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Photographischer Automatverschluss
Die Erfindung nach dem Stammpatent Nr. 252728 bezieht sich auf einen photographischen Automatverschluss mit nur einem einzigen, unter Federwirkung stehenden Verschlussblatt, dem ein von Hand betätigbarer Antriebsmechanismus zugeordnet ist, welcher das Verschlussblatt nach Erreichen der Gespanntlage selbsttätig zur ôffnungs-und Schliessbewegung freigibt, wobei erfindungsgemäss der Antriebsmechanismus lediglich aus einer Antriebsfeder und einem Spann- und Auslösehebel gebildet wird, der zwei an der Objektivöffnung seitlich vorbeigeführt Arme aufweist, die beide mit je einem seitlichen Ansatz versehen sind, die mit am Verschlussblatt angeordneten Mitnehmern zusammenarbeiten, wobei der eine Mitnehmer in einem ortsfesten Schlitz zwangsläufig geführt,
der andere Mitnehmer an einer ebenfalls ortsfesten Gleit- und Stützkante frei beweglich abgestützt ist.
Die Erfindung befasst sich mit der Weiterbildung des Gegenstandes des Stammpatentes und bezweckt die Schaffung einer Möglichkeit, um mit dem bereits in Vorschlag gebrachten, in seiner Einfachheit kaum noch zu unterbietenden Verschluss unter Verzicht auf eine zusätzliche Verschlussblätterantriebskraft sowie unter Beibehaltung der einfachen Verschlusskonzeption Momentbelichtungsaufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten durchführen zu können.
Zur Lösung dieses Problems wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, dass ein mit dem Verschlussblatt beweglicher Magnetanker vorgesehen ist, der mit einem von einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung gesteuerten Elektromagnet zusammenarbeitet, und dass ferner ein beim überführen des Verschlussblattes in die Spannstellung betätigter, der Zu- und Abschaltung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung dienender Kontaktschalter angeordnet ist. Auf diese Weise konnte eine Verschlussanordnung, d. h. ein Automatverschluss geschaffen werden, welcher trotz einfachsten Aufbaus durch Ergänzung mit einer ebenso einfachen Zeitbildungseinrichtung die Durchführung von Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, u. zw. bei einer verhältnismässig grossen Anzahl an Momentbelichtungszeiten gestattet.
Um bei einem Automatverschluss vorstehender Gattung eine einfache Lagerung für den Magnetanker zu erhalten, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass der schlitzgeführte Mitnehmer des Verschlussblattes den Magnetanker trägt und der Kontaktschalter als Bestandteil eine Kontaktfeder aufweist, die im Bewegungsbereich des Magnetankers bzw.
Verschlussblattes angeordnet ist. Auch diese Massnahme dient dem Zweck, den baulichen Aufwand bei gleichzeitiger Gewährleistung einer funktionssicheren Arbeitsweise des Verschlusses niedrig zu halten.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin zu erblicken, dass der Anker mit einem Ansatz versehen ist, der in den Schlitz eingreift und der Betätigung der Kontaktfeder dient. Dieser Vorschlag stellt eine einfache Möglichkeit dar, um mit Sicherheit die Zu- und Abschaltung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung zu dem jeweils richtigen Zeitpunkt zu erreichen.
In den Zeichnungen ist ein nachstehend beschriebenes Ausführungsbeispiel des Erfindunggegenstandes veranschaulicht. Es zeigt : Fig. 1 den Automatverschluss in der Ausgangslage in Verbindung mit der Schemadarstellung einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung, Fig. 2 den Verschluss während des Spann-und Ausiosevorganges, u. zw. am Ende der Spannbewegung, wobei das Verschlussblatt die
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Objektivöffnung noch abdeckt und der der Zuschaltung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung dienende Schalter gerade geschlossen worden ist, und Fig. 3 das durch den Spann- und Auslösehebel freigegebene VerschluBMatt in Offenstellung, in der es von dem durch die Zeitbildungseinrichtung gesteuerten Elektromagneten gehalten wird.
In den Zeichnungen bedeutet ebenso wie bei dem in Fig. l bis 3 des Stammpatentes Nr. 252728 veranschaulichten Ausführungsbeispiel eines Automatverschlusses --1-- die Deckplatte bzw. die vordere Seitenwand eines Kameragehäuses, --2-- die an dieser Platte mittels der Vorsprünge--la und 2a-- befestigte Grundplatte, --3-- das Verschlussblatt, --4-- die Objektivöffnung und - 5-den Spann-und Auslösehebel. Mit-8-ist die Antriebsfeder bezeichnet, die mit dem einen
Schenkel --8a-- am Verschlussblatt --3--, mit dem andern Schenkel-8b-am Spann-und Auslösehebel--S-- abgestützt ist. Das Verschlussblatt --3-- ist in der Grundplatte --2-- gelagert und geführt, wozu letztere mit dem Schlitz-2b-, ferner mit der Stützkante --2c-- versehen ist.
An der Stützkante --2c-- kommt der Lappen --3a-- des Verschlussblattes --3-- zur Anlage, während in den Schlitz --2b-- der am Verschlussblatt befestigte Zapfen--3b--eingreift. Der Zapfen --3b-- kann mit dem am Arm --5b-- des Spann- und Auslösehebels --5-- abgebogenen Ansatz--5d-zuammenarbeiten, wogegen der Lappen --3a-- mit dem am Arm-5a- vorgesehenen Ansatz --5c-- in Eingriff gelangen kann.
Um mit dem vorbeschriebenen Verschluss Aufnahmen mit Belichtungszeiten von unterschiedlicher Dauer machen zu können, wobei eine grössere Auswahl von Momentbelichtungszeiten gegeben sein soll, ist diesem Verschluss eine auf elektronischer Basis arbeitende Zeitbildungseinrichtung zugeordnet, mittels deren ein Elektromagnet --30-- steuerbar ist. Der Elektromagnet --. 30-- kann auf der Grundplatte --2-- angebracht sein und mit einem am Verschlussblatt-3-gelenkig angeschlossenen Anker --31-- zusammenarbeiten. Die Lagerung des Ankers --31-- kann hiebei zweckmässig auf dem Zapfen --3b-- des Verschlussblattes --3-- erfolgen. Der Anker-31weist einen Lappen --31a-- auf, der zur Führung des Ankers in den Schlitz --2b-- eingreift.
Ferner sind am Anker --31-- zwei Haftflächen --31b und 31c-vorgesehen, die an den Schenkeln des Elektromagnets --30-- zur Anlage gebracht werden können und zum Festhalten des Ankers und damit des Verschlussblattes --3-- dienen, wenn dieses am Ende des Spannvorganges die in Fig. 2 gezeigte Stellung einnimmt. Im Bereich des dem Magnet --30-- zugekehrten.Teils des Schlitzes - ist das mit einem Isolierstück versehene Ende --32a-- einer Kontaktfeder --32-angeordnet, die ihrerseits Bestandteil eines zum Ein- und Ausschalten der elektronischen Zeitbildungseinrichtung vorgesehenen Schalters --33-- ist.
Ausser der Kontaktfeder --32-- weist der Schalter --33-- noch Kontakte --34 und 35--auf. Das Ende --32a-- der Kontaktfeder - hat mit Bezug auf den Ankerleine solche Lage, dass dieses von dem Lappen - -31a-- erfasst und dabei die Kontaktfeder am Kontakt --34-- zur Anlage gebracht werden kann, u. zw. kurz bevor das Verschlussblatt --3-- und der Anker --31-- die in Fig. 2 gezeigte Zwischenstellung erreicht haben.
Die in den Zeichnungen schematisch dargestellte monostabile Kippschaltung wird im wesentlichen aus einer aus Widerstand und Kondensator bestehenden Verzögerungsschaltung gebildet, wobei mit den Teilen-32 und 34-- des Schalters --33- und einer Stromquelle --36-- der Elektromagnet - sowie ein Transistor-Tl-in Reihe liegen. In einem Kreis, der ebenfalls durch die Schalterteile-32 und 34-mit der Stromquelle --36-- elektrisch kuppelbar ist, sind ein mit einem zweiten Transistor-T2--verbundener, in seiner Kapazität veränderbarer Kondensator - C-sowie ein in seiner Spannungsgrösse regelbarer Widerstand-R-vorgesehen. Der Widerstand - und der Kondensator-C-bilden hiebei die Verzögerungseinrichtung.
Die weiteren im Schaltbild nicht näher bezeichneten Widerstände dienen der Vervollständigung der Schaltung.
Die Arbeits- und Wirkungsweise der vorbeschriebenen mit einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung ausgestatteten Verschlussanordnung ist im einzelnen wie folgt :
Betätigt man den in den Zeichnungen nicht weiter veranschaulichten Kameraauslöser, so führt der Spann- und Auslösehebel --5-- eine im Uhrzeigersinn gerichtete Drehbewegung um den Lagerzapfen - 6-aus. Hiebei gelangen die Ansätze --5c und 5d-des Spann-und Auslösehebels-5-mit dem Lappen --3a-- und dem Zapfen --3b-- des Verschlussblattes --3-- in Eingriff, wodurch dieses unter Erhöhung der Spannung der Antriebsfeder --8-- in seiner Gesamtheit aus der in Fig. l veranschaulichten Lage in die in Fig. 2 gezeigte Zwischenlage überführt wird.
In der Endphase der Spannbewegung des Hebels--5--kommt der Ansatz--5c--des Armes--5a--am Mitnehmerlappen --3a-- selbsttätig ausser Eingriff, während der Lappen--31a--des Ankers --31-- auf das Ende --32a-- der Kontaktfeder --32-- auftrifft und diese damit mit dem
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Kontakt --34-- in Verbindung bringt. Im selben Augenblick etwa kommen die Haftflächen --31b und 31c-des Ankers-31-an den Schenkeln des Elektromagneten --30-- zur Anlage.
Nachdem der Ansatz Lappen--3a-abgeglitten ist, wird das Verschlussblatt-3-- unter der Wirkung der Antriebsfeder --8-- zunächst entgegen dem Uhrzeigersinn um den Zapfen - -3b-- gedreht, wodurch wieder, wie in Fig. 3 gezeigt, die Objektivöffnung freigegeben wird.
Durch die vorstehend angedeutete, in der Endphase der Spannbewegung erfolgte Kontaktgabe im Schalter-32, 34- wird der Transistor --T1-- stromleitend und gleichzeitig der Transistor - gesperrt. Ferner beginnt der Kondensator-C-sich aufzuladen. Auf Grund des Stromflusses durch den Transistor-Tl-wird der Elektromagnet --30-- erregt, der seinerseits durch Anziehen des Ankers --31-- das Verschlussblatt --3-- an einer rückläufigen Bewegung hindert bzw. den Mitnehmer --3b-- in der Zwischenlage gemäss Fig. 3 hält.
Währenddem das Verschlussblatt --3-- infolge einer Drehbewegung um den Mitnehmer-3b-in die Offenstellung überwechselt, wobei der Lappen --3a-- auf die Gleit- und Stützkante --2c-- auftrifft, verliert zwar der überstehende, halbkreisförmige Teil des Zapfens --3b-- seine Abstützung am Ansatz --5d-des Armes-5b-, doch behält dieser seine Lage ebenso wie das Verschlussblatt --3-- bei, bis der Elektromagnet --30-- wieder stromlos wird. Dies geschieht dann, wenn der Kondensator-C-so weit aufgeladen ist, dass der an ihn angeschlossene Transistor-T2-stromleitend wird.
In diesem Augenblick wächst auf Grund der Rückkopplung der beiden Transistoren-Tl und Teder Strom im Transistor --T2-- lawinenartig an, während der Transistor-Tl-stromlos wird. Dies hat zur Folge, dass durch den Elektromagnet --30-- kein Strom mehr fliesst, so dass das Magnetfeld zusammenbricht und der Anker-31-vom Magnet-30-wieder freigegeben wird. Das unter dem Einfluss der gespannten Antriebsfeder --8-- stehende Verschlussblatt --3-- wird infolgedessen
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wieder die in Fig. l veranschaulichte Ausgangslage erreicht hat.
Sobald sich der Anker --31-- unter der Wirkung der Antriebsfeder --8-- von dem Elektromagnet --30-- löst, hebt sich die Kontaktfeder --32-- von dem Kontakt --34-- ab und kehrt in die Ausgangslage zurück, in welcher sie am Kontakt --35-- anliegt. Dadurch wird der Stromfluss zu den Transistoren-Tl und T2-- unterbrochen, während durch die Anlage der Kontaktfeder-32-am Kontakt-35-ein Entladekreis für den Kondensator --C-- gebildet wird.
Der im Schaltbild gemäss Fig. l gezeigte Vorwiderstand-R-wie auch der diesem zugeordnete Kondensator-C-sind in ihrem Wert einstellbar bzw. veränderbar, wodurch die Haltedauer des Elektromagnets-30-und damit letztlich die Belichtungszeit einstellbar sind. Für den Fall, dass die gemäss Fig. l bis 3 ausgebildete Verschlussanordnung mit einer Einrichtung zur Veränderung der Grösse der Objektivöffnung-4--, beispielsweise mit einer Blende versehen ist, kann der veränderbare Kondensator-C-mit dem Blendeneinstellmechanismus, in den gleichzeitig die Filmempfmdlichkeit eingegeben werden kann, gekuppelt sein.
Ferner kann bei dieser Anordnung der Widerstand-R- durch einen Photowiderstand, beispielsweise eine CdS-Zelle ersetzt sein, wodurch sich mit dieser letztgenannten Verschlussanordnung die automatische Belichtungszeiteinstellung bei Blendenvorwahl verwirklichen lässt.
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