AT262642B - Einrichtung zur Aufnahme der Vorratsrolle eines Registriergerätes - Google Patents

Einrichtung zur Aufnahme der Vorratsrolle eines Registriergerätes

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Elektro App Werke Veb
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Description


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  Einrichtung zur Aufnahme der Vorratsrolle eines Registriergerätes 
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufnahme der Vorratsrolle auf einer nur an ihrem einen
Ende gehaltenen Achse eines mit streifenförmigem Aufzeichnungsträger ausgerüsteten Registriergerätes, insbesondere eines tragbaren Registriergerätes. 



   Es hat bei elektrischen Registriergeräten schon immer besonderer Massnahmen bedurft, um ein Auswechseln der Vorratsrolle des Aufzeichnungsträgers zu gestatten, ohne dabei die besonders empfind- lichen Teile der Registriereinrichtung,   z. B.   die Schreibfeder oder bei Punktschreibern den Zeiger, zu beschädigen oder gänzlich zu zerstören. Es liegt in der Natur der Dinge, dass diese Massnahmen immer kritischer werden, je kleiner die Geräte gestaltet sind. 



   Bei einer bestimmten Art von Registriergeräten erfolgt der eigentliche   Schreibvorgang   in senkrechter Richtung. Demzufolge wird auch der Aufzeichnungsträger in senkrechter Stellung an dem Schreib - organ vorbeigeführt. Die Vorratsrolle ist auf einer an der Grundplatte des Gerätes befestigten senkrecht angeordneten Achse gelagert, wobei auf zusätzliche Befestigungsmittel verzichtet werden kann, da die
Vorratsrolle durch ihr Eigengewicht immer das Bestreben hat, auf der Grundplatte zu verharren. Es ist auch schon bekannt, die Vorratsrolle noch mit einer Kassette, die als obere Begrenzung eine Deckplatte aufweist, zu umgeben. Diese Konstruktionen sind aber für solche Registriergeräte, deren Schreibvorgang in waagrechter Richtung abläuft, nicht geeignet. 



   Es ist ein als Punktschreiber ausgebildetes Registriergerät bekanntgeworden, das eine Kombination zwischen einem seit langem bekannten Vielfachmessgerät und einem Antrieb für den Aufzeichnungs- träger darstellt. Das Volumen dieses Registriergerätes ist insgesamt nur wenig grösser als die bereits zitierten Vielfachmessgeräte. Dieses Registriergerät ist so aufgebaut, dass der Antrieb des Aufzeichnung- trägers auf der Grundplatte des Gerätes und das Messwerk mit dem Fallbügel und dem Messbereichs- schalter im klappbaren Deckel des Gerätes fest angeordnet sind, wobei in geschlossenem Zustand des
Gerätes der Aufzeichnungsträgerantrieb und das Messwerk nebeneinander zu liegen kommen.

   Obwohl hier durch das Aufklappen des Deckels das Messwerk soweit vom Aufzeichnungsträgerantrieb entfernt wird, dass genügend Bewegungsfreiheit für das Auswechseln der Vorratsrolle des Aufzeichnungsträgers vorhanden ist, muss die Unterbringung des Messwerkes im Deckel des Gerätes als sehr nachteilig ange- sehen werden. Der Gehäusedeckel wird zwar aus der"Offenstellung", die etwas über dem Totpunkt liegt, nicht ohne weiteres in   die"Schliessstellung"zurückfallen,   jedoch besteht die grosse Gefahr, dass durch eine unkontrollierte Bewegung des Benutzers oder durch ein anderes unvorhergesehenes Ereignis der Gehäusedeckel zuklappt. Dieser Stoss muss aber, unterstützt durch die relativ hohe Eigenmasse des
Messwerkes, unbedingt zur Beschädigung oder zur Zerstörung des Messwerkes führen. Diese Lösung ist also sehr unsicher.

   Weiterhin erfordert diese Ausführung eine stabile und sehr präzise Lagerung im Dreh- punkt des Gehäusedeckels, da hier entstehende Ungenauigkeiten durch Abnutzung oder unsachgemässe
Behandlung zwangsläufig Ungenauigkeiten in den Aufzeichnungen nach sich ziehen würden. 



   Mit der Erfindung wird bezweckt, die geschilderten Mängel zu beseitigen. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, bei der die Auswechslung der von ihr aufgenommenen Vorratsrolle seitlich zur waagrechten Ablaufrichtung des streifenförmigen 

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Aufzeichnungsträgers möglich ist. 



   Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die an ihrem einen Ende gehaltene Achse in waagrechter Arbeitsstellung angeordnet ist und an ihrem eingespannten Ende einen leicht drehbaren
Anschlag und am freitragenden Ende einen verdrehsicher ausgebildeten Verschlussteil, dem noch eine unter Einwirkung eines axialsymmetrisch wirkenden Kraftspeichers die Vorratsrolle ständig gegen den
Anschlag drückende ebenfalls verdrehsicher angebrachte Bremsscheibe zugeordnet ist, aufnimmt. 



   In weiterer Ausbildung der Erfindung ist dann vorgesehen, dass der Verschlussteil als in den Wickel- kern der Vorratsrolle teilweise hineinragende Buchse mit am freien Ende vorgesehenen Griffteil ausge- bildet ist. Ein vorteilhaftes Mittel zur Befestigung des Verschlussteiles auf der Achse ist ein im Griffteil radial angeordneter unter Federwirkung stehender mit einer Verdickung versehener Raststift, der in einem im freien Ende der Achse befindlichen Schlitz mit radial gerichteter Ausnehmung einrastet. Eine andere Ausbildungsform des Verschlussteiles besteht darin, dass er als eine an einem festen Punkt ange- lenkte Klappe ausgebildet ist, die an ihrem freien Ende eine Distanzbuchse aufnimmt, in der ein mit dem Griffteil verbundener Verschlussstift unverlierbar gelagert ist. Der Kraftspeicher besteht vorzugs- weise aus einer oder mehreren Druckfedern.

   Die Bremsscheibe ist unverlierbar angeordnet. Der Ver- schlussstift weist ein Gewinde auf, das in ein entsprechendes Muttergewinde der Achse passt. 



   Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt in der stark verbesserten Abbremsung der Vorratsrolle begründet. Während bei bisher bekanntgewordenen Bremsvorrichtungen sich das Bremsmoment bei einer vollen Vorratsrolle völlig von dem bei einer fast leeren unterschied, ist mit dem Erfindungsgegenstand eine lineare Bremscharakteristik erreicht worden. Gleichzeitig bewirkt die erfindungsgemässe Einrich- tung aber auch, dass die oberste Wicklung des streifenförmigen Aufzeichnungsträgers auf der Vorrats- rolle immer gegen den Anschlag gedrückt und damit ein einwandfreier gleichbleibender Ablauf der
Nullmarke auf dem Aufzeichnungsträger gebildet wird. Daraus resultierend können die Führungsflansche auf der Umlenkrolle eingespart werden.

   Das hat ausser der Kosteneinsparung noch den Vorteil, dass nun- mehr die unerwünschte Kragenbildung an den Kanten des Aufzeichnungsträgers, hervorgerufen durch schwankende Breite und unregelmässigen Wickel der Vorratsrolle, vermieden wird. Weiterhin ist es nun möglich, den Antrieb des Aufzeichnungsträgers und das Messwerk auf der gleichen Basis einander fest zuzuordnen. Alle diese einzelnen vorteilhaften Momente tragen wesentlich zur Erhöhung der Klassen- genauigkeit bei. 



   Der Erfindungsgedanke soll nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden :
Es zeigen : Fig. 1 die Gesamtansicht der Einrichtung zur Aufnahme der Vorratsrolle von oben und Fig. 2 einen Ausschnitt der Einrichtung mit einer weiteren Ausbildungsmöglichkeit des Verschlussteiles. 



   Eine Achse 1 ist mit ihrem einen Ende an einer festen Basis, beispielsweise an einer Platine des
Aufzeichnungsträgerantriebes, in waagrechter Lage, befestigt. An diesem eingespannten Teil der
Achse 1 ist ein die Vorratsrolle 3 seitlich begrenzender Anschlag 2 leicht drehbar angeordnet.
Das freitragende Ende der Achse 1 ist mit einem Verschlussteil versehen, der noch eine unter Ein- wirkung einer Druckfeder 11 die Vorratsrolle 3 ständig gegen den Anschlag 2 drückende Brems- scheibe 4 aufnimmt. Der Verschlussteil besteht aus einer in den Wickelkern der Vorratsrolle 3 teilweise hineinragenden Buchse 5 mit einem am freien Ende etwas kleineren Aussendurchmesser zur
Aufnahme der Bremsscheibe 4 und der Druckfeder 11 sowie einem am gleichen Ende vorgesehenen
Griffteil 6. Dieser wird von einem Raststift 7 radial durchragt.

   Der unter Federwirkung stehende
Raststift 7 rastet mittels einer noch vorgesehenen Verdickung in eine entsprechende am Ende eines am freitragenden Ende der Achse 1 befindlichen   Längsschlitzes eingearbeitete Ausnehmung derart   ein, dass der Verschlussteil fest auf der Achse 1 verriegelt ist. Durch Druck auf das aus dem Griff- teil 6 herausragende Ende des Raststiftes 7 wird die Verriegelung wieder aufgehoben und der Ver- schlussteil kann abgenommen werden. 



   In Fig. 2 ist ein Achsverschluss dargestellt, der insofern noch vorteilhafter ist, als er keine losen
Teile hat und damit die Gefahr   desVerlierens   dieser Teile ausgeschaltet ist. An einem festen Punkt des
Gerätes ist eine Klappe 8 angelenkt, die an ihrem freien Ende einen Durchbruch aufweist, in wel- chem eine Distanzbuchse 9 zwar verdrehsicher jedoch in Richtung seiner Längsachse beweglich ge- lagert ist. Diese Distanzbuchse 9 weist durch seine Längsachse eine Durchgangsbohrung auf, die von dem Schaft eines Verschlussstiftes 10 durchragt wird. Dieser ist an dem einen Ende seines Schaftes mit einem Bund und am andern mit dem mittels eines Stiftes 12 befestigten Griffteil 6 versehen und somit unverlierbar gelagert.

   Vor dem Bund befindet sich auf der Verschliessseite des Verschluss- stiftes 10 ein Gewinde, welches in ein entsprechendes Muttergewinde am freitragenden Ende der
Achse 1 passt. Für diese Ausführungsform ist die Länge der Achse 1 so gehalten, dass die aufge- 

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 steckte Vorratsrolle 3 die Achse 1 etwas überragt. Auf der Distanzbuchse 9 befindet sich, ge- gen Verdrehung gesichert, die Bremsscheibe 4, die durch die sich gegen den Griffteil 6 ab- stützende Druckfeder 11 eine Bremskraft auf die Vorratsrolle 3 ausübt. Der Bund des Verschluss- stiftes 10 ist im Aussendurchmesser so gehalten, dass die Bremsscheibe 4 durch die Druckfeder 11 nicht von der Distanzbuchse 9 gedrückt werden kann. Um den Griffteil 5 griffiger zu gestalten, ist er an seinem Umfang mit einer Rändelung versehen.

   Statt der einen axialsymmetrisch wirkenden
Druckfeder 11   können auch mehrere derartige Federn in symmetrischer Anordnung eingesetzt werden.   



   Anderseits ist es auch möglich, einen andern elastischen Werkstoff, z. B. Gummi, als Kraftspeicher zu verwenden. 



  Die Handhabung zur Auswechslung der Vorratsrolle 3 ist denkbar einfach. Bei dem Ausführungs- beispiel   nach Fig. l ist der Verschlussteil nach Drücken des Raststiftes   7 abnehmbar und die Vorrats- rolle 3 auswechselbar. Nach beendetem Auswechseln wird der Verschlussteil lediglich so auf die
Achse 1 geschoben, dass der Raststift 7   in den Längsschlitz der Achse l eingleitet und endlich   in die Ausnehmung einrastet. 



   Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 ist zunächst der Verschlussstift 10 durch Drehung des
Griffteiles 6 aus dem Muttergewinde der Achse 1 zu schrauben, dann kann die Klappe 8 mit dem gesamten Verschlussteil abgeschwenkt werden. Nach dem Auswechseln ist dann in umgekehrter
Reihenfolge zu verfahren. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Einrichtung zur Aufnahme der Vorratsrolle auf einer nur an ihrem einen Ende gehaltenen Achse eines mit streifenförmigem Aufzeichnungsträger ausgerüsteten Registriergerätes, insbesondere eines trag-   baren Registriergerätes,   dadurch gekennzeichnet, dass die nur an ihrem einen Ende gehaltene
Achse   (1)   in waagrechter Arbeitsstellung angeordnet ist und an ihrem eingespannten Ende einen leicht drehbaren Anschlag (2) und am freitragenden Ende einen verdrehsicher ausgebildeten   Verschlussteil, dem   noch eine unter Einwirkung eines axialsymmetrisch wirkenden Kraftspeichers die Vorratsrolle (3) ständig gegen den Anschlag (2) drückende ebenfalls verdrehsicher angebrachte Bremsscheibe (4) zugeordnet ist, aufnimmt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussteil als in den Wickelkern der Vorratsrolle (3) teilweise hineinragende Buchse (5) mit am freien Ende vorgesehenen Griffteil (6) ausgebildet ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, da dur ch g ek e nnz eic hnet, dass im Griff teil (6) ein radial angeordneter unter Federwirkung stehender mit einer Verdickung versehener Raststift (7), der in einen EMI3.1 gesehen ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussteil als eine an einem festen Punkt angelenkte Klappe (8) ausgebildet ist, die an ihrem freien Ende eine Distanzbuchse (9) aufnimmt, in der ein mit dem Griffteil (6) verbundener Verschlussstift (10) unverlierbar gelagert ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dassderVerschlussstift (lO) mit einem in ein entsprechendes Muttergewinde der Achse (1) passenden Gewinde versehen ist.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsscheibe (4) unverlierbar angeordnet ist.
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher aus einer oder mehreren Druckfedern (11) besteht.
AT644066A 1966-02-11 1966-07-05 Einrichtung zur Aufnahme der Vorratsrolle eines Registriergerätes AT262642B (de)

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