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Die Erfindung bezieht sich auf ein elektronisches Musikinstrument gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei bekannten derartigen Musikinstrumenten sind meist mechanische Kontakte vorgesehen, bei denen sich das Problem ergibt, dass ein Prellen der Kontakte nicht immer vermieden werden kann, wodurch es zu Fehlsteuerungen des vom Prozessor gesteuerten Tonerzeugers kommen kann. Ausserdem sind bei den bekannten derartigen Musikinstrumenten die Pedale, bzw. deren Kontakte meist zur Anderung der Harmonien oder Akkorde vorgesehen. Dadurch ist aber nur eine eingeschränkte Verwendbarkeit der Pedale gegeben.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Musikinstrument der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, das sich durch einen einfachen Aufbau auszeichnet und bei dem eine eindeutige Steuerung des Prozessors und damit in weiterer Folge auch des Tonerzeugers gewährleistet ist.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Musikinstrument der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch die Verwendung von Hallsensoren ist ein Prellen von Kontakten und damit ein unerwünschter"Doppelanschlag"durch die Pedale sicher vermieden. Ausserdem ist auch eine Programmierung des Musikinstruments mittels der mindestens eines Pedals möglich, wodurch die Anzahl an Tasten oder anderen Befehlseingabeeinrichtungen gering gehalten werden kann. Ausserdem ergibt sich bei der Verwendung von Hallsensoren der Vorteil, dass für diese nur eine sehr einfache Beschaltung erforderlich ist und sich diese durch eine hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit auszeichnen.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 ergibt sich eine sehr einfache Programmiermöglichkeit zur Anpassung des Musikinstruments an die verschiedenen Wünsche im Hinblick auf die Programmstufen in den einzelnen Programmpunkten, wie z. B. Klangfarbe, Anschlagdynamik, Oktave oder Kanalauswahl, über welche Kanäle ausgewählte Einspielungen vorgenommen werden können. Dabei ergibt sich durch die Zuordnung der Änderung der Programmstufen in Rich-
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tung"+"und"-"zu je einem Pedal eine sehr einfache Programmierung.
Eine im Hinblick auf die Programmierung sehr einfache Möglichkeit ergibt sich durch die Merkmale des Anspruches 3. Dabei ist es mittels lediglich zweier Taster möglich einerseits einen bestimmten Bereich der Programmierung, z. B. die Tonlage, Klangfarbe, Anschlagdynamik usw. auszuwählen und andererseits in diesem ausgewählten Bereich mittels des zweiten Tasters und den beiden Pedalen eine Änderung vorzunehmen.
Durch die Merkmale des Anspruches 4 ist sichergestellt, dass der aktuelle Stand der Programmierung jederzeit ersichtlich ist.
Die Merkmale des Anspruches 5 ermöglichen eine rasche Änderung der Programmstufen ohne eine ständige Betätigung des entsprechenden Pedals. Dies ist besonders bei Programmpunkten von Bedeutung, bei denen eine grosse Anzahl von Programmstufen vorgesehen sind, z. B. bei der Auswahl eines Kanals.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen :
Fig. 1 schematisch ein erfindungsgemässes Musikinstrument,
Fig. 2 schematisch ein Pedal für ein Musikinstrument nach der Fig. 1 und
Fig. 3 ein Detail der Schaltung der Pedale
Bei einem erfindungsgemässen Musikinstrument, bei dem ein nicht dargestelltes Manual mit einem Prozessor 1 verbunden ist, sind eine Vielzahl von Pedalen 2 vorgesehen, die über Signalleitungen 7 mit dem Prozessor 1 verbunden sind.
An diesen Pedalen 2, die über eine Blattfeder in einer Halteleiste 9 gehalten und gegen ihre obere, ihrer Ruhelage entsprechende Stellung vorgespannt sind, ist je ein Permanentmagnet 10 gehalten. Dieser Permanentmagnet 10 arbeitet mit einem Hallsensor 11 zusammen der nahe einem Widerlager 12 des Pedals 2 an einer Platine 15 angeordnet ist.
Das Widerlager 12 selbst weist für jedes Pedal 2 einen Durchbruch 13 auf, in den ein gegenüber dem übrigen Pedal 2 schmälerer Fortsatz 14 eingreift. Dabei sind an den oberen und unteren Begrenzungen der Durchbruche 13 Filzauflagen 14 angebracht, durch die eine störende Geräuschentwicklung beim Anschlagen des Pedals 2 vermieden wird.
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Wie in der Fig. 1 schematisch dargestellt gelangt bei gedrucktem Pedal 2 ein ausreichend starkes Magnetfeld 16 in den Bereich des Hallsensors 11, sodass dieser seinen Schaltzustand andert.
Über Steuerleitung 7 wird der Schaltzustand eines jeden einem Pedal 2 zugeordneten Hallsensors 11 in einem vorgegebenen Takt vom Prozessor 1 abgefragt.
Dabei sind, wie aus der Fig. 3 ersichtlich ist, die Hallsensoren 11 an einer gemeinsamen Ausgangsleitung 7a angeschlossen und mit den Eingängen von Schieberegistern 17 verbunden, die weiters mit der gemeinsamen Steuerleitung 7T, über den ein Taktsignal des Prozessors 1 den Schieberegistern 17 zugefuhrt wird, und den Versorgungsleitungen + und Gnd verbunden sind.
Dabei können z. B. vier Stück 8Bit-schieberegister vorgesehen sein, an denen die Hallsensoren 11 von 32 Pedalen angeschlossen sein können.
Der höchste Ausgang der Schieberegister 17 ist, abgesehen vom letzten Schieberegister, mit dem Eingang des jeweils nächsten Schieberegisters verbunden.
Der Prozessor 1 kann daher in der vorgegebenen Taktrate den Schaltzustand eines jeden einem Pedal 2 zugeordneten Hallsensors 11 abfragen und entsprechend verarbeiten.
An dem Prozessor 1 sind Taster 4, 4'über Steuerleitungen 16,17 angeschlossen, wobei zwischen dem Taster 4'und dem Prozessor 1 noch ein Zeitglied 18 zwischengeschaltet ist.
Bei jedem durch ein durch eine Betätigung des Tasters 4 ausgelösten Signal schaltet der Prozessor auf einen anderen Bereich seiner Programmierung in einer vorgegebenen Reihenfolge um.
Dieser Bereich der Programmierung wird in einer über eine Signalleitung 19 an den Prozessor 1 angeschalteten Anzeigeeinrichtung 6 angezeigt. Diese Anzeigeeinrichtung 6 kann z. B. durch eine der Bereiche der Programmierung entsprechenden Anzahl von Leuchtdioden gebildet sein, von denen jede durch eine Beschriftung oder ein Symbol einem bestimmten Bereich der Programmierung, z. B. Tonlage, bzw. Oktave, Anschlagdynamik, Klangfarbe, bzw. Instrument, Kanalwahl u. dgl. zugeordnet ist, wobei die Kanäle zur Zuspielung von Signalen vorgesehen sind, die in weiterer Folge von dem nicht dargestellten Tonerzeuger verarbeitet werden.
Der über das Zeitglied 18 mit dem Prozessor verbundene Taster 4'bewirkt bei einer kurzzeitigen, unter der Ablaufdauer
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des Zeitgliedes 18 liegenden Betätigung eine Umschaltung des Prozessors 1 in einen Programmiermodus, in dem im ausgewählten Programmbereich, z. B. Tonlage, bzw. Oktav, Anschlagdynamik, Klangfarbe, Kanal, die Programmstufe verändert werden kann.
Letzteres erfolgt durch Betätigung je eines von zwei Pedalen 2, von denen eines, bzw. dessen Hallsensor 11, im Sinne einer Erhöhung der Programmstufe, bzw. einer Erhohung der Nummer des durchschaltbaren Kanals, und das andere im Sinne einer Verminderung der Programmstufe bzw. Kanalnummer dient.
Wird der Taster 4'länger als die Ablaufzeit des Zeitgliedes 18 gedrückt gehalten, so gibt dieses eine Singalfolge in einer vorgegebenen Taktrate an den Prozessor 1 ab, durch die die Programmstufen, bzw. Nummer des durchschaltbaren Kanals, in einer vorgegebenen Richtung verändert werden. Durch Loslassen des Tasters 4'wird dieser Vorgang wieder gestoppt.
Weiters ist der Prozessor 1 über eine Steuerleitung 20 mit einer weiteren Anzeigeeinrichtung 3 verbunden, die innerhalb eines Bereichs der Programmierung die Nummer der jeweils eingestellten Programmstufe anzeigt und z. B. durch 7-Segment-Leuchtanzeigen gebildet sein kann.
Damit kann z. B. die jeweils eingestellte Tonlage, Klangfarbe und Anschlagdynamik in einem vorgegebenen Nummerncode angezeigt werden, desgleichen kann die Nummer des gewählten Kanals, uber den z. B. eine Einspielung erfolgt, angezeigt werden.
Die Verbindung des Prozessors 1 mit einem nicht dargestellten Tonerzeuger erfolgt über eine Datenleitung 1 und eine Schnittstelle 5, bei der es sich vorzugsweise um eine MIDISchnittstelle (Musical Instruments Digital Interface) handelt.
Die Pedale 2 können daher sowohl zur Ansteuerung des Tonerzeugers im Sinne der Erzeugung eines einzelnen Tons verwendet werden, der in seiner Frequenz Tonlage, Klangfarbe, und Anschlagdynamik auch von der eingegebenen Programmierung des Prozessors 1 abhängt, wobei mindestens eines, vorzugsweise jedoch zwei dieser Pedale in Verbindung mit den beiden Tastern 4, 4' auch zur Änderung der Programmierung verwendet werden können. Damit kann ein nachgeschalteter Tonerzeuger, in den auch über einen ausgewählten Kanal auch eine vorher erzeugte Signalfolge eingespielt werden kann, sehr vielfältig genutzt werden. Dabei ist durch die beiden Anzeigen 6 und 3 eine deutliche Anzeige der eingegebenen Programmierung sichergestellt.