AT2607U2 - Brückengeländerverkleidung - Google Patents

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AT2607U2
AT2607U2 AT0019998U AT19998U AT2607U2 AT 2607 U2 AT2607 U2 AT 2607U2 AT 0019998 U AT0019998 U AT 0019998U AT 19998 U AT19998 U AT 19998U AT 2607 U2 AT2607 U2 AT 2607U2
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Harald Dipl Ing Wedenig
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Franz Gottwald
Harald Dipl Ing Wedenig
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Abstract

Gegenstand der Erfindung ist eine Brückengeländerverkleidung aus gewellten Kunststoffplatten (1). Ziel der Erfindung ist es, eine Plattenform zu finden, und ein zugehöriges Verarbeitungsverfahren, um bei geringerem Materialeinsatz eine höhere Gebrauchstauglichkeit der Brückengeländerverkleidung zu erreichen. Erfindungsgemäß wird die als Amplitude (3) bezeichnete Höhe der Wellung der Kunststoffplatte (1) im Randbereich (4) zum Plattenrand hin fortschreitend stetig verringert, sodaß die Wellung flach ausläuft, und auch ein flacher Rand (5) verbleiben kann. Die erfindungsgemäße Kunststoffwellplatte wird dem Stand der Technik entsprechend mit U-Profilen (2) bzw. H-Profilen gerahmt und am Brückengeländer montiert. Die Herstellung der erfindungsgemäßen Kunststoffplatten erfolgt in einem an das Vakuumthermoformverfahren angelehnten Verfahren mit Stützung der Kunststoffplatte während der Aufwärmphase.

Description


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 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 f fliche quergewellte Platten aus glasfaserverstärktem Kunststoff, insbesondere glasfaserverstärktem Polyesterharz, zu verwenden, oder quergewellte Platten aus transparentem Kunststoff. beispielsweise Polycarbonat, Polymethylmethacrylat oder dergleichen mittels   Rahmung   aus   U- und H- Profilen am Brückengeländer   zu befestigen. Der genannte Metallprofilrahmen besteht üblicherweise oben und unten aus einem horizontal angeordneten, in Richtung der quergewellten Platte offenen U - Profil, und aus einem zwischen den   Regelfeldem   befindlichen vertikal angeordneten   H - Profil, in welches H - Profil   von beiden Seiten die mit U - Profil versehenen   quergewellten   Kunststoffplatten eingesteckt werden. 



   Dem Stand der Technik entsprechend quergewellt ist eine gewellte Kunststoffplatte dann, wenn die Platte quer zur Produktionsrichtung der in einem kontinuierlichem Verfahren hergestellten Kunststoffplatte gewellt ist, beziehungsweise, wenn die rechteckige Platte quer zur längeren Seite gewellt ist. Quergewellt ist eine Kunststoffplatte also dann, wenn die Platte in der seitlichen Ansicht projiziert lediglich als Wellenlinie darzustellen ist, ähnlich wie handelsübliche Asbestzementwellplatten zur Dacheindeckung, welche Asbestzementwellplatten zur Dacheindeckung aber längsgewellt sind. 



   Kunststoffplatte im Sinne dieser Beschreibung,   Ansprüche   und Zusammenfassung kann eine ebene oder aufgerollte Platte vor der Verarbeitung, aber auch eine erfindungsgemäss verarbeitete Kunststoffplatte sein. 

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   Stand der Technik der Herstellung transparenter Brückengeländerverkleidungen aus Polycarbonat,   Polymethylmetacrylat   oder dergleichen ist es, in einem kontinuierlichen Verfahren die Kunststoffplatte von der Rolle kommend abzuwickeln, auf eine verfahrensspezifische Temperatur zu erweichen, mittels von oben und unten eindrückender zylindrischer Rollen zu einer Wellung zu verfonnen, und abzukühlen. Nachteilig bei diesem Verfahren sind verfahrensimmanente Qualitätsmängel, beispielsweise ungleiclunässige Länge und Amplitude der Wellung (führt zu Montageschwierigkeiten und Scheppern im Wind), Beschädigung der UVSchutzschicht, Feuchtigkeitsschäden bei der Verarbeitung von Polycarbonat (da das Material auf der Rolle nicht getrocknet werden kann), und Kratzspuren.

   Es nicht möglich, die Kunststoffplatten vor der Verformung zu trocknen, was zum Erzielen einer ausreichenden Blasenfreiheit und hohen Schlagzähigkeit allerdings nötig wäre. Dieses Verfahren wird Rollenkettenverfonnung oder Rollenverfonnung genannt. 



   Zweck der   Brückengeländerverkleidungen   ist es insbesondere, im Zuge des Winterdienstes das Herabfallen von Split, Schnee, Eis   und   dergleichen auf unter der   gegenständlichen   Brücke befindliche Gebäude, Fahrbahnen oder andere schutzwürdige Objekte zu verhindern. oder bei   Eisenbahnbrücken   auch das Herunterfallen von Bremsklötzen und das Herunterspritzen von menschlichen Fäkalien, wenn der Ablass einer Toilette auf einer über eine Fahrbahn oder dergleichen führenden Brücke betätigt wird, zu verhindern. 



   Die technische Aufgabe, die gelöst werden soll, ist es, eine   Plattenfonn   zu finden, und ein zugehöriges Verarbeitungsverfahren, welche Plattenform bei geringerem Materialeinsatz eine höhere   Gebrauchstauglichkeit   (insbesondere Steifigkeit, Festigkeit und Stabilität) des Produktes ergibt, und welches Verarbeitungsverfahren die oben   erwähnten   Nachteile (insbesondere ungleichmässige Wellung, Zerkratzen der   UV - Schutzschicht   und Feuchtigkeitsschäden) weitestgehend vermeidet. 



     ErDndungsgemäss   wird die Aufgabe gelöst (Fig. 3), indem die Amplitude der als Brükkengeländerverkleidung zu verwendenden   Kunststoffwellplatte   gegen den Rand hin immer geringer, eventuell sogar nahezu oder gleich null wird, und indem die   als Brückengeländer-   

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 velkleidung zu verwendenden Kunststoffwellplatte durch   Vakuumthennofonnen   gegen ein   l11ermofonnwerkzeug,   welches in erster Näherung die Gestalt der endgültigen Kunststoffwellplatte hat, geformt wird. Eine erfindungsgemässe   Randausbildw1g   ist in dem das den Stand der Technik darstellenden Rollenverfonnungsverfahren kaum oder nur mit sehr grossem Aufwand herstellbar.

   Ein Vorteil dieses Vakuwnthennofonnverfahrens ist die Möglichkeit, die Kunststoffplatten vor der Verfonnung zu trocknen, was die Gebrauchstauglichkeit des Produktes hebt, was beim derzeitigen Stand der Technik   (Rollenverfonnung)   nicht möglich ist. 



   Eine   herkömmliche   Platte zur   Brückengeländerverkleidung   ist eine   einfach   gekrümmte Schale. eine erfindungsgemässe Platte zur Brückengeländerverkleidung ist zumindest im Randbeeich eine doppelt gekrümmte oder gefaltete Schale, wodurch Steifigkeit und Stabilität ansteigen. 



   Die wichtigsten Mittel zur Realisierung des Anmeldunggegenstandes sind : A) handelsübliche Kunststoffplatten, beispielsweise aus Polycarbonat, Polymethylmetacrylat,
Polyethylenterephtalat oder Polyvinylchlorid, B) gegebenenfalls ein dem Stand der Technik entsprechender Trockenschrank, welcher für die
Trocknung der verwendeten Kunststoffplatten geeignet ist, C) eine dem Stand der Technik entsprechende   Vakuumthennoformmaschine   mit beweglichem
Werkzeug und der Möglichkeit, Stützluft zu geben, und titannitridbeschichteten Horizontal- stäben zur Stützung der Kunststoffplatte während des   Aufwännens,   und D) ein dem Stand der Technik entsprechendes temperierbare Vakuumthennofonnwerkzeug. 



   In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Amplitude jenes Teiles der Platte, welcher sich ausserhalb der Profile befindet, in erster Näherung konstant, und die Amplitude verringert sich erst innerhalb jener Profile, welche sich näherungsweise rechtwinkelig auf die projizierende Richtung der Wellung befinden. Der Vorteil dieser Ausführung ist es, dass sich keine Abweichung vom gewohnten Erscheinungsbild ergibt. 

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   In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform verringert sich die Amplitude zum Rand der Kunststoffplatte hin auf null oder nahezu null, weil dies den grössten Gewinn an Steifigkeit, Festigkeit und Stabilität bringt. 



   In einer weiteren bevorzugten   Ausführungsform   ist die Amplitude so weit. dass eine Befestigung beispielsweise durch Nieten, vorzugsweise Blindnieten, oder Schrauben möglich ist innerhalb jener Profile, welche sich näherungsweise rechtwinkelig auf die projizierende Richtung der Wellung befinden. Zu diesem Zweck sind typischerweise 3 bis   ! 0 mm   bzw. ein bis zu 3,   5-     facher Blindnietdurchmesser Plattenbreite nahezu   konstanter Amplitude innerhalb des U bzw. 



    H - Profiles erforderlich.   Der Vorteil dieser Ausführung ist es, dass die Befestigung der Kunststoffplatten innerhalb der Profile mit der dem Stand der Technik entsprechenden Blindnietung erfolgen kann. 



   In einer bevorzugten Verfahrensart des Vakuumthermoformverfahrens / Thermoformverfahrens wird die Kunststoffplatte vor Ausfühlung des eigentlichen   Thennofbrmverfahrens   getrocknet. Dieses Trocknen erfolgt naturgemäss bei Temperaturen, die signifikant über Raumtemperatur liegen. 



   In einer weiteren bevorzugten Verfahrensart des   Vakuumthennofonnverfahrens I     Thermofonnverfalirens   wird die Kunststoffplatte während der Erwännung auf Verformungtemperatur bis vor Ausführung des eigentlichen Thermoformverfahrens durch Stützluft vor dem   Durchhängen   geschützt. 



   In einer weiteren bevorzugten Verfahrensart des Vakuumthermoformverfahrens /   Thennofonnverfahrens   wird die Kunststoffplatte   während   der Erwärmung auf   Verformungstem-   peratur bis vor   Ausführung   des eigentlichen Thermoformverfahrens durch mechanische Unter-   stützung.   vorzugsweise durch zur Wellung parallele Horizontalstäbe, vor dem   Durchhängen   geschützt. 



   Durch die Materialdehnung während der Durchführung des   Vakuumthermofonnver-   fahrens / Thermoformverfahrens entstehen im Bereich der Verringerung der Amplitude der 

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Wellung 4 und im flachen Rand 5 eingefrorene   Spannungen,   welche durch die verfahrensmässig bedingte rasche Abkühlung der Kunststoffplatte mit dem Werkzeug nicht relaxieren können. 



  Wegen dieser verfahrensbedingten Einschränkungen wird der Rand kawn eben auszubilden sein. 



  Daher kann auch nur von einer Amplitude gesprochen werden, die am Rand null oder nahezu null   wird",   wenngleich die Amplitude bzw. Wellenhöhe bei exakter Abfonnung der formgebenden Fläche des Werkzeuges null wäre. 



   Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand von zeichnerisch dargestellten   Ausrührungsbeispielen   näher erläutert. Es zeigen Fig. I eine erste, bevorzugte Ausführungsform in Sclmittdarstellung, der Schnitt ist vertikal   geführt,   die erfindungsgemässe Kunststoffplatte befindet sich in Einbaulage Fig. 2 eine dem Stand der Technik entsprechende Kunststoffplatte im Schrägriss Fig. 3 eine andere, bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Kunststoffplatte im   Schrägriss   
Es zeigt die Fig. 1 die erfindungsgemässe Kunststoffwellplatte 1 in einem U - Profil 2 befindlich in geschnittener Darstellung.

   Die Ansicht derart gewählt, dass die Wellen vertikal parallel zur Papierebene verlaufen, dass die Amplitude der Wellung horizontal in bzw. parallel zur Papierebene verläuft, dass die   Längsrichtung   der Kunststoffplatte   normal   auf die Papierebene (projizierend) verläuft. Die   Ai-nplitude"a"mit Bezugszeichen i   hat ausserhalb des U - Profiles den in etwa mit der Öffnung des   U-Profile korrespondierenden Wert,   um sich innerhalb des U Profiles im Bereich 4 zu verringern, bis sie nahezu null ist, um in einen flachen, im Wesentlichen unverfonnten Rand 5 auszulaufen.

   In einer bevorzugten Ausführungsform bleibt von der Öffnung des U - Profiles begimlend über einen Bereich 7 von bis zu 3,   5 - fachen   des Blindnietdurchmessers die Amplitude der Wellung der Kunststoffplatte derart, dass die Höhe der 
 EMI5.1 
 

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   Es zeigt die Fig. 2 eine den Stand der Technik darstellende quergewellte Kunststoffplatte   I   mit   über die Plattenbreite   konstanter Amplitude 3 der Wellung (als "a" bezeichnet) im Schrägriss. Die Amplitude wird von der Mittelebene der Platte aus gemessen, die Hilfslinie 6 ist Teil dieser Mittelebene. 



   Es zeigt die Fig. 3 eine bevorzugte   Ausführungsform   der erfindungsgemässen Kunststoffplatte 1 im Schrägriss. Die Amplitude 3 der Wellung (als "a"bezeiclmet), ist   über die   Plattenbreite in etwa konstant, und wird im Bereich 4 zum Rande der Platte hin stetig   verringert   wird. Die Wellung der Kunststoffplatte geht dann im Bereich 5 in einen nahezu ebenen Randstreifen über.

Claims (7)

  1. Ansprüche 1.) Geländerverkleidung, bestehend aus einer quergewellten Kunststoffplatte (1) aus thermoplastisch formbarem Kunststoff, beispielsweise Polycarbonat, Polymethylmethacrylat, Polyethylenterephtalat oder Polyvinylchlorid, welche mit U - Profilen (2) bzw. H-Profilen eingefasst ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude (3) der Wellung der Kunststoffplatte zum Rande (5) der Kunststoffplatte hin abnimmt (4).
  2. 2. ) Geländerverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude (3) der Wellung der Kunststoffplatte am Rande (5) der Kunststoffplatte null oder nahezu null wird.
  3. 3. ) Geländerverkleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude (3) der Wellung der Kunststoffplatte (1) zwischen den die genannte Kunststoffplatte einrahmenden Rahmen nahezu konstant ist.
  4. 4. ) Geländerverkleidung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gewellte Kunststoffplatte (1) mit Blindnieten in genanntem Profil (2) befestigt ist, und dass die Amplitude (3) der Wellung der Kunststoffplatte der Öffnung des die genannte Kunststoffplatte einrahmenden Rahmenprofils in einem Bereich (7) bis zum 3, 5 - fachen des Blindnietdurchmessers konstant oder nahezu konstant ist. <Desc/Clms Page number 8>
  5. 5. ) Verfahren zur Herstellung der Kunststoffplatten einer Geländerver- kleidung nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine ebene oder nahezu ebene Kunststoffplatte auf Warmumformtemperatur erwärmt wird, danach durch Druckdifferenz in eine dem Thermoformwerkzeug ähnliche Gestalt dauerhaft verformt wird, und danach zumindest bis zum Unterschreiten des Glas- übergangstemperaturbereiches beziehungsweise des Kristall itschmelztemperatur- bereiches abgekühlt wird.
  6. 6. ) Verfahren zur Herstellung der Kunststoffplatten einer Geländerverkleidung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffplatte vor der Verformung bei erhöhter Temperatur getrocknet wird.
  7. 7. ) Verfahren zur Herstellung der Kunststoffplatten einer Geländerverkleidung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffplatte während der Erwärmung bis kurz vor der eigentlichen Formgebung durch Druckdifferenz zwischen Unterseite und Oberseite, also einem höheren Druck unten als oben, bzw. mechanische Unterstützung vor übermässigem Durchhängen bewahrt wird.
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DE2802179A1 (de) * 1978-01-19 1979-07-26 Essmann Kg Heinz Verglasungselement
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