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Luftreifen mit Radialkarkasse für Fahrzeugräder
Das Patent Nr. 250194 betrifft einen mit einer Radialkarkasse ausgestatteten Luftreifen für
Fahrzeugräder, der bei jedem Wulst mit einem nachgiebigen, gummiähnlichen Streifen versehen ist, welcher sich vom Wulstbereich in der angrenzenden Seitenwand des Reifens zur Laufdecke hin über wenigstens 1/3 der Höhe des unteren, d. h. unter der maximalen Breite des Reifenquerschnittes gelegenen Abschnittes der Seitenwand erstreckt, im Wulstbereich grösste Dicke hat und in Richtung zu seinem Ende dünner wird.
Gemäss dem Stammpatent werden bei einem Luftreifen dieser Art unerwünschte Deformationen unter der Einwirkung von Querkräften durch die Kombination der Merkmale vermieden, dass die erwähnten nachgiebigen Streifen ausserhalb der von Wulst zu Wulst verlaufenden Teile der Karkassenlagen angeordnet sind und aus einer Gummi- oder gummiähnlichen Masse bestehen, die eine sehr grosse und jedenfalls grössere Härte aufweist als alle andern im Reifen verwendeten Massen.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung dieser Reifenbauweise und besteht darin, dass der nachgiebige, in Richtung zur Laufdecke sich erstreckende und dünner werdende Streifen auch ausserhalb der Umschläge der Karkassenlagen um den Wulstkern und somit zur Gänze ausserhalb aller Karkassenteile liegt. Auf diese Weise kann ebenso wie bei den Ausführungsbeispielen nach dem Stammpatent eine Querversteifung erzielt werden, wobei noch die zusätzlichen Vorteile eines einfacheren Aufbaues und der Vermeidung einiger Elemente des Reifens erzielt werden, wie dies aus der nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele hervorgeht.
Es sei erwähnt, dass es bei Luftreifen mit Radialkarkasse bereits bekannt ist, oberhalb jedes Wulstkernes zwischen den den Wulstkern umschlingenden Karkassenlagen einen sich vom Wulstkern weg verjüngenden Versteifungsstreifen und ausserhalb aller Karkassenlagen einen weiteren Versteifungsstreifen anzuordnen, der am Ende des inneren Versteifungsstreifens grösste Dicke hat und sich sowohl in Richtung der Seitenwand des Reifens als auch in Richtung zum Wulstkern hin verjüngt. Ein solcher äusserer Versteifungsstreifen, der gerade im Bereich des Felgenhornes, wo maximale Biegemomente auftreten, geringste Dicke hat, wäre aber nicht geeignet, die mit der Erfindung angestrebte Verminderung der Deformationen unter der Einwirkung von Querkräften zu erzielen.
Wie schon erwähnt, hat der nachgiebige Streifen beim erfindungsgemässen Reifen an dieser stark beanspruchten Stelle, nämlich im Wulstbereich, grösste Dicke. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der nachgiebige Streifen eine Verlängerung auf, die sich seitlich über jene Zone des Wulstes erstreckt, die mit dem Felgenhom in Berührung kommt, wobei diese Verlängerung im Wulstbereich frei von einer überdeckung durch die die Reifenhülle bildende Masse ist.
In den Fig. l und 2 der Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung im Querschnitt dargestellt.
Fig. l zeigt einen Querschnitt durch einen Luftreifen mit einer undehnbaren ringförmigen Bewehrung --1--, die unterhalb der Laufdecke angeordnet ist, und mit einer Radialkarkasse-2-,
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die in den Zeichnungen schematisch durch eine einzige Cordfadenlage angedeutet worden ist, aber auch mehrere solcher Lagen umfassen kann. Unter einer Radialkarkasse ist eine Karkasse zu verstehen, die durch eine oder mehrere Lagen von Cordfäden bzw. Cordstoff gebildet wird, deren Cordfäden in Radialebenen durch die Drehachse des Luftreifens verlaufen oder nur einen kleinen Winkel mit diesen Ebenen einschliessen.
Die die Karkasse --2-- bildende Cordfadenlage ist um den Wulstkern --3-- geschlungen und bildet Umschlagränder-4--. Ausserhalb dieser Umschlagränder und der übrigen Teile der Karkasse befindet sich der sich in der Richtung zur Seitenwand bzw. zur Laufdecke hin verjüngende Streifen --5-- aus sehr hartem Gummi.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. l hat jeder dieser nachgiebigen, sich verjüngenden Streifen
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unbedeckt bleibt. Da der den nachgiebigen, sich verjüngenden Streifen --5-- sowie den Fortsatz - desselben bildende Gummi sehr hart ist, können die sonst üblichen Wulstschutzstreifen aus Gewebe und die speziellen Gummistreifen vermieden werden, die sonst notwendig wären, um die Karkassenlagen in jener Zone zu schützen, in welcher die Wülste das Felgenhom berühren.
Der Luftreifen gemäss der Erfindung kann auch ansonsten noch einen einfacheren Aufbau als die im Stammpatent beschriebenen Ausführungsformen aufweisen, weil es nicht mehr nötig ist, den nachgiebigen, sich verjüngenden Streifen zwischen den Karkassenlagen und deren Umschlagrändern einzuführen. Auf diese Weise können die üblichen Maschinen ohne jede Abänderung für die Herstellung von Reifen nach der Erfindung verwendet werden.
Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem der Reifen mit einer zweilagigen Radialkarkasse ausgebildet ist, wobei eine Lage um den Wulstkern nach aussen geschlungen
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ihrer Umschlagränder ist wieder der nachgiebige, sich verjüngende Streifen --5-- aus sehr hartem Gummi angeordnet.
Es versteht sich, dass die Erfindung ausser den beschriebenen Ausführungsbeispielen noch verschiedene andere Ausführungsmöglichkeiten bietet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Luftreifen mit Radialkarkasse für Fahrzeugräder, der gemäss Patent Nr. 2 0194 bei jedem Wulst mit einem nachgiebigen, gummiähnlichen Streifen versehen ist, welcher sich vom Wulstbereich in der angrenzenden Seitenwand des Reifens ausserhalb der von Wulst zu Wulst verlaufenden Teile der Karkassenlagen zur Laufdecke hin über wenigstens 1/3 der Höhe des unteren, d.
h. unter der maximalen Breite des Reifenquerschnittes gelegenen Abschnittes der Seitenwand erstreckt, im Wulstbereich grösste Dicke hat, in Richtung zu seinem Ende dünner wird, und aus einer Gummi- oder gummiähnlichen Masse besteht, die eine sehr grosse und jedenfalls grössere Härte aufweist als alle andern im Reifen
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Laufdecke sich erstreckende und dünner werdende Streifen (5) auch ausserhalb der Umschläge (4, 8, 9) der Karkassenlagen (2) um den Wulstkern (3) und somit zur Gänze ausserhalb aller Karkassenteile (2, 4 ; 2, 8, 9) liegt.
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