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Tragkonstruktion für eine Deckenverkleidung
Die Erfindung betrifft eine Tragkonstruktion für eine aus einer Anzahl vornehmlich gleicher Platten bestehende Deckenverkleidung, die zur Befestigung der Platten parallele Tragschienen aufweist, die mit mindestens einem darüberliegenden, zu den Tragschienen im rechten Winkel angeordneten und von der festen Decke getragenen Tragbalken verbunden sind, und welche Tragkonstruktion weiters mit einer drehbaren und vertikal verstellbaren Tragvorrichtung versehen ist.
Die wichtigsten Ziele der Erfindung bestehen darin, eine Tragkonstruktion des oben erwähnten Typs zu schaffen, bei welcher die erforderliche Zahl von Befestigungspunkten an der bleibenden Decke auf ein Minimum, beispielsweise auf einen Befestigungspunkt pro 25 - 30 m2 Deckenfläche, herabgesetzt werden kann ; bei welcher die Anordnung der Befestigungspunkte nicht von genauen Massen abhängt, sondern je nach auftretenden Hindernissen, wie Vertiefungen od. dgl., verschoben und der Tragbalken trotzdem in der richtigen Lage montiert werden kann ; und bei welcher die Tragschienen an einem darüberliegenden Tragbalken derart befestigt werden können, dass sie gegenüber diesem vertikal verstellbar sind.
Die Erfindung hat somit eine Tragkonstruktion zum Ziel, welche billig und leicht montierbar bzw. verstellbar ist, wobei gleichzeitig zwischen der Plattendecke und der darüberliegenden bleibenden Decke ein im wesentlichen freier Raum erhalten wird.
Die erfindungsgemässe Tragkonstruktion ist dadurch gekennzeichnet, dass die aus zwei mit Abstand zueinander und durch eine Strebe fest miteinander verbundenen Platten bestehende Tragvorrichtung um einen Bolzen drehbar gelagert ist, wobei sie zwischen ihren Platten Tragbalken in verschiedenen Abständen von der Achse des Tragbolzens aufnimmt.
Zweckmässig weist die Tragvorrichtung einen Seitenarm auf, an dem eine auf die feste Decke sich aufsetzende Druckschraube angeordnet ist, wobei sich der Seitenarm und die Platten bezüglich des Bolzens auf entgegengesetzten Seiten befinden.
Die Tragvorrichtung kann aus einer Nabe mit einem Paar radial sich erstreckender, im Abstand übereinander angeordneter plattenförmiger Arme bestehen, zwischen denen der Tragbalken einsetzbar und durch Bolzen, die in Stellschlitze der Arme gesteckt sind, befestigbar ist.
Diese und weitere Merkmale der Erfindung sind im folgenden an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen : Fig. l eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Tragvorrichtung, die auf einem Bolzen drehbar montiert und axial verstellbar ist, Fig. 2 eine Draufsicht entlang der Linie 11 - 11 in Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, von auf einem Tragbalken aufgehängten Platten, Fig. 4 und 5 Detailansichten, Fig. 6 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1 einer etwas abgeänderten Ausführungsform der Tragvorrichtung, und Fig. 7 eine Draufsicht längs der Linie VII - VII in Fig. 6.
Zur Montage einer Deckenverkleidung aus Platten an einer bleibenden Decke 1 wird ein Bolzen 2 an vorbestimmter Stelle in der bleibenden Decke befestigt, entweder durch Einschlagen in das Material der Decke oder in anderer geeigneter Weise. An diesem Bolzen ist eine Verlängerungsmuffe 3 angeschraubt, die dem gewünschten Abstand zwischen der Decke 1 und der Plattendecke entspricht.
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Das obere Ende der Verlängerungsmuffe kann einen Flansch 3'aufweisen, der vorzugsweise mittels
Gewinde an der Verlängerungsmuffe befestigt ist und sich an der unteren Wand der Decke 1 ab- stützt.
Eine horizontale Tragvorrichtung 4 ist an der Muffe 3 drehbar angeordnet, und wird mittels einer Mutter 8, die mit einem an der Aussenwand der Muffe vorgesehenen Gewinde im Eingriff steht, festgehalten, so, dass also die Tragvorrichtung zur Einstellung ihrer Höhenlage mittels dieser Mutter an der Muffe axial verstellbar ist. Die Tragvorrichtung 4 besteht aus zwei vorzugsweise reckteckigen
Platten 5, die im Abstand übereinander angeordnet und durch eine Strebe 6 miteinander verbun- den sind. Die Strebe ist in bezug auf die Platten ein wenig aussermittig angeordnet, so dass die Platten ungefähr in der Mitte mit koaxialen Bohrungen 7 versehen werden können, mit deren Hilfe die Platten an der Verlängerungsmuffe 3, wie oben beschrieben, drehbar gelagert werden können.
Die an der Muffe 3 angeordnete Tragvorrichtung 4 dient dazu, zwischen ihren vorstehenden
Plattenenden einen vorzugsweise U-förmigen Tragbalken 9 aufzunehmen bzw. festzuhalten, wobei der horizontale Tragbalken 9 in der Tragvorrichtung 4 mittels eines durch die fluchtenden
Schlitze 5'der Platten durchgesteckten und durch die Mutter 11 befestigten Sperrbolzens in Lage gehalten wird. Die Bohrungen 7 der Vorrichtung 4 können derart angeordnet sein, dass der Trag- balken 9, wenn er an dem einen Ende der Tragvorrichtung 4 montiert ist, eine grössere Entfernung von der Achse der Muffe 7 erhält, als wenn er an dem andern Ende der Vorrichtung montiert ist, welcher Unterschied zur Einstellung der Lage des Tragbalkens in der Tragkonstruktion ausgenutzt werden kann.
Die Tragvorrichtung 4 ist in oder nahe der Mitte des Tragbalkens 9, dessen Enden in der fixierten Höhe mit den angrenzenden Wänden 12 (Fig. 5) verbunden werden können, angeordnet. An diesem Ende wird an dem Tragbalken 9 mittels einer Bolzen-Schlitz-Verbindung 13,14 ein Stabeisen 15 montiert, dessen äusseres Ende 15'abgewinkelt ist und mittels einer Schraube 16 od. dgl. an der Wand 12 befestigt wird.
Ist der Tragbalken 9, wie oben beschrieben, in der richtigen Lage montiert, so werden Tragschienen 17 für die Platten mittels winkelförmiger Laschen 18 auf dem Tragbalken aufgehängt, derart, dass die Schienen senkrecht zur Längsrichtung des Tragbalkens zu liegen kommen.
Die Laschen 18 bestehen aus einem oberen horizontalen Schenkel 19, der auf der Oberseite des Tragbalkens aufliegt und mit seinem freien Ende zu einem Haken 20 (Fig. l) gebogen ist, der den oberen Flansch des Tragbalkens übergreift und so die Lasche festhält, und aus einem vertikalen Schenkel 21, der auf dem Steg des Tragbalkens aufliegt und an seinem unteren Ende einen nach auswärts gebogenen horizontalen Teil 22 mit Schlitz 23 aufweist.
Die so gestalteten Laschen 18 können in einfacher Weise auf dem Tragbalken 9 angebracht und wieder abgenommen werden. Ebenso können sie zwecks Einstellung in dessen Längsrichtung verschoben werden.
Die Laschen 18 dienen zur Halterung von Befestigungsschrauben oder-bolzen 23, die in die Schlitze 23 der Laschen eingesetzt und mit oberen und unteren Muttern 25 bzw. 26 befestigt werden, so dass sich die Bolzen in der fixierten Höhe befinden, Das untere Ende jedes Bolzens 24 ist mit einem Halter 27 von im wesentlichen C-förmigem Querschnitt verbunden, der zur Aufnahme eines entsprechenden kopfförmigen Teiles 28 der Tragschienen 17 geeignet ist, wobei die Schienen in den Haltern in Längsrichtung verschiebbar sind.
Der Kopfteil der Schiene 17 besitzt zwei nach unten sich verjüngende, federnde Schenkel 29, die entlang ihren unteren Randteilen Nuten 30 zur Aufnahme entsprechender Sicken 31, die in nach aufwärts gebogenen Randteilen von aus Blech gefertigten Platten 32 eingeformt sind, aufweisen, wodurch die zwischen den Schenkeln 20 eingeklemmten Randteile der Platten durch die Federkraft der Schenkel festgehalten werden. Mit Hilfe dieser Anordnung können die Laschen 18 zusammen mit den daran befestigten Tragschienen 17, wenn die Platten in Reihen montiert werden, in die richtige Lage geschoben werden. Mittels der Bolzen 24 können die Tragschienen 17 getrennt in vertikaler Richtung verstellt werden, um eine vollkommen ebene Plattendecke zu erhalten.
An denEnden werden die Tragschienen 17 durch an den angrenzenden Wänden 12'befestigte winkelförmige Schienen 33 abgestützt, wobei die Tragschienen vorstehende Stabeisen 34 aufweisen, welche auf einer Schulter der Schiene 33 aufliegen, während ein unterer, gebogener Teil 35 dieser Schiene 33 zur Abstützung der Randteile der angrenzenden Platten 32 dient.
Die Platten 32 können aus Blech bestehen und nach aufwärts gebogene Randteile aufweisen.
Die Platten können mit Perforierungen versehen sein und auch eine obere Schicht aus isolierendem oder
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schallabsorbierendem Material 32'besitzen.
Falls der Befestigungsbolzen 2 aus irgendeinem Grund nicht in einem in der Wandmitte der blei- benden Decke befindlichen Punkt angeordnet werden kann, kann die Tragvorrichtung 4, wie in den Fig. 6 und 7 dargestellt, modifiziert werden, wodurch der Bolzen in der erforderlichen Entfernung von diesem Punkt angeordnet werden kann und die Tragvorrichtung um den Bolzen zur richtigen Lage des Tragbalkens schwenkbar ist.
Gemäss dieser Ausführungsform besteht die Tragvorrichtung aus einer Nabe 36 mit einem Paar radial sich erstreckender, im Abstand übereinander angeordneter Platten 37. Die Nabe besitzt eine Bohrung zur Aufnahme der Muffe 3. Die Platten 37 sind mit fluchtenden Stellschlitzen 38 zur Aufnahme von Sperrbolzen 10'versehen. Zwischen die Platten 37 wird der Tragbalken 9 in der notwendigen Entfernung von der Achse der Muffe 3 eingesetzt und mittels der Bolzen 10'be- festigt. Weiters können Tragvorrichtung und Tragbalken in Winkelstellung verschoben werden, wie in Fig. 7 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist, wobei die Entfernung zwischen den Sperrbolzen 10' entsprechend gewählt wird.
Um etwa auftretenden Biegebeanspruchungen der Muffe 3 entgegenzuwirken, besitzt die Tragvorrichtung einen Seitenarm 39, an dem eine auf die feste Decke sich aufsetzende Druckschraube 40 angeo dnet ist. Der Seitenarm 39 und die Platten 37 befinden sich, wie ersichtlich, bezüglich der Muffe 3 auf entgegengesetzten Seiten.
Wie den obigen Ausführungen zu entnehmen ist, schafft die Erfindung eine Tragkonstruktion für Plattendecken, mit welcher es möglich ist, mit einer Mindestzahl von Befestigungspunkten auszukommen, die Befestigungspunkte innerhalb eines Radius von 50 bis 70 cm willkürlich anzuordnen und die einzelnen Tragschienen für die Platten sowie die Plattendecke als Ganzes in vertikaler Richtung zu versetzen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tragkonstruktion für eine aus einer Anzahl vornehmlich gleicher Platten bestehende Deckenverkleidung, die zur Befestigung der Platten parallele Tragschienen aufweist, die mit mindestens einem darüberliegenden, zu den Tragschienen im rechten Winkel angeordneten und von der festen Decke getragenen Tragbalken verbunden sind, und welche Tragkonstruktion weiters mit einer dreh-
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die aus zwei mit Abstand zueinander und durch eine Strebe fest miteinander verbundenen Platten bestehende Tragvorrichtung (4) um einen Bolzen (2) drehbar gelagert ist, wobei sie zwischen ihren Platten (37) Tragbalken (9) in verschiedenen Abständen von der Achse des Tragbolzens aufnimmt.