AT262358B - Verfahren zur Herstellung von Stahldrähten für Seile mit erhöhter Haltbarkeit - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Stahldrähten für Seile mit erhöhter HaltbarkeitInfo
- Publication number
- AT262358B AT262358B AT551862A AT551862A AT262358B AT 262358 B AT262358 B AT 262358B AT 551862 A AT551862 A AT 551862A AT 551862 A AT551862 A AT 551862A AT 262358 B AT262358 B AT 262358B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- ropes
- steel wires
- production
- increased durability
- wire
- Prior art date
Links
Landscapes
- Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Stahldrähten für Seile mit erhöhter Haltbarkeit Die Beurteilung der Qualität der Seildrähte erfolgt üblicherweise nach Normen, die neben der Festig- keit noch als Massstab für die Zähigkeitseigenschaften bestimmte Werte für Biegungen, Torsionen und Dehnungen vorschreiben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die genannten Werte allein nicht ausreichen, um die Eignung eines Stahldrahtes für Seile festzustellen. In der letzten Zeit wird daher noch die Prüfung der Biegewechsel- festigkeit und der Schwellfestigkeit durchgeführt. Allerdings lassen auch diese Werte noch keinen exakten Schluss zu, ob Seile aus einem Stahldraht, dessen Eigenschaften sehr gut sind, in der Praxis eine zufrieden- stellende Lebensdauer aufweisen werden, da besonders die Machart des Seiles und die Konstruktion und der Zustand der Anlage ebenso einen grossen Einfluss auf die Lebensdauer eines Seiles haben. Diese Einflüsse können die qualitativen Einflussgrössen überdecken. Ob sich ein Stahldraht für ein Seil eignet, kann letzten Endes erst festgestellt werden, wenn das Seil eine den Ansprüchen genügende Aufliegezeit gehabt hat, wobei aber, wie bereits erwähnt wurde, die Einflüsse der Machart und der Anlage mit in die Begutachtung einbezogen werden müssen. Es hat sich gezeigt, dass trotz guter mechanisch-technologischer Eigenschaften oft Seile vorzeitig abgelegt werden mussten, weil die Zahl der Drahtbrüche frühzeitig über ein bestimmtes Mass hinausgegangen ist. In vielen Fällen wurde als Ursache der Drahtbrüche Reib- und Schlagmartensitbildung festgestellt, die zur Bildung feinster bis grober Risse und in weiterer Folge zu Dauerbrüchen geführt hat. Untersuchungen an abgelegten Seilen haben gezeigt, dass die Lebensdauer stets relativ hoch war, wenn eine mehr oder weniger ausgeprägte randentkohlte Schicht an den Drähten vorhanden war. Erfahrungsgemäss stammt eine solche Randentkohlung vom Walzdraht und sie kann bei fast jedem Walzdraht in sehr unregelmässiger Ausbildung beobachtet werden. Auch beim Luftpatentieren, einem Erhitzen auf hohe Temperaturen mit anschliessendem schnellem Abkühlen an Luft, kann eine Randentkohlung entstehen, die jedoch nicht kontrollierbar ist. Zweck der Erfindung ist es nun, Stahldrähte für Seile herzustellen, die eine geringere Neigung zur Reib- und Schlagmartensitbildssng, verbesserte mechanisch-technologische Eigenschaften, insbesondere Zähigkcitseigensehaften, und eine erhöhte Lebensdauer in der Praxis besitzen. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zur Verhinderung von Reib- oder Schlagmartensit- bildung Stahldrähte mit einer über den gesamten Umfang gleichmässig tiefen, bis zu 5%, vorzugsweise 2-30/0 des Fertigdrahtdurchmessers reichenden, reinferritischen entkohlten Randzone verwendet werden, wobei der hiezu zu verwendende Walzdraht oder der vorgezogene Draht vor dem Patentieren einer 4-bis 6-stündigen, randentkohlenden Glühung bei Temperaturen von 700 bis 8500C, sei es unter Ausnutzung des anhaftenden Zunders oder unter Anwendung einer entkohlenden, aber nicht zundernden Atmosphäre unterworfen wird. Als Sauerstoffträger wird für die entkohlende Glühung des Walzdrahtes der am Walzdraht an- haftende Zunder vorteilhaft verwendet. Bei vorgezogenen Walzdrähten, die ja eine blanke Oberfläche besitzen, wird zur Erreichung der ferritischen, entkohlten Zone unter Durchströmen einer dosierten Menge eines entkohlenden Gases oder Gasgemisches geglüht. Anschliessend erfolgt die Verarbeitung der rand- <Desc/Clms Page number 2> entkohlten Drähte in bekannter Weise durch Patentieren und Ziehen. Es hat sich gezeigt, dass bei Stahldrähten mit einer solchen rein ferritischen, entkohlten Randschicht die Bildung von Reib- oder Schlagmartensit während des Ziehens und während der Verwendung in der Praxis vermieden wird. Statistische Grosszahluntersuchungen an den Stahldrähten haben ergeben, dass besonders bei hoch- festenSeildrähten nicht nurdie Werte der Biege- und Torsionszahlen, sondern auch die der Wechselfestig- keit bei Drähten mit gesteuerter Randentkohlung höher liegen als bei Drähten üblicher Herstellungsart. Ebenso haben die Versuche in der Praxis ergeben, dass die Seile, die aus den erfindungsgemäss randent- kohlten Drähten hergestellt worden waren, eine wesentlich höhere Lebensdauer hatten. Es wird vorgeschlagen, die Stahldrähte, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt werden und die erfindungsgemässe, rein ferritische, entkohlte Randzone besitzen, für die Herstellung von Drahtseilen zu verwenden, die in der Praxis besonderen Beanspruchungen ausgesetzt sind, wie z. B. Tragseile in offener oder geschlossener Ausführung, Zug-, Förder-, Bagger-, Kran- und Erdölseile.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Stahldrähten für Seile mit erhöhter Haltbarkeit, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung von Reib- oder Schlagmartensitbildung Stahldrähte mit einer über den gesamten Umfang gleichmässig tiefen, bis zu 5%, vorzugsweise 2-3% des Fertigdrahtdurchmessers reichenden, reinferritischen, entkohlten Randzone verwendet werden, wobei der hiezu zu verwendende Walzdraht oder der vorgezogene Draht vor dem Patentieren einer bis 6-stündigen, randent- kohlenden Glühung bei Temperaturen von 700 bis 850 C, sei es unter Ausnutzung des anhaftenden Zunders oder unter Anwendung einer entkohlenden, aber nicht zundernden Atmosphäre unterworfen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT551862A AT262358B (de) | 1962-07-09 | 1962-07-09 | Verfahren zur Herstellung von Stahldrähten für Seile mit erhöhter Haltbarkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT551862A AT262358B (de) | 1962-07-09 | 1962-07-09 | Verfahren zur Herstellung von Stahldrähten für Seile mit erhöhter Haltbarkeit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT262358B true AT262358B (de) | 1968-06-10 |
Family
ID=3576674
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT551862A AT262358B (de) | 1962-07-09 | 1962-07-09 | Verfahren zur Herstellung von Stahldrähten für Seile mit erhöhter Haltbarkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT262358B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19949070C1 (de) * | 1999-10-12 | 2001-02-08 | Sorayapour Soraya | Verfahren zur Herstellung von Stahldraht mit hoher Druck- und Zugfestigkeit und Anordnung derartiger Stahldrähte für die Anwendung im Stahlbau |
-
1962
- 1962-07-09 AT AT551862A patent/AT262358B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19949070C1 (de) * | 1999-10-12 | 2001-02-08 | Sorayapour Soraya | Verfahren zur Herstellung von Stahldraht mit hoher Druck- und Zugfestigkeit und Anordnung derartiger Stahldrähte für die Anwendung im Stahlbau |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3445371C2 (de) | ||
| DE4233269C2 (de) | Hochfester Federstahl | |
| DE68927872T2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer hochfesten Schraubenfeder | |
| DE69909012T2 (de) | Rostfreier Stahl zur Herstellung von gezogenem Draht, insbesondere zur Verstärkung von Reifen, und so hergestellter Draht | |
| DE2104771A1 (de) | Verfahren zum Herstellen von hoch festem, dünnem Stahldraht | |
| AT262358B (de) | Verfahren zur Herstellung von Stahldrähten für Seile mit erhöhter Haltbarkeit | |
| DE69816859T2 (de) | Stahldraht- und feder mit hoher dauerfestigkeit und verfahren zu deren herstellung | |
| DE1927381A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von rostfreiem,haertbarem Chromstahlband und -blech | |
| DE545166C (de) | Verfahren zum Herstellen von alterungsbestaendigem Eisen oder Stahl | |
| DE69431200T2 (de) | Ölgehärtete Drähte und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2811038A1 (de) | Verfahren zum herstellen von langgestreckten gegenstaenden aus stahl | |
| DE69423619T2 (de) | Hochkohlenstoffhaltiger stabstahl oder stahldraht mit hervorragenden zieheigenschaften und herstellungsverfahren | |
| DE1817205B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Bolzens hoher Korrosionsbestaendigkeit und Zugfestigkeit | |
| DE1295850B (de) | Verwendung einer Nickel-Chrom-Wolfram-Legierung | |
| DE69614000T2 (de) | Verfahren zum feuerverzinken eines stahlbleches, das oxidierbare legierungselemente enthält | |
| DE750290C (de) | Warmbehandlung von kalt zu ziehendem Draht | |
| AT115617B (de) | Kadmiumhaltige Bleilegierung und Wärmebehandlung derselben. | |
| AT220179B (de) | Verfahren zur Herstellung von Stahldraht und Bandstahl mit hohen elastischen Eigenschaften | |
| DE1408971A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von als Beton-Bewehrungsstaebe verwendeten Stahlstaeben | |
| CH389331A (de) | Wälzkörper und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE690394C (de) | Verfahren, die Eignung von Staehlen mit 0,40 bis 0,75% Kohlenstoff und 0,10 bis 0,17% Silicium fuer lichen, unter 0,5 mm starken Draehten festzustellen | |
| DE1433719A1 (de) | Verfahren zur Verbesserung der Korrosionsfestigkeit von Metallen | |
| DE19511057C1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Kratzen- oder Bürstendrahtes | |
| DE609906C (de) | Verfahren zur Herstellung von Federn mit erhoehter Lebensdauer fuer Polstermoebel | |
| DE958072C (de) | Schweisselement zum Schweissen von Gusseisen mit Kugelgraphit und damit hergestellte Schweissverbindung |