AT266298B - Injektionsspritze, insbesondere Zweikammerspritze - Google Patents

Injektionsspritze, insbesondere Zweikammerspritze

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AT266298B
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AT
Austria
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chamber
piston
ampoule
injection
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AT87767A
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English (en)
Inventor
Ludwig Tuschhoff
Original Assignee
Penicillin Ges Dauelsberg & Co
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Description


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  Injektionsspritze, insbesondere Zweikammerspritze 
Die Erfindung betrifft eine Injektionsspritze und insbesondere eine Zweikammerspritze, die zum einmaligen Gebrauch bestimmt ist und mit ihrem Medikamentinhalt gebrauchsfertig geliefert wird. 



  Derartige Mehrkammerspritzen haben den Vorteil, dass die zu injizierenden Medikamente bzw. das Medikament und das dafür geeignete Lösungsmittel in je einer Ampullenkammer aufbewahrt und erst unmittelbar vor der Injektion miteinander vermischt werden. Bei bekannten Spritzen dieser Art erfolgt die Trennung der beiden Ampullenkammern vermittels eines Stopfens, der im Ampullenzylinder zwei Räume abteilt und der mittels einer Kolbenstange verschiebbar ist.

   Um diese Bewegung zu ermöglichen, bedarf es entweder einer komplizierten Kolben- oder Kolbenstangenkonstruktion, die das Durchstechen oder Aufbrechen des die beiden Medikamente voneinander trennenden Stopfens ermöglicht oder es wird eine Spezialampulle verwendet, die in ihrer Mitte nach aussen vorspringende Umgehungskanäle aufweist, die den Übertritt beispielsweise des Lösungsmittels zum Medikament um die Aussenseite des Stopfens herum ermöglichen, sobald sich der Stopfen in der dafür erforderlichen Lage befindet. 



  Derartige Ausführungsformen von Spritzen sind technisch aufwendig und damit für einen einmaligen Gebrauch der Spritze zu teuer. Sie haben nur eine geringe Betriebssicherheit und eine kurze Lagerfähigkeit, ausserdem erfordern sie eine Umstellung des die Spritze benutzenden Arztes bei deren Handhabung. 



   Alle diese Mängel werden durch die Erfindung behoben, was   erfindungsgemäss   dadurch erreicht wird, dass ein einseitig wirkender Kolben vorgesehen ist, der eine Flüssigkeitsbewegung von der hinteren in die vordere Kammer freigibt, eine gegensinnige Bewegung der Flüssigkeit aber sperrt, und dass die Kolbenstange am hinteren Ende des Ampullenzylinders in einem dicht abschliessenden Stopfen geführt ist, der durch den in der entleerten Kammer entstehenden Unterdruck beim Vorwärtshub mit dem Kolben bewegt wird. Vorzugsweise ist der Stopfen als ein nach innen und aussen abdichtender, zusätzlicher Kolben ausgebildet, der am Vorwärtshub des Hauptkolbens teilnimmt. 



   Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Kolbenstange, den Stopfen durchsetzend, noch innerhalb des Ampullenzylinders endigt und durch Vorsehung eines Bundes, Gewindes od. dgl. am Kolbenstangenende in an sich bekannter Weise zum Aufsetzen einer Kolbenstangenverlängerung eingerichtet ist. Hiedurch ist die Möglichkeit gegeben, das Ampullenende zusätzlich in geeigneter Weise zu verschliessen, wodurch sich die Lagerfähigkeit weiter erhöhen lässt. Damit ist gleichzeitig eine Sicherung gegen eine unbeabsichtigte Bewegung des Hauptkolbens während der Lagerzeit der Spritze gegeben. Schliesslich ist es aber auch möglich, auf die Kolbenstange noch weitere Trennstopfen aufzusetzen. Zur Erhöhung der Dichtheit und zur besseren Kolbenführung lässt sich ausserdem ein Kolben verwenden, der mehrere Dichtlippen hintereinander aufweist. 



   Der Erfindungsgedanke lässt die verschiedensten   Ausführungsmöglichkeiten   zu, eine davon ist in den Zeichnungen wiedergegeben, u. zw. zeigen : Fig. l einen Längsschnitt durch die erfindungsgemässe Zweikammerspritze unmitelbar nach ihrer Füllung, Fig. 2 einen Schnitt durch eine Ausführungsform des Kolbens im vergrösserten Massstab, Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Spritze im Lagerzustand, Fig. 4 und 5 die Spritze im Längsschnitt vor Ingebrauchnahme in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen, Fig. 6 

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 --4-- aufgeschraubt,Injektionsnadel --5-- und einen Bund --6-- trägt, auf welchem eine die Injektionsnadel--S-steril umschliessende   Kappe --7- aufgesetzt   ist, die zugleich einen Nadelschutz bildet.

   Am äusseren Ende trägt die   Kappe --7-- eine   noch später zu beschreibende Gewindebohrung-8--. Die   Hohlnadel --5-- hat   an beiden Enden eine Spitze-9 bzw.   10-und   ist mit einer Scheibe --11-- fest verbunden, die in der   Kappe --4-- festsitzt.   



   Wichtig ist, dass die Schraubkappe --4-- mit der   Injektionsnadel--5--zunächst   nur so weit auf den   Hals --2-- aufgeschraubt   ist, dass die innenliegende   Nadelspitze --9-- die   in dem 
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Abschlussmembrane-12-noch--15-- oder eine Überklebung od. dgl. verschlossen ist. 



   Im Inneren des Ampullenzylinders --1-- sitzt fest auf dem vorderen Ende einer Kolbenstange   - 16-der Hauptkolben-17   bzw. 17'--, welcher vorzugsweise aus einem elastischen Material wie Gummi oder Kunststoff besteht und mit einer oder mehreren sich an die Innenseite der Ampullenwandung anlegenden   Dichtlippe --18- ausgestattet   ist. 



   Der   Kolben --17-- teilt   im Inneren des Ampullenzylinders --1-- zwei Kammern --19 und 20-voneinander ab, in denen beispielsweise zwei flüssige Medikamente, die getrennt voneinander aufzubewahren sind, enthalten sein können oder die Kammer --19-- enthält gemäss der Darstellung ein pulverförmiges Medikament und die   Kammer -20- ein   Lösungsmittel dafür. Am hinteren Ende ist der   Ampullenzylinder--l--durch   einen   Verschlussstopfen--21--zweckmässig   aus dem gleichen Material wie der Kolben --17-- nach aussen hin dicht abgeschlossen.

   Dieser Stopfen   --21-- kann   ebenfalls als Kolben ausgebildet sein, der mittels Dichtlippen sowohl an der Innenwand des   Ampullenzylinders--l--als   auch auf der Kolbenstage --16-- geführt ist. über diesen Stopfen --21-- reicht die   Kolbenstange -16-- mit   einem Gewindeansatz--22--hinaus, der aber noch innerhalb des Ampullenzylinders --1-- endigt, so dass die Kolbenstange--16-insbesondere durch die Abdeckung --15-- geschützt und während der Lagerung nicht unbeabsichtigt zu verschieben ist. 
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 weitere Bohrungen --24-- am Kolben --17-- mit dem   Innenraum --20-- des   Ampullenzylinders verbunden ist. In die   Längsbohrung--22-lässt   sich ein dünnes Füllrohr --25--, etwa in Form einer Hohlnadel, einführen.

   Nach der Füllung der Spritze und Entfernen des   Füllrohres-25-wird   die   Bohrung --22- bis   zur   Bohrung --23-- hin   durch eine Füllmasse oder einen Stopfen --36-- fest verschlossen. 
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 der   Kolben --17-- mit   der   Kolbenstange --16-- und   dem   Stopfen --21-- etwa   bis in die Stellung gemäss Fig. l eingeführt. Nun erfolgt mit Hilfe des   Füllrohres--25--das   Einfüllen der Flüssigkeit in die Kammer --20-- (Fig.1) und anschliessend das Verschliessen der hohlen   Kolbenstange --16-- mit   der Masse oder dem Stopfen --26--. Schliesslich wird die Bohrung --14-- in der Platte --13-- durch eine Decke --15--, ein Etikett od. dgl. verschlossen (Fig. 3).

   In diesem Zustand kann die mit den Medikamenten bzw. einem Medikament und einem Lösungsmittel gefüllte Spritze beliebig lange gelagert werden. Soll die   erfindungsgemässe   Injektionsspritze in Gebrauch 
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 aufgeschraubt, nachdem vorher die Decke --15-- entfernt oder durchstossen wurde (Fig. 4). 



   Mit der durch die   Kappe--7--verlängerten Kolbenstange--16--kann   nun der Kolben --17-- im Ampullenzylinder --1-- zurückgezogen werden. Die in der Kammer --20-enthaltene Flüssigkeit, die nicht zusammendrückbar ist, umströmt dabei den   Kolben --17-- bzw.   dessen   Dichtlippen --18-- nach   vorn und tritt in die   Kammer --19-- ein.   Hier vermischt sie sich mit dem in dieser Kammer befindlichen pulverförmigen oder flüssigen Medikament   (Fig. 5).   Auf diese Weise lässt sich durch einfaches Zurückziehen des Kolbens die   Kammer --20-- in   die Kammer 

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