einem ringförmigen, vorn offenen Gehäuse, das einen ringförmigen Spalt um die Schnurführerkappe bildet, mit mindestens einem in der Schnurführerkappe verschiebbar geführten und unter Federdruck einziehbaren Schnurführerstift, einem feststehenden Nocken zum selbsttätigen Ausschieben des Schnurführerstiftes beim Drehen der Schnurführerkappe, einer Sperre zum Festhalten des Schnurführerstiftes in der ausgeschobenen Lage und einer an der Aussenseite der Winde angeordneten Handhabe zur Betätigung der Sperre nach vorn in ihre den Schnurführerstift freigebende Lage,
wobei die Handhabe auf der Vorderseite der Schnurführerkappe innerhalb der Bewegungsbahn der Schnur um die Schnurführerkappe liegt, in Form eines Rotationskörpers als Scheibe oder Teller ausgebildet ist, der koaxial zur Schnurführerkappe angeordnet ist und die den Vorderrand des Gehäuses enthaltende Ebene nach aussen überragt, und dass die Handhabe in ihrer Mitte mit der Sperre axial mitnehmbar verbunden ist und zwischen ihrer Mitte und ihrem Rand auf ihrer der Schnurführerkappe zugewendeten Seite auf einen ringförmigen, unverschiebbaren Anschlag aufruht, so dass durch axialen Druck auf der Vorderseite des Randes der Handhabe diese um den der Druckstelle nächstliegenden Teil des Anschlages gekippt und dabei die Sperre nach vorn mitnimmt und den Schnurführerstift freigibt.
Die im Stammpatent beschriebene und in dessen Zeichnung dargestellte Ausführungsform der Aufspuleinrichtung weist ein oben offenes Spulengehäuse auf, das die Spule und die Schnurführerkappe umschliesst und in axialer Richtung sich etwas über die Oberseite der Schnurführerkappe erstreckt.
Es hat sich nun für die richtige und einwandfreie Funktion einer derartigen Aufspuleinrichtung als wichtig erwiesen, den oberen Rand des Spulengehäuses in geeigneter Weise auszubilden. Sowohl beim Wurf als auch beim Aufwinden führt die Schnur ausser ihrer längsverlaufenden Bewegung eine rasche kreisende Bewegung aus. Falls der Rand des Spulengehäuses zu tief oder radial zu weit aussen liegt, kann der ausserhalb des Spulengehäuses befindliche Teil der Schnur von der Fliehkraft so weit nach aussen geschleudert werden, dass er gegen die Rute oder an die die Rute festhaltende Hand anschlägt. Ausserdem kann der innerhalb des Spulengehäuses liegende Teil der Schnur beim Einwinden aus dem Bereich des Schnurführerstiftes gelangen.
Liegt der Rand des Spulengehäuses zu hoch oder zu weit nach innen, wird die Zugänglichkeit der Handhabe verschlechtert bzw. die Schnur mit bedeutender Reibung gegen den Spulengehäuserand angedrückt. Besonders beim Wurf, wenn die Schnur mit grosser Geschwindigkeit kreist und wenn jeder Widerstand gegen das Abziehen der Schnur sehr nachteilig ist, kann diese Reibung unzulässig gross werden.
Die richtige Lage des Spulengehäuserandes zum Schnurführerstift, zur Schnurführerkappe und zur Handhabe ist dadurch gekennzeichnet, dass erfindungsgemäss der freie, zwischen der Oberseite der Handhabe und der Umlaufbahn des Schnurführerstiftes etwa in gleicher Höhe mit der Oberseite der Schnurführerkappe liegende Rand des Gehäuses bis zur oder bis nahe an die zwischen dem Rand der Schnur-
<Desc/Clms Page number 2>
führerkappe zum ersten rutenfesten Führungsring gerade geführte Schnur radial einwärts abgebogen ist und eine möglichst reibungsarme Randoberfläche aufweist.
Um die Reibung zwischen dem Spulengehäuserand und der Schnur in hohem Mass zu vermindern, ist dieser Rand abgerundet und poliert. Es kann der Spulengehäuserand auch einen Wulst mit grösserem Krümmungshalbmesser aufweisen, der gleichzeitig den Rand gegen Verformungen verstärkt. Ebenso kann der Rand des Spulengehäuses mit einem aufgepressten Schutzring mit abgerundeter, glatter und harter Oberfläche versehen sein.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt der Aufspuleinrichtung teilweise im Schnitt, die Fig. 2 und 3 veranschaulichen verschiedene Ausführungen des Spulengehäuserandes im Schnitt.
In den Zeichnungen sind die einzelnen Teile der Einrichtung mit den gleichen Bezugszahlen versehen wie die entsprechenden Teile im Stammpatent.
Wie Fig. 1 zeigt, ist das Spulengehäuse 4 mit seinem unteren Rand mit dem Getriebegehäuse 3 verbunden. In diesem Getriebegehäuse ist die nicht dargestellte Welle für die Schnurführerkappe 9 gelagert, aus der der Schnurführerstift 11 herausragt, wenn die Schnur 12 aufgewunden wird. Die Handhabe 23 bewirkt beim Herabdrücken in axialer Richtung das Einziehen des Schnurführerstiftes, so dass die Schnur 12 ungehindert von der Spule abgezogen werden kann, wenn der Finger des Anglers aus ihrer Bewegungsbahn genommen wird. In Fig. l ist die Lage der Schnur dargestellt, die sie einnimmt, wenn sie zwischen dem unteren Führungsrand der Schnurführerkappe 9 und der nicht dargestellten ersten, an der Rute angeordneten Führungsöse gestreckt ist. Mit 27 ist die im Windengestell unbewegliche Schnurspule bezeichnet.
Der obere Randteil 31 des Spulengehäuses 4 ist nach innen eingebogen, so dass der Rand 32 in gleicher Höhe wie die Oberseite der Schnurführerkappe 9 oder nur wenig oberhalb derselben liegt.
Der Halbmesser des Spulengehäuserandes 32 ist gleich oder etwas grösser als der Radialabstand zwischen der Achse des Schiebegehäuses und der Aussenseite der Schnur, wenn diese die Strecklage einnimmt. Durch diese Anordnung des Spulengehäuserandes 32 wird erreicht, dass die Schnur 12 einerseits während des Einwindens oder beim Wurf keiner unnötigen Reibung gegen den Rand ausgesetzt wird und anderseits, dass die Schnur vom Spulengehäuserand verhältnismässig nahe am Schnurführerstift 11 und in sicherem Radialabstand vom Aussenende des Schnurführerstiftes geführt ist. Weiters liegen dadurch die beweglichen Teile der Aufspuleinrichtung im Spulengehäuse geschützt, wobei aber die Handhabe dem die Schnur regelnden Finger leicht zugänglich ist.
Infolge der Fliehkraft wird die Schnur selbstverständlich immer in gewissem Masse nach aussen an den Spulengehäuserand angepresst, aber die Reibung zwischen diesem Rand 32 und der Schnur wird dadurch vermindert, dass der Rand eine gut abgerundete Form und eine geglättete Oberfläche aufweist.
Der Rand kann aber auch zu einem Wulst 33 umgebördelt oder mit einem den Rand umschliessenden, im Querschnitt U-förmigen, auf ihn aufgepressten Schutzring 34 mit glatter, abgerundeter und harter Aussenfläche versehen sein (Fig. 2 und 3).