AT262364B - Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken

Info

Publication number
AT262364B
AT262364B AT512664A AT512664A AT262364B AT 262364 B AT262364 B AT 262364B AT 512664 A AT512664 A AT 512664A AT 512664 A AT512664 A AT 512664A AT 262364 B AT262364 B AT 262364B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
shrinkage
expected
concrete
production
temperature
Prior art date
Application number
AT512664A
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dipl Ing Kainz
Original Assignee
Max Dipl Ing Kainz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Dipl Ing Kainz filed Critical Max Dipl Ing Kainz
Priority to AT512664A priority Critical patent/AT262364B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT262364B publication Critical patent/AT262364B/de

Links

Landscapes

  • Road Paving Structures (AREA)
  • Road Repair (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 durch die gezielten Schwindrisse ersetzt, wobei zu beachten ist, dass eine eventuelle Lastübertragung an den Schwindrissen infolge der Verzahnung derselben verbessert wird und die Wirkung einer eventuellen
Verdübelung erhöht. 



   Vorzugsweise wird an den ober den Leisten liegenden Oberflächenteilen der Fahrbahndecke ein streifenförmiger Auftrag einer Fugenfüllmasse in der Zone der zu erwartenden oder schon aufgetretenen
Schwindrisse angebracht. Dadurch kann sich in den Schwindrissen kein Sand oder Split ansammeln und die so verstrichenen Schwindrisse bleiben jahrelang unverändert. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird nachstehend an einem Rechenbeispiel unter Hinweis auf die Fig.   3 - 5   der Zeichnungen näher erläutert. Die Fig. 3 zeigt ein Stück einer Fahrbahndecke im Längsschnitt und die Fig. 4 und 5 sind zwei Diagramme zur Darstellung der Öffnungsweite der Schwindrisse in Abhängigkeit von der Jahreszeit. 



   Es wurde eine Fahrbahndecke bei einer Temperatur von   IOOC,   also z. B. im März, durchlaufend und fortschreitend in beliebiger Länge betoniert, wobei lediglich   in Abständen   von je 10 m auf der Unterlage trapezförmige Leisten L festgemacht werden (Fig. 3). 



   Bei den Leisten entstehen dann nach einiger Zeit Schwindrisse R, u. zw. dort, wo sich die Leisten L befinden, weil hier der Querschnitt der Decke und damit die Zugfestigkeit vermindert ist. Bei Fortschreiten der Jahreszeit erfährt nun die Fahrbahndecke eine Temperaturerhöhung von etwa   250C   bis zur Hochsommertemperatur von 350. Die dabei eintretende Längendehnung des 10 m-Abschnittes zwischen zwei Schwindrissen errechnet sich nach DIN mit einer Wärmedehnungsziffer w = 0, 01   mm/m/C    mit AT = 0, 1 x 10 x 25 = 2,5 mm. 



   Die Schwindung des Betons hängt von der Qualität des gewählten Zementes, von den Zuschlagstoffen, insbesondere der Siebkurve derselben sowie vom Wasserzementfaktor ab. Im Durchschnitt kann (ohne Berücksichtigung einer Armierung) eine Schwindmassziffer s = 0,25   mm/m   angenommen werden. was bei einer Abschnittlänge von 10 m einer Längenminderung von 2,5 mm entspricht, so dass sich also die Schwindrisse nur wieder voll schliessen, aber im Beton keine Pressung entsteht. Es sind also tatsächlich keine Raumfugen erforderlich. 



   Sind höhere Sommertemperaturen (im Süden) zu erwarten, so muss mit der Herstellungstemperatur um denselben Betrag hinaufgegangen werden, damit keine Pressungen entstehen.   Unter"Herstellungs-   temperatur" wird hier immer die um die Abbindeerwärmung erhöhte Temperatur der Ausgangsstoffe beim Mischen verstanden. Umgekehrt kann im Norden bei tieferen Temperaturen betoniert werden. Andere Möglichkeiten, das Schwindmass der zu erwartenden Längendehnung anzupassen, bestehen in der Wahl besonderer Zemente und geeigneter Mischungen von Zuschlagstoffen. 



   Das Diagramm nach Fig. 4 zeigt die nach Herstellung der Fahrbahndecke im Jahresverlauf entstehende Änderung der Öffnungsweite der Schwindrisse. Darin sind auf der Abszissenachse die Monate des Jahres mit I - XII angegeben, wogegen auf der Ordinatenachse die Längenänderungen durch Wärmedehnung bzw. durch Schwindung in mm/m der Fahrbahnlänge angegeben sind. Die Kurve 1 zeigt das allmähliche Schwinden, welches etwa nach drei Monaten bereits den Wert von 0,25   mm, : m erreicht und   dann weiter asymptotisch bis zu einem Höchstwert von etwa 0,35 mm/m ansteigt. Angenommen ist da- bei eine Herstellungstemperatur von   10C,   was etwa einer Herstellung im März entspricht. Die Kurve 2 zeigt die durch die Erwärmung entstehenden Längendehnungen, welche im Juli und August maximal etwa 0,23 mm/m ausmachen.

   Der Höhenabstand der Kurven 1 und 2 zeigt diejeweiligeöffnungsweite der Fugen pro Längeneinheit an und schwankt nach drei Monaten zwischen 0,05 und 0,48 mm/m, was bei 10 m langen Abschnitten einer Öffnungsweite der Fugen zwischen 0,5 und 5 mm entspricht. 



   Im Diagramm nach Fig. 5 sind die entsprechenden Verhältnisse für extreme, praktisch kaum vorkommende Arbeitsbedingungen dargestellt. Es ist hier nämlich eine Herstellungstemperatur von   0 C   angenommen. Dadurch liegt die Schwindungskurve la relativ tiefer wie in Fig. 4 und überschneidet sich mit der Dehnungskurve 2a in den Monaten Mai bis August, so dass in diesen Monaten an den Tagen der höchsten Temperatur negative Öffnungsweiten b der Schwindrisse eintreten. Die dabei auftretenden Druckspannungen im Fahrbahnbeton müssen auf einen unschädlichen Wert beschränkt bleiben. 



  Beträgt, wie im gezeigten Fall, die grösste negative Schwindrissbreite b etwa 0,03   mm/m,   so entspricht dies einer Druckspannung im Beton, die ein Zusammendrücken des Betons im 0, 03 mm/m zur Folge hat. 



   Die Elastizitätsziffer des Betons ist abhängig vom Druck, und auch vom Alter des Betons. Sie wird 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
Fahrbahnplatten zur Folge haben. In Kurvenstrecken könnten Druckspannungen jedoch zu einem seitli-   chen Abwandern der Fahrbahnplatten führen   und sind daher durch geeignete Wahl der Herstellungsjahres- zeit nach Möglichkeit zu vermeiden. 



   Es ergibt sich daraus auch die Überlegung, dass es aus dem gleichen Grunde unzweckmässig ist, an der
Oberfläche Fugen F einzuschneiden, weil diese den Querschnitt an der Schwindrissstelle in unnötiger
Weise verringern. 



   Natürlich können aber solche Fugen F, wenn sie rechnungsmässig nicht schädlich sind, durch Ein- rütteln oder Einsägen ebenfalls aus optischen Gründen angebracht werden. 



   Es genügt aber durchaus und ist als zweckmässiger anzusehen, wenn die Schwindrisse nur durch die
Anbringung der Leisten L in   gewissen Abständen erzwungen werden   und an der Oberfläche im Bereiche des zu erwartenden oder schon   aüfgetretenen   Risses ein streifenförmiger Auftrag eines Fugenfüllmittels mit dem Pinsel oder Spritzgerät angebracht wird. 



   Wenn es die besonderen Verhältnisse nicht gestatten, ganz ohne Raumfugen auszukommen, kann man solche natürlich in den erforderlichen Abständen, die über 100 m jedenfalls aber über 50 m liegen, ebenfalls anbringen. 



   Grundsätzlich ist als Vorarbeit für das Verfahren nach der Erfindung immer festzustellen, welche   höchste Wärmedehnung   in den Sommermonaten zu erwarten ist, woraus sich ergibt, welches mindeste
Schwindmass des Betons erforderlich ist. Nach diesem Schwindmass ist dann die Zementqualität, die Mischung der Zuschlagstoffe und die   Anmachwassermenge   zu wählen, um der erfindungsgemässen Bedingung entsprechen zu können. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken, insbesondere für Autobahnen und Rollbahnen für Flugplätze, wobei zur Erzielung von Schwindrissen in erwünschten Abständen Leisten (L) angebracht werden, dadurch   gekennzeichnet, dass die Herstellungstemperatur(TH), diederum   die   Abbindewärme   erhöhten Temperatur der Ausgangsstoffe entspricht, so gewählt wird, dass die bei der zu erwartenden Höchsttemperatur (T max) durch den Temperaturanstieg (T max-TH) pro Längeneinheit eintretende Längendehnung (AT) annähernd gleich oder kleiner ist als die (entsprechend der für die Betonierung gewählten Qualität des Zementes, der Zuschlagstoffe und des Wasserzementfaktors) in jedem beliebigen Zeitpunkt nach Abbinden des Betons zu erwartende Längenminderung (AS) durch Schwindung.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die zu erwartenden höchsten Jahrestemperaturen eine Längendehnung zugelassen wird, die etwas grösser ist als die Längenminderung durch Schwindung, aber bei der zu erwartenden höchsten Jahrestemperatur nur eine Druckbeanspruchung ergibt, die noch vom Beton ohne Strukturschädigung aufnehmbar ist.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den ober den Leisten (L) liegenden Oberflächenteilen der Fahrbahndecke ein an sich bekannter streifenförmiger Auftrag einer Fugenfüllmasse in der Zone der zu erwartenden oder schon aufgetretenen Schwindrisse angebracht wird.
AT512664A 1964-06-16 1964-06-16 Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken AT262364B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT512664A AT262364B (de) 1964-06-16 1964-06-16 Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT512664A AT262364B (de) 1964-06-16 1964-06-16 Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT262364B true AT262364B (de) 1968-06-10

Family

ID=3572201

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT512664A AT262364B (de) 1964-06-16 1964-06-16 Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT262364B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2151474B1 (de) Bitumen-Konglomerat zur Heissverlegung
AT262364B (de) Verfahren zur Herstellung von Betonfahrbahndecken
AT239496B (de) Verfahren zur Herstellung einer Hohldecke und vorgefertigte Platte zur Durchführung des Verfahrens
DE875403C (de) Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2702461B2 (de) Widerlager für Brückentragwerke
AT380502B (de) Verfahren und vorrichtung zum verbreitern von fahrbahnplatten, brueckenfahrbahnen od.dgl.
AT344380B (de) Zweischaliges, hinterlueftetes mauerwerk
AT214618B (de) Vorgespanntes armiertes Brett, aus solchen hergestellte Decke und Verfahren zu dessen Herstellung
AT164330B (de) Konstruktion aus bewehrtem Beton und Betonstange für diese Konstruktion
DE975351C (de) Bauwerksteil aus Beton mit beschraenkter Vorspannung
DE896860C (de) In sich vorgespanntes Bewehrungselement aus Formsteinen
AT165930B (de) Verfahren zum Errichten von Massebetonkörpern und Bauplatte hiefür
DE1683943C3 (de)
AT130446B (de) Verfahren zur Herstellung von Bruchsteinpflasterdecken.
DE2909673A1 (de) Vorgefertigter verblend-ziegelsturz
AT52452B (de) Verfahren zur Herstellung von Röhren, hohlen Masten und dgl.
DE10136819B4 (de) Bewehrungselement für flächige Betonteile
DE689057C (de) Verfahren zur Herstellung moertelgebundener Strassendecken
CH433418A (de) Vorrichtung zur Überbrückung von Dilatationsfugen
DE814733C (de) Entlastungssicherung fuer Bergwerks-Streckenauskleidungen
DE2265308C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Baustoffes für Tragschichten für den Straßenoberbau
AT148214B (de) Straßendecke.
AT380500B (de) Elastische profil-dichtung zum ausfuellen der fugen von platten
AT163852B (de) Verfahren zur Herstellung von Füllmauerwerk und Gerüstelement zur Durchführung des Verfahrens
AT386852B (de) Profildichtung