<Desc/Clms Page number 1>
Flüssigkeitsheber zum Entleeren von Behältern
Die Erfindung bezieht sich auf einen Flüssigkeitsheber zum selbsttätigen periodischenEntleeren von Behältern, wenn die darin eingeleitete bzw. gesammelte Flüssigkeit, insbesondere Wasser, eine vorbestimmte Höhe des Flüssigkeitsspiegels erreicht hat.
Es ist bekannt, für diesen Zweck selbsttätig arbeitende Geräte zu verwenden, die einen doppelten Flüssigkeitsheber und einen zugeordneten hydraulischen Verschluss aufweisen, der die Heberwirkung auslöst, wenn der Flüssigkeitsstand im Behälter eine bestimmte Höhe erreicht hat. Die hiefür bisher verwendeten Geräte sind in ihrer Ausbildung so kompliziert, dass sie sich zur Herstellung in billiger Massenfertigung nicht eignen. Sie sind daher auch verhältnismässig teuer in der Anschaffung.
Die Erfindung ist darauf gerichtet, diesen Nachteil zu vermeiden und derartige Geräte in ihrem Aufbau so zu vereinfachen, dass sie sich im Rahmen einer Massenfertigung leicht und billig herstellen lassen.
Um zunächst ein selbsttätiges sicheres Auslösen des Hebers bei einer vorbestimmten Höhe des Flüs- sigkeitsspiegel in Entleerungsbehälter zu erreichen, ist der mit einem Doppelheber und einem die Heberwirkung auslösenden hydraulischen Verschluss versehende Flüssigkeitsheber nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der dem Doppelheber zugeordnete hydraulische Verschluss einenindenAbfluss des Doppelhebers einmündenden Hilfsheber aufweist, der mit seinem Einlass durch gesonderte Leitkanäle mit den oberen Umlenkstellen der Einzelheber verbunden ist, so dass die Luft in der Spitze des Doppelhebers absaugbar ist, wenn der Heber des hydraulischen Verschlusses gefüllt wird, Vorzugsweise wird das richtige selbsttätige Arbeiten des Hebers zusätzlich dadurch gesichert,
dass der Doppelheber in seinem Austrittsteil einen in den Heberabfluss ausmündenden, zusätzlichen Heber zum inneren Entleeren des Doppelhebers aufweist.
EMI1.1
Erfindung, teils für seine leichte und billige Herstellung vorgesehen sind, ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen und aus den anschliessenden Patentan- sprüchen.
Die Zeichnungen zeigen Beispiele für die Ausführung des Flüssigkeitshebers nach der Erfindung, u. zw. zeigen Fig. l einen Heber nach der Erfindung im senkrechten Schnitt. Fig, 2 eine abgeänderte Ausführung des Hebers im senkrechten Schnitt und Fig. 3 die schaubildliche Ansicht eines im wesentlichen gemäss Fig. 2 ausgebildeten Hebers, der im Blasformguss hergestellt ist.
Gemäss Fig. 1 ist auf dem Boden --10 eines Wasserbehälters oder sonstigen Gefässes ein mit zahlreichen Leitkanäle versehener Heberkörper --11-- angebracht. Die Kanäle --12,13,14 und 15- bil- den einen doppelten Heber während die Kanäle --16,17,18,19 und 20 einen hydraulischen Verschluss bilden. Die Heberkanäle --12 und 13-- sind oben durch einen Leitkanal--21-mit den oberen Enden der zum hydraulischenVerschluss gehörendenKanäle --19 und 20-verbunden. Die anschliessenden Heberkanäle --14 und 15-- stehen an ihren oberenEnden durch einen Leitkanal-22-mit dem zum hydraulischen Verschluss gehörenden Kanal-18-in Verbindung.
Der zum Verschluss gehörende Kanal --16-- geht am oberen Ende in den anschliessenden Kanal--17-- über, In ähnlicher Ausbildung
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
--14Verschluss gehörenden Kanäle verschlossen, zu denen der Leitkanal-21-- führt, so wird die im Kanal --13-- noch befindliche Luft unter Druck gesetzt, und der Wasserspiegel wird im Heberkanal --12-nicht über die obere Kante der Trennwand-28-ansteigen.
EMI2.2
der Trennwand zwischen den Kanälen 16 und 17-in den Kanal --16-- niederfliesst. Hiedruch wird aber der durch die Kanäle --16 und 17-gebildete Heber angesaugt, so dass das Wasser aus der Kammer --26-- durch den Heber --16,17-- abströmt.
Dies hat aber einenDruckabfall in der Kammer-26- und in denKanälen--18 und 19-zur Folge, da durch den Heber --16,17-- eine grössere Wassermenge abströmt, als durch die kleine Öffnung --27-- nachströmen kann. Die im Heberkanal-13-gestaute
EMI2.3
--21-- ab,strömt und durch den Auslass --25- abläuft.
Da hiebei über den Kanal --13auch Luft aus dem Leitkanal --21-- durch den Doppelheber angesaugt wird, steigt gleichzeitig das Wasser imKanal--20-- an und fliesst über die Kante --34- in den
EMI2.4
so dass keine Luft mehr in die oberen Teile des Doppelhebers nachströmen kann. Sinkt alsdann der Wasserspiegel im Behälter unter das untere Ende des Heberkanals --12-- sowie unter das untere Ende des Kanals --20-- und der Öffnung --27-, so hört die Saugwirkung des Doppelhebers auf, doch arbeitet der durch die Kanäle 23 und 24-- gebildete zusätzliche Heber noch weiter, bis das in den Kanälen --13 und 14-- noch befindliche Wasser zum grössten Teil abgelaufen ist.
Dies ist erwünscht, um sicherzustellen, dass der Doppelheber stets angesaugt wird, wenn der Wasserspiegel im Behälter eine vorbestimmte Höhe erreicht hat. Hiedurch wird ausserdem sichergestellt, dass der zusätzliche Heber-23, 24- nicht schon zu arbeiten beginnt, ehe der Heber-16, 17- angesaugt wird.
Es ist nicht erforderlich, die Kanäle 13 und 14-des Doppelhebers vollständig zu entleeren ; wurde aber nach dem Stillsetzen des Doppelheber eine grössere Wassermenge in den Kanälen --13 und 14-verbleiben, so könnte es eintreten, dass bei erneutem Ansteigen des Wasserspiegels im Behälter der Doppelheber vorzeitig anläuft und das zufliessende Wasser ständig auslaufen lässt, d. h. der Höhenunterschied zwischen den Wasserständen in den Heberkanälen --13 und 14-- würde zu gross werden, um das Überströmen des Wassers aus dem Heberkanal-14-- in den Fallkanal--15- zu verhindern, wenn das Wasser im Heberkanal-12-an- steigt und in den Heberkanal --13-- überströmt.
Durch den hydraulischen Verschlussteil ist sichergestellt, dass der Doppelheber sofort angesaugt wird, wenn der Wasserstand im Behälter eine vorbestimmte Höhe erreicht, nämlich dann, wenn er auf die Höhe der Überströmkante --33- des hydraulischen Verschlussteiles kommt.
In der abgeänderten Ausführung nach Fig. 2 ist der Heber in seiner Ausbildung etwas vereinfacht, arbeitet aber in ähnlicher Weise. Der Doppelheber ist hier durch die Kanäle --40,41 und 42-- sowie einen Kanal--43-- gebildet, der von einer Wand --44- und einer Abdeckhaube --45-- begrenzt ist, die einen unteren Durchlass --55-- aufweist. Der zusätzliche Heber ist durch die Kanäle --46 und 47gebildet, wobei die Kanäle --40 und 46-- in den Auslass --39-- des Wasserbehälters ausmünden. Der
<Desc/Clms Page number 3>
hydraulische Verschluss isthier durch die Kanäle-48, 49,50, 51 und 52--gebildet, die den Kanälen-16,
17, 18, 19 und 20-nach Fig. 1 entsprechen.
Das in den Raum-43-hochsteigende Wasser fliesst in den
Verschlussteil sowohl durch das obere Ende des Kanals -52-- als auch durch eine kleine Öffnung--53-, die der Öffnung --27- nach Fig, l entspricht. Die verschiedenen Kanäle sind in ähnlicher Weise unter- einander verbunden, wie bei der Ausführung nach Fig. 1, wobei auch die Betriebsweise ähnlich ist, da der Doppelheber angesaugt wird, wenn der Wasserspiegel im Wasserbehälter über die Höhe der Über- strömkante --54. -- ansteigt, wobei zunächst der durch die Kanäle --48 und 49-gebildete Hilfsheber angesaugt wird, der dem Heber --16, 17- nach Fig. 1 entspricht.
Wenn der Wasserstand im Behälter bis unter die Oberkante der Einströmöffnung -55- absinkt, so wird hiedurch der Doppelheber abgeschaltet, während der Hilfsheber-46, 47- noch weiter arbeitet, bis der grösste Teil des in den Heberkanälen --41, 42-- befindlichen Wassers abgelaufen ist.
Mit Ausnahme des Kanals --43-- befinden sich sämtliche Kanäle in einem zusammenhängenden
Heberkörper.
Zur leichteren Herstellung kann der Heberkörper aus zwei Teilen gebildet sein, die an ihren Stoss- flächen mit zusammenpassenden Kanalausnehmungen versehen sind. Die beiden hälftigen Teile des
Heberkörpers können dann mit ihren einseitig offenen Kanälen in entsprechenden Gesenken oder Press- formen gepresst oder gezogen werden.
Für selbsttätig arbeitende Heber zum periodischen Entleeren von Behältern ist es erwünscht, das der anfängliche Entleerungsvorgang schnell vor sich geht. Um dies mit Sicherheit zu erreichen, kann der
Auslasskanal des Doppelhebers mit einer düsenartigen Verengung und anschliessenden Erweiterung nach
Art eines Venturirohres ausgebildet sein, wodurch sich ein schnelles Ansaugen des Doppelhebers ergibt.
Die beschriebene und dargestellte Ausführung des Hebers hat im übrigen den Vorteil, dass sie sich zur Massenherstellung des Heberkörpers gut eignet, z. B. durch Herstellung aus Kunststoff im Spritzguss- oder Blasformverfahren. Ein auf diese Weise hergestellter Heberkörper ist in Fig. 3 in schaubildlicher
Ansicht dargestellt. Die Anordnung der Kanäle entspricht dabei im wesentlichen derjenigen nach Figes 1, wobei die sich entsprechendenTeile mit den gleichen Bezugszahlen versehen sind. Die Kanäle bestehen dabei aus Röhren, die durch schmale Stegfläche verbunden sind, wie dies z. B. mit der Zahl-5 6- kenntlich gemacht ist. Gegebenenfalls können jedoch die Stegfläche auch entfallen. Dabei kann das
Einformen des Heberkörpers auf unterschiedliche Weise vor sich gehen.
Beispielsweisekonnengebogene
Rohre aus Metall oder Kunststoff als Formeinsätze verwendet werden, doch lässt sich der Heberkörper auch aus entsprechend gebogenen Rohren unmittelbar zusammensetzen.
Liegen sämtliche Leitkanäle des Doppelhebers und des hydraulischen Verschlusses in einer gemein- samen, zur Grundfläche senkrechten Gehäuseschnittfläche, so ergibt sich eine einfache gusstechnische
Herstellung, weil das Hebergehäuse dann aus zwei in dieser Schnittfläche zusammengesetzten Gehäuse- teilen hergestellt werden kann. Die Herstellung kann dann so erfolgen, dass ein breiterer Gehäuseteil die seitlich offenen Leitkanäle in ihrer ganzen Tiefe enthält und der andere Gehäuseteil nur aus einem
Deckel besteht, der die seitlich offenen Leitkanäle verschliesst. Anderweitig kann die Herstellung aber auch so erfolgen, dass die Schnittfläche in einer gemeinsamen Mittelebene sämtlicher Leitkanäle liegt und das Hebergehäuse dann aus zwei gleichen Gehäusehälften zusammengesetzt wird, die mit ihren seitlichen offenen Leitkanalausnehmungen einander zugekehrt sind.
Die beiden Gehäusehälften können dann in der gleichen Gussform hergestellt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulischer Flüssigkeitsheber zum selbsttätigen periodischen Entleeren von Flüssigkeitsbehältern, bestehend aus einem durch zwei in der Durchströmungsrichtung hintereinanderliegendenHebern gebildeten Doppelheber und einem die Heberwirkung auslösenden hydraulischen Verschluss, dad urch gekennzeichnet, dass der dem Doppelheber (12 bis 15) zugeordnete hydraulische Verschluss (16 bis 20) einen in den Abfluss (25) des Doppelhebers ausmündenden Hilfsheber (16. 17) aufweist, der mit seinem Einlass (17) durch gesonderte Leitkanäle (18, 22 bzw. 21) mit den oberen Umlenkstellen der Einzelheber verbunden ist, so dass die Luft in der Spitze des Doppelhebers absaugbar ist, wenn der Heber des hydraulischen Verschlusses gefüllt wird.