AT261113B - Verfahren zur Herstellung einer kombinierten Vakzine gegen Milzbrand, Rauschbrand und Bradsot (bösartiges Ödem) von Haus und Nutztieren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer kombinierten Vakzine gegen Milzbrand, Rauschbrand und Bradsot (bösartiges Ödem) von Haus und Nutztieren

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  Verfahren zur Herstellung einer kombinierten Vakzine gegen Milzbrand, Rauschbrand und Bradsot (bösartiges Ödem) von Haus-und Nutztieren 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer kombinierten Vakzine, die zur Schutzimpfung von Rindvieh und Schafen gegen Milzbrand, Rauschbrand und Bradsot (bösartiges Ödem) verwendet werden kann. 



   Es ist ein Verfahren zur Herstellung einer kombinierten Vakzine gegen Rauschbrand und Bradsot der Schafe bekannt, welches in einer getrennten Züchtung von Bakterienkulturen der Erreger der genannten Krankheiten, Herstellung konzentrierter Monovakzine aus diesen und deren Vermischung besteht. 



   Ein Nachteil des bekannten Verfahrens ist, dass es danach nicht möglich ist, eine kombinierte Vak-   zine herzustellen, welche immunogene Eigenschaften nicht nur gegen   Rauschbrand und Bradsot der Schafe, sondern auch gegen Milzbrand aufweist, der nicht selten gleichzeitig mit den oben genannten Krankheiten auftritt und sich verbreitet. Es fehlte daher bisher eine kombinierte Vakzine gegen Milzbrand, Rauschbrand und Bradsot der Schafe. 



   Das Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer kombinierten Vakzine, deren Verwendung die Immunität der geimpften Tiere gegen Milzbrand, Rauschbrand und Bradsot der Schafe sowie die Verkürzung der Immunisierungszeit bewirkt und die Durchführung von Schutzimpfungen gegen die genannten Krankheiten wesentlich erleichtert. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass man immunogene Mikrobenkulturenvon Clostridium chauvoei und Clostridium septicum getrennt züchtet, aus diesen durch Behandeln mit Formalin und anschliessender Umsetzung des freien Formaldehyds mit Natriumhydrogensulfit konzentrierte, formalinierte Monovakzinen herstellt, wonach diese Monovakzinen mit einer in bekannter Weise erhaltenen Aluminiumhydroxydvakzine gegen Milzbrand vermischt werden. 



   Das Verfahren kann erfindungsgemäss folgendermassen durchgeführt werden. 



   Es werden besonders immunogene Bakterienstämme der Erreger von Rauschbrand und Bradsot der Schafe ausgewählt, diese in   einemFleisch-Leber-Peptonnährboden   getrennt inokuliert und während 24 h gezüchtet. Die 24stündigen Kulturen der genannten Mikroben werden in Ballons mit dem Fleisch-LeberPeptonnährboden inokuliert und bei   370C   gezüchtet, u. zw. Clostridium septicum während 24 h, Clostridium chauvoei während 48 h. Nach der Reinheitsprüfung der gezüchteten Mikrobenkulturen werden in die Ballons 0,   5%   Formalin (mit einem Gehalt an Formaldehyd von   38je),   bezogen auf das Volumen der Kulturmasse, eingebracht. 



   Die formalinierten Mikrobenkulturen Clostridium chauvoei werden während 48 h, Clostridium septicum während 96 h bei   370C   stehengelassen. Nach Ablauf der genannten Zeit werden aus der Vakzine Leberstückchen entfernt und die Vakzinen selber für 15 Tage bei Zimmertemperatur stehengelassen. 
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 entfernt man aus den zu konzentrierenden Vakzinen 2/3 der über dem Niederschlag befindlichen Flüssigkeit und erhält konzentrierte Vakzinen. In diesen Vakzinen bestimmt man den PH-Wert und bringt 

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 diesen mit 2n-Natronlauge auf 7, 4. 



     Diefertigen konzentrierten Monovakzinewerden mit einer   in   üblicherweise   erhaltenen Aluminiumhydroxydvakzine gegen Milzbrand vermischt. Dazu nimmt man 30 Teile Monovakzine gegen Rauschbrand, 64 Teile Vakzine gegen Bradsot (bösartiges Ödem) der Schafe und 6 Teile Vakzine gegen Milzbrand. Damit ist die Herstellung der kombinierten Vakzine abgeschlossen, wobei das   DatumderVermi-   schung als Datum der Herstellung der kombinierten Vakzine gilt. 



   Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellte Vakzine wird auf Reinheit, Unschädlichkeit, Immunität geprüft und nach dem für Vakzinen üblichen Verfahren verpackt. 



   Das vorgeschlagene Verfahren wurde unter Betriebsbedingungen geprüft und erwies sich als brauchbar für die Herstellung kombinierter Vakzine gegen Rauschbrand, Bradsot der Schafe und Milzbrand. 



   Die Anwendung des Verfahrens bringt einen neuen technisch-wirtschaftlichen Effekt mit sich, welcher in geringerem   Arbeits- und   Mittelaufwand zur Herstellung der kombinierten Vakzine gegenüber dem Aufwand für die Herstellung der Monovakzinen gegen die genannten Krankheiten besteht. Darüber hinaus macht es das Verfahren möglich, kombinierte Vakzine herzustellen, deren Verwendung die Immunisierungszeit der Tiere verkürzt, die Arbeitsleistung der Fachkräfte beim Durchführen von Schutzimpfungen steigert, was zur Senkung der Selbstkosten der Schafzuchterzeugnisse und zur Erhöhung der Einkünfte der Schafzuchtbetriebe beiträgt. 



   Durch Versuche wurde festgestellt, dass bei Schafen, die mit der erfindungsgemäss hergestellten kombinierten Vakzine in einer Dosis von 5 ml subkutan einmalig geimpft wurden, Immunität von hoher Intensität gleichzeitig gegen Milzbrand, Rauschbrand und Bradsot (bösartiges Ödem) der Schafe erzeugt wird. Dabei bleibt die Wirkung der Immunität gegen alle drei Infektionen bei geimpften Schafen nicht weniger als 5, 5 Monate erhalten. Bei der Prüfung der kombinierten Vakzine wurde festgestellt, dass sie mindestens ein Jahr lang ihre Aktivität beibehält. 



    PATENTANSPRÜCHE :    l. Verfahren zur Herstellung einer kombinierten Vakzine gegen Milzbrand, Rauschbrand und Bradsot 
 EMI2.1 
 undcum getrennt züchtet, aus diesen durch Behandeln mit Formalin und anschliessende Umsetzung des freien Formaldehyds mit Natriumhydrogensulfit, konzentrierte,   formalinierte Monovakzinen herstellt,   wonach diese Monovakzinen mit einer in bekannter Weise erhaltenen Aluminiumhydroxydvakzine gegen Milzbrand vermischt werden. 



   2. VerfahrennachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet,   dass die Umsetzung mit Natrium-   hydrogensulfit in einer Menge von 0, 6 g/100 ml Monovakzine erfolgt. 



   3.   VerfahrennachAnspruchloder2, dadurch gekennzeichnet, dassderpH-Wertderfor-   malinierten, konzentrierten Monovakzinen auf 7,4 eingestellt wird.

Claims (1)

  1. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennz eichne t, dass die oben erwähnten Mono- vakzinen in einem Verhältnis von 30 Teilen Vakzine gegen Rauschbrand, 64 Teilen gegen Bradsot und 6 Teilen gegen Milzbrand vermengt werden.
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