AT268297B - Verfahren zur Herstellung von neuen 6-(Aminophenyl)-3-pyridazonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 6-(Aminophenyl)-3-pyridazonen

Info

Publication number
AT268297B
AT268297B AT13967A AT13967A AT268297B AT 268297 B AT268297 B AT 268297B AT 13967 A AT13967 A AT 13967A AT 13967 A AT13967 A AT 13967A AT 268297 B AT268297 B AT 268297B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
aminophenyl
new
preparation
pyridazones
hydrogen
Prior art date
Application number
AT13967A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Dr Bachmann
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT268297B publication Critical patent/AT268297B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen   6- (Aminophenyl)-3-pyridazonen   
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung neuer Pyridazonderivate der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der X Wasserstoff, Halogen oder eine Alkyl- oder Alkoxygruppe und Ri und R2 Wasserstoff oder Alkylgruppen bedeuten, wobei die Alkylreste in diesen Substituenten ihrerseits Halogenatome oder Hydroxylgruppen tragen können. 



   Pyiidazone sind wichtige Zwischenprodukte für die Synthese von u. a. Farbstoffen und Arzneimitteln. 



   Es ist bekannt, Pyridazon-Verbindungen durch Dehydrierung der entsprechenden   4, 5-Dihydropyrida-   zone herzustellen, wobei man bisher Brom als Dehydrierungsmittel (vgl. z. B. J. Am. Chem. Soc. 75, Seite 1117) verwendete. Dieses Dehydrierungsverfahren ist jedoch nicht nur unwirtschaftlich, sondern vor allem deshalb unbefriedigend, weil das Brom nicht nur als Dehydrierungsmittel, sondern auch als Bromierungsmittel wirkt, wodurch die Ausbeuten an den gewünschten nichtbromierten Verfahrensprodukten verringert und deren Reindarstellung erschwert werden. Dies gilt insbesondere für solche Dihydropyridazonderivate, die im Molekül leicht bromierbare Reste enthalten. 



   Der vorliegenden Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, die Technik um die neuen Pyridazonderivate (I) zu bereichern und hiefür ein technisch brauchbares Verfahren bereitzustellen. 



   Es wurde gefunden, dass man die Pyridazonderivate (I) in leichtisolierbarer Form und in hervorragenden Ausbeuten erhält, wenn man Dihydropyridazonen der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 in der   R1',   den Rest Ri oder eine aliphatische oder aromatische Acylgruppe bedeutet und R2 und X obgenannte Bedeutung haben mittels aromatischer Nitrosulfonsäure (III) oder deren Salze dehydriert, wobei das molare Verhältnis der Nitrogruppen in (III) zu   (II)   für die vollständige Umsetzung mindestens 0, 5 : 1 betragen soll. 



   Es wurde weiterhin gefunden, dass die Umsetzung besonders gut gelingt, wenn man sie zwischen 50 und 100   C und im wässerigen alkalischen Medium mit Hilfe wasserlöslicher Verbindungen (III) ausführt. 



   Die für das   erfindungsgemässe   Verfahren geeigneten, ebenfalls neuen Ausgangsverbindungen   (II)   sind in an sich bekannter Weise aus den entsprechenden   M- (Aminobenzoyl)-propionsäuren   und Hydrazinhydrat erhältlich. 



   Als Substituenten in den Verbindungen   (II)   seien für X neben Wasserstoff, Chlor, Brom, Alkylgruppen mit 1-12 C-Atomen und Alkoxygruppen mit 1-3 C-Atomen, für RI'neben Wasserstoff, Alkyl-, aliphatische oder aromatische Acylgruppen mit 1-12 C-Atomen und für R2 neben Wasserstoff Alkylgruppen mit   1--4   C-Atomen genannt. Die Alkylreste in diesen Substituenten können dabei ihrerseits definitionsgemäss Halogenatome oder Hydroxylgruppen tragen. Sofern RI'eine Acylgruppe ist, wird sie unter den Bedingungen des Verfahrens abgespalten und durch Wasserstoff ersetzt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 



   Geeignete Dehydrierungsmittel (III) sind die Nitrobenzolsulfonsäuren und die Nitronaphthalinsulfonsäuren mit bis zu je drei Nitro- und/oder Sulfogruppen und vor allem die Alkali- und Ammoniumsalze dieser Säuren und von deren technischen Gemischen. 



   Zweckmässigerweise nimmt man die Umsetzung in   wässerigem   alkalischen Medium vor, wobei man etwa für 1 Gew.-Teil (II) 10   Gew.-Teile   Wasser verwendet. Im Laufe der fortschreitenden Reaktion geht das entstehende Pyridazon (I), das im Gegensatz zu (II) meistens merklich wasserlöslicher ist, in Lösung. Diese meist braune Lösung wird sodann nach dem Abkühlen neutralisiert, wonach das gewünschte Verfahrensprodukt auskristallisiert. Die Ausbeuten betragen hiebei fast durchweg mehr als   75%.   Arbeitet man in vorwiegend nichtwässeriger (z. B. alkoholischer) Phase, so erzielt man in der Regel geringere Ausbeuten. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Verfahrensprodukte sind wertvolle Zwischenprodukte für organische Synthesen, insbesondere für Farbstoffe. 



   Beispiel 1   : 6- (4-Aminophenyl)-pyridazon-3.   



   Man erhitzt ein Gemisch aus 100 g 6- (4-Acetylamino)-4, 5-dihydropyridazon-3, 80 g 3-nitrobenzolsulfonsaurem Natrium, 50 g Natriumhydroxyd und 1500 ml Wasser 2 h lang auf 100   C, wobei sich eine klare braune Lösung bildet, aus der nach dem Abkühlen und nach Neutralisation mit konz. Salzsäure schwach gelbliche Kristalle an   6- (4-Aminophenyl) -pyridazon-3   in 94% iger Ausbeute ausfallen ; (Smp. 



    290  C ;)   Smp. (aus   Wasser) : 292-2990 C.   



   Analyse (berechnete Werte in Klammern) :   63, 8 (64, 1) % C ; 5, 0 (4, 8) % H ; 22, 5 (22, 4) %   N. 



   Beispiel 2   : 6- (3-Aminophenyl)-pyridazon-3.   



   Nach der Vorschrift des Beispiels 1 erhält man das   6- (3-Aminophenyl)-pyridazon-3   aus 167 g 6- (3-   Aminophenyl)-4, 5-dihydropyridazon-3,   100 g   3-nitrobenzolsulfonsaurem   Natrium, 50 g Natriumhydroxyd und 1000 ml Wasser in   78%iger Ausbeute ;   Smp. (aus   Wasser) : 2000 C.   



   Analyse (berechnete Werte in Klammem) :   64, 1 (64, 1) % C ; 5, 0 (4, 8) % H ; 22, 5 (22, 4) %   N. 



   An Stelle des   3-nitrobenzolsulfonsauren   Natriums lassen sich mit gleichem Erfolg die äquivalenten Mengen der Natriumsalze der   5-Nitronaphthalin-l-sulfonsäure   oder eines technischen Gemisches aus 4-, 5-, und 8-Nitronaphthalin-l-sulfonsäure verwenden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von neuen   6- (Aminophenyl)-3-pyridazonen   der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 in der X Wasserstoff, Halogen oder eine Alkyl-oder Alkoxygruppe und Ri und R2 Wasserstoff oder Alkylgruppen bedeuten, wobei die Alkylreste in diesen Substituenten Halogenatome oder Hydroxylgruppen tragen können, dadurch gekennzeichnet, dass man Dihydropyridazone der allgemeinen Formel 
 EMI2.3 
 in der   Roden   Rest R1 oder eine aliphatische oder aromatische Acylgruppe bedeutet und X und R2 obgenannte Bedeutung haben, mittels aromatischer Nitrosulfonsäuren bzw. deren Salzen (III) dehydriert, wobei das molare Verhältnis der Nitrogruppe in (III) zu   (II)   für die vollständige Umsetzung mindestens 0, 5 : 1 betragen soll.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung zwischen 50 und 100 C und im wässerigen alkalischen Medium mit Hilfe wasserlöslicher Verbindungen (III) ausführt.
AT13967A 1966-01-07 1967-01-05 Verfahren zur Herstellung von neuen 6-(Aminophenyl)-3-pyridazonen AT268297B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB0085311 1966-01-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT268297B true AT268297B (de) 1969-02-10

Family

ID=6982857

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT13967A AT268297B (de) 1966-01-07 1967-01-05 Verfahren zur Herstellung von neuen 6-(Aminophenyl)-3-pyridazonen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT268297B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1670043C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(Aminophenyl)-pyridazon-(6)-derivaten
AT268297B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 6-(Aminophenyl)-3-pyridazonen
DE2036027B2 (de) Pleuromutilin-Derivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
DD239591A5 (de) Verfahren zur herstellung von 2,4-dichlor-5-fluor-benzoesaeure
DE2416722A1 (de) Verfahren zur herstellung von nitrohalogenophenolen
DE1918253A1 (de) Verbessertes Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxyisoxazolverbindungen
DE1204666B (de) Verfahren zur Herstellung von Arylsulfonyl-aethylthioschwefelsaeuren bzw. deren Alkalisalzen
DE2922688A1 (de) Nitrosierungsverfahren
DE3837116A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2-hydroxy-4-alkoxybenzophenonen
DE4329286C1 (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Methoxycarbonsäuremethylestern
DE3246367A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3-acylaminoanilinen
DE3044904A1 (de) Fluorierte anthranilsaeure und anthranilsaeurenitril sowie verfahren zu ihrer herstellung
DE3429439A1 (de) Verfahren zur herstellung von pantolacton
DE2605650A1 (de) Verfahren zur herstellung von para-isobutyl-phenylessigsaeurederivaten
DE2413189C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Benzohydrochinonen
CH667098A5 (de) Verfahren zur herstellung von anthrachinon-verbindungen.
DE749146C (de) Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren
DE1493619C (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-2-methylalanin
AT218493B (de) Verfahren zur Herstellung von ß-Aminocarbonsäurelactamen
DE1118215B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 5-Dianilino-terephthalsaeureestern
AT227675B (de) Verfahren zur Herstellung von am Sauerstoff basisch Hydroxylaminen
EP0179217A2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-5,6,7,8-tetrahydrocarbazol, die Alkali- und Erdalkalisalze des 2-Hydroxy-5,6,7,8-tetrahydrocarbazols und deren Verwendung
EP0057665B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Acylamino-3,4-phthaloyl-acridonen
DE586806C (de) Verfahren zur Darstellung von symmetrischen Di-(arylamino)-oxybenzolen
AT288363B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen β-Aroyl- β-halogenacrylsäuren